Ich verwende so gut wie nie bzw. sehr ungern die Namen von anderen in Gesprächen?

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4 Antworten

Interessante Frage. Auf die Antworten bin ich auch mal gespannt.... ist nämlich bei mir zum größten Teil auch so. Irgendwie hab ich für jeden aus dem Freundes- oder Familienkreis einen Kosenamen/Spitznamen und kann mir beim besten Willen nicht vorstellen diese Personen mit ihrem richtigem Vornamen anzusprechen. Ist aber nur bei diesen Leuten so. Ich habe beruflich viel mit Menschen zu tun, die ich teilweise duze....da habe ich kein Problem mit. Auch bei irgendwelchen flüchtigen Bekannten nicht. 

Habe mir noch nie gedanken darüber gemacht, aber jetzt wo ich deine frage lese, fällt es mir auch auf. :)

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TheTrueSherlock 22.10.2016, 02:36

Das ist auch ungewöhnlich ^^ naja, aber immerhin verwendest du Spitznamen und so ^^ Nur mein Freund hat Kosenamen und i-wie fällt es mir leichter ihn "Schatz" zu rufen, als mit seinem Namen ihn zu rufen. Fällt mir auch gerade auf. Das Problem ist jetzt im engsten Familienkreis nicht gegeben, aber sonst ist es bei mir überall so :/

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123akw 22.10.2016, 02:45
@TheTrueSherlock

Genau.... das mit "Schatz" ist auch so ne Sache. Als ich damals geheiratet habe, war mein Mann auch immer nur "Schatz" für mich. Ich weiß noch, wie unangenehm es mir damals war, ihn bei der Trauung offiziell mit seinem Namen anzusprechen! Das habe ich sonst nie gemacht und es war in dem moment einfach nur schrecklich ungewohnt und irgendwie peinlich!  

Ich glaube das ist einfach nur wie man es gewohnt ist. Wie gesagt... bei leuten, die ich von anfang an nur mit vornamen anspreche ist es kein thema. 

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123akw 22.10.2016, 02:47
@TheTrueSherlock

verwendest du denn auch überhaupt keine kosenamen? wie sprichst du denn zB deine freundinnen, oder deine beste freundin an?

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TheTrueSherlock 22.10.2016, 02:50

da meide ich auch Namen, nur wenn ich sie rufe oder so. Ja, i-wann wenn man zu lang schon den Namen nicht gesagt hat, dann kriegt man es auch nicht mehr über die Lippen

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123akw 22.10.2016, 02:54
@TheTrueSherlock

genau so siehts aus. deshalb denke ich, hat das einfach nur mit gewohnheit was zu tun. :) 

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TheTrueSherlock 22.10.2016, 03:08

hmm interessante Vermutung - könnte hinkommen. Aber mal sehen, was die anderen meinen.

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Hallo TheTrueSherlock,

das hängt damit zusammen, dass der Name der Schlüssel zu einem Menschen ist, denke ich. Du kennst sicher das Märchen mit dem Ausruf: 'Ach wie gut, dass niemand weiß, dass ich Rumpelstilzchen heiß...', oder?

Wenn man die Menschen mit ihrem Namen anspricht, so ist zumindest meine Erfahrung, ist man sich schneller näher. Insofern kann es also durchaus mit einer Sozialphobie zusammenhängen.

Wie sieht es denn aus, wenn Du mal mit Dir selbst sprichst? Auch sehr interessant ist hierzu die neueste Studie:

http://blog.psychologie-heute.de/keine-angst-du-machst-das-schon/

Des weiteren kommt noch das Sprichwort 'Nomen est omen' ins Spiel, auch hierzu ein interessanter Link:

http://www.kindername.de/

LG

Buddhishi

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TheTrueSherlock 22.10.2016, 03:06

Kenne ich ja. Stimmt, allerdings spreche ich noch nichtmal meine Freunde oder meinen Freund mit Namen an?! Recht interessant ja. Die Studie hat mich überrascht. Ich spreche mich mit der Ich-Form an. Inwiefern hilft mir das Wissen jetzt bei meinem Problem? *verwirrt* Achja und ich spreche mich nie in Gedanken mit meinem Namen an. Führe auch keine laute Selbstgespräche. Und was heißt das Sprichwort? Was mein Name heißt weiß ich. Ironischerweise bedeutet er "Hoffnung" und das bei einer Depressiven lach. Naja, diese Ironie ist ein anderes Thema.

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Buddhishi 22.10.2016, 03:12
@TheTrueSherlock

Nomen est omen heißt: Der Name ist ein Zeichen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Nomen_est_omen

Versuche mal, Dich  nicht in der Ich-Form anzusprechen. Das verstärkt auch Dein Selbstwertgefühl, da Du Dich automisch respektvoller behandelst. So gesehen ist es langfristig auch eine gute Selbsttherapie gegen die Depression.

Selbsthilfetipps gegen Depressionen gibt's noch obendrauf:

https://www.google.de/search?q=selbsthilfe+gegen+depressionen&ie=utf-8&oe=utf-8&client=firefox-b&gfe_rd=cr&ei=9bwKWOvTF-Gv8weq_YCYBg

Alles Gute

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123akw 22.10.2016, 03:12

Sehr interessanter Link.... vor allem der erste.

Eine ihrer Aussage kann ich allerdings nicht teilen. Nämlich, daß man sich schneller näher ist, wenn man jemanden mit seinem richtigem Namen anspricht. 

Das trifft sicher zu, wenn man mit jemanden vorher per SIE war. Wenn ich aber eine geliebte Person, die mir nahe ist, mit ihrem richtigem Namen, anstatt wie gewohnt mit liebevollem kosenamen oder auch lustigen spitznamen anspreche .... kommt es mir sehr unpersönlich/sachlich/ernst vor. 

Genauso kam es immer bei mir selber rüber, wenn mich zB meine Eltern mit meinem vollen Namen angesprochen haben. Es hatte immer etwas ernsthaftes, denn ansonsten verwendeten sie bei mir auch einen liebevollen kosenamen, der von meinem vornamen abgewandelt war.  

So gesehen, schafft der vornamen eher abstand, als nähe


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Buddhishi 22.10.2016, 03:14
@123akw

Klar, das hängt natürlich auch immer von den jeweiligen Situationen ab und man kann selbstverständlich nicht alles pauschalisieren. LG

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TheTrueSherlock 22.10.2016, 03:20

Ahja. Das hätte ich gerade noch so selbst in Google eintippen können. Danke.

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TheTrueSherlock 22.10.2016, 03:28

Meine Frage ist noch lange nicht beantwortet. Naja, der Link ist nett grmeint, aber ich kenn mich beim Thema Depression schon sehr gut aus und habe schon viel gegoogelt. Den Google-Suche-Link fand ich deshalb recht witzig und unnötig, aber hast ja sicherlich lieb gemeint :)

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Hey. Interessant... Ich denke, das kann mit Deinem Zustand der Depression zusammenhängen. Depressive können mitunter nur schwer mit persönlicher Abgrenzung umgehen. Sie empfinden also sowohl sich selbst, wie auch andere als depersonalisiert.

Oder sie empfinden kaum eine Grenze zwischen sich und den anderen, sind der Ansicht, dass so etwas wie ein kollektives "wir" besteht, und dass alle anderen wissen, was sie wissen. Und oft empfinden sie sehr schwere Schuld- oder Schamgefühle, was sie dazu verleitet, sich selbst nicht als "normales" Individuum zu empfinden. Sie sind nicht dazu fähig, ihre Stärken und Schwächen als real anzusehen und sich selbst somit zu charakterisieren.

Tritt eine Depression in der Phase der Persönlichkeitsfindung auf (Adoleszenz, Jugendliche oder junge Erwachsene), erschwert dies die Situation zusätzlich. Das erleben leider sehr viele junge Menschen so. SChau Dir mal das an, echt coole Initiative -> http://www.itgetsbetter.org.

Eine solche Depression wird ärztlich und psychologisch behandelt und sollte mit der Zeit besser werden, womit auch eine Besserung der Selbstwahrnehmung eintreten sollte.

Also unbedingt mal mit der geeigneten Fachperson besprechen.

P.S. Darüber hinaus gibt es aber auch Leute, welche fast nie den Namen verwenden. Andere wiederum dauernd. Hängt mitunter auch mit dem Beruf zusammen).

Cheers :)

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Außer der tatsache dass du das hören deines eigenen Namens ebenfalls komisch findest trifft das alles auch auf mich zu. Nur meine engsten freunde Spreche ich mit nahmen an ohne ein (merklich) unangenehmes gefühl zu haben aber bei manchen familienmitglieddern, auch in meinem alter hört es dann scjon wieder auf und das mit dem Sie und Du kenne ich auch nur zu gut, meines Wissens habe ich aber keine Sozialphobie, obwohl meine Familie in der hinsicht ein wenig vorbelastet ist.
Gruß

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TheTrueSherlock 22.10.2016, 03:25

Mhm, okay ^^ sind wir zu zweit ratlos. Ja, klar, nur weil man das hat, hat man nicht gleich eine Sozialphobie. Und vielleicht hängt es damit auch gar nicht zusammen.

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blacksuccubus 22.10.2016, 03:44

ja ja so meinte ich das auch garnicht ich wollte genau damit ja sagen dass es nicht damit zutun haben muss ☺☺

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