Ich vertehe den Sinn nicht!

...komplette Frage anzeigen

14 Antworten

Meerschweinchen und Kaninchen können sich nicht so wie der Hund an den Menschen gewöhnen und allein schon da sie in Käfigen gehalten werden ist das Verhältnis zwischen Hund und Mensch viel stärker! Der Hund sieht den Menschen als Freund, Nagetiere den Menschen eher als "Feind"

Weil Hunde sich stark am Menschen orientieren können.

Sie leben seit Jahrtausenden in einer fast schon symbiotischen Beziehung zum Menschen, können unsere Mimik oft besser verstehen als wir ihre (bzw. heutzutage ist das so) und sie machen diese Mimik oft sogar nach.

Dementsprechend hat alles seine Vor- und Nachteile. Auch Wölfe leben in der Natur nicht in der Form, die Otto-Normal-Verbaucher als "Rudel" sieht. Ein Wolfsrudel ist in der Regel ein Familienverband. Die Tiere in einem Rudel sind meißt alle miteinander verwandt, deswegen glaubte man auch sehr lange, dass es in Wolfsrudeln eine strikte Rangordnung gäbe, dass die Rangobersten alles zuerst bekämen und dass die Rangniedrigsten Tiere ein geradezu elendiges Leben führen würden. Diese Beobachtungen stammen aber von Wolfsrudeln in Gefangenschaft, bei denen einige Tiere gar nicht miteinander verwandt waren. Bei einem Hunderudel ist dies nochmal extremer: Die Tiere die zusammengehalten werden sind in der Regel nicht miteinander verwandt und leben in einer Konkurrenzsituation um die Aufmerksamkeit des Ressourcenhalters (dem Menschen). So eine Situation kann für einen Hund sogar noch stressiger werden als Einzelhaltung, wenn der Besitzer (also der Ressourcenhalter) sich einfach mal so nen zweiten Hund holt ohne generell Ahnung zu haben, was zu beachten ist wenn man zwei Hunde hält.

Das soll nicht heißen, dass "Rudelhaltung" bei Haushunden was schlechtes wäre. Hunde sind immernoch hoch soziale Tiere die eigentlich immer jemanden um sich herum brauchen (auch wenn der eine Hund besser damit klar kommt allein zu sein als der andere). Es ist also immernoch besser für einen Hund, wenn er einen Kameraden hat, als wenn er allein gehalten wird. Wirkliche Qual ist aber eine Haltung ohne jeglichen sozialen Bezug - weder von anderen Hunden noch vom Menschen.

Hunde bauen eine ganz andere Beziehung zum Menschen auf, als Hasen (ich glaube, Du meinst Kaninchen) und Meerschweinchen. Bei den Hunden wird das Herrchen (oder Frauchen) zum Leitwolf und sie betrachten die ganze Familie als ihr Rudel und beschützen sie auch, achten darauf, daß keiner verloren geht (beim Spaziergang). Natürlich brauchen sie trotzdem beim Gassi-Gehen Kontakt zu anderen Hunden. Da man mit z.B. Meerschweinchen nicht raus geht, sind sie ohne Partner in der Haltung völlig von ihresgleichen isoliert und werden krank.

bei hunden ist das anders. denn wir, also frauchen und herrchen, sind ihr rudel. wir erziehen sie, zeigen die grenzen auf und zeigen ihnen den platz in unseren rudel. schon vor tausenden von jahren wird das so gehandhabt. deshalb brauchen hunde nicht unbedingt einen anderen hund. man muss sie nur artgerecht erziehen und halten.

und das geht bei kaninchen, meeries ect. eben nicht. wie auch? so,hoffe, deine frage ist damit beantwortet.

Der Mensch ist sein Rudel und er, der Hund, sucht sich seine Stellung im Rudel aus bzw. bestimmt, wer im Familienrudel das Alphatier ist. Das kann er selbst sein.... oder ein Familienmitglied. So betrachtet ist der " normal " gehaltene Hund nie alleine, denn es bestehen ja immer wieder Kontakte zu seinem Rudel.

Gina02 31.03.2012, 15:00

Würde aber nur an der Naivität des menschl. Rudels liegen, wenn der Hund das Alphatier bestimmen würde! Der ist ja nicht blöd und bestimmt sich selber, grins!

0
Maerchenkiste 31.03.2012, 15:47
@Gina02

RECHT hast du.... ich kenne aber einige Mitbürger, da anerkennt der Hund das Alphatier Mensch...wuff, denn DER kann den Kühlschrank öffnen :)))))

0

hunde sind aber auch rudel tiere und da sagt niemand das die net alleine gehalten werden sollen !

Das hast Du sehr gut erkannt.

Mehr ist dazu eigentlich nicht zu sagen. Bei Heimtieren gibt es leider nicht - wie zB bei Nutztieren - Vorschriften für die Gruppenhaltung (ist bei Rindern, Schweinen etc Pflicht!), und deswegen darf man da, egal ob Hund, Kaninchen oder Meersau (Hasen sind btw keine "Rudeltiere") Einzelhaltung betreiben, und sogar Käfighaltung.

Das man beim Hund noch weniger auf artgerechte Gesellschaft achtet als bei Kleintieren liegt einfach daran, daß Hunde so eine Haltung länger überleben, und außerdem ganz einfach teurer sind. Wer Hunde verkaufen oder vermitteln will, wird mehr davon los, wenn er den Leuten erzählt "die kann man auch alleine halten", weil die wenigsten Leute Platz für zwei haben (wobei natürlich auch zwei noch kein Rudel sind). Wer Meerschweinechen verkauft, verkauft mehr davon, wenn er sagt: "die müssen aber zu mehreren sein", denn da ist der Preis nicht so hoch.

pecudis 31.03.2012, 10:46

PS: das Hunde mit einem "Menschenrudel" iwie artgerechtes Verhalten ausüben könnten, ist ein Irrglaube. Wer jemals Hunde miteinander hat spielen sehen, oder kämpfen, oder sich auch nur begrüßen, der weiß das auch. Ich jedenfalls kenne kaum einen Hundehalter, der seinem Hund am Hintern schnuppert, so schnell rennen kann wie sein Hund, oder ihn beim "spielerischen Gerangel" beißt.

0
SaRaH2012Li 02.04.2012, 17:56
@pecudis

Danke das endlich mal jemand der gleichen Meinung ist..ich meine Rudeltier ist Rudeltier egal wie lange es beim Menschen lebt !

gglg

0

Ich finde man kann Meerschweinchen nicht mit Hunden vergleichen.. Hunde hällst du ja nicht in Käfigen sondern frei in der Wohnung/Haus.. wenn sie was wollen oder einfach nur nähe suchen können sie zu dir kommen... Hunde sind auf Seinen menschen fixiert.. einem Meerschweinchen ist es egal was du machst und will meistens nicht einmal angefasst werden.. und wenn dann duldet es die Berührung nur.. Hunde freuen sich wenn man sie Streichelt und wenn man mit ihnen Spielt.

Für Hunde kannst du das Rudel sein weil sie dich als dieses Betrachten.. Einem Meerschweinchen ist es egal was du machst deswegen brauch es einen Partner welches dieses auch als Partner betrachtet..

Ich habe immer schon zwei Hunde gehabt.Aber das kann eben nicht jeder.Dafür braucht man viel Platz und Zeit und Geld.

Nagetiere sind es gewohnt im Rudel zu sein Hunde sind aber ne andere Gattung !Jesses;-P

weil hunde nicht meerschweinchen sind. der hund ist von grund auf anders als ein meerschweinchen

Für den Hund ist seine Familie das Rudel !!

wenn man hunden genügend kontakt zu anderen hunden ermöglicht, und sich hundegerecht mit ihnen beschäftigt, dann ist eine einzelhaltung in den meisten fällen kein problem.

bei meinem hund merke ich ganz deutlich, dass er keine anderen hunde braucht. egal, wer von seinen engsten hundefreunden zu besuch ist, nach einer weile will er doch seine ruhe haben, und wenn ich tagelang niemanden hier habe, ist er in keinster weise unruhig. wäre das so, hätte ich längst einen zweiten.

auch im wald sind andere hunde immer nach sehr kurzer zeit unwichtig. sobald ich mich von einer gruppe hunde verabschiede und mit ihm weitergehe, freut er sich ganz offensichtlich. daran merkt man, dass der hund eine feste und für ihn befriedigende bindung mit dem menschen eingehen kann.

dabei gilt es aber immer, das individuum zu betrachten, denn:

alle hunde sind nicht gleich!

pecudis 31.03.2012, 11:52

Das "nicht alle Hunde gleich sind", liegt aber an der Prägung und der Sozialisation, und nicht daran, daß Hunde inzwischen "mehr oder weniger Rudeltiere" wären. (Vergleiche dazu mal die Untersuchungen an PuWos, da zeigt sich das ganz deutlich)

0
taigafee 31.03.2012, 12:31
@pecudis

auch, aber es gibt hunde, die sich schon in der welpenzeit eher am menschen orientieren als andere. wenn es streit gibt im rudel, rennen sie zum menschen.

andere wiederum binden sich nie so stark, ohne dass der halter großen einfluss darauf hätte.

ich hab in all den jahren so meine beobachtungen gemacht.

0
niska 31.03.2012, 12:39
@pecudis

Ich kann nicht erkennen, dass Taigafee irgendwo behauptet hätte, dass ihr Hund weniger "Rudeltier" wäre als andere Hunde. Allerdings kann ich deine Schlussfolgerung generell nicht ganz nachvollziehen. Die Pudelwolfexperimente zeigen zwar, dass hundliches Sozialverhalten kein "simplifiziertes" Wolfsverhalten ist, aber es ist dennoch nicht dasselbe:

"Haushunde unter Rudelbedingungen leben unter >>Handicap-Bedingungen<<, vergleichbar mit den handaufgezogenen Wölfen von Adam Miklosi, die >>als Hunde<< gehalten wurden. Wildart und Haustierform haben also sehr differente genetisch determinierte Anpassungsmöglichkeiten an besondere ökologische Bedingungen." (Federsen-Petersen: Ausdrucksverhalten beim Hund)

Die Behauptung, dass ein "abweichendes" Sozialverhalten also nur in der Prägung und Sozialisation bestünde kann ich nicht nachvollziehen. Hunde haben sich in ihrer Entwicklungsgeschichte in vielerlei Weise an den Menschen angepasst und dabei ganz verschiedene Wesensänderungen durchgemacht. Ich kann vollkommen verstehen, dass ein eher ruhiger Hund z.B. weniger an anderen quirligen Hunden oder Hunden mit denen er nicht kommunizieren kann interessiert ist.

0
pecudis 31.03.2012, 12:48
@niska

Wir reden da aneinander vorbei, glaube ich. Eben gerade das ein Hund sich "an einen Menschen anschließt" (wenn er nix anderes hat), zeigt doch, daß er nach wie vor ein Rudeltier ist, und Bedarf an Sozialkontakten hat. Inwieweit verschiedene Rassen über Selektion dahin gebracht worden sind, mehr oder weniger gut mit Menschen als Ersatzpartnern zurechtzukommen, stellt das ja nicht in Abrede: Fakt ist, daß der Mensch nicht in der Lage ist, Hundeverhalten auszuführen und das die Definition von "Leiden" beim Tier nun mal überwiegend dadurch erklärt wird, welche und wieviele "arteigene Verhaltensweisen" sie in ihrer jeweiligen Umgebung ausführen können, und nicht dadurch, wie gut oder schlecht sie mit Ersatz zurechtkommen.

Und individuelle Unterschiede gibt es bei jeder Tierart, nicht nur beim Hund.

0

In dem Fall ist die Menschenfamilie sein Rudel!

Hunde sind ja auch keine nagetiere

Was möchtest Du wissen?