Ich verstehe nicht wie Menschen nicht an Gott oder an eine übernatürliche Kraft glauben können?

12 Antworten

Und ich verstehe nicht wie man an "Götter" glauben kann - oder daran das es nicht zwei oder Zweihundert gäbe und nicht nur ein imaginärer "Gott".?

Und das dieser Einzel - "Gott" - ausgerechnet der Semitische sei und nicht irgend ein anderer Einzel - "Gott", der der Sikhs zum Beispiel.?

Was soll eine "höhere Macht" sein, höher als was.?

Und wer oder was hat diese "höhere Macht" erschaffen, etwa die noch höhere Macht.?

Es gibt keine "Götter", egal ob Du das begreifen kannst oder nicht.

RICHTIG! Nicht Gott oder Götter haben den Menschen erschaffen sondern die Menschen ihre Götter. So wird ein Schuh draus!

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ich finde nur das man Menschen die an sowas nicht glauben sehr schnell argumentations los machen kann

Versuch es gerne bei mir

jedoch muss es doch eine übernatürliche Kraft gegeben hat die irgendwas geschaffen hat um z.b den Urknall passieren zu lassen versteht ihr was ich meine

Da war keine "übernatürliche Kraft" im Spiel. Der Urknall war ein natürlicher Vorgang der durch Zeit und noch mehr Zeit zustande gekommen ist. Da braucht es keine "übernatürliche Kraft"

Kleine Verbesserung: vor dem Urknall gab es die Raumzeit noch gar nicht, deswegen war da nicht viel Zeit im Spiel :p sorry für den Besserwisserkommentar, ich bin voll bei dir, die Urknalltheorie ist mehr als plausibel

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Deine Vorstellung von der Zeit ist falsch. Es ist nicht so, dass zuerst nichts da war und dann entstand etwas. Die Zeit ist Teil des Universums. Ohne Universum gibt es gar keine Zeit. Das Universum ist also nicht entstanden.

Deine Vorstellung von existieren oder nicht existieren ist auch falsch. Was existiert, existiert nur relativ zu etwas anderem, das auch existiert. Wenn ein Aussenstehender die beiden Dinge zusammen anschaut, existieren sie nicht. Das ist eine überraschende Erkenntnis aus der Quantenfeldtheorie: Wenn man ein System aus null Information in zwei Teile teilt, enthalten beide dieser Teile die Information über den jeweils anderen Teil. Dass da eine Welt ist, scheint uns so, weil wir nur einen Teil des Universums sehen.

Wenn man das Nichts mathematisch beschreibt, enthält diese Beschreibung in sehr engem Rahmen genau unsere Welt mit den Naturgesetzen, die wir kennen. Siehe dazu: Philipp Wehrli, 'Das Universum, das Ich und der liebe Gott'.

Aber auch wenn da noch ein erster Grund sein müsste, wäre dies immer noch meilenweit weg von einem bewusst denkenden Gott, der die Menschen nach ihrem Tod richtet. Auch wer die obige Überlegung ablehnt, muss noch lange nicht an einen Gott glauben.

Ein guter Artikel dazu ist auch:

"Wer es für denkmöglich hält, das Universum sei durch einen Urknall entstanden, ignoriert dabei die Naturgesetzmäßigkeit, dass eine nichtmaterielle Größe wie "Information", niemals aus einer materiellen Größe entstehen kann.

Der Urknall und damit auch unser heutiges Universum ist aber laut Wissenschaft rein materialistisch, d.h. nur Materie bzw. Energie ist vorhanden. Wir Menschen sind jedoch Wesen mit einem Geist, und somit in der Lage Information zu erzeugen. Information ist aber weder Materie noch Energie, sondern völlig eigenständig. Information ist eine geistige, nichtmaterielle Größe.

Hier stellt sich natürlich die spannende, von der Wissenschaft nicht beantwortbare Frage, wie ein rein materialistisches Universum, Lebewesen hervorbringen kann, die die Fähigkeit haben Information zu erzeugen. Also etwas Nichtmaterielles."

Oder man nehme die Feinabstimmung im Universum:

1. Ein Bsp ist das elektrische Gleichgewicht im Universum. Dieses ist auf 1 zu 10^38 genau eingestellt. Würde nur ein einziges Elektron dazu kommen oder fehlen, gäbe es keine Planeten/Sterne, usw-nur hochverdünntes Gas.

Es ist seeehr unwahrscheinlich, dass sich dieses gleichgewicht zufällig so eingestellt hat. Es ist viel nahe liegender, dass es von einem Schöpfer so eingestellt wurde.

2. Ein weiteres Bsp. ist die Gravitationskraft. Sie ist auf 1 zu 10^35 genau eingestellt. Es ist wahrscheinlicher im Lotto 3 mal hintereinander 6 Richtige zu haben, als dass sich die Gravitationskraft zufällig so genau eingestellt hat.

3. Oder auch das Masseverhältnis der Elementarteilchen: Dieses ist genau so eingestellt, dass es stabile Materie im Universum geben kann. Nämlich auf 1 zu 10^40 genau eingestellt. Der Unterschied beträgt da winzige 0,14% - Wäre dieser winzige Unterschied nicht gegeben, gäbe es ebenfalls keine Sterne/Sonne, usw. Unsere Existens hängt von 0,14% ab! Auch hier ist ein Schöpfer viel wahrscheinlicher als Zufall.

4. Die Erde ist genau in der richtigen Entfernung zur Sonne, damit Leben auf ihr sein kann. Wäre sie nur ein wenig weiter vorne oder weiter hinten, wäre es hier entweder heiß oder zu kalt.

5. Die Sonne strahlt kostant die richtige Menge an Energie ab, um Leben auf der Erde zu ermöglichen. Die Erde selbst hat genau die richtige Größe und auch der Mond, der die Gezeiten steuert, hat genau die richtige Größe.

6. Die Erde hat eine Jahresumlaufbahn von 299,8 Millionen km. Wäre es nur etwas weniger, würde alles Wasser verdunsten, die Erde wäre eine Wüste. Wären es nur 2% mehr, wäre hier alles Wasser gefroren! Die Erde hat exakt die richtige Umlaufbahn!

Weitere solcher Beispiele hier ab 07:00.

An diesen Beispielen sieht man, wie exakt das Universum aufeinander abgestimmt ist. Und diese exakte Feinabstimmung, soll das Ergebnis von einem zufälligen, chaotischen Urknall sein? Bei uns entsteht aus Chaos niemals Ordnung. Mir fehlt der Glaube, um bei der Entstehung des Universums das Gegenteil anzunehmen.

ZITAT SurvivalRingen

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@Unknownuser739
Wer es für denkmöglich hält, das Universum sei durch einen Urknall entstanden, ignoriert dabei die Naturgesetzmäßigkeit, dass eine nichtmaterielle Größe wie "Information", niemals aus einer materiellen Größe entstehen kann.

Die Vermutung vieler Physiker ist umgekehrt: Die materiellen Grössen, nämlich das Universum und die Naturgesetze entstehen durch die Information. 'It from Bit' ist das Schlagwort. Die Idee wurde zuerst von C.F. von Weizsäcker in der Urtheorie veröffentlicht. In der Loop Quantengravitation ist die Idee relativ weit entwickelt. Es gibt tatsächlich gute Gründe für die Annahme, dass die Naturgesetze bereits im Begriff der Information enthalten sind.

Hier stellt sich natürlich die spannende, von der Wissenschaft nicht beantwortbare Frage, wie ein rein materialistisches Universum, Lebewesen hervorbringen kann, die die Fähigkeit haben Information zu erzeugen. Also etwas Nichtmaterielles."

Information bedeutet im Alltag sehr unterschiedliche Dinge. Da ich nicht genau weiss, was du damit meinst, kann ich das nicht mit Sicherheit sagen: Aber ich vermute, was du damit meinst, ist falsch. Die Biologen können heute sehr gut erklären, wie Lebewesen Bedeutung schaffen, obwohl Bedeutung in der materiellen Welt nicht vorkommt.

2. Ein weiteres Bsp. ist die Gravitationskraft. Sie ist auf 1 zu 10^35 genau eingestellt. Es ist wahrscheinlicher im Lotto 3 mal hintereinander 6 Richtige zu haben, als dass sich die Gravitationskraft zufällig so genau eingestellt hat.

Die Feinabstimmung wird durch das anthropische Prinzip erklärt. Ein unglücklicher Name. Ich sage dem lieber die Beobachter-Regel. Die sagt: Du sollst nicht erwarten, dass du das beobachtest, was am häufigsten vorkommt. Du solltest erwarten, dass du das beobachtest, was am häufigsten beobachtet wird. Menschen können nur eine Welt beobachten, in der Menschen möglich sind. Wenn es ganz unterschiedliche Welten gibt und in den meisten davon keine bewusst denkenden Lebewesen entstehen, beobachten wir eben doch das eine, in dem bewusst denkende Lebewesen möglich sind. Es reicht eine Erklärung zu finden, nach der es mindestens eine geeignete Welt gibt.

Aber selbst wenn wir zum Schluss kommen, dass die Wissenschaftler noch keine gute Erklärung für die Existenz des Universums haben, heisst dies nicht, dass die jungfräuliche Maria den Sohn Gottes gebärt hat.

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Sehr interessante Erklärung finde ich. Du scheinst Dich gut mit der Quantenfeldtheorie auszukennen (im Gegensatz zu mir). Deine Erklärung mit 'null Information' finde ich einleuchtend :-).

Könnte man es also so sehen, dass null = minus 1 + plus 1 (bzw. minus n + plus n) ist? Es erklärt zwar noch nicht das Ungleichgewicht zwischen Materie und Antimaterie im Universum, allerdings wissen wir da eventuell einen entscheidenden Fakt bis heute auch nicht ;-).

Ich hatte schon überlegt, mich auch intensiver mit der Quantentheorie zu beschäftigen. Zu meinen Hobbys ghört seit meinem achten Lebensjahr die Astronomie und speziell (kam später) die Kosmologie.

Kannst Du ein gutes und verständliches Buch über die Quantentheorie empfehlen? Aber bitte nicht zu vereinfachend und Populärwissenschaftlich, etwas semi-professionelles was keine wesentlichen Fakten ausblendet aber trotzdem noch für logisch denkende Menschen gut verständlich ist.

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@LieberKiffer

Wenn du die Quantentheorie verstehen willst, musst du dich intensiv mit den philosophischen Konsequenzen der Experimente befassen. Einige der wichtigsten Experimente wurden vor drei Tagen mit dem Nobelpreis ausgezeichnet (Alain Aspect, John Clausen, Anton Zeilinger). Ich finde, wenn man mit sehr mathematischen Beschreibungen beginnt, verliert man sich und versteht nicht wirklich, weshalb die Physiker so seltsame Sachen sagen.

Ein hervorragendes Buch über die Experimente ist Harry Paul, 'Photonen'. Paul analysiert scharfsinnig und sauber, was eigentlich der Unterschied ist zwischen klassischer Physik und Quantentheorie.

Ein anderes gutes Buch ist: 'Quantenphilosophie' von Spektrum Akademischer Verlag. Das ist eine Sammlung von populärwissenschaftlichen Artikeln führender Physiker, z. B. Schrödingers Originalartikel zu 'Schrödingers Katze'.

Wenn du die Mathematik zur Behauptung "null = minus 1 + plus 1" verstehen willst, brauchst du ziemlich viel ziemlich abstrakte Mathematik. Es geht aber um eine erschütternde Feststellung: Wenn ein System aus null Informationen (also ein Vakuum) in zwei Untersysteme geteilt wird, dann enthalten beide Teilsysteme Information. Und zwar wird das System aus null Information als eine Überlagerung aller Möglichkeiten beschrieben und das eine Teilsystem enthält dann jeweils die Information, welche Möglichkeiten beim anderen Teilsystem fehlen. Mathematisch beschrieben wird dies bei Jürgen Audretsch, 'Verschränkte Systeme - Die Quantenphysik auf neuen Wegen".

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Nennt sich Physik, Chemie... wenn Du wolltest, könntest Du das wissenschaftlich verstehen. Gibt genug Videos dazu, die die Entstehung unseres Universums anhand und mit Naturgesetzen erklären.

Ob Du dann immer noch an Gott glaubst, ist Dir überlassen. Wissenschaft schließt Gott nicht aus. Es gibt keine Beweise FÜR ihn und keine GEGEN ihn.

Übrigens habe ich bisher noch niemanden getroffen, der mich - einen Agnostiker - mit sachlichen Argumenten "argumentationslos" machen konnte.

Woher ich das weiß:Hobby – Interesse

Ich versteht meinen Punkt nicht. Die Entstehung Unseren Universums aufgrund von natur besetzten und Ereignissen kann ich nachvollziehen aber um dieses Vorgänge auszulösen gehen wir ja davon aus das etwas vorhanden ist. Aber aus dem nichts kommt nichts

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@Unknownuser739

Viele Theorien gehen gar nicht davon aus, dass es aus dem Nichts entstand. Und selbst Theorien, die davon ausgehen, sagen:

Doch interessanterweise ist die Gesamtbilanz für die Energie im Universum: null. So wird auf komplexe Weise die Energie, welche in der Materie steckt, durch die Gravitationsenergie, die in den Einstein-Gleichungen einen negativen Wert hat, ausgeglichen, kompensiert. Das gilt zumindest für einen endlichen Kosmos.

https://www.geo.de/wissen/weltall/23644-rtkl-was-war-vor-dem-urknall

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@Unknownuser739
Aber aus dem nichts kommt nichts

Dann kann es ja auch keine "übernatürliche Kraft" geben, die letztendlich auch irgendwann aus dem Nichts gekommen sein müsste...

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Trifft sehr genau auch meine Meinung! Ich selbst hatte mich früher als Atheisten bezeichnet, inzwischen bezeichne ich mich allerdings schon lange als agnostischen Pantheisten. Pantheist deshalb, weil für mich Gott = Natur bzw. Natur = Gott ist ;-) Daher sind auch alle Religionsvorstellungen entsprechend dem Bewusstseinszustand der gläubigen Menschen entsprechend ihres individuellen Horizontes 'richtig'.

Ich vermute wir beide denken sehr ähnlich. Schon deshalb bist Du mir sympathisch :-).

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Solche Dinge zählen eben zu den Geheimnissen bzw. Rätseln unserer Existenz.

Wichtiger ist es eigentlich sich Gedanken über die lebensnotwendige Grundversorgung zu machen wie z.B. Gesundheit, Ernährung, Entwicklung, Umwelt, Arbeit, Luxus, Wohlstand...

...ansonsten würde man irgendwann keine Zeit mehr finden, über solche Dinge herumphilosophieren zu können.

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