Ich vermute, ich habe eine Dyskalkulie?

1 Antwort

Dyskalkulie (ebenso wie Legasthenie) ist eine definierte psychologische Störung. Und es gibt auch noch einige andere. Ohne ein psychologische Begutachtung ist eine Diagnose schwierig.

Allerdings hat es sich eingebürgert zusagen, dass jemand Dyskalkulie hat (oder Legasthenie) obwohl die Person einfach schlecht in Mathe ist, bzw. Deutsch. Zudem schließen sich viele Syndorme gegenseitig aus. Richtige Legastheniker sind meist sehr gut in Mathe und haben ein wahnsinnig gutes räumliches Vorstellungsvermögen.

Aber hier ein paar Anhaltspunkte:

- Kannst du Rechnungen im Kopf rechnen? 5+7 oder 17-3 ohne abzuzählen oder sonstige Hilfen?

- 7x+3 =10  Was muss x sein?

Wenn du diese Aufgaben so kannst, hast du wohl keine Dyskalkulie. Die meisten Menschen denken die obigen Lösungen direkt, wenn sie die Aufgabe sehen.

Es gibt noch andere Störungen, aber diese sind oft ähnlich gravierend. Wie etwa, dass man die Reihenfolge der Zaheln nicht sagen kann, ohne die ganze Reihe aufzusagen, was wieder was anderes ist. Diese Störungen werden auch normalerweise schon in den ersten Klassen diagnostiziert, manchmal treten aber auch schwache Formen auf. Aber erfahrungsgemäß kommen 10-20 Leute, die meinen sie haben das auf eine(n), der/die es wirklich hat.

In etwas nciht perfekt zu sein ist keine Schande. Es ist nur eine Schande es nicht zu versuchen, besser zu werden. Manche Schüler erwarten, dass sie allein mit mäßiger Aufmerksamkeit im Unterricht alles verstehen. Das funktioniert aber in den höheren Klassen höchstens bei 10%. Man muss zu hause schon noch was tun und aktiv üben. Meiste ist man mit 10 Minuten am Tag schon sehr gut dabei und erreicht sehr gute Leistungen.

Da du schon wesentlich älter zu sein scheinst, als man in KLasse 1-3 ist, nehme ich an, dass es eher daran hängt. Nurweil man mal was nicht versteht, heoßt das nicht, dass das gleich an irgendeiner psycholgischen Störung hängt.

Vielen Dank​, für deinen großen Schreibaufwand. Aber ich vermute, für jemanden der so gut argumentieren kann, war es keiner. 😉 Erstmal: Ich bin sehr gut im Deutschunterricht und ich habe auch eine wirklich gute räumliche Vorstellungskraft. [Obwohl in den niedrigen Klassen damals (Grundschule) eine LRS bei mir 'festgestellt' wurde. Das ist aber nicht das Thema...] Um auf deine Frage zu den gestellten Aufgaben zurückzukommen: Ja, die ersten beiden kann ich gut lösen, wenn auch nicht sofort (gleich im Kopf). Bei der dritten, sieht es ein wenig anders aus. Ich kann mit der Aufgabe "- 7x+3 =10" nichts anfangen. Also die Reihe der Zahlen aufzusagen, ohne die Reihenfolge zu sagen, fällt mir nicht schwer. Damals in der Grundschule und auch darüber hinaus, war ich noch recht gut in Mathe, aber auch kein Ausnahmetalent 😂😂😂. Ich finde es nicht schlimm, dass ich schlecht in Mathe bin, ich meine, ich habe dafür damit dass ich gut in Deutsch bin, einen Ausgleich. 😀 Schon möglich, dass ich nicht viel für Mathe mache, aber bei gilt das Sprichwort: "Wenn ich was nicht kann, dann lass ich es bleiben" ~mein Zitat. <-- wahrscheinlich die falsche Einstellung? 🤔 Da komm ich auch zum nächsten Punkt: Vielleicht liegt es wirklich an meiner Einstellung, meiner Sicht gegenüber Mathematik? Vielleicht rede ich mir das Ganze nur ein, um einen Grund zu haben, warum ich in Mathe schlecht bin und es einfach unterbewusst nicht wahrhaben möchte, dass ich es eben bin? Ich kann mich aber auch sehr schlecht im Mathematikunterricht konzentrieren. Auf der einen Seite ist es der Lehrer, der es für mich wie ich finde, unverständlich erklärt. Und auf der anderen Seite, die hohen Erwartungen, die mich unter Druck setzen. Und ich kann unter Druck überhaupt nicht abreiben, dazu habe ich aber auch eine Theorie. | Bekanntlich kann ein Mensch eine Aufgabe besser erledigen, wenn er nur diese eine macht, doch versucht er mehrere gleichzeitig​ zu erledigen, ist er nicht mehr so gut. Das Gleiche ist bei mir, wenn ich unter Druck gesetzt werde - Ich kann mich nicht auf die Matheaufgabe konzentrieren, sondern muss gleichzeitig auch noch Angst haben, dass ich es falsch mache oder gar nicht erst schaffe. | Ich sollte echt üben. Ich bin 16 Jahre alt und gehe in die 10. Klasse einer Realschule.

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@DerFepper

Hi,

xantcha79's Beitrag finde ich gut.

Hier noch ein Link zu einem Vortrag über Dyskalkulie, den ich sehr interessant finde:

8-7=1 Das ist doch einfach oder? Prävention von Rechenschwäche

https://www.youtube.com/watch?v=pxsroyEGN5I

Vielleicht gibt er dir noch zusätzliche Erkenntnisse, so dass du dich in der Frage besser einschätzen kannst.

Unabhängig davon finde ich den Vortrag von allgemeinem Interesse für alle, die sich Fragen zu diesem Thema stellen.

Gruß

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