Ich vermisse meine Magersucht, ich weiß einfach nicht mehr weiter - kann mir jemand helfen?

Support

Liebe/r 9NeunMalKlug9,

Deine Schilderung liest sich bedenklich.

Du solltest Dir zusätzlich zu der Hilfe hier auf unserer Plattform auch noch Hilfe von außen holen. Es ist wichtig, eine Vertrauensperson zu haben, mit der man auch „in real“ darüber sprechen kann. Sprich bitte nach Möglichkeit auch mit einem Menschen darüber, dem Du vertraust. Das kann ein guter Freund, ein Verwandter oder auch eine Vertrauensperson aus der Schule sein. Überregional kannst Du Dich immer auch an die Telefonseelsorge unter 0800-1110111 oder 0800-1110222 oder im Chat auf www.telefonseelsorge.de wenden.

Es gibt auch für Jugendliche spezielle Hotlines: z. B. nummergegenkummer.de, junoma.de, u25-deutschland.de, youth-life-line.de

Herzliche Grüße

Ben vom gutefrage-Support

7 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hey, nein es klingt gar nicht doof. Bin selbst psychisch krank (depressiv) und weiß nur zu gut, dass man die Trauer auch manchmal wieder haben will.. auch wenn sie mir nicht gut tut, will ich mich fallen lassen und denke sogar ich bräuchte das manchmal.

Auch bei dir ist es verständlich. Du schreibst selbst, dass das das einzige war, indem du gut warst. Die Kontrolle, die Selbstbeherrschung, .. du hast dich damit beschäftigt, genau auf das Essen zu achten und was du täglich einnimmst.
Du hast dich daran geklammert und nun bricht das weg und du hast das Gefühl du fällst einfach nur noch.

Jetzt versuch nicht alles schlecht zu reden. Du hast eine Therapie probiert. Vielleicht hast du da nicht geredet, aber du hast dich hier geöffnet! Dazu gehört auch viel Mut :) Wenn du das geschafft hast, dann versuche nochmal eine Therapie. Deine Probleme sind so groß, dass du unbedingt therapeutische Hilfe brauchst.

Überlege vor was du Angst hast. Du öffnest dich hier, wieso nicht vor einer Therapeutin? Gerade in einer Therapie bist du in einem geschützten Rahmen. Du kannst alles erzählen, es dringt nicht nach draußen, ..

Leider kann eine Therapie nur dann wirklich helfen, wenn du dich öffnest.
Das wird aber mit der Zeit. Trau dich. Fange klein an.

Danke für die nette Antwort. Ich weiß nur nicht, ob ich die Kraft habe, erneut in Therapie zu gehen.

1

Was ich mir selbst gesagt habe: "Du bist JETZT verzweifelt. Was ist schlimmer: so weiterzumachen und das es in einem Jahr noch schwerer ist oder sich eine Therapie suchen?" Mach dir klar, dass Magersucht dir nicht gut tut und du alles (Sucht und Suizidgedanken etc.) hinter dir lassen willst. Nur Mut du schaffst das :)

1

Hallo 9NeunMalKlug9,

auch wenn Du Dich im Moment nicht so verhältst, wie in der Zeit, als Du noch magersüchtig warst, leidest Du dennoch immer noch an einer Essstörung.

Was könntest Du selbst tun? Eine erneute Therapie wäre sicher ein guter Weg, auch wenn Du Dich dem im Moment noch nicht öffnen kannst. Falls es mögich ist, wäre es auch sehr hilfreich, das offene Gespräch mit Deiner Familie zu suchen. Möglicherweise haben Deine Angehörigen unbewusst zur Entstehung Deiner Essstörung beigetragen, indem sie vielleicht zu großen Wert auf die Figur und das Aussehen gelegt haben. Sollte das auch in Deinem Fall zutreffen, dann müsste Deine Familie ihre Einstellung überdenken.

Du sollst auch wissen, dass die meisten Essgestörten Perfektionisten sind. Sollte das bei Dir der Fall sein, dann denke daran, dass Fehler zum Leben gehören und nicht Deinen Wert als Person bestimmen. Niederlagen sind normal, gehen vorüber und können auch überwunden werden. Wenn Du Dir das bei einem der nächsten Fehlschläge bewusst machst, wirst Du wahrscheinlich nicht so sehr am Boden zerstört sein.

Versuche auch, Dich als ein Individuum zu sehen, dass sich nicht in die von anderen ausgedachte Form pressen lässt. Das fördert Deine Selbstachtung und Dein Selbstwertgefühl. Ist Dir aufgefallen, dass Essgestörte leicht zu Frustessen neigen? Das kann daher kommen, dass sie nicht gelernt haben, frei Ihre Meinung zu äußern, vor allem auch dann, wenn sie von anderen nicht gern gehört wird. Wenn es Dir auch so ergeht, dann lerne, Deinen Ärger nicht einfach herunterzuschlucken. Offen seine Meinung zu äußern bedeutet ja nicht unbedingt, Dampf abzulassen oder seine ganze Wut herauszulassen. Es bedeutet, offen und deutlich das zu sagen, was man denkt. Tust du das nicht, dann mag es sein, das Dein Drang zu ungesundem Verhalten zunimmt. Du stürzt Dich quasi in eine Essattacke, wenn sich Frustration in Dir aufstaut.

Wenn Du noch bei Deinen Eltern wohnst, dann mache ihnen klar, dass es sehr auf Ihr Verständnis und Ihre Unterstützung ankommt. Wenn möglich, halte zu Ihnen einen offenen Gedankenaustausch und sensibilisiere sie für Deine Erkrankung. Sollte das jedoch trotz aller Bemühungen nicht möglich sein, dann such Dir Hilfe von anderer Stelle. Du kannst Dich an den sozialpsychiatrischen Dienst wenden, den es in jeder Stadt oder Gemeinde gibt.

Viele, die wegen eines Problems verzweifelt sind, übersehen leicht, dass die Bibel eine einzigartige Quelle des Rates und Trostes ist. Die Bibel geht zwar nicht auf das Thema Essstörungen ein, doch zeigt sie, dass Gott an jedem einzelnen interessiert ist und sehr viel für die Leidenden empfindet.

Folgender Text aus der Bibel stammt von dem berühmten König David, der in seinem Leben viele Höhen und Tiefen erlebte und der wusste, was es bedeutet, verzweifelt und manchmal sogar ausweglos zu sein. Rückblickend auf seine Erfahrungen, die er mit Gott gemacht hatte, schrieb er einmal: " Ja, auf Gott warte still, o meine Seele, Denn von ihm ist meine Hoffnung. Ja, er ist mein Fels und meine Rettung, meine sichere Höhe; ich werde nicht zum Wanken gebracht werden. Auf Gott beruht meine Rettung und meine Ehre. Mein starker Fels, meine Zuflucht ist in Gott. Vertraut auf ihn zu allen Zeiten. Vor ihm schüttet euer Herz aus. Gott ist uns eine Zuflucht" (Psalm 62:4-8).
Obwohl Gott diesen David nicht durch ein Wunder aus seinen Bedrängnissen befreite, machte er dennoch die Erfahrung, dass Gott ihm zu Hilfe kam und ihn mehr als einmal aus Todesgefahren rettete. David konnte diese Erfahrungen nur deshalb machen, weil er selbst auch etwas tat: Er wandte sich an Gott im Gebet und er schüttete ihm sein Herz aus. Die Psalmen sind voll von seinen innigen Gebeten zu Gott.

Diese kleine Exkursion in die Bibel kann Dir etwas Nützliches sagen: Auch Du kannst Dich in Deiner Not an Gott wenden und ihm all Deine innersten Gedanken mitteilen. Wenn Du seine Nähe und seine Freundschaft suchst, dann kann er Dir dabei helfen, manches in Deinem Leben zu bewirken, was ohne seine Hilfe nicht möglich gewesen wäre.

Ich wünsche Dir von ganzem Herzen, dass es Dir gelingt, Deine Krankheit Stück für Stück zu besiegen und ein Leben zu führen, dass wieder lebenswert ist.

LG Philipp

Viele Dank für deine Antwort, die war wirklich sehr hilfreich. Nur leider bin ich total ungläubig, weshalb mir der zweite Teil nicht wirklich weiter geholfen hat, aber trotzdem danke.

2

Schwierige Situation - zumal ja durchaus einsichtig bist und Deine Krankheit nicht leugnen. 

Wenn Du nur reden willst, versuch es einfach mal bei der Telefonseelsorge. Da hört man Dir zu, ohne Dich gleich therapeutisch zu behandeln.

Davon abgesehen denke ich, dass Du Dich an Deine früheren Ärzte wenden solltest und gegebenenfalls wieder einen Klinikaufenthalt in Erwägung ziehen solltest. 
Wirst Du denn derzeit irgendwie ärztlich begleitet? Bekommst Du Antidepressiva? Oder hängst Du im Moment komplett alleine da? Du solltest Dir wirklich wieder Hilfe suchen, um wieder ein paar Lichtblicke zu sehen. 

Alles Gute!

Danke. Nein ich bin in gar keiner Behandlung. Eigentlich will ich auch nur noch sterben, aber ich bin zu feige es durchzuziehen und außerdem will ich nicht als die Fette in Erinnerung bleiben.

0
@9NeunMalKlug9

 "aber ich bin zu feige es durchzuziehen"

Ich weiß, das klingt jetzt bescheuert, aber daran sieht man, dass noch ein gewisser Lebenswille in Dir steckt.

0

Konsequenzen Ablehnung stationären Aufenthalts?

Wenn mir in der Schwangerschaft mein behandelnder Arzt (im Entbindungs-KH derzeit ambulante Kontrolltermine) zu einem stationären Aufenthalt rät, ich aber ablehne und das gerne weiterhin ambulant kontrollieren lassen möchte, kann der Arzt die weitere Behandlung dann ablehnen? Kurz zur Erklärung: Bisherige SS ohne Probleme. Bin SSW 34+2 und ohne Partner. Habe zuhause Haus und Tiere und niemanden zur Hilfe. Beim letzten Kontrolltermin plötzlich erhöhte Werte, sofortige Einweisung zur Beobachtung. Nach 2 Tagen Werte wieder im Normbereich und Entlassung. Nun 2x wöchentlich Kontrolltermine vereinbart. Muss ich nun jedes Mal Angst vor einer erneuten Einweisung haben, wenn die Werte nicht passen bzw muss ich mich darauf einlassen oder kann ich weiterhin auf die ambulante Kontrolle bestehen? (Z.B Montag Werte schlecht -> ich lehne stationären Aufenthalt ab und möchte erst erneute Kontrolle am Freitag abwarten.) Kann der Arzt dann dies verweigern und mich nicht weiter ambulant behandeln?

...zur Frage

Sind das Suizidgedanken und wenn ja ist das gleich wieder ein Grund für die Klinik?

Ich war neulich für 8Wochen in der Psychiatrie.

Das hat auch ein bisschen was gebracht, aber momentan geht es mir schon wieder richtig schlecht.

Ich habe teilweise auch richtig merkwürdige Gedanken. Irgendwann kam mir mal so urplötzlich in den Sinn: "Wenn du dich umbringst, dann erhänge dich, das ist die beste Möglichkeit, um sich das Leben zu nehmen!"

Ich denke halt auch ziemlich oft über das Thema nach. Also vor ein paar Tagen dachte ich mir, dass ich bevor ich mir das Leben nehme noch ein paar Briefe an bestimmte Personen schreiben muss. Ich habe mir da sogar schon überlegt, was ich schreiben würde.

Ein anderes mal habe ich mir überlegt, WO ich mich umbringen könnte.

Ich denke ständig darüber nach. Das Problem ist, dass ich mich halt selber nicht wirklich ernst nehme. Eigentlich will ich gegen meine Probleme ankämpfen und die Depression besiegen. Ich will stärker sein.

Auf der anderen Seite fühle ich mich so leistungs- und lebensunfähig. Ich kann das gar nicht so beschreiben, aber ich habe einfach das Gefühl nichts auf die Reihe zu bekommen.

Ich fange bald ein langes Praktikum an und habe auch da richtig große Angst vor, weil ich nicht weiß, wie ich das überhaupt auf die Kette kriegen soll. Es macht auch einfach keinen Sinn, weil es eigentlich keinen Grund gibt, der meine Angst zu versagen begründen würde.

Ich denke mir dann auch teilweise schon so etwas wie:"Ich kann das Praktikum einfach nach 6 Monaten abbrechen und dann kann ich noch mal in die Klinik und dann im Sommer die Ausbildung starten!"

Wobei ich auch schon wieder richtig Panik bekomme, wenn ich an die Ausbildung denke. Ich weiß da natürlich auch nicht, wieso ich da so große Angst vor habe.

Ich hasse mich auch, weil ich mich in letzter Zeit häufig selbstverletzt habe. Also heute Abend habe ich 10 Tage ohne SV durchgestanden, aber fast jeder einzelne Tag war ein Kampf. Ich weiß auch nicht, wie lange ich das noch durchstehen kann.

Ich habe nächste Woche noch einen Termin bei einem Psychologen und bei einem Psychiater. Da werde ich das alles auch einmal ansprechen, aber vielleicht hat hier auch schon jemand einen Tipp für mich und kann mir folgende Fragen beantworten:

Zählen diese Gedanken schon als Suizidgedanken? wenn ja, wie gravierend sind diese einzuordnen?

Kann es sein, dass mir wieder nahegelegt wird, dass ich mich aufgrund dieser Gedanken einweisen lassen sollte?

bestünde sogar die Möglichkeit, dass ich eingewiesen werde und zwangsmäßig auf die geschlossene komme?

DANKE :)

...zur Frage

Magersucht... wann kann man zwangs eingewiesen werden

Hallo...

Ich Leide an Magersucht, und weis das es mir grade nicht gut geht... War Stark Übergewichtig nun im Normal bereich aber die angst wieder Dick zu werden ist sooo Gr0ß das ich nur noch wenig Esse noch Hungere ich nicht, aber ich nehme Abführmittel..

Nun hab ich angst das irgendwann jemand entscheiden wird ich muss nun in eine Klinik. Ambulante Therapie mach ich auch... aber sie meinte auch sie weis nicht wie lange sie es noch so machen kann und ich in der Klinik besser aufgehoben bin.. Dazu kommt noch Borderline und Ne angststörung.. Ich mag schon garnicht mehr Fettige Lebensmittel in die Hand nehmen das Ekelt mich an.....

Wie kann ich umgehen das ich eingewiesen werde und virallem habe ich am meisten Angst das sie mich zwangsernähren.....aber da ich nicht im Untergewicht bin dürfen sie das doch nicht oder...

Ohmann... ich lebe jeden Tag in angst...

...zur Frage

Ich verliere immer und immer wieder die Lebenslust - Habt ihr Tipps?

Immer wenn ich denke mir geht es psychisch wieder einigermaßen gut, zieht mich eine Kleinigkeit runter und ich will am liebsten nicht mehr leben. Das geht schon seit Jahren so und ich will das einfach nicht mehr. Ich habe schon einige Therapien gemacht und egal wie sehr ich mich anstrenge, letztendlich lande ich immer wieder mehr oder weniger am selben Punkt. Was kann ich tun, außer mich umzubringen oder töten zu lassen, dass diese Gedanken aufhören und ich immer wieder so instabil werde?

...zur Frage

Wie verhindere ich fressanfälle?

Hey Leute ich hab ein ziemlich großes Problem, immer wenn ich alleine zu Hause bin, geh ich zum Süßigkeitenschrank und es ist so viele Süßigkeiten oder esse andere Dinge bis ich ein total schlechtes Gewissen hab und mich manchmal sogar erbreche. Ich hab Angst dass das alles ausartet dass ich mich irgendwann gar nicht mehr unter Kontrolle habe ,wie wie kann ich meine fress Anfälle zurückhalten. ?Immer wenn ich am essen bin vergesse ich meine guten Vorsätze und esse trotzdem soviel.. Bitte um Hilfe

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?