Ich vermisse meine Essstörung schrecklich. Es ist so, als ob sie ein Teil von mir wäre. Was nun?

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4 Antworten

Du hast offenbar schon einiges hinter dir, was Therapien angeht, trotzdem hängst du in der Sache so tief drin, dass du eindeutig weiter Hilfe benötigst und zwar jetzt. Wenn du bei Therapeuten mit Kassenzulassung noch so lange warten musst, gibt es auch noch die Möglichkeit des Kostenerstattungsverfahrens. Dazu musst du 5 - 10 Absagen von Kassentherapeuten sammeln, dann zahlt die Kasse auch einen, der nur privat abrechnet und dort sind die Wartezeiten kürzer. Frage einfach mal bei deiner Krankenkasse nach. Ansonsten gibt es eventuell in der Klinik in der du warst eine Psychiatrische Institutsambulanz, in der du kurzfristig Therapietermine bekommen kannst. Das ist dann auch eine längerfristige Behandlung, nicht nur ein paar Gespräche. Auch da kannst du nachfragen, wenn die Klinik in deinem Wohnort ist.

Ansonsten gibt es oft auch von anderen Einrichtungen kostenlose Gruppenangebote, bei mir zum Beispiel von der Caritas und der Brücke. Das sind angeleitete Selbsthilfegruppen, in denen du andere Betroffene triffst und über Dinge reden kannst. Das gibt ein bisschen Stabilität und Unterstützung dabei, zu versuchen sowohl das Hungern, als auch das Ritzen zu vermeiden. Guck dich mal im Internet um, was es da bei dir so gibt. 

Ich weiß, wie schwierig es ist, die Essstörung zu kontrollieren, aber dir muss auch klar sein, dass du damit deine tieferen Probleme kompensiert. Und an die musst du ran um davon weg zu kommen. Versuche, es in den Griff zu kriegen, sowohl den Drang zu hungern, als auch zu ritzen zu kontrollieren, auch wenn's schwer ist und hole dir dabei alle Hilfe, die du kriegen kannst. Versuche, von dem Gedanken weg zu kommen, dass du die zwei Wochen unbedingt schaffen musst, weil zumindest dein Verstand mit Sicherheit weiß, dass das Blöds*nn ist. Und diese gesunden Gedanken sind alles was du hast in deinem Kampf, arbeite damit. 

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Was soll man dir raten wenn du schon von vornherein alles gesunde ausschließt? Auf dich selbst mehr zu achten willst du scheinbar nicht, ein Gespräch mit dem Psychiater nützt angeblich nichts, auf den Therapieplatz wartest du noch und schlussfolgerst daraus "Also komme ich theoretisch nicht am "fasten" drum rum." Damit hast du dir dann deine Frage selbst beantwortet.

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Kommentar von sunrise222
09.04.2016, 21:31

Meine Frage war, wie ich diese Zeit am besten durchstehen kann. Ich KANN NICHTS für meine Denkweise. Wenn man das können würde, bräuchte man keine Therapeuten mehr.

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Kommentar von inka188
10.04.2016, 11:23

@Ostsee1982: Du hast schon recht, dass das ganze therapeutisch behandelt gehört, trotzdem ist deine Antwort für jemanden in einer Essstörung komplett unbrauchbar, wenn nicht sogar kontraproduktiv. Genau diese Denkweise der Fragestellerin macht eine Essstörung und Borderline aus, da zu sagen, sie wolle nicht auf sich achten und keine Hilfe ist Blödsinn. 

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Gar nicht! Wenn du nix isst dann hast du keine Konzentration und versaust dir selber die Zukunft! Warte auf deinen Therapie Platz! Außerdem ist essen etwas tolles was Freude bereitet! Hab gerade ne pizza Hawaii im Ofen, wenn du willst teile ich?

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Ich merke schon wenn man dir etwas "falsches" antwortet kommt gleich so etwas IN GANZ große BUCHSTABEN also mein Rat wie man im englischen sagt " take a chill pill " etwas ruhiger antworten würde dir nicht schaden so kann niemand der dir helfen möchte auch wirklich helfen 

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