Ich überlege Rechtschutzversicherung aber ich sehe folgendes Paradox:wie kann Anwalt selbst entscheiden ob jemand eine Erfolgchance hat VOR Gerichtprozess?

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2 Antworten

Der Anwalt kann nicht entscheiden. Es müssen die Voraussetzungen für den Stichentscheid vorliegen, also ein Rechtsschutzfall, für den der Versicherer leistungspflichtig wäre, aber wegen fehlender Erfolgsaussicht ablehnt.

Die weiteren Erklärungen können Sie hier nachlesen: http://www.rechtsschutz-lexikon.de/Rechtsschutz/Stichentscheid.htm


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Je geringer die Aussicht auf Erfolg, je geringer die Wahrscheinlichkeit eine Deckungszusage zu erhalten.

Einfaches Prinzip - gewinnst Du, muß eh die Gegenseite die Kosten tragen.

Nimmst Du die Wahrscheinlichkeit eines Rechtsstreit, unter Berücksichtigung einer 10jährigen Beitragszahlung + Selbstbeteiligung, dann kann man dieses Risiko meist selbst übernehmen.

Verkehrsrecht - im Falle eines Unfalls wird sowieso Deine Versicherung alles unternehmen die Schadenzahlung des Gegners übernehmen zu müssen.

Mietrecht ist abschätzbar.

Und für " exotische " Rechtsstreitigkeiten bekommst Du sowie - wenn überhaupt - nur erschwert eine Deckungszusage. 

Welche Rechtschutzversicherungen-Unternehmen beschäftigen sich auch mit schwierigen Fällen?    Diese Frage ist so nicht zu beantworten - denn was könnte eine Versicherung überhaupt als problematischen Fall einstufen. Allerspätestens ab einer Erfolgsaussicht unter 50% wird die Versicherung versuchen die Deckungszusage zu verweigern.



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Buerger41 26.05.2016, 18:45

Wenn das so wäre, was Sie hier ausführen, müssten die ARB und das BGB wie auch die ZPO neu geschrieben werden.

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