Ich suche nach vielen Vergleichen zwischen der NSDAP und dem 2 Weltkrieg?

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5 Antworten


Also.. die Frage steht ja oben.


Ja, das stimmt. Aber sie macht keinen Sinn! Wie soll man eine Partei und einen Weltkrieg vergleichen?

Nur eine Bemerkung: die NSDAP hat keinen Punkt in ihrem Parteiprogramm aufgeführt, die den Krieg fordert, im Gegenteil, Krieg wird als Verbrechen bezeichnet.

Was die Nebenfrage angeht:


Es geht um die Worte " National, Völkergemeinschaft, Arbeiterversammlung, sozial, nationale Ehre"

Die Frage dazu war nun, warum das Publikum überzeugt war, wenn Hitler genau diese zum Ausdruck brachte.


Wenn Hitlers Zuhörerschaft von seinen Reden begeistert war, dann gewiss nicht, weil er diese Begriffe benutzte, denn sie waren damals - und das nicht nur in Deutschland! - ganz geläufig. Nein, es waren in erster Linie die insbesondere von Göbbels initiierten aufwendigen Inszenierungen von Führerreden, die Massenveranstaltungen, die psychologisch auf die Teilnehmer wirkten. Und nicht nur auf die Teilnehmer: über den Rundfunkt erreichten die Reden den überwiegenden Teil des deutschen Volkes.


"Das Publikum" - sofern damit nicht das deutsche Volk in Gänze,
sondern insbesondere die nationalsozialistischen Anhänger und Zuhörer
der Hitlerreden gemeint sind, so waren diese Anhänger leicht zu
gewinnen.

Was viele Deutsche anfangs anzog, war die radikale Distanzierung der Nazis von der bisherigen Politik der Weimarer Parteien; war ihre radikale Absage an den Versailler Vertrag; war die scheinbar den Nazis zu verdankende Überwindung der Weltwirtschaftskrise; war die Propagierung deutscher nationalistischer Größe. Aber die Nazis stießen gerade in der Arbeiterbewegung durch das Verbot ihrer Parteien, der SPD und der KPD, und der Gewerkschaften sowie die rücksichtslose Verfolgung ihrer Vertreter auf große Ablehnung. Auch die ersten Verfolgungsmaßnahmen gegen die Juden, die "Gleichschaltungsmaßnahmen" usw. haben in vielen Menschen schon bald große Bedenken den Nazis gegenüber hervorgerufen. "Das Publikum" - man muss es gehörig differenzieren: demokratisch Gesonnene, Sozialdemokraten, Kommunisten, viele katholisch-gläubige und jüdische Mitbürger waren keinesfalls von Hitlers Gerede "überzeugt"!

MfG

Arnold


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Die Menschen waren deprimiert wegen dem 1. Weltkrieg und der dadurch entstehenden Last für die Gesellschaft und Politik (Kriegsschuld).

Die Politik der NSDAP fand einen Schuldigen/Sündenbock, dem man ganz einfach alles zuschieben konnte. Die Juden. Außerdem sei Deutschland nur eine blumige Zukunft gewiss, wenn man die reine deutsche Rasse erhielte, und Menschen/Kinder die "erbuntüchtig" also Schwule, Behinderte etc. langsam ausrottete. Deshalb mussten Juden und die anderen Minderheiten sterben/Sterilisiert werden und die "erbtüchtigen" gefördert werden.

Der Schwerpunkt hier liegt bei dem Versprechen "Es wird alles besser, sobald wir das hinter uns haben (die Säuberung)" Also war die Betonung auf die Zukunft, wo jeder Deutsche ein super Leben führen können wird, ohne schwache Mitglieder in der Gesellschaft, autark und als Weltmacht.

Dafür waren die Menschen anfällig, weil es ihnen einfach schlecht ging (1. WK), und die Politik war ebenfalls belastet. Deswegen konnte er soviel Anhang in der Gesellschaft finden. Doch lange nicht alle ließen sich dadurch täuschen.

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Kommentar von Marcel89GE
27.04.2016, 14:52

Der Antisemitismus war leider in großen Teilen der westlichen Welt verbreitet. Selbst in Amerika gab es div. Präsidentschaftskandidaten die durchaus Chancen hatten.

Zusätzlich gab es neben Hitlers Größenwahn auch mächtige Wirtschaftsinteressen aus In- und Ausland die dem Krieg und der anschließenden Neuverteilung (sagen wir mal) nicht abgeneigt waren.

Finanzierungsströme und Rohstofflieferungen gab es z.b. seitens der USA noch bis kurz vor Kriegseintritt.

Rassenhass, Rassenkunde etc. ist auch keine deutsche Erfindung gewesen.

Wichtig: Es geht nicht um Relativierung. Die deutsche Schuld, insbesondere die Vernichtung der Juden sind unumstritten. Grausam und darf nicht vergessen werden. Man muss einen "Weltkrieg" nur auch global betrachten. "Wie" konnte es soweit kommen ? Ist die Frage aus der man die richtigen Schlüsse für die Zukunft ziehen muss um ein solches Leid sich nicht wiederholen zu lassen. Und dafür darf man sich nicht nur auf Propaganda in Deutschland konzentrieren.

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Der Ottonormalverbraucher wusste nichts von seinen tatsächlichen Plänen (vorallem die Hitlerjungend-Gemeinschaft!) und mochte ihn weil er das Land voranbrachte.

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Kommentar von PatrickLassan
27.04.2016, 13:50

Vielleicht hätten einige Leute mal sein 'Meisterwerk' 'Mein Kampf' lesen sollen.

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Kommentar von Pudelcolada
27.04.2016, 15:19

@ A1357:
Das ist nicht richtig. Deine Antwort gibt die "offizielle" Argumentation wieder, mit der die damalige Generation sich selbst zu Opfern stilisiert hat.
Hitlers Ziele waren durchaus bekannt, seine und die Reden seiner Parteigenossen hielten nicht hinterm Berg und enthielten Vokabeln wie "ausmerzen", "jüdisch-bolschewistische Weltverschwörung" usw.
Die SA-Trupps ließen keinen Zweifel an der Gewaltbereitschaft der Parteiführung.

Allerdings hielten die meisten ihn für dermaßen durchgeknallt, dass sie meinten, es werde ihm schon jemand in den Arm fallen (wer auch immer), bzw er werde sich keine hundert Tage als Kanzler halten.

Als es dann aber soweit war, wurden die gesamte Gesellschaft und auch die Verwaltung in so rasender Geschwindigkeit umgekrempelt, dass vielen die Luft wegblieb. Das funktioniert nur mit der bereitwilligen Unterstützung großer Teile der Bevölkerung, zumindest derer, die in den Verwaltungen tätig sind.

Aber die Lager waren bekannt, ebenso die polizeilichen Methoden. Lange vor den riesigen Vernichtungslagern wurden unzählige keinere Arbeitslager eingerichtet, viele an Rändern von Städten. Die Bevölkerung wusste durchaus, wohin die Nachbarn verschwanden.

Kein Mensch glaubte die bodenlosen Lügen, beispielsweise die deportierten Juden würden in neue Siedlungsgebiete verbracht und es gehe ihnen dort so richtig gut in der gesunden Landluft.

Nur nach dem Krieg wollte keiner davon gewusst haben.
Am liebsten wäre es den späteren BRD-Bürgern doch gewesen, Hitler und seine Kumpanei von einem Dutzend Soziopathen hätte die NS-Verbrechen ganz alleine angerichtet.
Denn irgendwie waren hinterher ja alle schon immer dagegen gewesen, aber wenigstens auf keinen Fall dafür, erst recht nicht aktiv beteiligt...
So konnte sich jeder ein wenig wie ein Opfer fühlen, das ist doch sehr bequem.
Und, sind wir mal ehrlich, auch verständlich (wenn auch moralisch verwerflich). Nicht umsonst wurden die wenigen aufrechten Verweigerer der NS-Ideologie zu moralischen Vorbildern, nach denen Straßen benannt sind.

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Und dass Hitler das Land vorangebracht habe, ist ein langer Nachhall der NS-Propaganda und schlicht nicht wahr.
Hitlers Politik wurde mit einer wahnsinnigen Staatsverschuldung finanziert, mit massenhaften Enteignungen deutscher Bürger und mit Krediten aus der Groß- und Schwerindustrie.
Hätten Hitler und seine Clique keinen Krieg angezettelt, wäre der Staat Anfang der Vierziger Jahre bankrott, zahlungsunfähig gewesen.

Die Politik der NSDAP ließ in ihrer Unfähigkeit und Verschwendungssucht keinen anderen Weg aus der vorhersehbaren Staatspleite zu als einen geplanten Krieg.

Ein Land voran bringen sieht anders aus, daran ändert auch kein Autobahnbau durch Zwangsarbeit etwas.
Zumal sich ja nur die Oberschicht ein Auto leisten konnte.
Die Autobahnen waren von Anfang an als militärische Verbindung geplant.

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???
Wie kann man den Reiter mit dem Pferd vergleichen?

Das Publikum??

Ehrlich, du hast dringenden Nachholbedarf!

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Du müsstest deine Frage klarer formulieren. Ich verstehe das Thema. Nicht die Frage.

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