Ich suche Argumente gegen den Generationsvertrag! Könnt ihr mir helfen?

10 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Dieser wird spätestens um 2030 von den nachwachsenden "jungen" Leuten nicht mehr erfüllt werden können. Es wachsen viel zu wenige nach und die wenigen könen die auf diese zukommende Belastung nicht mehr tragen bzw. ist diese denen nicht mehr zuzumuten. Das ist die eine Seite.

Die andere Seite ist, sollten die vermeintlich Regierenden der Pharma-und Gesundheits"industrie" nicht bald klar machen wo der "Hammer hängt", wird da ein Chaos ausbrechen.

Die derzeit viel gebrauchte Formulierung, dass dieses Zeigen, vor genannt, zu Lasten von Arbeitsplätzen führe, ist Unsinn, wenn jetzt schon nicht genügend Arbeits/Fachkräfte zu Verfügung stehen.

Ein weiterer Punkt/Ausrede ist, Minijobs u.ä. sind unverzicht bar. Ja stimmt, aber nur der Arbeitslosenstatistik wegen. Woher sollen die Rentenkassen Beiträge hernehmen solange der Wirtschaft beitragsfreie Arbeitskräfte angeboten werden ?

Danke, aber ich musste mich bei Antwort noch zurückhalten !!!

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Viele Argumente, die das Problem aber nicht lösen. Vieleicht werden 2030 nur noch die Alten von ihren Kindern versorgt, die Kinder haben. Wer keine, hat vielleicht mehr Geld verdient hat, läßt sich davon versorgen. Aber die Frage stellt sich dann, von wem. Das geld holt morgens keine Brötchen. Das können nur Menschen.

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Für Beamte gibt es den Generationenvertrag nicht. Da zahlen die Steuerzahler alles, sowohl die Gehälter der Beamten als auch deren Pensionen. Ob das richtig ist? Letztendlich zahlt auch da die arbeitende Generation für die Generaration die im Ruhestand ist. Die Frage ist doch, wer für wen zahlt.

Die Sozialversicherungen wurden in den Jahren 1870 ff schrittweise in der Zeit Bismarcks eingeführt, welcher den zunehmende Einfluß der Sozialdemokratie fürchtete. Es waren Einzahlungen zu leisten und Leistungen wurden nur demjenigen zugestanden, der Einzahlungen vorgenommen hatte. Ein Umlageverfahren, daß eine Generation für eine andere bezahlt, gab es selbstverständlich nicht. Nach dem 2. Weltkrieg gab es wieder eine sehr gute wirtschaftliche Aufschwungphase und da weiterhin Einzahlungen geleistet, aber weit weniger Auszahlungen in der Rentenversicherung vorzunehmen waren, entstand ein milliardenschweres Vermögen in der Rentenversicherung, das damals den Spitznamen "Juliusturm" erhielt. In originärer Bedeutung wurden in diesem Berliner Turm die Reparationszahlungen Frankreichs an Deutschland aus dem Krieg eingebunkert. Diese gab s nach 2. Weltkrieg natürlich längst nicht mehr und daher wurde der Begriff neu besetzt. Um Wählerstimmen zu erhaschen wurden bereits ab 1965 üppige Rentenzahlungen gewährt, damit allerdings eher kleine Anteile des gigangischen Vermögens aufgebraucht. Der Todesstoß der Rentenversicherung erfolgte mit dem Mauerfall, als Renten Ost aus dem Rententopf West bezahlt wurden, von Ostdeutschland zuvor aber niemals Einzahlungen geleistet worden waren. Dies hatte folgende Konsequenzen: Die Profiteure im finanziellen Sinne, wie Unternehmen und der Staat (Gebietserweiterung, Wegfall des kalten Krieges) brauchten sich an diesem finanziellen Kraftakt der Rente Ost nicht zu beteiligen. In die Rente West hatten nur Arbeitnehmer West eingezahlt. Kein Geld vom Staat, keines von Unternehmen, die durch den neuen Absatzmarkt hervorragende profitieren konnten. Der politische Sinn war folgender: Die Rentenverpflichtungen flossen nicht als Belastung in den Staatshaushalt ein und wurden daher nicht in der Staatsverschuldung wirksam. Nebenbei bemerkt gab es damals noch verschiedene sogenannte Nebenhaushalte mit dem gleichen Ziel die Staatsverschuldung künstlich niedrig ausweisen zu können. Hätte der Staat seine Zahlungsverpflichtung an Rentner Ost selbst leisten müssen, wäre eine Teilnahme Deutschlands am Euro bereits an der eigen Verschuldung über die bestehenden Maastricht Kriterien gescheitert. Damit man die Regierung nicht zur Rechenschaft ziehen kann, hat man den Generationvertrag erfunden und über die Medien der Bevölkerung indoktriniert. Die derzeit in Rente befindlichen werden also in Wahrheit nicht von der jungen Bevölkerung ernährt, sondern haben selbst jahrzehntelang eingezahlt. Damit werden dann im Falle des entstehenden Unmutes die jungen Menschen über die kostenintensiven Rentner schimpfen und nicht über die Politik, welche die Renten- kasse geplündert hat. Etwas schlechtes Gewissen hat der Staat dann doch bekommen und gleicht Defizite in der Rentenkasse (bisher) aus duch jährliche Zahlungen. Der Fehlbetrag, den er noch schuldig ist, wird sich ohne Zinsen auf über 250 Mrd Euro belaufen. Für diesen gewaltigen Betrug am arbeitenden Menschen haben wir als Entschädigung den Euro bekommen. Im übrigen ging bereits bei Euro Einführung durch die Medien, daß die Teilnahme von Griechenland und Portugal mit offenbar unglaubwürdigen Verschuldungszahlen erfolgt. Dies ist also auch keine Überraschung der letzten beiden Jahre."

Es stimmt ein wenig. Aber vieles nicht. Der Generationenvertrag entstand nach der Währungsreform. Das ganze Geld, d.h. das in DM war durch den Krieg "verpulwert" worden. Deutschland saß auf einem unheimlichen Schuldenberg. Wie sollten die Sozialversiche- rungen ihren Verpflichtungen nachkommen? Also wurde der Generationenvertrag ins Leben gerufen. Aber nur halbherzig. Beamtenpensionen wurden und werden nach wie vor aus Steuern finanziert. Es ist richtig, daß die Rentenversicherung anschließend wieder Rücklagen aufgebaut hat, die in falsche Kanäle geflossen sind.

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@wolfgang11

Frage mal die Generation der Währungsreform. Die haben keinen Generationenvertrag gebraucht und keinen gehabt. Meine Eltern kennen den Juliusturm aus dieser Zeit. Besser erst informieren dann schreiben

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@wolfgang11

Vielleicht in ner anderen Republik gelebt. Wer hat denn nach dem Krieg Rente bekommen? Die Gefallenen doch bestimmt nicht. Es wurde nur eingezahlt und daraus haben sich auch diese Geldbestände aufgebaut. Erheblich höhere Einzahlungen als Auszahlungen geleistet wurden. Und wenn es Deiner Meinung nach, nach dem Krieg einen Generationenvertrag gab, welche jungen Menschen haben denn eingezahlt. Die hatte ein Österreicher längst verheizt

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@korruptepolitik

Meine Großeltern bekamen Rente von der Renten-kasse. Wenn alle Jahrgänge verheizt worden wären würde ich nicht mehr leben und der Babyboom kam von den Rentnern zustande. Besser ein bißchen nachdenken.

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@wolfgang11

In Wikipedia wird als Jahreszahl 1957 angegeben als Datum der Rentenreform. Insoweit muß ich mich um 8 Jahre korrigieren. Alles andere ist absolut korrekt. Bitte in Wikipedia nachlesen Originaltext Internet zu Juliusturm der Juliusturm - aber- und abermilliardenschwer, angelegt als eiserner Spartopf des deutschen Rentners, Konrad Adenauer hat ihn willentlich zur Verschwendung freigegeben und damit vernichtet.

Warum ?

Damals war alles Geld der Versicherten auf die einzig korrekte und ehrliche Art angelegt, die es auf dieser Welt gibt. So, wie es jede Versicherung macht, so, wie es jede Bank macht: als feste, zins- und zinseszinsbringende Kapitalanlage auf dem freien Kapitalmarkt. Damit konnte der Staat mit den in 45 Berufsjahren eingezahlten Beiträgen leicht Renten im Marktwert von einigen Millionen erwirtschaften. Für JEDEN, ich wiederhole, für JEDEN Rentner mit normalem Einkommen ein heute aktueller Zeitwert von Millionen Mark !!!. Dieses Geld hätte sich jederman/frau mit 65 Jahren bar auszahlen oder verrenten lassen können. So machen es alle seriösen Finanzexperten, so machen es auch die amerikanischen Pensionsfonds, die inzwischen vor Kapital strotzen und dabei sind, halb Europa aufzukaufen. paßt nicht alles hier rein

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@korruptepolitik

das ist kürzer www.stern.de/magazin/heft/index.html?id=512411&q=Rentengesetz

stern: „Die Sozialreform ist eine der wichtigsten innenpolitischen Aufgaben." Das sagte schon Bundeskanzler Konrad Adenauer in seiner Regierungserklärung 1953. Vier Jahre später wurde mit den Stimmen von CDU und SPD das Rentengesetz verabschiedet, das seither als "Generationenvertrag" bezeichnet wird und besagt: Die Jungen zahlen für die Alten. Vorher war die Rentenversicherung durch angespartes Kapital gedeckt. Den Parlamentariern war damals sehr wohl bewusst, dass bei sinkenden Geburtenraten das System in Schieflage geraten könnte. Adenauer wischte diesen Einwand mit dem Satz vom Tisch: "Kinder kriegen die Leute sowieso." Für die FDP, die als einzige Partei gegen das Gesetz stimmte, sagte der Fraktionsvorsitzende Max Becker damals: "Wir stellen nicht ohne Bitterkeit fest, dass selbst die Väter dieses Gesetzes mit dem Scheitern rechnen und damit die letzte Verantwortung einem künftigen Gesetzgeber zuschieben." Genau so ist es gekommen. Seit Ende der sechziger Jahre, als sich der Pillenknick abzeichnete, war auch der Kollaps der Renten- und Krankenversicherung für Fachleute vorhersehbar. Niemand wollte ihre Warnungen hören. Bundesregierungen jedweder Couleur verteilten weiter soziale Wohltaten, Helmut Kohl finanzierte sogar einen Teil der Wiedervereinigung aus den Sozialkassen, und Norbert Blüm schwindelte munter weiter: "Die Rente ist sicher." Zitat stern Ende.

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@korruptepolitik

Die Diskussion dreht sich im Kreis. Hätte die Politk nicht ständig in die Rentenkasse gegriffen, würde es heute nicht die Probleme geben. Die Rentenversicherung hatte ein großes Polster. Die Gelder waren angelegt. Nicht in Fonds, wie in den USA. Dort haben viele Rentner heute nichts mehr, weil die Banken ihr Anlagevermögen verspekuliert haben. Wieviele Freiberufler in Deutschland haben ihr gesamtes Gesparte an Spekulanten von Banken verloren. Die Rentenversicherung hat den Rentnern Kredite zum Kauf von Wohnungen gegeben. Das Geld war gut abgesichert. Aber nachdem die Politk immer mehr vom Vermögen der Kassen in falsche Kanäle abgezweigt hat, konnten die Vericherungen die Kredite nach Rückzahlung nicht neu vergeben und damit begann der Kreislauf der heutigen Misere.

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