Ich such eine DSLR oder DSLM bis 650€, welche ist empfehlenswert?

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7 Antworten

Nahaufnahmen kann man mit allen Systemkameras machen. Man muss halt das passende Objektiv dran machen.

Laufende Hunde sind da schon eine andere Hausnummer. Da muss man unterscheiden:

Laueft der Hund parallel an Dir vorbei: kein Problem fuer die allermeisten Kameras.

Laeuft der Hund in großer Entfernung (30m) schraeg auf Dich zu oder spielt mit anderen Hunden, schaffen das auch die meisten Kameras ohne allzu großen Probleme.

Richtig schwierig wird es, wenn der Hund mit großem Tempo auf Dich zu laeuft. Da steigt der Autofokus von einfachen Kamera-Objektiv-Kombinationen bei ca 15m Entfernung aus. Nur teure Kombinationen schaffen die vorberechnende Nachfuehrung bis unterhalb 10m.

Es gibt natuerlich Tricks, mit denen man mehr aus guenstigen Kameras herausholen kann. Da stellt man manuell auf einen Punkt scharf, den der Hund passieren muss und loest dann aus, wenn der Hund da ist. Das kostet aber sehr viel Uebung und Nerven.

Bedenke, dass ein Hund ca 15m/sec rennt; die Zeit, in der er also groß genug im Bild ist bis zu dem Punkt, wo der AF aussteigt ist kleiner als 1 Sekunde. Die Fotos, auf denen die Vorderbeine Bodenkontakt haben, wandern normalerweise alle in die Tonne, da unbrauchbar.

Als Belichtungszeit sollte man 1/1000sec, besser noch 1/1250sec waehlen und da kommt man sehr schnell in die hoeheren ISO.Bereiche, gerade bei bedecktem Himmel oder gar im Wald. Und direktes Sonnenlicht sollte man meiden.

Warum schreibe ich das alles? Ich will Dich dafuer sensibilisieren, dass Du mit Deinem Budget einen sehr großen Kompromiss eingehen musst und dass Du das Nichtvorhandensein der optimalen Technik ( 1500€-6000€ ) mit Geduld und Koennen ausgleichen kannst. Auch die Fellfarbe des Hundes (bzw, der Hundemaske) spielt eine große Rolle, wenn der Autofokus eine Chance haben soll. Notfalls kann man den Hund ein kontrastreiches Spielzeug tragen lassen.

Ich wuerde mir fuer den Anfang ein gebrauchtes Canon EF 3,5-4,5/70-210mm USM anschaffen (ca 160€) und dazu eine EOS 700D oder eine gebrauchte 50D, 60D oder am besten 7D.

Die besseren Objektive kosten ab 550 bis 2000€ neu.

Warum schreibe ich hier nur etwas von Canon hin, obwohl deren Sensoren wirklich nicht die beste Wahl sind? Weil die passenden Objektive da am guenstigsten sind.

Natuerlich sind die Kameras von Nikon und Pentax nicht schlechter, die Sensoren sogar besser. Da muesstest Du aber nach gebrauchten Sigma 70-200mm/2,8 HSM II Objektiven schauen, die gebraucht mindestens 450 Euro kosten und knapp 1,5kg schwer sind.

Kameras mit elektronischem Sucher wuerde ich fuer Hundefotografie meiden, weil die Bewegungen einfach zu schnell sind. Aber schau sie Dir ruhig mal an. Du solltest sowieso mal in ein gut sortiertes Geschaeft gehen und Dir alle moeglichen Kameras anschauen. Achte dabei auf Art und Groeße des Suchers, die Haptik und die Bedienlogik (Menuefuehrung).    

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Hallo maclock,

eine Kamera ist ein sehr persönliches Werkzeug, das zum Fotografen passen muss. Deshalb empfehle ich Dir, nicht zu sehr auf andere zu hören bei der Kamerawahl. Meistens empfiehlt jeder seine eigene Kamera, ohne überhaupt andere Modelle aus eigener Erfahrung zu kennen. Eine Kamera muß gut in der Hand liegen und Du musst mit der Bedienung gut zurecht kommen. Das auszuprobieren kann Dir keiner abnehmen. Und sie muss zu Deinen fotografischen Schwerpunkten und Ansprüchen passen, und die kennen wir nicht bzw. nur teilweise.

Was wir auch nicht wissen, ist, wie viel fotografische Erfahrung Du hastund warum Du Dir eine DSLR oder DSLM kaufen willst. Solltest Du in diesem Punkt noch nicht festgelegt sein, so käme auch eine gute Kompakt- oder Bridgekamera in Frage. Diese sind gerade für Anfänger oft erstmal weniger verwirrend, und gute Bilder kann man damit auch machen. Weitere Pluspunkte: Du musst weniger schleppen und brauchst Dich unterwegs nicht mit Objektivwechseln zu plagen - und Du sparst Geld.

Bitte glaube nicht, dass Du mit einer DSLR oder DSLM automatisch bessere Fotos machen wirst als mit einer guten Kompakt- oder Bridgekamera. Eine DSLR bietet zwar mehr Potenzial, dieses können oder wollen viele Anfänger aber gar nicht nutzen. Ohne ein grundlegendes Verständnis der optisch-technischen Zusammenhänge geht es jedenfalls nicht.

Am besten gehst Du mal in ein Fotofachgeschäft (nicht Elektronikmarkt) und probierst verschiedene Modelle aus, am besten auch draußen bei Tageslicht. Probieren geht über (Testberichte und Meinungen anderer) studieren!

Den größten Einfluss auf die Bildqualität hat der Fotograf und nicht die Kamera. Deshalb würde ich Dir empfehlen, mehr Zeit und Energie auf die Weiterentwicklung Deiner fotografischen Kompetenz zu verwenden als auf die Suche nach der "perfekten" Kamera.

Und den zweitgrößten Einfluss auf die Bildqualität hat das Objektiv. Deshalb solltest Du auch das mit Bedacht auswählen, falls Du Dich für eine Kamera mit Wechselobjektiven entscheidest.

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du musst immer bedenken, dass gute fotos vom objektiv kommen, nicht von der kamera. wer dir zu einer kamera rät, ohne weiterführendes zubehör zu erwähnen, hat also keine ahnung.

du brauchst eine kamera mit anständigen kreuzsensoren, damit der fokus bei bewegten bildern sitzt. durch die kurze auslösezeit wirst du ein lichtstarkes objektiv brauchen und das sollte für den schnellen fokus ein ultraschallmotor haben.

für sportfotografie (was es im endeffekt ist), ist das budget fast noch etwas gering. ich würde aber zu einer älteren semiprofessionellen kamera greifen und dazu ein entsprechendes objektiv, lichtstärke am besten f2.8.

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Kommentar von boriswulff
30.08.2015, 20:35

Was spricht deiner Meinung nach gegen eine Alpha 6000

https://www.youtube.com/watch?v=QGDZbSD-tLA

Gerade bei Bewegtfotografie ist der Fokus ziemlich gut. Allerdings kommt man mit einem Lichtstarken objektiv schon etwas über die 650 Euro.

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Das kann man so nicht sagen. Am Besten Du gehst zu einem besser 2 Fotofachgeschäften und lässt Dich beraten (nicht zum Super- oder Elektromarkt, wo die Verkäufer keine Ahnung haben).

Wichtig ist nicht die Kameramarke (die großen Hersteller können alle Kameras bauen) oder der Kameratyp (viele haben eher zuviele Funktionen), sondern dass Dir die Kamera gut gefällt, die von Dir benötigten Funktionen so liefert, dass Du sie guut bedienen kannst und dass die Kamera einfach gut in Deiner Hand liegt.

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ich hab die sony alpha 6000 und bin sehr zufrieden. 11 serienbilder pro sekunde und angeblich der schnellste autofokus der welt, ist klein und leicht. nachteile sind das das kit objektiv kein makro zulässt.

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Kommentar von deepwaterhanspi
03.09.2015, 10:50

leider gibt es nicht eine sonderlich grosse auswahl an sony objektiven und die sind auch sehr teuer

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Hi, 

Hier hast du einen Testbericht: 

http://www.chip.de/bestenlisten/Bestenliste-DSLR-und-DSLM--index/index/id/968/

Ich finde die Olympos O M DE M 10 ziemlich gut von Preis- Leistungsverhältnis...Am besten du gehts noch mal in einen Elektromarkt und testest da ein paar Modelle durch...

LG :)

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Kommentar von floppydisk
30.08.2015, 18:10

urgs, bitte nicht auf chip.de verweisen - deren bewertungskriterien sind für die praxis ziemlicher unsinn.

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Wenn du Anfänger bist so wie ich, dann ist die Canon EOS 1200 D Top geeignet!

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Kommentar von floppydisk
30.08.2015, 18:05

diese verallgemeinerte aussage ist quatsch, ungenau und eigentlich sogar falsch.

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