Kann ein Richter beliebig teure Gutachten anordnen? Gibt es vor Gericht sowas wie Verhältnismäßigkeit der Mittel?

6 Antworten

Das ist ein ganz normaler Vorgang, denn der Richter entscheidet lediglich Rechtsfragen. Hier handelt es sich aber wohl um ein "technisches" Problem, also: ist der Schaden durch fehlerhaften Bedienung oder durch einen Funktionsfehler entstanden? Das kann der Richter bei Uneinigkeit der Parteien nur mit Hilfe eines Gutachters entscheiden. Außerdem wird der Richter ja vermutlich auch darauf hingewiesen haben, dass ein Gutachter bestellt wird und durchaus die Möglichkeit besteht, den Streit vorher durch einen Vergleich beizulegen, oder?

Ich danke für die vielen Antworten, die nahezu alle den Tenor haben:
a) Was soll der Richter denn machen, wenn er technisch selbst nicht
entscheiden kann und

b) Wie kann man sich über solch eine Summe denn streiten- das lohnt doch nicht den Aufwand.

Zu
b) Im Prinzip vollkommen richtig, aber hier wird mein Rechtsempfinden
merklich gestört. Was in meiner ursprünglichen Beschreibung nicht
erwähnt war, ist die Tatsache, dass der Verleiher vorab eine Kaution von
300 Euro verlangte und nun einfach das strittige Geld nicht auszahlt -
man (bzw.ich) also völlig in der Hand dieses Verleihers bin. Der kann
machen, was er will - weil er ja wohl aus Erfahrung weiß, dass ein so
kleiner Kunden wie ich es bin bei solch einer Gutachtersummer dann
einknicken wird. Was ist das für eine Gerechtigkeit? Und Entgegenkommen
des Verleihers- was viele als Einigung vorgeschlagen haben - ist hier
nicht zu erwarten.

zu a) Eine Antwort bestätigt meine böse
Vermutung: Der Richter setzt das Gutachten so hoch an, damit die
Parteien sich vorab einigen. Aber genau das ist nach meinen Erklärungen
zu b) nicht zu erwarten und der Richter hätte sich das - weil er eben
über mehr Infos verfügt als hier ursprünglich gesagt - auch selbst
denken können.Vermutlich ist er so überlastet, dass solche
Zusatzgedanken im Vorfeld gar nicht angestellt werden können.

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Es drängt sich nachgerade die Frage auf, warum man wegen eines derart läppischen Betrages einen Streit tatsächlich bis zum Gericht führen will.

Schlicht gesagt, wäre es spätestens jetzt höchste Zeit, den Streit durch Zahlung beizulegen. Und selbstverständlich wird das Gericht einen externen Gutachter beauftragen. Wer soll denn sonst eine neutrale Einschätzung abgeben? Gutachten kosten durchschnittlich ab € 3500.--, nach oben offen.

Ich danke für die vielen Antworten, die nahezu alle den Tenor haben:
a) Was soll der Richter denn machen, wenn er technisch selbst nicht
entscheiden kann und

b) Wie kann man sich über solch eine Summe denn streiten- das lohnt doch nicht den Aufwand.

Zu
b) Im Prinzip vollkommen richtig, aber hier wird mein Rechtsempfinden
merklich gestört. Was in meiner ursprünglichen Beschreibung nicht
erwähnt war, ist die Tatsache, dass der Verleiher vorab eine Kaution von
300 Euro verlangte und nun einfach das strittige Geld nicht auszahlt -
man (bzw.ich) also völlig in der Hand dieses Verleihers bin. Der kann
machen, was er will - weil er ja wohl aus Erfahrung weiß, dass ein so
kleiner Kunden wie ich es bin bei solch einer Gutachtersummer dann
einknicken wird. Was ist das für eine Gerechtigkeit? Und Entgegenkommen
des Verleihers- was viele als Einigung vorgeschlagen haben - ist hier
nicht zu erwarten.

zu a) Eine Antwort bestätigt meine böse
Vermutung: Der Richter setzt das Gutachten so hoch an, damit die
Parteien sich vorab einigen. Aber genau das ist nach meinen Erklärungen
zu b) nicht zu erwarten und der Richter hätte sich das - weil er eben
über mehr Infos verfügt als hier ursprünglich gesagt - auch selbst
denken können.Vermutlich ist er so überlastet, dass solche
Zusatzgedanken im Vorfeld gar nicht angestellt werden können.

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Der Richter möchte einen Gutachter beauftragen, um ein von den beteiligten Parteien unabhängiges Bild des Zustandes zu bekommen.

Wenn du ein Gericht anrufst um deine Streitfrage klären zu lassen, musst du auch damit rechnen dass das Gericht Schritte erweckt die dazu führen, dass eventuell weitere Kosten auftreten.

Wenn du das nicht möchtest, hast du auf der anderen Seite immer noch die Möglichkeit das Gerichtsverfahren vorzeitig zu beenden, indem du einfach den ausstehenden Betrag an den Verleiher Bezahlst.

Aber wenn du eindeutig und von richterlicher Seite geklärt haben möchtest, Wie der wirkliche Sachverhalt jetzt liegt, wird dir nichts anderes übrig bleiben als dieses Risiko einzugehen.

Doch wenn du das Gerät in Augenschein nehmen würdest, wäre es ja keine unabhängige Beurteilung wie z.b. durch einen Gutachter.

Ich danke für die vielen Antworten, die nahezu alle den Tenor haben: a) Was soll der Richter denn machen, wenn er technisch selbst nicht entscheiden kann und

b) Wie kann man sich über solch eine Summe denn streiten- das lohnt doch nicht den Aufwand.

Zu b) Im Prinzip vollkommen richtig, aber hier wird mein Rechtsempfinden merklich gestört. Was in meiner ursprünglichen Beschreibung nicht erwähnt war, ist die Tatsache, dass der Verleiher vorab eine Kaution von 300 Euro verlangte und nun einfach das strittige Geld nicht auszahlt - man (bzw.ich) also völlig in der Hand dieses Verleihers bin. Der kann machen, was er will - weil er ja wohl aus Erfahrung weiß, dass ein so kleiner Kunden wie ich es bin bei solch einer Gutachtersummer dann einknicken wird. Was ist das für eine Gerechtigkeit? Und Entgegenkommen des Verleihers- was viele als Einigung vorgeschlagen haben - ist hier nicht zu erwarten.

zu a) Eine Antwort bestätigt meine böse Vermutung: Der Richter setzt das Gutachten so hoch an, damit die Parteien sich vorab einigen. Aber genau das ist nach meinen Erklärungen zu b) nicht zu erwarten und der Richter hätte sich das - weil er eben über mehr Infos verfügt als hier ursprünglich gesagt - auch selbst denken können.Vermutlich ist er so überlastet, dass solche Zusatzgedanken im Vorfeld gar nicht angestellt werden können.

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@Rai2Mo

Im Prinzip vollkommen richtig, aber hier wird mein Rechtsempfinden merklich gestört.

Es herrscht oft ein deutlicher Unterschied zwischen gesundem Rechtsempfinden und der rechtlichen Realität. Grund sind hierfür oft Emotionen, weil man sich ungerecht behandelt fühlt.

Emotionen haben jedoch in der Justiz nichts zu suchen.

Was in meiner ursprünglichen Beschreibung nicht erwähnt war, ist die Tatsache, dass der Verleiher vorab eine Kaution von 300 Euro verlangte und nun einfach das strittige Geld nicht auszahlt

So waren nun mal die Spielregeln, und bei Anmietung hast du sie akzeptiert.

So ein Gebaren mit Kaution ist ja nicht böswillig, sondern dient dem Schutz des Verleihers:

Statt bei einem eventuellen Schaden dem finanziellen Ausgleich hinterher rennen zu müssen, sichert sich der Verleiher vorab durch die Kaution ab.

Alle weiteren Vermutungen bezüglich Überlastung, bewusst hoch angesetzter Summe etc. sind und bleiben Vermutungen und bringen niemanden weiter.

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