Ich stottere was soll ich tun?

9 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallo Angelika,

bitte lass dich beraten von Menschen, die sich wirklich mit Stottern auskennen - weil sie selbst stottern und sich seit Jahren mit der Bewältigung beschäftigen: www.bvss.de (Bundesvereinigung Stotterer-Selbsthilfe e.V.), schau dort auch mal unter dem Punkt "Therapie" nach, wenn du magst.

Nutze gerne die kostenfreie und vor allem neutrale/unabhängige Fachberatung: Telefon 0221 - 139 1108 (keine Angst, wenn du dabei ins Stottern kommst - man kennt das ja und hat Geldud am Telefon - nur Mut!) Donnerstag von 17 bis 20 Uhr Freitag von 12 bis 14 Uhr

Da sprichst du mit einer erfahrenen Stottertherapeutin, die eigene Stottererfahrung hat und dir erst mal die verschiedenen Therapie-/Behandlungsmöglichkeiten genau erläutert und für deihen persönlichen Fragen da ist.

Es ist hilfreich sich VOR Antritt einer Therapie/Logoädie genauzu informieren, damit du besser weisst, was auf dich zu kommt und ob dir das liegt und was/welche Therapie du nun machen möchtest. Auch, ob etwas seriös ist, kannst du bei der BVSS erfahren bzw. nach einer Beratung besser beurteilen und Adressen erhalten.

Nichts gegen die gut gemeinten Tipps anderer hier in den Foren, aber da geht doch manches durcheinander, weil es eben auch nur persönliche Meinungen sind und nicht immer Fachwissen dahinger stecken kann. Stottern hat z.B. nicht damit zu tun, dass man zu schnell denken würde! Auch wissen Stotternde im Moment des Stotterns genau, was sie sagen wollen, sie können es nur eben nicht fliessend aussprechen.

Bleib dran, es ist toll, dass du nun noch einmal etwas ändern möchtest und einen neuen Weg für dich suchst!

Viel Kraft und alles Gute!

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Wir sind ein Verein von Stotternden für Stotternde.

Es gibt einen Tollen Film, der sich mit deinem Problem beschäftigt: The Kings Speech. Schaue dir den mal an, dort werden Lösungsmöglichkeiten gezeigt. Ansonsten kann ich dir nur raten, mit deinem Hausarzt darüber zu sprechen und dich zu einem Logopäden überweisen lassen. Der kann dir sicherlich weiterhelfen. Es gibt phantastische Übungen, die dich da nach vorne bringen. Nur Mut. Wie der Chinese sagt: " auch die weiteste Reise fängt mit einem kleinen Schritt an".

Ich danke dir ...den film werde ich morgen gleich mal anschauen

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Was ich persönlich machen würde ist, dass ich mir Stunden über die Krankenkasse verschreiben lassen würde bei Logop ---(Begriff fehlt mir gerade), die einem bei der Aussprache etc. weiterhelfen (diese sind hier und da fachlich doch total darauf getrimmt, selbst diese können einem Kniffe und Tricks weitergeben...)

langsamer denken, denn hierbei spielen unsere Gedanken einen Streich und man kommt stimmlich gesehen nicht mit...

-----> da positiv für dich herausfiltern, du denkst zu schnell und kannst es nicht in Worte so schnell umwandeln und nicht unter Druck setzen sondern positiv suggerieren, das klappt alles in der Ruhe liegt die Kraft...

in der Familienbildungsstätte oder bei der VHS kundig machen, es gibt Rethorikkurse als auch Kurse die einen schulen für ein besseres Auftreten vor Publikum und sei es man nimmt für sich etwas daraus um freier zu werden im Alltag, in der Berufsschulklasse, auf der Arbeit etc...

----> denn ehrlich gesagt ist es leider nur hausgemacht in dem man sich selbst unter Druck setzt und dann hierbei einfach sich selbst dran aufhängt...

Und stottern NA UND `````?????? Sicherer werden durchs Singen ....

Sicherer werden in dem man sich mit positiven Dingen ablenkt, nebst Taschentuchhilfe in der Rock- oder Hosentasche darein geht dann der Schweiß.... man kann es knüllen und sich selbst beruhigen langsam zählen und bis 10 zählen, deine Konzentration geht ins Knüllen des Taschentuches über plus deine innere Zählstimme und bei 10 wird nciht lange überlegt sondern setzt genau da an, was dein erster Gedankengang war, also was du sagen wolltest...

Und ... suche dir beim Sprechen einen Punkt im Raum, das muss fürs erste noch nicht mal dein Gegenüber sein... dann wird der Kopf frei und man fühlt sich nicht beobachtet...

Was man noch machen kann für mehr Sicherheit, das Ausge erfasst das sympatischste, dir augenmerkliche Gesicht, was dir wohlgesonnen ist... und hierbei kann man sagen für sich innerlich, dieser hört dir zu, der mag dich und das nimmt einen die Angst und das sympathische wird umgewandelt in Stärke für dich woraus du ganz allein schöpfen kannst... Dieser hat Zeit egal wie lange es dauert...

und übe zu Hause deine Stimme anzunehmen so wie sie ist und lies dir laut selbst vor... was dir gedanklich durch den Kopf fließt, fass es in Worte, das ist Training für dich solltest du merkwürdig angeschaut werden, als Erklärung für deine Familie ich rede zu wenig, da ich stottere, ich will sicherer werden....

Das ist meistens eine Übungssache und nicht weil man zu blöd ist sondern weil man eher zu SCHLAU IST und ALLES RICHTIG MACHEN WILL, nur das braucht Übung und hat mit ganz viel Selbstsicherheit zu tun.... über den Tag zu Hause bitte mit dir selbst sprechen, ganz gedankenverloren mit dir selbst, wirst du hier und da auch angesprochen werden und siehe da spätestens wenn deine Mutter dich ganz alltägliches gerade fragt, du in deinem gedanklichen Redeschwall warst so wirst du sehen wirst auch du ohne zu stocken eine Antwort geben...

Und immer auftreten überall und nirgends mit dem Hintergedanken, die mögen mich, das wird dich sicherer machen... und das Training sowieso...

Und jeap ich weiß wovon ich scheibe, habe ich mit 4 Jahren unterhalten das war aufgrund eines negativen Erlebnisses darüber ist man weg... (da ging bei mir bis zu 1/2 Jahr damals gar nichts mehr, da wäre ich froh gewesen, wenn ich was auch immer gesagt hätte, zumindest die Familie wäre froh gewesen, denn ich hab daran Nullerinnerungen ) danach eigentlich schon und da kann man sich ans Stottern erinnern... aber das war ziemlich rasch weg....

Was ich heut zu tage habe, dass man hier und da Sprachkopfsalat hat, englische Fragestellung z. B. und darauf wird nichts englisches geantwortet sondern hier und da irgendwas passiert am Tag auch mit anderen Sprachen irgendwann ist auch hierbei dann die Luft raus immer dann wenn der Tag stressig war und man zwischen 6 Sprachen hin und her geswitcht hat, dann geht ab einer Uhrzeit so gar nichts mehr...

Und???? Nicht unter Stress setzten gedanklich ausklinken und wenn man nebenbei für sich irgendwas malt oder Musik in seiner Sprache hört, da findet man ganz schnell wieder zurück und an extrem Tagen wenn so gar nichts funktionieren sollte, da die Thematiken heftig sind, dann geht man schlafen und im Schlaf regeniert sich alles...

Warum ich das schreibe... weil es nicht nur bei dir so ist sondern auch andere ebenhalt haben können, ist aber nicht schlimm, der Mensch als solches dahinter Zählt und negative Gedanken die zählen nicht....

Hast Du eine einigermaßen gut geeignete Singstimme?

Versuche einfach mal ein einfaches Lied zu singen. Wenn Du das wenigstens etwas kannst, dann solltest Du Dich bei einem Chor melden, um da mitzumachen.

Auf diese Art lernst Du eine andere Atemtechnik und gerade sie wird Dir helfen, besser sprechen zu können.

Leider bist Du kein Kind mehr. Da wäre es schön gewesen, wenn man Dich schon damals in eine Schule für Sprachgestörte geschickt hätte, wo alle Schüler nicht einwandfrei reden können. Da wärest Du eine unter vielen gewesen. Jetzt können Dir nur noch die Therapeuten helfen.

Frage dort und auch bei der Krankenkasse nach, ob sie Selbsthilfegruppen in Deiner Gegend kennen, an die Du Dich anschliessen könntest. Von so einer Gruppe würdest Du Unterstützung bekommen und merken, dass Du nicht allein mit der Sprachstörung bist.

Du musst Dir immer klar sein, dass Du nicht die Einzige bist, die nicht einwandfrei sprechen kann.

Gut,dass Du sagst, Du hättest Angst vor dem Reden.

Mein Tipp: mache eine Fahrt in einen abgelegenen Wald. Auf dem Weg dahin denke Dir einen einfachen Satz aus. Und wenn Du dann meinst, im Wald angekommen zu sein, da, wo nicht gleich ein anderer Mensch Dich sieht, da fängst Du dann an zu brüllen, und zwar diesen ausgedachten Satz. Mache es so kräftig wie Du kannst - "volle Pulle", alles, was Du an Kraft in Deine Stimme legen kannst! Egal, was dabei als erstes herauskommt! Es hört ja doch kein anderer. So sollte es nach einigem Üben besser werden. Und Du schöpfst neue Hoffnung, dass Du es dann schaffst, den Satz auch leiser aussprechen zu können.

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Ein unlösbares Problem kann man nur akzeptieren. Aber frag dich selbst: Ist es wirklich unlösbar, oder ist dies nur eine Phase der Zweifel?

Ich bin jetzt 22 Jahre alt ... mein ganzes leben bis jetzt bestand nur aus therapien und sehr viel angst... ich glaube nicht das es irgendwie besser wird... weil ich mich irgendwie schon aufgegeben habe

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@An4elika

Und gerade diese Angst musst Du loswerden. Sie hemmt Dich daran, gut sprechen zu können.

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@An4elika

Der Glaube, das es nie besser wird, darf auf keinen Fall selbstbegründend sein.

Für den Fall, das dem nicht so ist, musst du "nur" mit dem Stottern ins Reine kommen und die Folgen akzeptieren. Deinem Leben kannst du immer irgend etwas abgewinnen, du darfst nicht zulassen, dass dieser eine Verlust alles bedeutet. Gib nicht dich auf, weil du das fehlerfreie Sprechen aufgeben musst.

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