Ich sollte zu ein psychologen, damit ich angstzustände bekämpfe, aber habe zweifel?

... komplette Frage anzeigen

10 Antworten

Angst ist eine überlebenswichtige Reaktion des Körpers - ohne Angst wären unsere Vorfahren von wilden Tieren gefressen worden. Stresshormone wie Cortisol oder Adrenalin versetzen den Körper in höchste Alarmbereitschaft. Was über Jahrtausende sinnvoll war, um die volle Kraft für einen Angriff oder eine Flucht aufzubringen, verkehrt sich heute ins Gegenteil, denn Kampf oder Flucht bleiben aus und der Körper bleibt angespannt.  Die Flucht ersetzt man heute am Besten durch leichten Ausdauersport wie z.B. Joggen oder Radfahren - Bewegung baut die Stresshormone ab - entspannt dadurch den Körper und macht den Kopf frei.

Allerdings bewirkt Angst gleichzeitig neben der anhaltenden Anspannung zusätzlich eine vermehrte Ausscheidung von Magnesium über die Nieren. Kommt es dadurch zu einem Mangel ist auch Sport wenig hilfreich, da sich durch Sport der Magnesiumverbrauch zusätzlich erhöht - und Magnesium für die Entspannung von Muskeln und Gefäßen sowie der Beruhigung der Nerven zuständig ist. Dazu und zum Thema "Angststörung" kannst Du auch hier in meine Antwort schauen.

https://www.gutefrage.net/frage/kann-man-angststoerung-ohne-medikamente--meistern-#answer96074723

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Dass es mal nicht passt zwischen Arzt und Patient, ist nicht ungewöhnlich. Dass aber 3 Psychologen/ Psychotherapeuten dir nicht helfen können, hat meist damit zu tun, dass du dir nicht helfen LÄSST.

Angststörungen können einem das Leben sehr schwer machen - sie haben aber auch "positive Nebenwirkungen". Sie schützen dich vor Verletzungen (körperlich oder seelisch), Enttäuschungen oder Überforderung. Sie geben deinem Leben Stabilität und Sicherheit, indem Veränderungen einfach vermieden werden.

Und Ängste sind fies - irgendwann ist die Angst vor der Angst größer als alles andere.

Vermutlich hast du bisher einfach zu viel von deinen Therapeuten erwartet: dass sie dir eine schlüssige Erklärung für alles liefern, ein paar einfache Tipps oder auch Medikamente parat haben und deine Probleme sich sofort bessern oder sogar gleich in Luft auflösen.

Das kann und wird aber nicht passieren! Stell dir deine Angst als Knochenbruch vor, der dich monatelang ans Bett gefesselt hat: du kannst nicht einfach aufstehen und weitermachen wie vorher! Du musst alles neu lernen, hart arbeiten und wirst auch noch etliche Rückschläge erleben. Meist wird es sogar erst einmal schlimmer, bevor es besser wird!

Wenn du dazu bereit bist, solltest du es noch einmal versuchen. Mit dem neuen (oder auch einem deiner alten) Therapeuten diese Dinge genau durchsprechen und gemeinsam einen Plan erstellen, wie ihr vorgeht, was ihr in welcher Zeit erreichen wollt usw.

Außerdem würde ich dir raten, eine Selbsthilfegruppe zu besuchen. Dort kannst du dich mit "Gleichgesinnten" austauschen, Hilfe und Unterstützung bekommen und bekommst vielleicht auch ein paar passende Ärzte empfohlen.

Auf jeden Fall solltest du dich nicht noch weiter zurückziehen oder dich als hoffnungslosen Fall abstempeln. Das ist "nur" die Angst in dir, die keine Veränderungen zulassen will!!!

Versteck dich nicht länger hinter deinen Ängsten, übernimm wieder die Verantwortung für dein Leben! Wenn du kämpfst, wirst du es schaffen!!!

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Du hast völlig recht, deine Einstellung spielt die entscheidende Rolle.

Verabschiede dich als erstes von der Vorstellung, jemand, egal ob aus der Psychobranche oder sonstwer, könne dich von deinen Ängsten befreien.
Das kannst du nur selbst.
Therapeuten sind dazu da, dir die Techniken dazu beizubringen, dich zu begleiten, zu motivieren, anzuspornen, was immer grade nötig ist.
Aber machen mußt du es letztendlich selbst.

Es ist ähnlich wie ein Sportler und sein Trainer. Der Trainer kennt die Technik und die Taktik, sagt, du mußt die ersten 100 Meter schnell angehen, dann achte auf Gegner X, der kommt auf der Zielgeraden nochmal ganz stark. Oder er sorgt dafür, daß du die richtigen Muskeln trainierst oder eher Kondition aufbaust.
Für all das ist ein Trainer da. Aber nachher im Wettkampf ist der Sportler mit sich allein. Das Rennen läuft er, nicht der Trainer.

Dein Leben lebst du, nicht der Therapeut.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Inwiefern bestehen Zweifel bei Dir? Meinst Du, dass man Dir in dieser HInsicht nicht helfen kann?

Eine Therapie zu machen ist nicht einfach. Zunächst muss man für sich selbst die Entscheidung getroffen haben, dass man es alleine nicht schafft und sich Hilfe holt und zum anderen, muss man einer fremden Person vertrauen können. Eine Vertrauensbasis aufzubauen hängt auch davon ab, wie der Therapeut auf einen wirkt und eingeht. Es kann dauern, bis man einen Therapeuten gefunden hat, der einem wirklich helfen kann.

Ich persönlich würde nicht mit Angstzuständen und Blockaden leben wollen. Aus diesem Grund wäre es für mich eine Erleichterung jemandem zu haben, der einen an die Hand nimmt.

Die Frage ist, was Deine Angstzustände auslöst und ich denke, dass der Grund dafür tief in Deinem Inneren liegt. Aus diesem Grund wäre vermutlich eine tiefenpsychologische Therapie sinnvoll. Versuche es nochmal, bis Du den richtigen Therapeuten an Deiner Seite hast.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Vielleicht waren deine bisherigen Erfahrungen mit Psychotherapeuten schlecht aber an deiner Stelle würde ich es nochmal versuchen. Geh vielleicht mal zu einen anderen  Psychotherapeut oder Versuch es mit verschiedenen anderen. Hoffe du findest einen netten der dir helfen kann. Gute Besserung :)

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Hey hatte grosse Probleme damit früher was ich gemacht habe ist:über die Sache nachdenken,und überlegen WAS du daran so schlimm findest!
Wenn es ein Geheimnis ist(was dich deprimiert!!-die Angst Zustände bereitet)Rede mit deiner Mutter..lass alles raus!

Und mir geht es WIRKLICH SUPER,habe keine Angst mehr,ausser vor spinnen

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Nur über Versuch und Irrtum lernt man Dinge des Lebwens kennen, bloße Schulweisheiten bringen einem nicht weiter, weil steril und nicht alltagstauglich.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ich bin mit meinen zum Psychiater gegangen und lass neben her meine Therapie laufen . Ich hab escitalopram verschrieben bekommen weil nichts mehr half. Sie wirken unterstützend und ich hab seit dem keine panikattacken oder Ängste mehr gehabt. Meine Depression wird sich auch noch bessern.

Vielleicht versuchst du es mal bei einem Psychiater wenn gar nix mehr geht. Ich hab sehr gute Erfahrung gemacht

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Du mußt solange weitersuchen, bis du einen Psychologen findest, der dir sympathisch ist. Von dem läßt du dir auch dann gern helfen. Viel Glück.

 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Du mußt dich verlieben und dabei an den richtigen geraten.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?