Ich soll 200€ für etwas zahlen was ich niemals erhalten habe? (Inkasso, Rechnung)

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4 Antworten

Überweis dem verkäufer aus Kulanz evtl 5 € zweckgebunden ( Arbeitsaufwand) und retournieren gegenüber dem Inkassoladen z.b so

"...Sehr geehrtes Inkasso Team - ich weise die Forderung vollumfänglich zurück - weitere Briefe Ihres Hauses sowie Ihrer Vertragskanzlei werden zu keiner Zahlung führen - einen gerichtlichen Mahnbescheid werde ich deshalb widersprechen - mit der Weitergabe meiner Daten bin ich gem BDSG nicht einverstanden - ich untersage expl die Kontaktaufnahme per telefon .."

Eine Klage ist meiner meinung nach ausgeschlossen aber Stell Dich mental trotzdem auf einige weitere böse Inkassobriefe ein

Brauchst Du Gerichtsurteile dann nochmal Bescheid sagen

Politikopfer64 26.06.2014, 17:23

Wenn Du dem Laden auch nur 0,01 € überweist, dann ist die Forderung anerkannt und damit wird die ganze Forderung fällig! Ganz schlechter Rat.

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". Zusätzlich noch übertriebene Bearbeitungskosten von 70€. Ich finde das nicht so schlimm, da ich es theoretisch bezahlen könnte aber ganz sicherlich nicht für etwas was ich nie erhalten habe"

Auf Vorkasse bestellt? Wenn ja = Du bist verpflichtet den Kaufvertrag einzuhalten und musst zahlen, auch wenn du die Ware noch nicht hast. Wenn Nein = Entsprechend schildern bei der Inkassofirma

kevin1905 13.06.2014, 01:28
Du bist verpflichtet den Kaufvertrag einzuhalten und musst zahlen, auch wenn du die Ware noch nicht hast.

Die Idiotie an der Sache wäre dann aber, wenn der Fragesteller den Artikel zurücksendet im Rahmen eines Widerrufs, dann muss der Händler das Geld erstatten.

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EXInkassoMA 13.06.2014, 12:08
@kevin1905

Ist zwar nicht die feine englische Art

Einen Riesenaufstand für alle 3 Seiten : Inkassobüro , Verkäufer und Käufer

Und keiner bekommt irgendwas und hat nur Aufwand für NULL

Das der Käufer - falls er die ware zweckgebunden begleichen sollte - von seinem Rücktrittsrecht bzw Rückgaberecht Gebrauch machen wird müsste dem Verkäufer klar sein

Spätestens nach dem erfolglosen 2 Bestellversuch hätte der Verkäufer erkennen können das da nix kommt und den namen auf die Black List plazieren können

Die Inkassogebühren kann man somit ebenfalls knicken

@angeliclocket kann ja die nicht so schlimmen Gebühren übernehmen ;)

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kevin1905 13.06.2014, 13:39
@EXInkassoMA

Seit heute gelten die neuen EU-einheitlichen Bestimmungen zum Widerrufsrecht. Das Rückgaberecht als seperates Instrument existiert nicht mehr.

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Nein, das ist korrekt. Durch die ständigen Bestellungen die du abschickst und nicht bezahlst, verursachst du denen einen Verwaltungsaufwand, den sie hiermit erstattet haben wollen.

Du hast die Bestellung NICHT widerrufen, das ist nämlich der relevante Unterschied.

mepeisen 12.06.2014, 20:28

den sie hiermit erstattet haben wollen.

Das ist das Risiko eines Kaufmanns, der beispielsweise im Internet verkauft. Sie hätte auch von ihrem Widerrufsrecht Gebrauch machen können. Das kann sie sogar immer noch. Das ist 14 Tage lang völlig legal.

Anrecht auf irgendeine Erstattung eines Verwaltungsaufwandes gibt es weder beim Inkassounternehmen noch beim Verkäufer...

Du hast die Bestellung NICHT widerrufen

Richtig, aber solange sie die Ware noch nicht erhalten hat, beginnt der Widerruf noch nicht. Insofern wäre zu empfehlen: A) Etwas gegen das Gedächtnis zu tun (Windows hat beispielsweise Notizzettel, die man sich auf den Desktop pappen kann) und B) Dem Inkasso gegenüber per Einschreiben zu erklären "Ich weise die Forderung vollumfänglich zurück. Ich widerrufe hiermit behelfsweise die Bestellung. Ich untersage die Speicherung meiner personenbezogenen Daten und die Meldung an Auskunfteien. Einem gerichtlichen Mahnbescheid werde ich widersprechen."

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