Ich schreibe ja eigene Geschichten. Bis jetzt kennen es nur meine Familie. An wem kann ich mich wenden um meine vielen interssante Idee weiter zu geben?

4 Antworten

An deiner Stelle würde wie ich folgt verfahren, wenn ich von der Qualität meines Werkes wirklich "100pro" überzeugt bin - und auch nur dann: Schreibe "blind" die Lektorate einschlägiger (einfach googeln, Stichworte "Verlag" und meinetwegen "Thriller" - oder was du für ein Thema hast) Publikumsverlage an und sende denen a. ein Exposé und b. eine Leseprobe zu (rund dreißig Seiten deines Buches - am besten die besten!).
Natürlich erst dann, wenn das Buch tatsächlich komplett fertiggestellt und auch korrekturgelesen (!) ist. Das tut bei dir sicherlich dringend not, wenn ich mir alleine deine Frage durchlese. (Ich komme alleine dort auf sechs Fehler in vier Zeilen - stramme Leistung! Und nur wer die Form beherrscht, darf auch mit ihr spielen. )

Rohentwürfe voller Rechtschreibefehler wandern binnen 10 Sekunden in die "Tonne".


Bitte auch nach Zusendung niemals hinterhertelefonieren, denn "Quengelanrufe" mögen Verlage überhaupt nicht. Die Spielregel lautet: Entweder man meldet sich bei dir - sei es positiv oder negativ - oder man tut es eben nicht, das bedeutet dann ebenfalls eine Absage.

Dann noch ein kleiner, wichtiger Tipp am Rande, falls  ich dir damit später und langfristig eine Enttäuschung ersparen kann:


Hüte dich immer vor so genannten Pseudo-, Bezahl- oder auch Vanity- (=Eitelkeits-) Verlagen. Oft erkennbar im Netz mit der Überschrift "Verlag sucht Autoren" (und glaube mir: K e i n  Verlagshaus sucht von sich aus
Autoren! Die ersticken vielmehr an eingereichten Manuskripten).


Wenn du dort dein fertiges Manuskript einreichst, egal wie gut oder schlecht es sein mag, so bekommst du nach kurzer Zeit mit großer Wahrscheinlichkeit einen Brief oder eine E-Mail, dass sie von deinem Entwurf "absolut begeistert" sind und die so genannte "Lektoratskonferenz" eine Veröffentlichung auf jeden Fall unterstützen und befürworten wird - wenn du dann dafür zahlst - ! Und diese Schreiben sind sehr geschickt formuliert - viele fühlen sich als Neuautor(in) zum ersten Mal wirklich ernst genommen, bestätigt und auch ein bisschen "gebauchpinselt".


Da sind gerne Summen von 1.500,- bis hin zu 30.000,- Euro im Gespräch, die der Autor latzen soll. So arbeitet aber kein seriöser Publikumsverlag. Dort erhält der Autor einen Autorenvertrag - und der Verlag geht mit allen Kosten in Vorlage (Verlag kommt auch von "vorlegen"). Und nach einer festgesetzten Zeit (meistens nach einem halben Jahr nach Veröffentlichung oder zum Ende des Kalenderjahres) bekommt der Autor das erste Honorar, abhängig von der
Anzahl der bis dato verkauften Bücher.


Die Pseudo-Verlage dagegen haben ja bereits längst ihr Geld über den
hoffnungsvollen Schreiber "im Sack". Sag selbst, wer muss da noch Bücher
verkaufen? Machen die dann auch nicht mehr. Die vergammeln irgendwo,
keine Sau interessiert' s - und der Autor hat den finanziellen Schaden. 
Also - bitte Augen auf - !


Und viel Glück !!


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