Ich restauriere gerade einen 12 Jahre alten Laptop auf dem noch Win XP 32-bit läuft. Soll ich darauf Ubuntu oder Linux Mint Rosa cinnamon installieren?

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9 Antworten

Weder noch.

Ubuntu auf gar keinen Fall, da Dein Prozessor ziemlich sicher kein PAE unterstützt, außerdem wirst Du mit der Unity-Oberfläche nicht wirklich Freude haben. 

Bei Mint bin ich mir nicht ganz sicher, aber auch da wird wohl eine PAE-fähige CPU ewartet. Und Cinnamon wird Dich sicher auch ausbremsen.

Du brauchst eine "schlanke" Distribution, vielleicht "Linux Lite" oder auch Lubuntu. Möglicherweise laäuft auch die 32-bit Version von OpenSuSe 13.2, die findest Du hier: https://software.opensuse.org/132/de

Du kannst aber auch mal hier rein schauen: http://distrowatch.com/search.php?ostype=All&category=Old+Computers&origin=All&basedon=All¬basedon=None&desktop=All&architecture=All&package=All&rolling=All&isosize=All&netinstall=All&status=Active

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Definitiv beides nicht. Weder die Oberfläche Unity noch die Oberfläche Cinnamon ist gut geeignet. die sind beide sehr Ressourcen beanspruchend. Maximal könntest du vielleicht die Xfce-OBerfläche verwenden (Xubuntu und ähnliche), besser vermutlich LXDE (Lubuntu, LXLE etc.). 

Aber vielleicht solltest du auch gar nichts aus dem Ubuntu-Bereich nehmen? Es scheint sich ja um eine 32bit CPU zu handeln und ich vermute, dass sie auch nicht so viel Arbeitssepicher hat (vielleicht max 2GB?) - kann die CPU denn überhaupt schon PAE? Wenn nicht, dann kannst du von den*buntus und Abkömmlingen (Mint, LXLE, etc) nur noch Versionen verwenden, die auf der Alt-LTS 12.04 basieren (wird noch bis 4/217 unterstützt). Danach haben alle 32er *buntu-Kernel PAE.

Schau dich ggf. auf distrowatch.com um, was es da so gibt. Ich würde vermutlich etwas auf Debian-Basis nehmen, wie antiX. Vielleicht ist ja antiX MX (mit Xfce-Oberfläche) etwas für dich und den Rechner. 

Am besten gibtst du mal die Rechner-Spezifikationen raus (CPU und RAM ist in in erster Linie von Belang).

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Ich würde mich dem Großteil der Antworten hier anschließen und sowohl Ubuntu als auch Mint ausschließen. Meine Empfehlung wäre Manjaro LXDE, das verwendet die Oberfläche LXDE, die auf solcher Hardware gut laufen sollte. Der Vorteil gegenüber zum Beispiel Lubuntu, das auch LXDE verwendet, ist imho das Rolling Release Modell, es gibt also keine großen Systemupdates jedes halbe Jahr, bei denen ja doch immer mal wieder was kaputt geht, sondern nur gewöhnliche Paketupdates.

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eddiefox 17.06.2016, 10:23

Super, ich kannte das Rolling Release Modell nicht, ich wusste nicht dass es das gibt.. Das werde ich mir mal anschauen!

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Ich empfehle Bodhi Linux. Es basiert auf der LTS-Version von ubuntu und benutzt den extrem ressourcenschonenden moksha-Desktop. Selbst mit Transparenzeffekten werden nur ca. 3% mehr Systemressourcen benötigt. Dann kann man mit so einem alten Laptop auch noch etwas angeben. Hier der Download: http://www.bodhilinux.com/

Hier die Systemvoraussetzungen:

Minimal: 500MHz CPU, 128MB RAM, 4GB freier Festplattenspeicher

Empfohlen: 1Ghz CPU oder höher, 512MB RAM oder mehr, 10GB oder mehr freier Festplattenspeicher.

Falls Sie einen 32bit Prozessor mit PAE haben benötigen sie das 32bit Image.

Falls Sie einen 64bit Prozessor haben benötigen Sie das 64bit Image.

Falls Sie einen älteren 32bit Prozessor ohne PAE haben benötigen Sie das legacy Image.

Falls der Computer das Booten von USB-Sticks unterstützt können Sie mit dem Programm Unetbootin das ISO-Image auf einen USB-Stick schreiben der dann gleichzeitig bootfähig gemacht wird. Ansonsten das ISO auf eine CD schreiben und von dort booten. https://unetbootin.github.io/

Falls Youtube-Videos ruckeln empfehle ich das Programm minitube zu installieren. Es ist ein eigenständiges Programmm um Youtube-Videos auch auf schwachen Systemen abzuspielen. http://flavio.tordini.org/minitube

Als Multimediaplayer empfehle ich den SMPlayer zu installieren. Er braucht weniger Ressourcen als der VLC player. Er kann über die Paketverwaltung installiert werden. Er kann auch Stream-URLs von Webradiostationen abspielen. Man kann die Stream-URLs wie Favoriten bei Webbrowsern verwalten. Er kann mit folgenden Dateiformaten umgehen: 3GP, AC3, APE, ASF, AVI, BIN, DAT, DIVX; DV, DVR-MS, F4V, FLAC, FLV, HDMOV, ISO, M1V, M2T, M2TS, M2V, M3U, M3U8, M4V, MKV, MOV, MP3, MP4, MPEG, MPG, MPV, MQV, NSV, OGG, OGM, OGV, PLS, RA, RAM, REC, RM, RMVB, SWF, THD, TS, VCD, VFW, VOB, VP8, WAV, WEBM, WMA, WMV

Um MP3s abzuspielen und zu verwalten empfehle ich die DJ-Software Mixxx. Sie kann über die Paketverwaltung installiert werden. Falls es zu Tonaussetzern kommt, ist es empfohlen die Latenz heraufzusetzen.

Als Webbrowser ist Midori vorinstalliert. Er ist ressourcenschonender als Chrome und Firefox.

Als Office-Paket empfehle ich SoftMaker Freeoffice. Es besteht aus Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und Präsentation. Es ist sehr ressourcenschonend. http://www.freeoffice.com/de/


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Ich würde darauf Bodhi Linux installieren. Bodhi Linux basiert auf ubuntu, nutzt die gleichen Paketquellen und benötigt weniger Systemressourcen als Windows XP. Es wird der ressourcenschonende Moksha-Desktop verwendet. Bei aktivierten Transparenzeffekten werden nur ca. 3% mehr Systemressourcen benötigt als ohne.

Sie benötigen die legacy-Version. Diese ist für Systeme ohne PAE. Hier der Downlad:

http://sourceforge.net/projects/bodhilinux/files/4.1.0/bodhi-4.1.0-legacy.iso/download

Einfach auf eine leere CD-R brennen und dann diesen Datenträger booten.

Nachdem man Bodhi Linux installiert hat, hier noch ein Programm um Youtube-Videos ohne Webbrowser zu betrachten falls im Webbrowser Youtube-Videos ruckeln: http://flavio.tordini.org/minitube Sie benötigen die debian & ubuntu Version. Man kann damit auch ganze Channels abonnieren.

Hier noch einige Screenshots:

01 - (Windows XP, Linux, Ubuntu) 02 - (Windows XP, Linux, Ubuntu) 03 - (Windows XP, Linux, Ubuntu) 04 - (Windows XP, Linux, Ubuntu)
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Hallo

Soll ich darauf Ubuntu oder Linux Mint Rosa cinnamon installieren?

Ich vermute mal dass das Gerät nicht über mehr als 2gb an RAM verfügt, dann wäre weder der Gnome Desktop noch Cinnamon und auch nicht KDE wirklich geeignet um ausreichend performant arbeiten zu können.

Erzähle uns doch einfach mal mehr über die Hardware, denn eine reine Altersangabe ist nicht Aussagekräftig genug für eine genauere Angabe:

  1. Wer ist der Hersteller des Laptops?
  2. Wie lautet die Modellbezeichnung?
  3. Welche CPU arbeitet in dem Gerät?
  4. Wieviel Arbeitsspeicher hat der Laptop?
  5. Wie groß ist die eingebaute Festplatte?
  6. Hat das Gerät einen W-LAN Chip, wenn ja welchen?
  7. Kann es über Bluetooth kommunizieren?
  8. Welche LAN-Karte ist verbaut?

Ansonsten kannst Du ja einfach mal eine Live-CD/DVD der in Frage kommenden Distributionen testen.

Linuxhase

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Ymer345 10.05.2016, 11:22

Also, hier die Daten:

1. Hersteller: Acer

2. Modellbezeichnung: Acer Aspire 3000 series, Modellnummer: ZL5

3. CPU: Mobile AMD Sempron Prozessor 2800+

4. RAM: 1.93 GB DDR 3 L Memory RAM

5. Festplatte: 80GB

6. Wlan Chip: Nein (Habe Wlan mithilfe von USB-Empfänger nachgerüstet)

7. Bluetoooth. Nein

8. Lan-Karte: Keine Angabe

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Linuxhase 10.05.2016, 21:28
@Ymer345

@Ymer345

Also, hier die Daten:

Danke für die Infos. Das stärkt meine Vermutungen hinsichtlich der Leistungsfähigkeit des Gerätes. Für einen "nicht so erfahrenen" Linux Benutzer würde ich openSUSE 13.2 empfehlen. Wenn Du ein schnelles, hochaktuelles und dennoch stabiles System möchtest würde ich Dir zu einem Arch Derivat (Architekt) empfehlen.  Du kannst bei der Installation eine ganze Reihe an Desktops und auch Fenstermanagern auswählen. Besonders schnell und Ressourcenschonend ist Enlightenment

Das Gerät ist ja sicher nicht zum spielen gedacht und somit wärst Du mit den openSource Modulen (Treiber) auch gut bedient.

Linuxhase

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LemyDanger57 11.05.2016, 10:03
@Linuxhase

@Linuxhase: Nach meinen letzten Erfahrungen kann ich Deine Empfehlung für OpenSuSe nicht mehr so einfach unterschreiben, gab es doch Probleme bei der Aktualisierung, da ein Paket/Repository (für Libre Office 4.4 [ warum auch immer, installiert ist Libre Office 5.0!]) nicht gefunden wurde. Das könnte für "nicht so erfahrene Linux Nutzer" ein Problem darstellen.

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Linuxhase 11.05.2016, 16:56
@LemyDanger57

@LemyDanger57

Nach meinen letzten Erfahrungen kann ich Deine Empfehlung für OpenSuSe nicht mehr so einfach unterschreiben,

Deswegen riet ich ja zur 13.2, denn die Leap 42 läuft bei mir immer noch nicht zufriedenstellend und ist sowieso nur noch als 64-Bit Version verfügbar. Ich tendiere tatsächlich immer mehr in Richtung Arch-Linux (also für mich persönlich)

für Libre Office 4.4 [ warum auch immer, installiert ist Libre Office 5.0!]) nicht gefunden wurde.

Bei mir läuft die 5.0.4.2-28.1 wunderbar mit  openSUSE 13.2 aus dieser Quelle:

http://download.opensuse.org/update/13.2

Linuxhase

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Linux ist eine gute Wahl, auch mehrere Linuxe nebeneinander sind leicht möglich, >10 GB pro Linux peile ich üblicherweise an.

Beschreibungen für Linuxe speziell für langsamere Altrechner sind auf http://distrowatch.com/search.php?ostype=Linux&category=Old+Computers&origin=All&basedon=All¬basedon=None&desktop=All&architecture=All&package=All&rolling=All&isosize=All&netinstall=All&status=Active auffindbar.

Sei mutig beim ausprobieren, hier liegt der Charme der freien Betriebssysteme. Jedes Linux ist in einer halben Stunde installiert - zum Glück ist das deutlich einfacher als bei den vernagelten proprietären OSn.

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LemyDanger57 10.05.2016, 14:07

Die meisten der aktuellen Linus-Distributionen werden, wegen fehlender PAE-Fähigkeit der CPU, gar nicht auf dem Laptop laufen, auch nicht als Live-System.

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gonzo1233 16.05.2016, 23:32

Hallo Lemy, hast du eine Liste für Linuxe ohne PAE?

Teile uns die Infos bitte mit. Hab Dank.

Es spricht übrigens nichts dagegen, wenn der Fragesteller, sich über meinen Distrowatck-Link einige ISOs für Altrechner holt, diese brennt und testet  u n d  uns informiert ob es läuft....

In der freien Welt geht das ja ganz locker.

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12 Jahre? Ubuntu wird da sicher nicht laufen, ich würde mal Xubuntu testen, wenn das auch zu viel ist dann Lubuntu, das geht auf jeden Fall.

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Da kommt als Linux ggf. AntiX (ab Pentium III, 128 MB RAM) , DSL (Damn Small Linux), SalentOS oder Slitaz-Linux in Frage.

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