Ich packe die Schule nicht mehr(Depressionen, Ängste etc..)?

6 Antworten

Hallo valkyrinna,

hast Du schon einmal daran gedacht, eine ambulante Therapie zu machen? Es gibt verschiedene Arten von Therapien, wobei die sog. kognitive Verhaltenstherapie im Hinblick auf diese Erkrankung sehr hilfreich ist.

Bei dieser Therapie geht es darum zu erkennen, inwieweit Deine Angst durch bestimmte Gedanken und Verhaltensweisen entsteht und welche Änderungen dabei helfen können, die Spirale der Angst zu unterbrechen. Bei einer Angststörung ist es daher auf jeden Fall sehr wichtig, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Neuere Forschungen haben ergeben, dass es (neben den sog. Tranquilizern) auch ein sehr wirksames pflanzliches Mittel gegen Angst gibt: Lavendel. Es löst innere Anspannungen und verhilft auch zu besserem Schlaf. Es ist ein sehr gutes Präparat auf dem Markt, das einen speziellen Wirkstoff aus Arzneilavendel enthält (in der Apotheke erfragen; es macht weder abhängig noch tagsüber müde). Falls Du es mit diesem Präparat einmal probieren möchtest, sprich auf jeden Fall mit Deinem Arzt darüber!

Du kannst aber auch selbst einiges gegen Deine Ängste tun. Zum Beispiel ist das Erlernen einer Entspannungstechnik ein wirksames Mittel, um innere Spannungen, die durch die Angst entstehen, abzubauen. Bekannte Verfahren sind z.B die "Progressive Muskelentspannung nach Jacobsen" oder auch das "Autogene Training". Einige Grundübungen zur progressiven Muskelentspannung kannst Du z.B. in dem folgenden Video erlernen:

https://www.apotheken-umschau.de/Entspannung/Video-Progressive-Muskelentspannung--Grunduebungen-zum-Nachmachen-31648.html

Manche versuchen, mit dem Verstand gegen die Angst zu halten. Sie sagen sich, dass es ja eigentlich nichts gibt, wovor sie Angst haben müssten. Doch durch Verstandesgründe lässt sich die Angst in der Regel nicht ausschalten. Manchmal ist es besser, sich der Angst zu stellen und sie zuzulassen.

Je mehr man sich dagegen wehrt, desto mehr besteht die Gefahr, dass sie sich verselbständigt. Besser ist es, mit jemanden, zu dem man Vertrauen hat und der über eine gewisse Reife und innere Stärke verfügt, über seine Ängste zu sprechen. Allein schon das Sprechen über die schlimmen Gefühle kann große Erleichterung bringen.

Auch das Führen eines Angst-Tagebuches kann helfen. Warum ist das sinnvoll und empfehlenswert? Nun, durch ein Angst-Tagebuch lernt man seine Ängste und die möglichen Auslöser besser kennen und kann so gezielter dagegen vorgehen. Wie Du ein solches Tagebuch führen kannst und welche Vorteile es sonst noch hat, kannst Du hier kennenlernen (dort findest Du auch eine PDF-Vorlage für ein Angst-Tagebuch):

http://raus-aus-der-angst.de/angst-tagebuch-basis-fuer-diagnostik-verhaltenstherapie/

Dann gibt es da noch eine simple, aber wirksame Methode zur Angstbekämpfung: das Singen. Studien haben nämlich gezeigt, dass man durch Singen Angst und Stress viel leichter bewältigen kann. Woran liegt das? Nun, beim Singen wird ein bestimmtes Hormon, Oxytocin, ausgeschüttet, das euphorische und zugleich auch beruhigende Gefühle hervorruft. Auch Glückshormone werden freigesetzt. Das Ganze kann man noch dadurch steigern, dass man nicht nur allein, sondern auch in einem Chor singt.

Natürlich hast Du ja nicht immer einen ganzen Chor zur Hand, wenn Dich mal wieder Angstgefühle plagen. Wie also könntest Du vorgehen? Suche Dir Dein Lieblingslied (evtl. auch ein Lied aus Deiner Kindheit), mit dem Du angenehme Gefühle verbindest und singe es immer dann, wenn eine angstauslösende Situation entsteht oder Du unter großem Stress stehst.

Je nachdem wo Du Dich gerade befindest, kannst Du jedoch nicht unbedingt laut singen. Das ist auch gar nicht notwendig, denn auch das leise Summen eines Liedes kann einen beruhigenden Effekt haben. Denke daran: Solange Du singst oder summst, ist es Deinem Gehirn gar nicht möglich, Angst zu produzieren! Probiere es doch einfach mal selbst aus und Du wirst Dich wundern, was das Singen (oder auch Summen) mit Dir macht!

Für jemand, der an Gott glaubt, kann auch der Gedanke hilfreich sein, dass er sich für uns und unsere inneren Empfindungen interessiert. Als derjenige, der uns, einschließlich unserer Psyche, erschaffen hat, weiß er besser über uns Bescheid als jeder noch so gut ausgebildete Arzt oder Therapeut! Von daher kann er auch genau verstehen, warum wir über bestimmte Dinge beunruhigt sind oder Angst vor ihnen haben.

Obwohl die Bibel kein Gesundheitsratgeber ist, enthält sie doch viele gute Tipps, die sehr zu unserem körperlichen und auch psychischen Wohlergehen beitragen. Das ist gerade in unserer Zeit mit ein Grund dafür, dass wir uns mit ihr einmal genauer beschäftigen sollten.

Für diejenigen, die zu Gott ein vertrauensvolles Verhältnis haben, gelten die Worte: " Deshalb beugt euch unter Gottes mächtige Hand. Dann wird Gott euch aufrichten, wenn seine Zeit da ist. Ladet alle eure Sorgen bei Gott ab, denn er sorgt für euch" (1. Petrus 5:6,7). Das Gefühl zu haben, dass Gott hinter einem steht und genau versteht, was in uns vorgeht, kann inneren Ängsten sehr entgegenwirken!

Wie Du also siehst, gibt es Möglichkeiten, etwas gegen Deine Angst zu unternehmen. Allein schon zu wissen, dass Du der Angst nicht hilflos ausgeliefert bist, kann sehr beruhigend sein. Ich wünsche Dir, dass Du es mit der Hilfe und Unterstützung anderer schaffst, Deine Angst zu überwinden und Dein Leben wieder in ruhigeren Bahnen verläuft! Alles Gute und viel Kraft!

LG Philipp

leide unter schweren depressionen, ängsten und anderem wegen einer komplizierten kindheit und meiner jetzigen jugend. Ich habe angst raus zugehen ich habe zuviel angst vor den leuten, im kurzen, ich kann mich nicht konzentrieren und ohne selbsthass und/oder angst raus und mich zur schule begeben.

Deine einzige und auch richtige Option ist eine Klinik- das ist auch nicht schlimm. Du bekommst dort für ein paar Wochen eine Stütze. Habe keine Angst, zu Hause zu sitzen ist keine Lösung, du bist sehr krank.

Wage den Schritt.

Was willst du stattdessen tun? Sich zu Hause verkriechen? Das wird alles chlimmer machen und du verletzt die Schulpflicht. Im Moment geht es dir nciht gut und du brauchst Hilfe.

Frage dich selbst warum du einen Klinikaufenthalt so sehr ablehnst?

Keine Angst, du kannst nichts verlieren, nur gewinnen.

Meine angst mit der klink ist die eine person die mich glücklich mag zu verlieren, ich habe angst das wir abweichen und wir zu fremden werden. Hört sich dumm an aber die angst ist da und ich möchte den kontakt wegen der klink nicht verlieren das ist meine angst

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@valkyrinna

Das kannst du da doch ansprechen, das ist kein Gefägnis, schau mal, ich verstehe, dass du jemanden hast, der dir gut tut, aber die Therapie und sonstige Dinge helfen nicht mehr weiter. Da findet sich sicher eine Lösung. Sage das doch deinen Betreuern und Therapeuten, wenn es nur das ist. Man verliert sich wegen ein paar Wochen nicht aus den Augen, glaube mir. Das geht auch vorbei, die Zeit geht schnell herum, in einer Klinik gibt es auch andere Jugendliche mit den gleichen Problemen, wie du sie hast... Sprich mal mit deiner Therapeutin über deine Ängste. Es wird schon, es ist nur sehr sehr wichtig, dass du dich behandeln lässt, du hast nur dieses eine Leben und musst sehr viel aufarbeiten.

Du wirst sehen, es wird sich um dich gekümmert, ich denke, dass du das brauchst. LG

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Ich weiss nicht wie man dir helfen kann, weil du hast echt viele sachen "angesprochen" Depressionen, Misshandlungen, Ängste etc. Wäre ich du würde ich mit einer vertrauten Person darüber Privat reden, sei es eine Freundin oder jemand aus deiner Familie, aber auch so das sie es nicht heraus posaunen. Zu den schulischen Problemen würde ich mit der Direktorin reden, dass du gemobbt wirst und das mit der Zurückstufung. Wenn sich es verbessert könntest du versuchen langsam wieder in die Schule zu gehen ABER erst wenn das Problem mit den Depressionen "behandelt" wurde.

Ich sage es nochmal ich weiss nicht ob dass helfen kann, ich bin auch ein Mensch und kann Fehler machen, ich hatte Suizid Gedanken aber ich bin von denen abgewichen, ich musste immer an meine Eltern denken oder Personen die mich mögen und dachte immer daran wie Traurig auch die Wären und sich irgendwo ein Messer reinrammen oder auf andere art und weise selber töten, nein danke zu viel angst vor DEM Schmerz, mein Fehler waren die Gedanken.

Hoffentlich konnte ich dir helfen.

Glaube ich habe ein paar Themen sicherlich falsch angesprochen und viele sachen im Text vergessen zu schreiben aber hoffentlich kommst du auf die Richtige Bahn, so viel sag ich.

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