Ich muss 7 verschiedene Medikamente nehmen?

13 Antworten

Grundsätzlich solltest du die ganze Medikation mit dem Arzt absprechen, also auch jene Medikamente welche nicht von ihm verschrieben wurden.

Antidepressiva sind der Klassiker, wenn es um die Behandlung von Depressionen und Angststörungen geht. Allen voran werden sogenannte SSRI's und SSNRI's dafür verwendet. Diese haben (wie alle Antidepressiva) vor allem zu Beginn der Therapie starke Nebenwirkungen. Übelkeit, Schwindel, Erbrechen, trockener Mund, Schwitzen etc. sind nur die häufigsten davon. Längerfristig ist vor allem der Libidoverlust ein Problem. Die Nebenwirkungen varieren jedoch von Person zu Person und von Medikament zu Medikament.

Antidepressiva müssen täglich eingenommen werden und wirken erst nach 2-4 Wochen (gegen Ängste sogar erst nach 3-5 Wochen). Ein weiteres Problem von Antidepressiva ist, dass sie nicht bei jeder Person gleich gut wirken. Oft sind mehrere Umstellungen und teilweise die Einnahme ganzer Kombinationen erforderlich bis man richtig eingestellt ist. Du bist also kein Einzelfall. Antidepressiva machen nicht abhänig und es ergibt sich auch keine Toleranzentwicklung.

Wenn du mit Beruhigungs- und Schlaftabletten Medikamente aus der Gruppe der Benzodiazepine oder Z-Drugs meinst musst du höllisch aufpassen. Diese Medikamente sind zwar hoch effektiv, doch machen sie bei längerem und regelmässigem Konsum (nach ca. 4-8 Wochen) stark psychisch und körperlich abhängig. Zudem ergibt sich relativ rasch eine Toleranzentwicklung. Sie sind also nur für den Notfall gedacht. Oft werden sie auch als Begleitmedikation zu Antidepressiva verwendet, bis letztere anfangen zu wirken.

Da du nicht schreibst welche Medikamente genau du nimmst, kann ich dir leider keine weiteren Hinweise geben. Hier findest du jedoch eine Übersicht über alle Medikamente die bei Depressionen und Angststörungen verwendet werden inkl. Detailinfos: http://deprimed.de/home/

Auf die Dauer sind so viele Medikamente sicher nicht gesund für Nieren, Leber und Kreislauf. Das Ziel ist mit vielen Medikamenten (wenn nötig) eine Stabilisierung des psychischen Zustandes zu erreichen und bei Erlangem der Stabilität diese nach einer gewissen Zeit wieder abzubauen.

Ich muss leider auch eine ganze Palette von Antidepressiva, mood-stabilizers und einem Neuroleptikum nehmen.

Falls du Fragen hast oder ich deine Antwort nicht ausreichend beantworten konnte schreibe einfach einen Kommentar.

Nervenruh Forte
Wellbutrin 300mg
Modasomil
Trittico
Abilify
Und Xanor

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@wutafuc

Ja, dass ist ein ziemlicher Cocktail...

Nervienruh Forte ist ein pflanzliches Medikament, damit kenne ich mich nicht so gut aus. Wellbutrin (Bupropion) ist ein Antidepressium, genauer ein SNDRI (selektiver Dopamin und Noradrenalin Wiederaufnahme-Hemmer). Es wird vor allem bei Depressionen angewandt, welche mit starken Antriebsstörungen verbunden sind.

Modosomil (Modafinil) wird vor allem bei Narkolepsie verwendet, ist daher stark antriebssteigernd. Es ist jedoch kein Antidepressivum und auch kein Amphetamin. Trittico (Trazodon) ist ein atypisches sedierendes Antidepressivum, welches vor allem bei Depressionen mit starken Schlafstörungen verwendet wird.

Abilify (Aripiprazol) ist das einzige antriebssteigernde Neuroleptikum das es gibt und Xanor (Aripiprazol) ist ein Benzodiazepin, welches vorwiegend bei Angststörungen verschrieben wird.

Was mir auffällt sind drei Sachen.

  1. Du hast kein typisches Antidepressium (SSRI oder SSNRI), dafür eine ganze Ladung Medikamente drum herum.
  2. Du hast vor allem antriebssteigernde Medikamente (ausg. Trittico).
  3. Xanor ist nicht für den Dauerkonsum gedacht sondern ein Notfallmedikament.
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Du solltest grundsätzlich nur Medikamente nehmen, welche auch vom Arzt verordnet wurden. Bitte nimm da nicht noch extra irgendwelche zusätzlichen Medikamente, weil Du gar nicht wissen kannst, welche Wechselwirkungen sich da ergeben.

Grundsätzlich gilt auch die Regel, dass man einem Körper niemals mehr als 7 Medikamente auf Dauer zumuten sollte. Alles darüber richtet mehr Schaden als Nutzen an. Du bist da also schon an der obersten Grenze.

Ich weiß nur zu gut, wie es ist, wenn man sehr, sehr viele Medikamente zu sich nehmen muss und ich weiß noch besser, welche Folgen das haben kann, denn ich bin nur noch ein körperliches und seelisches Wrack.

Wenn ich irgendwie könnte, würde ich sofort meine Medikamente absetzen, bzw. reduzieren, aber bei mir geht das leider nicht. Du aber kannst erst mal die Medikamente, welche nicht vom Arzt verordnet wurden, von der Liste streichen und was die Medikamente gegen Angststörungen und Depressionen angeht, solltest Du unbedingt von einem Facharzt (Psychiater) abklären lassen, welche Medikamente für Dich geeignet sind. Ein Hausarzt ist da nicht ausreichend.

Ich weiß jetzt nicht, welcher Arzt Dir diese Medikamente verordnet hat, aber wer es auch war ... mit diesem Arzt solltest Du über Deine Beschwerden sprechen. Das geht auch per Telefon, so dass Du nicht extra auf einen Termin warten musst.

Gerade bei Antidepressiva sollte man auch regelmäßig die Blutwerte (insbesondere die Leberwerte) kontrollieren lassen. Antidepressiva sind häufig die Ursache für Leberfunktionsstörungen und das würde dann auch zu der von Dir genannten Übelkeit führen.

Ich kann jetzt hier aber Spekulieren ohne Ende ... letztendlich führt kein Weg an einem Gespräch mit Deinen behandelnden Ärzten vorbei. Nur sie können beurteilen, ob Deine jetzigen Beschwerden in Zusammenhang mit den Medikamenten stehen bzw. ob Du überhaupt all diese Medikamente benötigst.

Ich wünsche Dir auf jeden Fall alles Gute und baldige Besserung Deiner Beschwerden. Ich leide selber unter starken Angststörungen und Panikattacken und kann Dich daher sehr gut verstehen. Langfristig gesehen können Dir die Medikamente alleine da aber nicht helfen. Da ist auch eine langandauernde Psychotherapie erforderlich ... je nach Schwere der Erkrankung auch ein stationärer Klinikaufenthalt.

Viel Glück

Die Gefahr von Wechselwirkungen steigt mit der Anzahl der verschiedenen Medikamente natürlich. Lass Dich bitte mal vom Hausarzt und in der Apotheke bzgl. Wechselwirkungen beraten. Z.B. ist die Kombination von Schlaf- und Beruhigungsmitteln mit Tabletten gegen Müdigkeit sehr gefährlich.Mehrere Deiner Medikamente könnten die QT-Zeit des Herzens verlängern.

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