Ich möchte studieren, habe leider eine chronische Entzündung der Schilddrüse, kriege ich von der Uni irgendwas zum Ausgleich?

... komplette Frage anzeigen

5 Antworten

Was für einen Nachteil sollst du denn bitte haben? Bin auch Hashimoto Patientin, gehe ganz normal arbeiten und habe keine Nachteile im Vergleich zu "gesunden" Kollegen. Eine autoimmunerkrankung der Schilddrüse hat herzlich wenig mit deiner Studientauglichkeit zu tun. Komm mir jetzt nicht mit Depressionsähnlichen zuständen, wenn du richtig eingestellt bist, lebst du ganz normal. Du kannst also keinen Vorteil aus der Krankheit ziehen, sei froh, dass du nix schlimmeres hast.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Vampire321
06.07.2016, 01:13

Klasse Einstellung! 

*beide Daumen hoch!*

1
Kommentar von Catlyn
06.07.2016, 07:40

Nachteile: Schlechte Konzentration, Gedächtnisprobleme, Energiemangel, Panikattacken ... und und und ... Da nutzt bei einigen Patienten auch eine gute Einstellung manchmal nur wenig, da die Therapie unserer Endokrinologen häufig unzureichend. ist.

0
Kommentar von planplants2
07.07.2016, 01:59

All diese Beschwerden gibt es natürlich. Ich kenne sie auch. Und ich kann mich wohl ab und zu schlechter an etwas erinnern oder die Konzentration ist schwieriger. Aber ich habe gelernt, damit zu leben und es zu kompensieren. Man kann immer noch entscheiden, ob man die Krankheit beherrscht oder ob sie einen beherrscht. Ich habe übrigens inzwischen so gut wie keine Schilddrüse mehr und lebe trotzdem ganz normal. Sich selber bemitleiden bringt niemandem was und schränkt das Leben ein. Ich bin einfach froh nix schlimmeres zu haben. Mit den kleinen Mäkelchen sollte man umgehen können, statt in Selbstmitleid zu versinken und sich noch zu überlegen wie man aus seine "ach so schlimmen und bemitleidenswerten" Krankheit einen Vorteil ziehen kann ;)

0
Kommentar von planplants2
07.07.2016, 02:27

Im übrigen würde ich persönlich an mir selbst zweifeln, wenn ich schon wegen so einer "Lapalie" spezielle Unterstützung brauche. Ich habe doch keine schwere Behinderung, Krebs oder sonstiges. Ich kenne, außer mir, mehrere Leute mit Hasimoto. Eine Freundin von mir, die ganz normal lebt. Meine Mutter, die sehr aktiv ist und deren Schilddrüse gänzlich WEG ist. Und meinen Chef (der mich ohne Wissen über meine Krankheit eingestellt hat) er ist ebenfalls sehr aktiv, geht täglich joggen und arbeitet viel, hat eine Familie mit der er viel unternimmt. Man kann mit der Krankheit gut leben, wenn man es nicht so schwer nimmt und in Selbstmitleid versinkt.

0

Hallo,

leider nein. Meine Tochter hatte mit der gleichen Krankheit ganz erheblich im Studium zu kämpfen und trotzdem ist noch immer nicht bekannt, wie sehr Hashimoto einschränken "kann". Diejenigen, die immer schreiben, dass die Krankheit doch kein Hindernis sei, haben Glück gehabt, dass sie nicht so stark betroffen sind. 

Für meine Tochter war es eine einzige Quälerei, da sie zusätzlich noch eine Nebennierenschwäche hat. Zwischenzeitlich war sie unbemerkt mal in die Unterfunktion gerutscht und hat in ihrem besten Fach eine Klausur völlig daneben gesetzt. Gotte sei Dank konnte sie sie wiederholen und die Zeit bis dahin nutzen, ihre Hormondosis wieder anzupassen.

Das sind lauter so Sachen, die aber die Uni so rein überhaupt gar nicht interessiert und auch die Professoren kalt lässt. 

Leider wirst Du mit der Erkrankung auf Unverständnis stoßen. Ich kenne das leider auch; bin auch betroffen. Es gibt auch Leute, die durch die Erkrankung, meist gepaart mit Nebennierenschwäche, ihren Beruf nicht mehr ausüben können. Dir bleibt nur, immer für die best mögliche Einstellung der Hormone zu sorgen, die Nährstoffmängel zu beseitigen und Dir im Notfall etwas mehr Zeit zu lassen.

Übrigens: Meine Tochter hat inzwischen mit der Erkrankung ihren Bachelor, Master und einen unbefristeten Arbeitsplatz gefunden. Am Arbeitsplatz weiß niemand von ihrer Erkrankung, gleichwohl sie auch dort immer wieder damit kämpfen muss.

LG

Catlyn

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Tulpen100
06.07.2016, 10:13

Ok danke dir Darf ich frgen, was deine Tochter studiert hat?

0

Warum das denn?

Ich habe zwar kein Hashimoto, habe aber mit einem operierten Basedow (autoimmune Schilddrüsenüberfunktion) und daher latenter Unterfunktion einen Vollzeitjob gemacht und nebenbei studiert und hab das ganz gut hinbekommen.

Man sollte natürlich regelmäßig zur Kontrolle gehen ... ich muss heute noch aller 3 Monate zum Bluttest!


Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Für Hashimoto?

Mit Verlaub, wenn du ordentlich eingestellt bist und nicht gerade einen Schub hast, führst du doch mit dieser Erkrankung ein normales Leben. Selbst wenn du neu eingestellt werden musst... Da legt einen eine Grippe weitaus stärker flach.

Sicherlich ist HT nicht lustig, aber im Gegensatz zu vielen anderen chronischen Erkrankungen ist mit Medikamenten ein völlig normales Leben möglich.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Eine uni bietet dir ja eine freiwillige Leistung - Ausbildung!- an, dort gilt das Leistungsprinzip: bringst du Leistung, bekommst du Abschluss, dein Name, deine Herkunft, dein Glaube und deine Gesundheit sind dabei egal! Deshalb läuft da alles nur über die jedem Studenten eigene Nummer, und nicht über Namen.Außerdem: im späteren Berufsleben wirst du ja auch für deine Leistung bezahlt, und nicht hör deine Krankengeschichte ...

P.s.: ach ja, ich hatte Krebs - ja und? 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?