Ich möchte sehr gerne Lehrer werden, habe aber überhaupt keine Lust auf Unistress?

11 Antworten

Also wenn du viel Freizeit haben möchtest, ist der Beruf des Lehrers ziemlich ungeeignet. Die letzte Befragung in Niedersachsen (2017) hat eine Wochenarbeitszeit von über 48h ergeben. Selbst wenn man das Mehr an Ferien (Sommerferien, Weihnachtsferien, Osterferien, Herbstferien) rausrechnet auf das Niveau eines normalen Arbeitnehmers (6 Wochen / Jahr), ergab sich eine durchschnittliche Wochenarbeitszeit von über 46,5h.

https://www.gew.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/studie-zur-arbeitszeit-lehrkraefte-sind-hochmotiviert-aber-hochbelastet/#:~:text=Im%20Schnitt%20arbeiten%20Lehrerinnen%20und,Verwaltungsbeamten%20auf%20die%20Schulwochen%20umrechnet.

=> Wenn du eher freizeitorientiert bist - und das meine ich nicht abwertend, das ist völlig ok - solltest du dir einen normalen 38h-Job suchen oder als freiberuflicher Informatiker deine Arbeitszeit selbst einteilen. Mir hat damals leider niemand diesen Rat gegeben.

Um auf deine Frage zurückzukommen: Ob das Studium stressig ist, liegt an dir. Man kann sich seinen Stundenplan "vollknallen" und in der sog. Regelstudienzeit fertig werden. Man kann auch jedes Semester nur die Hälfte der Module belegen und braucht dann halt doppelt so lange. Das ist dann weniger wirtschaftlich, aber dafür gechillt.

Es kann doch nicht sein, dass der Beruf am Ende einfacher ist, als das Studium.

Wer hat das denn behauptet? Klar, das Aneignen von Kompetenzen ist immer intellektuell anspruchsvoller als das Abrufen. Aber das trifft doch auf jede(s) Studium/Ausbildung zu, oder? Für den täglichen Workload im Berufsleben kann ich dein Zitat nur zurückweisen. Das stimmt nicht.

VG

MCX (Chemielehrer)

Ja, aber ist halt so. Wenn du nicht mit Stress umgehen kannst, bist du nicht als Lehrer geeignet.

Herzliche Grüße,

SmilingTiger

ich will trotzdem noch Freizeit haben

Es gibt in keiner Lebensphase mehr Freiheit und Freizeit als während des Studiums.

am Ende auch noch Prüfungsstress zu haben und vielleicht noch durchzufallen.

Das ist eine Frage an deine Disziplin. Bei entsprechender Motivation für den Beruf sollte das ber kein Problem sein.

Noch unlukrativer kann der Weg zum Lehrer ja fast nicht sein.

Studenten haben viele Vergünstigungen, ggf. gibt's Bafög. Bei interessantem Nebenjob und mit einem in unwichtigen Belangen schmalen Anspruch ist das Leben sehr angenehm. Zahltag ist danach. Als Akademiker verdient man gut.

Es kann doch nicht sein, dass der Beruf am Ende einfacher ist, als das Studium.

Ist er das? Ich glaube, der Lehrerberuf ist alles andere als einfach.

Dass Akademiker "gut" verdienen, ist ein Märchen. Auch Akademiker haben nicht automatisch eine Stelle, sondern müssen sich teilweise hundertfach bewerben, wenn es nicht gerade ein Mangelberuf ist. Und "Gut" ist relativ. Wer den Lehrerberuf als "einfach" bezeichnet, sollte ihn nicht ergreifen.

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@Demelebaejer

Hier geht es im Wesentlichen um Lehrer. Diese verdienen, dafür dass sie nicht selbständig sind, viel Urlaub haben, wenn sie gut organisiert und strukturiert sind, sehr gut für das, was sie einbringen müssen. Die ersten Jahre sind sicherlich grundlegend. Davon kann man je nach Fach aber sehr gut in den etlichen Jahren danach profitieren.

Ansonsten gebe ich dir recht. Akademiker ist nicht pauschal gleich gutes Einkommen. Ich habe mich deshalb trotz abgeschlossenen Studiums für eine zusätzliche Ausbildung und die Selbständigkeit entschieden.

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Wenn ich Flugzeugmechaniker werden möchte, sollte das Studium möglichst gründlich sein, sonst stürzen meine Flugzeuge reihenweise ab. Hilft das?

Keine Hände, keine Kekse. 🤷

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