ich möchte mir einen Induktionsherd kaufen? Worauf muss ich achten?

4 Antworten

Wirklich zu beachten gibt es nicht viel. Wenn du vorher einen Gasherd hattest, musst du dich informieren, ob in deiner Küche auch ein Drehstromanschluss für einen strombetriebenen Herd vorhanden ist.

Ob deine Töpfe und Pfannen induktionsgeeignet sind, kannst du ganz einfach mit einem Magnet prüfen. Bleibt er am Boden des Topfes hängen, ist der Topf geeignet. Sehr gut eignet sich z.B. Omas altes Emaillegeschirr oder schmiedeeiserne Pfannen. Keramikbräter funktionieren aber z.B. nicht.

Vielleicht auch wichtig zu wissen: Wenn du bisher ein Herd/Backofen-Set hattest, ist es in der Regel nicht möglich, ein passendes Induktionskochfeld zu kaufen, was sich über die Regler des alten Systems bedienen lässt. Was aber geht, ist ein eigenständiges Kochfeld, was direkt am Kochfeld bedient werden kann.

Später beim kochen gibts dann in erster Linie zu beachten, dass ein Induktionsherd wahnsinnig schnell ist. Niemals eine Pfanne ohne Inhalt auf volle Stufe stellen. Es dauert nur ein paar Sekunden, bis die Teflon-Beschichtung anfängt zu rauchen und ruiniert ist.

Dann gibt's noch ein paar Entscheidungen, die auf persönlichen Interessen beruhen. Mal eine kleine Liste:

- Willst du ein Kombinationsgerät aus Ofen und Herdplatte haben?
 - Vorteil: Die Herdplatte lässt sich ohne große Umstellung der Gewohnheiten mit den Bedienknöpfen am Backofen regeln. Also man hat wie bisher für jede Platte einen Drehknopf.
 - Nachteil: Um etwas in den Ofen zu legen, muss man sich bücken.

- Oder sollen Backofen und Herdplatte getrennt sein?
 - Vorteil: Den Backofen kann man in Bauchhöhe in einen Hochschrank einbauen und ihn bequem bedienen. Unter der Herdplatte kann man Schubladen und Schränke mit Kochgeschirr bzw. -besteck füllen und braucht dadurch nicht durch die halbe Küche rennen, um alle Utensilien zu sammeln.
 - Nachteil: Die meisten eigenständigen Induktionskochfelder haben ein Touchfeld für die Bedienung. Das ist aber nicht so berührungsempfindlich, wie man es z.B. von Smartphones kennt. Man muss recht kräftig drücken. Außerdem spielt es verrückt, wenn Wasser übergekocht ist und über das Feld läuft. Für das Problem kann man z.B. Neff Kochfelder mit TwistPad Bedienung empfehlen. Das TwistPad ist ein magnetischer Knopf, den man auf das Kochfeld legen kann und mit dem man viele Funktionen steuern kann. 

- Vor allem bei eigenständigen Kochfeldern: Welche Größe möchtest du haben? Bisher war es immer üblich, vier Platten auf einem ca. 60x50cm großem Feld zu haben. Es werden aber vermehrt auch breitere Felder angeboten, auf denen man mehr Platz zum kochen und auch mehr Platten hat. Außerdem gibt es Induktionskochfelder, die keine Platten im üblichen Sinn mehr haben, sondern nur noch Bereiche, auf die man mehrere Töpfe und Pfannen stellen kann und pro Topf eine Garstufe einstellen kann. Die Luxusmodelle erkennen sogar, wenn man den Topf woanders hinstellt und garen dort dann in der eingestellten Stufe weiter (kosten allerdings auch 3000€. Such mal nach "Gaggenau Kochfeld").

Das sind aber alles Fragen, über die du dich in einem Küchenstudio beraten lassen kannst.

Klar, du brauchst Töpfe und Pfannen die für Induktion geeignet sind.

Zu dem Kochfeld: geh am besten in einen Fachhandel und lass dich da beraten. Und weder Saturn noch MediaMarkt sind ein Fachhandel! Dort kannst du gucken was dir gefällt und was du brauchst und was eben nicht. Außerdem liefern die normalerweise frei Haus und bauen auch noch auf.

Wenn du schon einen guten Herd hast, reicht es vielleicht schon nur das Kochfeld auszutauschen. 

Auf jeden Fall sollltest du passende induktionsgeeignete Töpfe haben. Kontaktiere einfach mal einen Fachhändler, die kennen sich am besten aus.

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