Ich möchte mir ein Schlagzeug kaufen. Wir haben hier eine Garage mit Stahltor. Denkt ihr ich könnte da üben ohne die Nachbarn zu stören?

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2 Antworten

Hi! In meiner Anfangszeit haben wir immer Samstags mit der Band in der Garage der Eltern geprobt ... das ist LAUT ... egal ob nur Drums oder Band noch on Top. Wir hatten aber wirklich sehr tolerante Nachbarn, die sich daran nicht gestört oder sich nur nicht beschwert haben.

Ohne Dämmung kannst Du bestimmt mal 1-2 Stunden üben, das darf man, sogar pro Tag. Aber: wenn sich einer dran stört, ist man schnell mal im Clinch in der Nachbarschaft gerade beim Schlagzeug.

Jetzt kommt es natürlich auch ein bisschen auf die Bauart der Garage an (Beton, Steine, Fenster, Schwingtor usw.) und mit welchen Materialien sich eine Dämmung realisieren lassen könnte - und das kann schnell mal mehrere hundert Euro verursachen - und es ist auch dran zu denken, dass Du in einer PKW-Garage (nehme ich an?) nicht einfach irgendwelche (brennbaren) Materialien an die Wand pappen darfst. Und kannst du das Set dann stehen lassen oder musst Du es immer wieder abbauen - ggf. Inkl. Der Dämmung?

Ein Kellerraum wäre besser ... aber auch der ist in einem (Mehrfamilien-)haus mit eigenen Problemen belastet. Ich bin dem Ganzen aus dem Weg gegangen und habe mir zum Üben für zu Hause ein eDrum gekauft, kann damit ohne Riesenaufwand üben und spielen wann ich will (fast, ein bischen hört man auch das). Das eDrum bietet im Vergleich zum A-set gerade zum Üben Features, die wirklich Laune machen und hilfreich sind, aber beim eDrum solltest Du einiges vorher wissen, falls das eine Option wäre, also nicht losrennen und ein Schrottset für 200 Euro kaufen, aber das ist grad nicht Dein Thema!). Mein akustisches Set steht im Proberaum ... und auch da haben wir wieder sehr tolerante Nachbarn :-)).

Ich weiss, keine wirkliche Antwort aber die kann ich Dir nicht geben ohne Orts- oder Bausubstanzkenntnisse. Was soll man Möglichkeiten aufzählen ohne zu wissen, ob die überhaupt einsetzbar wären. Wenn kein Proberaum oder Keller zur Verfügung steht, würde ich immer zu einem guten (!!) EDrum raten, selbst wenn es nicht das gleiche ist. Gruss Don

toyonthetree 05.08.2017, 15:18

Danke für die detaillierte Antwort. Hier ist auch ein Keller, daran habe ich noch gar nicht gedacht; weil er anderweitig nicht gebraucht wird, und relativ dreckig ist. Aber das muss mich ja nicht stören, wenn ich dort ein Schlagzeug hinstellen will. Rein gefühlsmäßig denke ich, dass die Nachbarn aus dem Keller nicht mehr viel hören würden (winzige Fenster). Aber im selben Haus, kann man wahrscheinlich noch was hören... Ich versuche erst mal ein Radio runterzutragen und das auf Maximumstärke zu stellen, und dann zu kucken wie viel man hört... Ist wahrscheinlich immer noch nicht vergleichbar.

Andernfalls habe ich in der Tat an eine edrum kit gedacht; ich habe mir schon Beispielvideos der billigsten angeschaut, da kann man in der Tat auch auf seine Töpfe in der Küche hauen, also sollte es schon etwas teurer sein...

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DonCredo 05.08.2017, 19:34
@toyonthetree

Hi! Den Keller kann man ja bestimmt auch sauber machen ;-). Auch da gilt natürlich, wie er gebaut ist - Fliesen ist blöd, hallt wie sau und rutscht, ein großes Problem ist dann auch die Tür. 

Was das eDrum angeht: ich habe dazu hier schon einige Tipps gegeben. Ganz pauschal wird es Dich leider nicht billiger kommen als ein Anfänger A-Set inkl. billigen Becken. Wirklich brauchbare eDrums fangen (aus verschiedenen Gründen heraus) leider nicht unter 800 Euro an. 

Hier mal (m)eine Empfehlung für ein wirklich gutes Einsteigerset - besser geht immer, aber damit steigst Du ohne jetzt auf Details einzugehen in eine "gehobene Anfängerklasse" ein und hast ein wertiges Set, das man auch wieder verkaufen kann zu einem vernünftigen Preis.

https://www.thomann.de/de/roland_td11k_vdrum_compact_set.htm

Gruss nochmal

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DonCredo 06.08.2017, 13:45
@toyonthetree

Na ja, für den Einstieg ist das okay. Mein erstes eDrum, das ich vor über 10 Jahren gekauft hatte, war auch ein Yamaha mit diesen Pads - und ich war damit in den ersten Jahren durchaus sehr zufrieden. Aber ich nehme inzwischen schon längere Zeit Unterricht und habe da Techniken zu üben, die diese Pads nicht besonders realistisch darstellen können. Ich wollte daher etwas besseres und auch mit modernerer Technik haben. Habe lange gesucht und getestet - und bin dann von Yamaha abgekommen. Gründe: das war mir alles zu klein, zu wackelig und der (Größen-)Unterschied zum A-Set war mir einfach zu groß. Daher habe ich mir das Roland TD11-KVSE (1800 Euro) gekauft. Der Unterschied zu dem von mir vorgeschlagenen liegt lediglich darin, dass nicht nur die Snare sondern ALLE Trommeln Meshfelle (nicht die GummiPads) haben, die Becken höherwertiger sind und ich eine "echte HiHat" auf Maschine und ein zweites Crash habe. Aber das brauchst Du als Anfänger nicht unbedingt.

Empfehlen würde ich aber, wenigstens die Snare mit Meshfell zu nehmen, ist erstens leiser vom Schlaggeräusch her und zweitens kommt das näher an eine Fellsnare ran. Yamaha verfolgt da übrigens auch eine andere Technik: die etwas teuereren Sets haben anstatt Mesh-Fellen so eine "Gelschaum-Technik" - spielt sich aber auch recht gut. 

Ein Yamaha mit dieser Ausstattung wäre das hier:

https://www.thomann.de/de/yamaha_dtx532k_compact_e_drum_set.htm

Zusätzlich zu Deinem noch "Real-HiHat" - mit dem Pad hatte ich mein Yamaha auch nachgerüstet. Preislich aber in etwa wie das Roland.

Wenn es eine Budgetfrage ist: keinesfalls solltest Du unter 500 Euro gehen - da muss man als Drummer doch einige Abstriche machen. Ein Bekannter von mir hat sich das Millenium MPS 500 aufschwatzen lassen - das Ding war nach einem halben Jahr schon am Kaputtgehen und sowohl vom Sound als auch vom Steuergerät nichts besonderes. Er hat inzwischen das von mir vorgeschlagene Roland gekauft und merkt auch als Anfänger, wie groß der Unterschied doch ist. Zwischen 500 und 1000 kriegst Du einige Modelle (schau mal bei Thomann) z.B. von Millenium oder Alesis. Die günstigeren Rolands (TD1 und TD4) würde ich auch nicht kaufen, sind vom Aufbau her sehr eingeschränkt und auch nicht allzugut ausgestattet.

Beispiele:

Hausmarke Thomann gleich mit Box dazu (ohne rd. 600 Euro):

https://www.thomann.de/de/millenium_mps_750_e_drum_complete_bundle.htm

oder:

https://www.thomann.de/de/alesis_dm10_mkii_studio_meshb_stock.htm    --> ALESIS ist schon geil ausgestattet, aber beim Ausprobieren sind in meinem Beisein einige zurückgegeben worden wegen Materialproblemen, da hab ich dann nicht mehr so das Vertrauen gehabt.

Ja und dann kommen schon das Yamaha und das Roland. Gruß

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Man kennt deine Nachbarn und ihre Toleranzgrenze ja nicht :D

Man kann aber den Schall ganz gut unter Kontrolle bringen. Entweder du investierst ein bisschen Money für richtiges Dämmaterial für Musiker oder versuchst es erstmal mit Teppichen und Matratzen.

Bevor du dein Drumkit kaufst kannst du ja mal ne Stereomaschine mit Schlagzeugsound in der Garage laufen lassen und deine Möglichkeiten prüfen.

Lets Rock

toyonthetree 04.08.2017, 23:08

Aha, also erst mal nur der Boden und noch nicht die Wände macht schon einen Unterschied? Gut zu wissen...

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LustgurkeV2 04.08.2017, 23:15
@toyonthetree

Ne, auch die Wände. Und wenns geht auch die Decke .Wir haben im Proberaum auch dicke Teppiche an den Wänden (auch Eierkartons obwohl da die Meinungen auseinandergehen). Davon mal abgesehen daß du dadurch die Lautstärke verringern kannst, verbesserst du auch den Sound (unterdrückte Schallreflexionen). Denk mal daran wie es in einer leeren Wohnung klingt wenn die Wände nackt sind...

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toyonthetree 05.08.2017, 15:19
@LustgurkeV2

Also ich probiere es jetzt mal im Keller. Der wäre glaube ich zu groß um ihn auszukleiden (bzw. noch zu viele andere Sachen dort), hilft es auch, wenn man nur eine Ecke auskleidet, also die, wo das Schlagzeug dann steht? Ich versuche jetzt mal das mit dem Radio dort unten.

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