Ich möchte mal streger erzogen werden und brauche Rat

8 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallo LelliKellyGirl,

Also ich weiß nichts über den Standard, mit dem Du aufgewachsen bist, aber ein strenger Erziehungsstil hat auch seinen Pferdefuß. Wenn Deine Eltern die volle Verantwortung übernehmen und Dich nur bestrafen, wenn's nicht optimal läuft; dann wirst Du auch nicht lernen, die Verantwortung für Dein Leben zu übernehmen. Es gibt Kinder, wenn denen nicht ständig jemand imm Nacken sitzt, dann machen sie auch nichts und genießen erst einmal ihre Freiheit. Ich kenne Leute, die haben mit ihren Eltern im Rücken ein top Abi hingelegt, sind dann aber im Studium kläglich gescheitert. Da ist es dann besser, so erzogen zu werden, dass Du lernst, die Verantwortung für Dein Leben selbst zu übernehmen, und Deine Eltern Dich dabei nur soweit unterstützen, wie das nötig ist.

Ich habe mit meinen Kindern geredet, und ihnen erklärt, was warum wichtig ist im Leben. Natürlich haben sie deshalb noch lange nicht alles richtig gemacht. Wir haben darüber geredet, wie die Ziele erreichbar werden und sie dann bei der Umsetzung unterstützt. Natürlich wurden sie dabei immer selbstständiger. Aber wir haben auch nicht immer kontrolliert. Da ist dann auch immer mal wieder eine Note schlecht gewesen, wenn sie mal nicht os optimal gelernt hatten. War aber auch kein Beinbruch, das nächste Mal haben sie dann halt mehr gelernt, sie wollten das ja auch und es war ja möglich mit ihnen zu reden.

Letztenendes ist eine Erziehung zur Verantwortung sowohl für die Kinder als auch für die Eltern anspruchsvoller, aber ich denke, die Kinder lernen da auch besser, selbstbestimmt zu leben und sich selbst besser zu steuern. Wir hatten ein ADHS-Kind, und sogar mit dem hat das wunderbar geklappt.

Deshalb denke ich, wird Dir eine strengere Erziehung nicht wirklich helfen, Deine Eltern sollten mehr mit Dir über die Ziele reden und Dir dann dabei helfen, wie Du diese Ziele erreichen kannst.

LG Barney

Ich werde ja eigentlich so erzogen und bin damit auch ganz glücklich und zufrieden. Es soll sich auch gar nicht ändern. Ich nehme nur an einem Projekt teil "Erziehung gestern und heute" . Nachlesen im Netz oder Büchern ist ja ganz toll aber man kann sich nicht dort hineinversetzen, wenn man es nicht selbst erlebt hat.

Also bleibt mir nur und ist auch im Projekt so angedacht, dies zu erleben. Jetzt suche ich natürlich Tipps und Ratschläge wie so eine strenge Erziehung gewesen war.

Auch was die Kleidung angeht. Tipps und anregungen diesbezüglich habe ich schon. Wie z.B. Sonntagskleidung und Alltagskleidung.

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@LellyKellyGirl

Hallo LelliKellyGirl,

Du hast Recht, so etwas erleben ist ganz anders, als darüber zu lesen. Nur, ob jemand, der sich die Mühe macht eine vernünftige Erziehung auf die Beine zu stellen (wie offensichtlich Deine Eltern) in der Lage sein wird, den Schwachsinn einer autoritären Erziehung durchzuziehen, weiß ich nicht. Da kommt es auf ganz Andere Dinge an. Die Kinder lernen ganz andere Verhaltensweisen und andere Charaktereigenschaften. Mein Sohn hat so etwas erlebt. Er wurde von uns und in der Schule so wie oben beschrieben erzogen, und kam dann in seiner Lehre in eine Firma, in der der Chef und sein Vater noch nach dem alten autoritären Schema gehandelt haben. Er hat durchgehalten und die Lehre abgeschlossen. Wir hätten das nicht von ihm verlangt, aber er hat gesagt, das steht er schon durch. Er blieb dann auch nicht einen Tag länger. Mit der Bekanntgabe der Prüfungsergebnisse war er weg. Ich selbst habe mal für ein paar Jahre in so einer Firma gearbeitet. Kam damit überhaupt nicht klar. Was in so einer (die Arbeitskollegen waren stolz auf eine sehr konservative Firma) Umgebung an Schwachsinn vorkommt ist unbeschreiblich. Wenn ich an den Schwachsinn denke, kriege ich schon Gänsehaut.

Aber weil ich das für ein interessantes Projekt halte, will ich sehen, wie ich Dir dabei helfen kann.

Nun zum Thema: Wie schon geschrieben, galten früher ganz andere Regeln. Den Eltern widersprechen ist ein absolutes Nogo. Die Eltern haben immer Recht („Solange Du Deine Füße unter meinen Tisch stellst, machst Du was ich sage!“) Egal, was die für einen Mist verzapfen, Du musst machen was sie sagen. Dass Du in Deinem Alter schon ein bisschen Lebenserfahrung hast und bei vielen Themen mitreden kannst? Uninteressant! Die Eltern haben Recht! Auch wenn sie gar keine Ahnung vom Thema haben. Widersprechen und diskutieren ist nicht! Ungefragt anfangen zu reden geht nicht, ist ein absoluter Regelverstoß. Eventuell dem Vater noch ins Wort fallen?!

Du hast eine schlechte Note in der Schule geschrieben? Es gibt zwei Möglichkeiten: Entweder ist es den Eltern sowieso egal, weil Du halt irgend eine Arbeit machen sollst, und am Besten den Eltern nicht über den Kopf wächst und dann womöglich mehr weist als sie (böses Faul). Oder Du bekommst Hausarrest bis ans Lebensende und musst lernen bis Du schwarz wirst. Wie? Das ist Dein Problem. Probleme musst Du alleine Lösen. Da hilft Dir keiner. Das einzige worauf Du hoffen kannst ist eine saftige Strafe, wenn Du versagst. Eventuell eine Tracht Prügel oder ähnliches. Welchen Spruch habe ich in der Firma gehört? „Nix gsagt isch globt gnua!“

Wenn Du irgendetwas falsch machst, dann sind die Eltern natürlich sauer, und es ist Dein Fehler! Du bist dafür verantwortlich, dass es Deinen Eltern gut geht. Wenn sie sich ärgern müssen, hast Du verloren! Dann musst Du dafür sorgen, dass sich Deine Eltern wieder beruhigen und dich wieder mögen können! Damit sich Deine Eltern abreagieren können dürfen sie Dich bestrafen, sie Dürfen Dir deshalb also Dein Leben schwer machen! (Es wird von Vätern berichtet, für die war es ein orgiastisches Erlebnis, ihre Kinder zu züchtigen) Du hast einen Fehler aus versehen gemacht, weil Du es nicht besser wusstest? Erkläre nicht, dass Du nichts dafür kannst, sondern sei mit der Strafe zufrieden! Erwarte kein Verständnis, sondern sei froh, dass die Strafe nicht härter ausgefallen ist.

Mache mir noch ein paar Gedanken, wenn mir was einfällt schreibe ich noch mal, aber oben habe ich das Grundprinzip beschrieben. Davon lässt sich natürlich noch eine ganze Menge ableiten. Auch wie sich solche Menschen später im Leben verhalten, welches Menschenbild sie entwickeln usw.

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@LellyKellyGirl

@LelliKellyGirl: Lies das Buch "Trotzkopf", dann bekommst Du das mittels eines Jugendromans aufgezeigt.

Autoritäre Erziehung wurde früher überwiegend durch Strafen dargestellt bis hin zur körperlichen Züchtigung.

Die Sonntags- und Alltagskleidung gab es mehr aus finanziellen Gründen als aus Erziehungsgründen.

So mußten früher Mädchen auch Schürzen tragen über ihrer Kleidung, selbst beim Spielen und auch draußen, wenn mit anderen Kindern im Hof oder auf der Straße gespielt wurde, damit die Kleidung nicht verschmutzt.

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@Adlerblick

och da brauch man garnicht soweit zurück gehen , ich habe als k ind auch überschürzen getragen ( war so um 1955-58 )

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@Adlerblick

@Adlerblick:-(((((( hier sind wieder einige Sachen gelöscht worden Das Mädchen hatte zwischendrin plötzlich behauptet, sie wolle das ja nur wegen eines Projektes an der Schule machen. Dann plötzlich, als sie dann doch das Befremden der User immer deutlicher spürte, sagte sie plötzlich, dass es nur eine Spaßfrage gewesen sei, und sie es dann doch lieber nicht machen würde. Daraufhin schrieb ich noch einen Kommentar, dass die User hier ihre wertvolle Zeit für nichts und wieder nichts...... wurde alles gelöscht.

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@Barney123

Hallo LelliKellyGirl,

Ob Dir die Lektüre von „Trotzkopf“ weiterhelfen wird, bezweifle ich, denn darin kommt zum Ausdruck, wie schwer es der Autorin fiel, sich an die Anforderungen der Umgebung anzupassen, aber nicht, welcher Schwachsinn da oft damit verbunden ist. Die Erwartungen der Umgebung sind ja in der Regel noch nachvollziehbar.

So habe ich z.B. sehr oft erlebt, wie sich die „Mächtigeren“, also im Falle der Erziehung die Eltern, sich immer Dinge erlaubt haben, die den niederrangigeren niemals zugestanden worden wären. Es gibt in solchen System nämlich wegen der fehlenden Rückkopplung keine Kontrolle für die Mächtigeren. Das geht so weit, dass Leute, die sich in der Öffentlichkeit daneben benehmen als „Ranghöher“ wahrgenommen werden, wenn sie z.B. im Café die Füße auf einen Stuhl legen oder im Rauchverbotsbereich rauchen(dazu gibt es wissenschaftliche Untersuchungen).

Wenn Du einmal einen Einblick in die Folgen der autoritären Erziehung haben willst, dann beschäftige Dich einmal mit Machtspielen. Gut und Schlecht, Richtig und Falsch sind da nämlich keine Kategorien, es geht einzig und allein um die Macht. Solche Systeme entstehen vorwiegend durch autoritäres Verhalten. Natürlich werden da auch Fassaden aufgebaut, in denen der Anschein erweckt wird, es gäbe diese obigen Kategorien. Aber wenn Du da mal einen Mächtigeren auf einen Fehler hinweist, wirst Du schnell merken, dass Du gerade in ein Fettnäpfchen getreten bist! Er wird Dich nämlich dafür bestrafen und Dich seine Macht spüren lassen! Die Reaktion fällt härter aus, wenn das jemand Anderer mitbekommt und die makellose Fassade bedroht wird.

Wenn Dich die Auswüchse in derart hierarchischen Systemen einmal interessiert, dann lies mal das Buch „Machtspiele“ von Matthias Nöllke oder „Power die 48 Gesetze der Macht“ von Robert Greene. Auch „Spiele der Erwachsenen“ von Dr. Eric Berne ist da sehr interessant, als Psychiater hat Berne dieses Phänomen als erster beschrieben und entdeckt. Wenn Du in einer eher vernünftigen Umgebung aufgewachsen bist, wirst Du Dich fragen, ob es diesen Schwachsinn wirklich gibt. Aber nachdem ich nun schon einige Lebenserfahrung habe, kann ich Dir bestätigen, das gibt es wirklich und es sind die Auswüchse von strengen Hierarchien. Und es ist gar nicht mal so selten. Denke, das kostet unsere Wirtschaft jährlich Milliarden.

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@Barney123

@Barney123: Du scheinst vergessen zu haben, dass es sich bei der Fragestellerin um ein Mädchen in der Altersstufe 12 - 14 Jahre handelt.

In diesem Alter ist ein Jugendroman am verständlichsten, mit allem Anderen sind Jungendliche dieser Altersstufe hoffnungslos überfordert.

Deine Ausführungen sind durchaus interessant und für uns Erwachsene - sicher auch nur zum Teil - nachvollzienbar, aber ganz sicher nicht für Jugendliche.

Da es laut Fragestellerin um ein Projekt geht, bei dem in einer adäquaten Jugendsprache aufgelistet werden soll wo die Unterschiede liegen zwischen der ehemals sehr autoritären Erziehung und dem Erziehungsstil der heutigen Zeit, kann man Inhalte dieser Art nur altersgemäß vermitteln.

Wenn Du von Hierarchie sprichst, darfst Du das nicht auf Familie übertragen. Denn innerhalb einer Familie gibt es zwar Strukturen, die aber immer moralisch-ethischer Natur sind, wie es beispielsweise auch die Kirche lehrt über ihre Gebote: "Du sollst Vater und Mutter ehren ....."

Bei der Frage handelt es sich rein um innerfamiliäre Regeln und Strukturen.

Du und ich haben sicher Anderes kennengelernt, es ist aber müßig heute noch darüber zu diskutieren. Es ist viel wichtiger, dass wir unsere Lehren daraus gezogen haben und bei unseren Kindern einen Erziehungsstil pflegen, der sich nicht auf eine einzige Variante beschränkt.

Erziehung bedeutet durchaus klare Strukturen, in die aber auch eine Liberalität einfließen kann, um so unsere Kinder zu selbständigen und mündigen Menschen zu erziehen, die ihren Weg finden auch in veränderten Gesellschaftsformen.

Leider wird Letzteres in der heutigen Zeit immer mehr vernachlässigt, teilweise sogar versäumt!

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@rehlein48

Jetzt ist plötzlich wieder zu lesen, dass sie an einem Projekt ihrer Schule teilnimmt. Mal sehen, ob dann auch die anderen Posts wieder auftauchen.

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@Adlerblick

Erziehung bedeutet durchaus klare Strukturen,

und klare Regeln, die auch einzuhalten sind, sowohl von den Eltern, als auch von den Kids

in die aber auch eine Liberalität einfließen kann

klar doch, wie sonst sollen die

ihren Weg finden auch in veränderten Gesellschaftsformen.

und sich noch ändernden Verhältnissen finden?

Vor allem müssen die aber auch eine Ahnung davon haben, dass es nicht immer so vernünftig und richtig zugeht, sondern die Oben genannten Spielarten da sind. Mir hätte das viel geholfen, wenn mir jemand gesagt hätte, dass es das auch gibt, und vor Allem dass das weit verbreitet ist! Eben weil die autoritäre Erziehung noch nicht so weit weg ist! Ich kann mich erinnern, da hätte ich solche Bücher auf die Seite gelegt, mit dem Gedanken :"Den Schwachsinn mach ich nicht mit!" Aber dann hat mich die Realität eingeholt und ich musste feststellen, dass das weiter verbreitet ist, als uns lieb sein kann! "Spiele der Erwachsenen" habe ich übrigens mit 15 gelesen, allerdings mit dem Ergebnis, dass ich mir sagte, dass ich diesen Unsinn nicht machen werde (wurde ja von einem Psychiater geschrieben, und ich hielt das für Krankheitssymptome) und der Folge, dass ich diese Spielchen immer sofort durchschaut habe. Um dann jedoch als Spielverderber dazustehen! Was auch im Buch beschrieben steht. Der Hinweis, dass das sehr weit verbreitet ist, hätte mir damals sehr geholfen! Mein Junger meinte immer, sein größerer Bruder ginge hinter den Mond zum Arbeiten, wenn er die Storys erzählte. Der konnte das gar nicht fassen! Ich finde schon,dass Jugendliche Heute wissen müssen, dass sie durchaus in so eine Umgebung kommen können, und dass da ganz andere Regeln gelten, und sie erst einmal vorsichtig sein müssen und beobachten sollen! Sonst können die in so einer, sagen wir einmal "ungewohnten" Umgebung gewaltig auf den Bauch fallen!

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@Adlerblick

@Adlerblick:-))) Der Trotzkopf: Ja, ich habe als junges Mädchen diese Bücher nicht nur gelesen, ich hab sie regelrecht gefressen. Sie waren spannend, lehrreich, sehr verständlich und gut nachvollziehbar, geschrieben. Ich würde sie, sogar in der heutigen Zeit, einem jungen Menschen empfehlen. :-)))

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Ich finde deine Idee spannend :). Ich erinnere mich an einer Freundin meiner Kinder, deren Eltern karrierebedingt kaum zu Hause waren und die sich selbst Regeln auferlegte und auch selbst bestrafte, wenn sie dagegen verstieß. Sie war da zwei Jahre lang ziemlich konsequent :).

Zwischen 12 und 14 gab es bei unseren Kindern folgende Regeln:

  • Hausaufgaben und Lernen für die Schule mussten vor allem anderen erledigt werden

  • Jedes Kind ging in einen Verein seiner Wahl (egal ob Sport- oder Musikverein) und ging da auch regelmäßig hin. Der Wechsel eines Vereins war frühestens nach einem Jahr möglich.

  • Jedes Kind hatte seine täglichen Pflichten. Dazu gehörte neben dem Sauberhalten des eigenen Zimmers ab 12 Jahren das Waschen (und bei Bedarf Bügeln) und Aufräumen der eigenen Wäsche und Mitarbeit im Haushalt. Da wir vier Kinder hatten, gab es einen Plan, den wir zusammen erstellten, und demzufolge die Kinder abwechselnd für Arbeiten im Haushalt eingeteilt waren: Spülmaschine ein- und ausräumen, Tisch decken, beim Kochen helfen, Bad und Gemeinschaftsräume saubermachen, Tiere versorgen, Straße fegen/ Schnee räumen, Müll rausbringen…Wer mit seinen Pflichten schlampte, verlor Vergünstigungen, wie z.B. am Wochenende weggehen.

  • Ihre Kleidung bestimmten die Kinder in diesem Alter selbst. Ihre Schlafenszeiten ebenfalls. Hier wurde nur interveniert, wenn die Kinder morgens dauerhaft müde waren.

  • PCs gab es damals noch nicht, aber keines der Kinder hatte vor dem 16. Lebensjahr einen eigenen Fernseher im Zimmer.

  • Über Ausgehzeiten, Partys etc. redeten wir immer in der Familienkonferenz, die es einmal im Monat gab. Dort wurden auch Probleme besprochen und die Veränderung von Regeln diskutiert.

Ich denke, das war's so im Wesentlichen :).

Ich finde schon, dass Kleidung und Schlafenszeit von den Eltern zu regeln sind. Man kann nicht eine strenge Erziehung haben mögen und dann alle Freiheiten bekommen. PC und TV sollten auch nicht im eigenen Zimmer sein.

Und eine 12jährige hat nichts auf Partys zu suchen.

Ansonsten finde ich das ganz gut.

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@wiebkemarie

Im Alter von 12 Jahren sollten Kinder zunehmend in der Lage sein, die Konsequenzen bestimmter Verhaltensweisen zu überschauen. In diesem Alter beginnt das allmähliche Loslassen, das für die Erziehung zu eigenverantwortlichem Handeln notwendig ist.

Zudem muss man immer die individuelle Entwicklung eines Kindes berücksichtigen. Unsere 4 Kinder waren da höchst unterschiedlich, und was die Große mit 12 Jahren alleine regeln konnte, konnten die Jungs zum gleichen Zeitpunkt noch lange nicht.

Unsere Kinder haben vom Kindergartenalter an immer wieder Nächte bei Freunden verbracht, so wie deren Freunde bei uns. Wir hatten keinerlei Problem damit, wenn sie mit diesen Freunden Geburtstag feierten und dort übernachteten, denn wir kannten die Familien lange und wussten um ihre Fürsorge.

Zu öffentlichen Tanzveranstaltungen durften sie mit 16 das erste Mal.

In Sachen Schlafenszeiten haben unsere Kinder mit Beginn des Schulalters Erfahrungen sammeln und ausprobieren dürfen. Im jungen Alter während der Ferien, ab ca. 10 Jahren dann auch während der Schulzeit. Maßgabe war dabei, morgens fit für die Schule zu sein.

Das bedeutete durchaus bei jedem der Kinder am Anfang die Erfahrung, wie sich das Aufstehen und ein Schultag anfühlen wenn man nicht ausgeschlafen hat. Und es genügten einige wenige diesbezügliche Erfahrungen, um diese Zustände zukünftig zu vermeiden.

Das regelte sich ganz von selbst - begleitet und unterstützt von uns, aber in primären Verantwortung der Kinder, die ein sehr gutes Gefühl dafür entwickelten, wie viel Schlaf sie brauchten.

In Sachen Kleidung ließen wir sie ausprobieren. Die Rückmeldung der Peers war in vielen Dingen viel wirkungsvoller, als unsere :). Und als einer der Jungs mit 14 einen begehrten Ferienjob nicht bekam, weil er zum Vorstellungsgespräch mit dreckigen Jeans auflief, war das eine überaus heilsame Erfahrung. So etwas passierte ihm nie wieder.

Worüber es nie Diskussionen gab, war tägliches Duschen. Das lernten die Kinder vom Kleinkindalter an ebenso selbstverständlich wie Zähneputzen.

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@Jule59

@Jule,

Du hast Deine Kinder zur Selbstständigkeit erzogen. Genau so sollte das meiner Meinung nach auch sein! Wir haben das ähnlich gemacht!

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