Ich möchte in die Psychiatrie - was ist los mit mir?

5 Antworten

Zwischen einer Depression und einer Posttraumatischen-Belastungsstörungen (PTBS) gibt es grosse unterschiede. Ich gebe dir nun mal eine relativ medizinische und weniger sozialtechnische Antwort, denn ich glaube, das war/ist deine Frage.

Eine PTBS gehört zu den Angststörungen. Damit es zu einer Diagnose PTBS kommt, müssen diverse medizinische Voraussetzungen "erfüllt" werden.

  1. Der Betroffene war (kurz oder lang anhaltend) einem belastenden Ereignis von aussergewöhnlicher Bedrohung oder mit katastrophalem Ausmass ausgesetzt, dass bei fast jedem eine tiefe Verzweiflung hervorrufen würde.
  2. Es müssen anhaltende Erinnerungen an das traumatische Erlebnis, oder das wiederholte Erleben des Traumas in sich aufdrängenden Erinnerungen (Nachhallerinnerungen, Flashbacks, Träumen oder Albträumen), oder eine innere Bedrängnis in Situationen, die der Belastung ähneln oder damit in Zusammenhang stehen, vorhanden sein.
  3. Der Betroffene vermeidet (tatsächlich oder möglichst) Umstände, die der Belastung ähneln.
  4. Mindestens eines der folgenden Kriterien (1. oder 2.) ist erfüllt:
  • eine teilweise oder vollständige Unfähigkeit, sich an einige wichtige Aspekte des belastenden Erlebnisses zu erinnern oder
  • Ein- und Durchschlafstörungenerhöhte SchreckhaftigkeitHypervigilanz (erhöhte Wachsamkeit)KonzentrationsschwierigkeitenReizbarkeit und Wutausbrüche

Eine Depression hingegen äussert sich durch Symptome, die vor allem durch Freudlosigkeit und Antriebsschwäche geprägt sind. Damit es zu einer Diagnose Depression kommt, müssen mind. 2 der folgenden Haupt- und 3 folgenden Nebensymptome erfüllt werden:

Hauptsymptome

  • Depressive Stimmung, in einem für die Betroffenen deutlich ungewöhnlichen Ausmass, die meiste Zeit des Tages, fast jeden Tag, im Wesentlichen unbeeinflusst von den Umständen.
  • Interessens- und Freudeverlust an Aktivitäten, die normalerweise angenehm waren.
  • Verminderter Antrieb oder erhöhte Ermüdbarkeit

Nebensymptome

  • Verlust des Selbstvertrauens oder Selbstwertgefühls
  • Unbegründete Selbstvorwürfe oder ausgeprägte, unangemessene Schuldgefühle
  • Wiederkehrende Gedanken an den Tod oder an Suizid sowie suizidales Verhalten
  • Klagen über oder Nachweis eines verminderten Denk- oder Konzentrationsvermögens, Unschlüssigkeit oder Unentschlossenheit
  • Psychomotorische Agitiertheit oder Hemmung (subjektiv oder objektiv)
  • Schlafstörungen jeder Art
  • Appetitverlust oder gesteigerter Appetit mit entsprechender Gewichtsveränderung

Soweit zu den Kriteren. Depressionen wie PTBS können behandelt werden. In beiden Fällen ist eine Psychotherapie absolut notwendig. Mit einer Psychotherapie meine ich eine Therapie mit einem Konzept (z.B. Verhaltenstherapie oder Psychoanalyse). Des weiteren können auch Medikamente eingesetzt werden. Bei beiden Krankheitsbildern sind dies allen voran Antidepressiva der SSRI und SSNRI-Klasse. Nähere Angaben findest du hier: http://deprimed.de/ssri-ssnri-sndri-nari/

Hallo.

Erstmal finde ich es sehr gut und wichtig, dass du dir darüber Gedanken machst, in Erwägung zu ziehen, sich anhand einer Traumatherapie in einer psychosomatischen Klinik professionell und unverbindlich helfen zu lassen, hat etwas mit auf sich zu achten zu tun.

Wenn du auch wirklich selbst möchtest, das du deine traumatische Erlebnisse bearbeitest, anhand einer Therapie Handwerkszeug in die Hand gelegt bekommen möchtest um zb. mit dem Wiedererleben oder anderen Symptombegleiterscheinungen fachmännisch selbst überstehen möchtest, dann ist eine (integrative) Traumatherapie durchaus eine in Frage kommende Wahl.

Dabei kann eine bis zu 12 Wochen dauernde Traumatherapie mit ihren unterschiedlichen Phasen, ambulant, teilstationär oder auch vollstationär durchgeführt werden.

Die Traumatherapie kann auch in Kombi mit anderen Therapien zeitgleich oder nacheinander erfolgen - oft folgt vor der Traumatherapie eine Verhaltenstherapie wo sich vorbereitend auf die Traumatherapie mit den inneren Anteilen beschäftigt wird.

Eine ggf. Stabilisierungsphase sorgt dann für eine Festigung der Stabilität um sich dann auf die Traumatherapie konzentrieren zu können.

Ich empfehle dir, das du dies mal mit deinem Hausarzt besprichst, er wird dir beratend behilflich sein, entsprechende Ansprechpartner/Stellen zu finden (unverbindlich).

Zugleich empfehle ich, das du einfach mal von unterschiedlichen Kliniken für Psychiatrie und Psychosomatik, Infomaterial über Traumatherapien zukommen lässt.

Wer sich Vorab informiert, kann die für sich richtige Therapieform finden und auch besser entscheiden ob man auch wirklich selbst eine Traumatherapie besuchen möchte oder nicht.

Ich wünsche dir, eine für dich stimmige Entscheidung, viele Informationen und solltest du dich für eine Traumatherapie entscheiden, ganz viel Erfolg.

Liebe Grüße

FlyingDog

In solchen Fällen ist es normal dass du psychiatrisch behandelt werden möchtest. Wenn jemand schwer krank ist, will dieser jemand normalweise auch ins Krankenhaus.

Ich würde dir raten dir professionelle Hilfe zu suchen.

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