Ich möchte gern Gartenland als Bauland verkaufen. Stadt sagt hier dürfe nie gebaut werden. wat nu?

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Wenn es keinen Bebauungsplan gibt, in dem die Bebauung festgesetzt ist, dann gilt das "Einfügungsgebot", d.h. man darf so bauen, wie die Nachbarn auch.

Wie bitmap schon geschrieben hat: Nachbarn fragen.

Und danach: Loslegen mit einem Planfertiger, der sich auskennt und einen Antrag auf Vorbescheid einreichen. Das ist eine Art "kleine Baugenehmiung" für die ein Lageplan mit eingezeichnetem Bauvorhaben und Angaben zur Nutzung, Einfügung (Grundflächenzahlen und Geschoßflächenzahlen im Vergleich zu den Nachbarn), Stellplätze usw. eingezeichnet werden.

Diesen "Bauantrag" muss die Gemeinde behandeln und er wird auch im Fall einer gemeindlichen Ablehnung an das Landratsamt weitergeleitet. Und dort wahrscheinlich auch abgelehnt. Keinesfalls im Verfahren zurückziehen, wenn man das Gleichheitsrecht einklagen will, sondern dann Widerspruch gegen die Ablehnung einlegen. Dann entscheidet als Aufsichtsbehörde des LRA die Baurechtsabteilung der Bezirksregierung darüber.

Oft hilft es schon, den Weg bis in das Landratsamt zu gehen, weil die sich rechtlich sehr gut auskennen und wissen, welche Ablehnungen überhaupt rechtlich haltbar sind.

Ein einfaches "wollen wir nicht" der Gemeinde ist nicht unbedingt hinzunehmen. Hängt aber von der örtlichen Situation ab. Und der rechtlichen Lage, ob es dort schon rechtsgültige Bauleitplanungen gibt.

Viel Erfolg.

Danke, da wende ich mich dann wohl an einen Fachmann.

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@dewolf262

Bitteschön. Ist sehr ratsam. Aber er sollte sich schon mit Baurecht gut auskennen und erst mal abchecken, ob ein Bebauungsplan oder eine Satzung vorhanden sind. Ist aber meistens nicht vorhanden und dann hat dieser Weg doch manchmal Aussicht auf Erfolg.

Viel Glück.

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So schlicht und einfach wie bisher geantwortet ist die Sache nicht. Ich empfehle, zunächst einmal eine konkrete Aussage der Stadt oder der Bauaufsicht zu erlangen, weshalb nicht gebaut werden darf. Denn auch eine Gemeinde ist an Recht und Gesetz gebunden (!!!). Dann kann man die Antwort rechtlich bewerten und überlegen, ob und was ggfs. zu tun ist. Um eine konkrete Anrwort zu erhalten ist eine schriftliche "Bauvoranfrage" nach den Formvorschriften der jeweiligen Landesbauordnung notwendig. Gerede, mündliche Auskünfte und Emotionen sind nicht zielführend.

vielen Dank, dann sehe ich noch eine Chance. da werde ich mich gleich drum kümmern

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Ohne Lageplan ist die Frage etwas schwer zu beantworten. Allerdings muss kein Bebauungsplan vorliegen. Zunächst sollte der Flächennutzungsplan bei der Gemeinde/Stadtplanung eingesehen werden, welche Nutzung hier vorgesehen ist. Danach sollte eine Beurteilung des Grundstückes nach § 34 Baugesetzbuch erfolgen. Wenn es sich ggf. um eine Baulücke handelt (links und rechts schon Bebauung) stehen die Chancen nicht schlecht. Ich empfehle dann eine konkrete Bauvoranfrage zu stellen. Kostet was. Bei einer negativen Bescheidung ist Widerspruch und Klage vor dem Verwaltungsgericht möglich. Sofern eine Baulücke vorhanden ist, stehen die Chancen gut. Dann muss die Gemeinde nämlich begründen, warum sie die andere Bebauung zugelassen hat. Sie istdamit eine gewisse Selbstbindung eingegangen und hat ermessensfehlerfrei zu entscheiden. Es ist also die Lage entscheidet, ob sich ein Bauvorhaben noch im Sinne des § 34 Baugesetzbuch einfügt.

Vielen Dank für Deine umfangreiche Antwort. Da sehe ich Licht am Horizont

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