Ich möchte eine Kampfsportart für Selbstverteidigung erlernen, was ist am besten?

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9 Antworten

Um es ganz klar zu sagen

Den "besten" Stil gibt es nicht, weil die Menschen unterschiedliche körperliche und charakterliche Grundvoraussetzungen haben.

Manche Dinge wie Muskulatur, Reflexe und Selbstbewusstsein kann man natürlich gezielt fördern - aber ein gänzlich neuer Mensch wird man nicht.

Jemand der einfach zurückhaltend ist, wird sich vermutlich nie damit wirklich anfreunden können, jemandem frontal ins Gesicht zu schlagen.

Jemand der kurze Gliedmaßen hat, wir niemals die natürliche Reichweite eines Menschen mit anderen anatomischen Voraussetzungen erreichen.

Deine "bester" Stil ist diejenige, die dir so viel Freude macht, dass du langfristig dabei bleibst, um Fortschritte zu machen.

Gerade traditionelle Kampfkünste wirken für den Anfänger teilweise wenig spektakulär oder effektiv und in der Tat braucht es seine Zeit, um das tatsächliche Potential zu erkennen.

Andere Stile wie Kickboxen, oder Krav Maga zeigen dagegen schneller sichtbare "Erfolge" und werden daher häufig pauschal als effektiver angesehen.

In beiden Fällen wirst du aber nur dann ernsthafte Fortschritte machen, wenn du wirklich deine Freude am Training behältst.

Was nutzt es, die 108 geheimen Techniken  der Shaolin, oder das
Kampfsystem einer Spezialeinheit zu lernen, wenn man sich damit nicht
wohlfühlt?

Nur Konzepte und Techniken, die man wirklich verinnerlicht, sind im Ernstfall von Nutzen für die eigene Verteidigung.

Im Ernstfall läuft alles ganz anders, als man es trainierte. Andere Kleidung, andere Umgebung, keine Beschränkungen durch Fairness und Regeln.

Die notwendige mentale Stärke, Anpassungsfähigkeit und technische Sicherheit für den Ernstfall wird man nie erreichen, wenn man sich unwohl fühlt.

Deshalb ist deine Begeisterung für das Training wichtiger, als irgendwelche Traditionen, oder womöglich unseriöse Werbeversprechungen.

Mein Tipp

Suche dir Vereine in deiner Umgebung und vereinbare bei allen Stilen die dich persönlich ansprechen, ein Probetraining. Das ist entweder kostenlos, oder längerfristig gegen eine kleine Gebühr möglich.

.Dort sammelst du nicht nur am eigenen Leib die persönlichen Erfahrungen, sondern kannst dir auch gleich einen Eindruck vom Verein selbst machen.

Wie ist der Umgang dort? Geht man freundschaftlich miteinander um, oder herrscht starkes Konkurrenzdenken? Wie hoch ist der Leistungsdruck?

Ist der Lehrer für Fragen offen und kann plausible Antworten geben, oder hört er sich selbst gerne Geschichten erzählen und mit seinen Erfolgen prahlen?

Es kann durchaus sein, dass du den Stil nämlich absolut genial findest, dir aber der Umgangston, oder Atmosphäre dort absolut nicht gefällt.

In diesem Fall suche dir einfach einen Verein, der den gleichen Stil anbietet - vielleicht fühlst du dich dort besser aufgehoben.

Mein Hintergrund

Ich selbst trainiere die japanische Kampfkunst Aikido. Dort wird auf extrem gewalttätige Techniken verzichtet, so dass neben der reinen Selbstverteidigung auch die Charakterschulung von besonderer Bedeutung ist.

Hier habe ich mal etwas mehr über Aikido geschrieben und das ganze mit ein paar ergänzenden Videos aufgelockert:

https://www.gutefrage.net/frage/welche-kampfsportart-gefaellt-euch-und-warum-welche-macht-ihr?foundIn=list-answers-by-user#answer-202694589

Doch ganz egal, für welchen Stil du dich letztlich entscheiden magst - ich wünsche dir viel Freude bei deinem künftigen Training. :-)

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Du brauchst keine Kampfsportart, -system, -methode lernen, denn am besten ist die Technik, die es Dir ermöglicht, sich mit sehr wenig Techniken gegen eine Vielzahl verschiedener Angriffe zur Wehr zu setzen und eine realistische Chance gibt, zu gewinnen, z. B. der 

"Five-seconds-knockout" des SAS. 

Aus der Praxis für die Praxis. In Nordirland und weltweit erprobt und eingesetzt von den echten Profis, nicht von den SV-"Keksperten" hier bei GF. 

Eine Abwehrhandlung, dann Fauststöße und Fußtritte, bis der Gegner nach spätestens fünf Sekunden am Boden liegt; danach wegrennen und fertig. OK, beim Militär würde man den Gegner noch töten oder weiter verletzen, aber wir sind ja Zivilisten; da gelten andere Grundsätze. 

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Um es direkt zu sagen: Eine Kampfsportart ist in erster Line ein Sport. Ein Sport mit dem man Wettkämpfe bestreiten kann. Man lernt beim Training überwiegend auch nur das, was man beim Wettkampf einsetzen kann.
Sicher sind die meisten Kampfsportarten besser als gar nichts und manche sind effektiver als andere. Ich persönlich mag in der Hinsicht Thaiboxen.
Wenn bei dir Selbstverteidigung im Vordergrund steht, wäre Krav Maga wohl das Beste, das du aufgezählt hast. Krav Maga ist eher Kampfsystem.

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Mach MMA da du alles lernst. Du lernst wie du einen Stand Kämpfer konterst, du lernst einen Bodenkämpfer auszukontern. Du hast dünne MMA Handschuhe was noch mehr einem Street Fight ähnelt und du machst einfach alles. Kannst du dir auch anschauen. Sowohl die Schläge als auch das blocken läuft beim Streetfight gleich ab. Du kannst außerdem mehr Turniere machen sowohl stand, als auch Boden, als auch MMA Turniere und somit mehr Erfahrung sammeln. Außerdem ist es die Revolution der Sportarten. Heißt du wirst damit viel mehr Geld machen können als mit anderen Dingen.

Schau dir den Film Never back down an und überzeuge dich selbst. ( auf deutsch the Fighter )

Wie gesagt du kannst alles, du machst alles. Mach also lieber MMA.

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Einen "besten" Kanpsport gibt es nicht. Aber wenn du nur Selbstverteidigung lernen möchtest, empfehle ich dir Judo. Krav maga eignet sich natürlich auch sehr gut zur Selbstverteidigung. Ich habe mit Judo angefangen und ein paar Jahre Qwan-Ki-Do trainiert.

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Hey

Ich habe selber mehrere Kampfsportarten "erlernt"

Von 7-12 Judo
12-17 Karate
Und von 17-18 MMA (aus persöhnlichen gründen musste ich aufhören)

Ich bin jetzt mal ehrlich.
Judo bringt dir eigentlich nichts auf der strasse, ausser du hast den schwarzen gürtel aber nicht einmal dann kommst du weit.

Mit Karate geht es viel zu Lange bis du ein Paar sachen wirklick auf der Strasse brauchen kannst, du hast auch beim Training immer diese Langweiligen Katas (ein paar schritte mit schlägen und Kicks in einer bestimmten reihenfolge.) bringt dir auf der Strasse auch nicht viel.

Gehe is MMA, Thaiboxen oder Kickboxen
Dort lernst du etwas für die Strasse und zur Selbstverteidigung

Sry für die Rechtschreibung

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wenns um selbstverteidigung geht dann karate, judo oder jujutzu das sind eigentlich kampfsportarten die sich auf selbstverteidigund spezialisieren und nicht auf angriff

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Hallo,

ich empfehle dir Karate. Dort bist du schnell und kannst dich gleichzeitig auf mehrere konzentrieren. Beim Karate gibt es sehr viele Aufgib-techniken die deinen Gegner schnell zum schweigen bringen.

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Krav Maga + Kickboxen für Kondi

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