Ich möchte ein Kind adoptieren. Ich habe ein sicheres Einkommen und eine große Eigentumswohnung, nur keine Partnerin. Hat jemand Erfahrungen damit?

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9 Antworten

Für alleinstehende Personen ist eine Adoption extrem schwer bis unmöglich, es käme eher eine Pflegschaft in Frage. Unter gewissen Umständen kann daraus sogar eine Adoption erfolgen, aber das kann keiner im Vorfeld wissen. 

Für die Eignung als Adoptiveltern muss die Beziehung gefestigt sein. Und man muss vor allem viel Zeit haben, mindestens eine Person des Paares, die finanzielle Situation wird zwar auch geprüft ist aber nicht fördergründig.

In Deutschland stehen Unmengen von geeigneten Paaren nur wenigen zu adoptierenden Kindern bis 6 - 7 Jahre gegenüber. Das liegt auch daran, dass die wenigsten Kinder zur Adoption stehen. Viele haben noch Eltern, die ihre Kinder aber nicht zur Adoption frei geben wollen. Zwangsadoption gibt es bei uns nicht. 

Waisenhäuser gibt es bei uns auch nicht. Kinder sind normalerweise eher in Wohngruppen (zB. SOS Kinderdörfer) oder Pflegefamilien untergebracht. Heime sind eher zur vorübergehenden Unterbringung. 

Lediglich schwer kranke oder schwerbehinderte Kinder finden nicht so leicht Adoptiveltern, aber gerade da ist die Eignung besonders wichtig, denn die Eltern müssen sehr belastbar sein. Oder Kinder, die 10 Jahre und älter sind. 

Wenn du über viel Geld verfügst, dann könnte eine Auslandsadoption in Frage kommen, da kannst du dich mal informieren, da sind die Vorgaben nicht so extrem. Aber dennoch wird auch hier geprüft, man muss warten, viel Geld für Papiere zahlen und auch dort hinreisen zur Endprüfung und kennen lernen des Kindes. Man muss dann dort auch längere Zeit bleiben, einige Wochen, bis alles über die Bühne ist auf eigene Rechnung natürlich. 

Wenn du über viel Geld verfügst, dann könnte eine Auslandsadoption in Frage kommen, da kannst du dich mal informieren, da sind die Vorgaben nicht so extrem. Aber dennoch wird auch hier geprüft, man muss warten, viel Geld für Papiere zahlen und auch dort hinreisen zur Endprüfung und kennen lernen des Kindes.

Bei Auslandsadoptionen sind die Anforderungen aber sehr unterschiedlich, je nach Herkunftsland. Aber als alleinerziehender Mann hat man auch da wenig Chancen.

Man muss dann dort auch längere Zeit bleiben, einige Wochen, bis alles über die Bühne ist auf eigene Rechnung natürlich. 

Das ist auch wieder von Land zu Land unterschiedlich. In Kenia sind es beispielsweise nicht Wochen, sondern 9 Monate. In Haiti dagegen bedarf es nur einer Besuchsreise (etwa 2 Wochen) und ca. 6-12 Monate später reist man nochmal ins Land, um das Kind abzuholen. Da muß man dann aber keine bestimmte Zeit im Land bleiben. Die meisten empfehlen etwa 3 Tage, mehr muß nicht sein.

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deine Chancen sind gering bis nichtexistent. Es gibt zwar die Möglichkeit der Single-Adoption, aber das sind eigentlich nur Frauen. Ich kenne mehrere Frauen die eine Single-Adoption machen, aber keinen einzigen Single-Mann.

Zuerst mal fragt das Jugendamt nach der Motivation für die Adoption. Die fragen dann mit Sicherheit auch, warum du dir keine Partnerin suchst und selbst ein Kind zeugst.

Es gibt viel mehr Paare, die ein Kind adoptieren wollen, als Kinder, die zur Adoption freigegeben sind. Und diese Paare haben in der Regel schon einige negative Erfahrungen hinter sich. Hier mal ein Beispiel: auf natürlichem Weg kam es zu keiner Schwangerschaft. Nach insgesamt 10 künstlichen Befruchtungen kam es zu insgesamt 4 Fehlgeburten. Da der Familienwunsch aber dennoch stark ist, entschied man sich für eine Adoption.

Und solch ein Leidensweg ist keine Seltenheit, die meisten Paare haben so was hinter sich. Glaubst du den, die Paare, die adoptieren wollen, würden das machen, wenn sie ein leibliches Kind bekommen könnten? Die ganze Warterei und Ungewißheit (ob es wirklich klappt. Und wenn man das Kind hat kann die Mutter sich am Anfang immer noch umentscheiden und das Kind zurückfordern) wenn man stattdessen einfach Sex haben könnte?

Wie bereits weiter unten erwähnt: in meinem Landkreis gibt es ca. 8 Paare die ein Kind wollen, aber seit 4 Jahren gab es kein Kind mehr, daß zur Adoption freigegeben wurde.

Also, was glaubst du, wem würde das Jugendamt eher ein Kind geben: einem Paar, das einen langen Leidensweg hinter sich hat, oder einem alleinstehenden Mann, der keine Partnerin hat und wohl keinen solchen Leidensweg hinter sich hat ...

Das ist schwierig.......hast Du mal über ein Pflegekind nachgedacht....Dein persönlicher Weg darin ist einfacher.....allerdings eben so Verantwortungsvoll und was dann auf dem Papier steht ist unwichtig, denn Du warst Wegbegleiter und nur dies zählt...es ist auch dies nur, was bei einem eigenen Kind zählt....man sollte dies nie so genau werten, da der Wert im tun besteht, resp. im da sein

Hab ich auch drüber nachgedacht. Aber ich möchte und darf kein Vormund sein (nicht ohne Zustimmung vom Dienstherren). Ich möchte jemanden der rechtlich mit mir verbandelt ist, mit dem ich alles machen kann was man mit einem leiblichen Kind macht, einfach einen Sohn oder eine Tochter.

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"...einfach einen Sohn oder eine Tochter..."

Dein Kommentar auf die sehr gute Antwort von "Prinzessle", die dir den Gedanken an ein Pflegekind nahegelegt hat. Denn anders als bei Adoptivkindern gibt es für Alleinerziehende durchaus die Möglichkeit, ein Pflegekind aufzunehmen. es gibt nämlich deutlich mehr Bewerber für Adoptiv- als für Pflegekinder. Warum eigentlich?

Außer der vermeintlichen Rechtssicherheit bei einer abgeschlossen Adoption gibt es keine Unterschiede. Jedes Kind bringt sein Päckchen mit, wird seinen Rucksack bei dir auspacken. Hast du denn Erfahrungen mit Traumatisierung, Bindungsstörung, FAS?

Warum hast du solche Probleme, ein Pflegekind wie dein eigenes anzunehmen? Wo siehst du den Unterschied zur Adoption???

Du solltest noch einmal in dich gehen, ob die Annahme eines fremden Kindes wirklich das richtige für dich ist. Die Jugendämter (an die du dich mit deinem Adoptionswunsch eh als erstes wenden musst) bieten auch Kurse dafür an.

Mit einem Pflegekind ist meist auch eine Vormundschaft verbunden. Eine Vormundschaft darf ich nur für nahe Verwandte führen. Bei einem rechtlich mit mir nichts zu tun habenden Pflegekind darf ich das nicht.. Adoption ist was anderes, dass geht (mehr oder weniger) unkomplizierter vonstatten.

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@elmundoesloco
Mit einem Pflegekind ist meist auch eine Vormundschaft verbunden.

NEIN! Du bekommst für ein Pflegekind nur die Vormundschaft, wenn

  • den Eltern das Sorgerecht entzogen wurde (das ist nicht automatisch der Fall, sondern eher die Ausnahme!)
  • wenn das SGR entzogen wurde, bekommt das Kind vom Gericht einen Amtsvormund zugesprochen.
  • Pflegeeltern können Vormund werden, wenn sie dies bei Gericht beantragen.

Informiere dich doch erst einmal richtig! Und die wesentliche Frage, die der Gefühlsebene, die bleibt von dir unbeantwortet!

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Das ist fast unmöglich. Es gibt zu viele Paare die ein Kind möchten und keins bekommen, da es zu wenig Kinder gibt. 

Aber es gibt doch gerade in Waisenhäusern so viele Kids die nicht vermittelt werden und auch so viele Paare die zwar charakterlich, aber vom Rest her (z. B. das Finanzielle) nicht "geeignet" sind.

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@elmundoesloco

Wo gibt es denn Waisenhäuser? Die gibt es im Ausland, aber nicht in Deutschland.

In Deutschland gibt es nur wenige Paare die nicht "geeignet" sind. Es  gibt ein "Überangebot" an potentiellen Eltern.  

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@elmundoesloco

Aber es gibt doch gerade in Waisenhäusern so viele Kids die nicht vermittelt werden und auch so viele Paare die zwar charakterlich, aber vom Rest her (z. B. das Finanzielle) nicht "geeignet" sind.

Mir scheint daß du dich wirklich nicht genug informiert hast. Zum einen gibt es in Deutschland keine Waisenhäuser.

Und was die Paare angeht: das Jugendamt überprüft die Bewerber gründlich und zwar was den Charakter angeht und natürlich auch das finanzielle. Trotzdem gibt es mehr als genug Paare, die als Bewerber aufgenommen werden.

Alleine in unserem kleinen Landkreis gibt es ca. 8 Paare, die alle auf der Warteliste stehen - aber in den letzten 4 Jahren gab es kein einziges Kind, das zur Adoption freigegeben wurden.

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Das wird nicht klappen!

Soweit ich weiß kannst du ohne Partner kein Kind adoptieren

Doch kann ich. Anderenfalls wäre es eine Diskriminierung. Es ist schwerer als Single zu adoptieren, mag sein, aber man darf nicht schlechter gestellt werden als Paare.

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bei einer adoption geht es aber nicht um die gleichstellung von paaren und singles sondern um das wohl des kindes. das kind soll in eine familie und nicht zu einer allein erziehenden person. da ist nichts diskriminierend

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Vergiss es... 

Dann wird daraus nichts werden.

Ich wollte nicht wissen ob daraus nichts wird, ich wollte praktische Beispiele bzw. Erfahrungsberichte. Wie ne Adoption funktioniert weis ich und welche rechtlichen Voraussetzungen dafür vorherrschen 

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@elmundoesloco

Dazu gibt es keine Erfahrungsberichte, weil Alleinstehende keine Kinder adoptieren können.

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@elmundoesloco

Nun, wenn du ohnedies die rechtlichen Voraussetzungen kennst, welche eine Adoption bei Singles nicht vorsieht, dann wirst du wohl kaum Erfahrungsberichte hier dazu finden.

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