Ich möchte aus kulturellen Gründen zum Katholizismus konvertieren, geht das?

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15 Antworten

Du kannst der Kultgemeinschaft beitreten und dabei glauben, was du willst. Schließlich kann kein Mensch auf der Erde hinter deine Stirn schauen (ohne ein spezielles Charisma).

Da es sich bei der Römisch-Katholischen Kirche aber nicht nur um eine Kult- sondern insbesondere eine Glaubensgemeinschaft handelt, wäre das Heuchelei. Das musst du mit deinem eigenen Gewissen, und (falls es das gibt) beim Jüngsten Gericht mit Gott ausmachen.

(Wenn der Beitritt eine kulturelle Assimilation darstellt, kannst du davon ausgehen, dass du ggf. der größten Gruppe angehören wirst - der Scheingläubigen, denen die Inhalte persönlich nichts bedeuten. Aber wenn du mich fragst - wir brauchen viel mehr Menschen, die zu ihren Überzeugungen stehen.)

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Kommentar von waldfrosch64
21.03.2016, 19:24

So einfach ist das aber nicht .Zugang zu den Sakramenten ist an gewisse Bedingung geknüpft .  Wie Glaube und angemessene Geistshaltung sprich Vorbereitung .

Wer also zu seinen Überzeugung steht der muss auch die Konsequenzen tragen .Und dann eben Abstand nehmen von den Sakramenten .

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Es spricht ja nichts dagegen Gottesdienste/Prozessionen mitzumachen ohne gleich Kirchenmitglied zu sein. Wenn Du aber nicht glauben willst halte ich es für falsch, der Kirche beizutreten.

Mich würde brennend interessieren welche Meinung der dort ansässige Pfarrer dazu hat, mit dem Du sicherlich vor Eintritt ein Gespräch führen müsstest.

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Kommentar von waldfrosch64
21.03.2016, 19:20

In die Katholische Kirche Tritts du nicht ein wie in einen Baseballverein .Mittels Aufnahmegebühr .

Da hat alles seine Ordnung wer eintreten möchte der muss um Aufnahme ins Katechumenat bitten .

Ein Prozess der in der Urkirche ca 3 Jahr lang dauert heute vielleicht  ca ein Jahr lang ..am Ende steht die bitte um die  Taufe ..

Ohne Glaube keine Taufe .

Ohne Taufe keine Sakramente .

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Nun Kultur ohne Inhalte ist am Ende doch  belanglos und unbefriedigend du sagst  du bist Agnostiker du schliesst als Gott nicht  zum vorne hinein aus .

 Ohne Glauben findest du keine Aufnahme in die Kirche .

Aber Glauben ist immer etwas das man sich auch erringen muss ,er fällt nicht einfach so vom Himmel ...Gott bietet dem Menschen  die Erlösung an und die Auferstehung nach dem Tod in Jesus Christus .

..es steht dem Menschen an dies anzunehmen oder nicht .Glaube ist eine Akt der Freien Entscheidung ..des Willens ...mit Gefühl hat das nichts zu tun.

Wenn dem so ist ,würde ich dir empfehlen ein mal einen Alpha Kurs zu machen ,Wenn du danach immer noch  Freude an katholischer Kultur hasst und vielleicht dann sogar   gefallen am  katholischen Glauben findest ,dann  solltest du an der Ortskirche um Aufnahme ins Katechumenat bitten .

Das ist  der offizielle  Weg den ein Mensch in die Kirche gehen kann ,an dessen Ende steht dann die Bitte um die Taufe mit der du vollwertiges Mitglied der Kirche wirst .Dann kannst du auch zu allen Sakramenten hinzutreten .

Natürlich kannst du jederzeit ohne all das in der Kirche an der Liturgie teilnehmen aber die Sakramente brauchen natürliche eine  angemessene Einführung (Katechese ) Den hier wird dir hohes Gut anvertraut mit dem man angemessen umgehen soll.

http://alphakurs.de/veranstalter/

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Kommentar von waldfrosch64
21.03.2016, 19:14

Die gibt es   sicher auch in deiner Stadt ,die werden dir gerne auch weiterhelfen und dich willkommen heissen .im wöchentlichen Gottesdienst .

Und die Singen definitiv die schönsten Lieder .

http://www.erneuerung.de/

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Wenn dir der kulturelle Grund so wichtig ist, wird es dir sicher auch leicht fallen, eine mehrmonatige Katechese über den kath. Glauben über dich ergehen zu lassen. Das geht nämlich dem eigentlichen Akt der Konversion voraus, denn immerhin soll man wissen und bestätigen, was man im Glaubensbekenntnis spricht.

Der Pfarrer wird dann sehr schnell merken, ob dein Wunsch "von oben" gelenkt ist oder nur die Folge von Gefühlsmomenten aufgrund von Ritualen. Für den Empfang der Sakramente, die sich an die Glaubensunterrichtung anschließen, wird  Glaube vorausgesetzt, ansonst wäre es Heuchelei.

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Natürlich geht das. Du wirst getauft und musst als Erwachsener das christliche Glaubensbekenntnis sprechen. Weiter musst du eigentlich nichts machen, du bist dann Gemeindemitglied und kannst zu den Gottesdiensten kommen, dich engagieren.

Finde dass es eine gute Idee ist, die wenigsten die da in der Kirche sind glauben extrem an Gott und die Bibel, sondern kennen da ihre ganzen Freunde und haben und Zusammengehörigkeitsgefühl. Und darum geht es doch bei uns Christen auch :)

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Kommentar von waldfrosch64
21.03.2016, 19:27

Du scheinst nicht begriffen zu haben dass das Christentum ein Herzenshaltung darstellt .Die kann man nicht durch eine aufsage einer Rede sich überstülpen .Dazu muss man bereit sein einen Weg auf sich zu nehmen .

Die Taufe muss ein Mensch  schon auch  wollen .Die bekommst du nicht einfach so ...

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Jedem Menschen steht seine Religion frei zu wählen!                                       (Artikel 4 Deutsches Grund Gesetz!)

Letztendlich musst du es wissen, aber nur weil dir die Gottesdienste und die Kirchen gefallen ist das meiner Meinung nach kein Grund zu konvertieren, das ist eine Sache des Glaubens!

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Rede mal mit dem Pfarrer. Erfahrungsgemäß dauert der Unterricht dazu etwa zwei Monate.

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Ja, ich halte das für eine gute Idee. Man kann die Bibel auch interpretieren wie man will und miss nicht alles glauben. 

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Kommentar von waldfrosch64
21.03.2016, 19:17

Aber gewiss nicht in der Römische katholischen Kirche ...dort wird der apostolische Glaube bewahrt und nicht irgend  eine  beliebige Zeitgeistige Interpretation . 

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Versuch es mal in einem hinduistischen Tempel. Dort ist das Brimborium noch viel großartiger und es es gibt sogar noch was zu essen !

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Eigentlich etwas wenig um sich katholisch Taufen zu lassen. Du solltest die Katechese kennen und nicht vergessen, es kommt dann der Fiskus und will Geld von dir, 9% deiner Steuerschuld.

Wissen solltest du auch, auch ohne Mitgliedschaft in der kath. Kirche bist du bei allen Gottesdiensten, Prozessionen etc. immer willkommen. Auch eine Mitarbeit in der Gemeinde ist nicht an den Eintritt in die Konfession verbunden, denn diese sollte aus Überzeugung erfolgen.

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Kommentar von wolfruprecht
22.03.2016, 11:39

9% deiner Steuerschuld

Stimmt so nicht. Es sind 9 bzw. 8 % von der Einkommensteuer nach Abzug von Freibeträgen für die Kinder.

Beim Spitzensteuersatz von 43% sind das max. 3,87% bzw. max. 3,44% vom Steuerbrutto. Der Spitzensteuersatz geht aber erst bei einem Gehalt von € 250.730,- los (Steuerbrutto!) und macht bei so einem Gehalt ca. 9.703 bzw. 8.625 Euro aus. Ich finde, bei einem solchen Gehalt fällt das unter Peanuts. Für einen Hartz IV Empfänger sind das natürlich keine Peanuts, aber der zahlt ohnehin gar keine Kirchensteuer.

Beim Eingangssteuersatz von 14% macht das 1,26% bzw. 1,12% vom Steuerbrutto aus. Da sind Freibeträge noch nicht einmal berücksichtigt und beim Eingangssteuersatz kann das heißen, dass die Kirchensteuerschuld ganz schnell auf Null absinkt.

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Sei lieber ein bloßer Zuschauer, das sollte eigentlich in einem solchen Fall genügen.

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Kommentar von Solnnis
21.03.2016, 14:24

Wenn jeder so wie ich ein Zuschauer wird, dann gibt es auch irgendwann keine Gottesdienste, Priester und Prozessionen mehr. 

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na das is ja n bisschen problematisch, würd ich sagen. Du kannst doch an allen Riten und Zeremonien teilnehmen, aber die Inhalte, da biste weit weg von? Ist doch n gewisser Widerspruch. Ich mein, katholisch, da haste doch nicht bloss Zeremonien und Weihrauch, da gibt es eine unglaubliche Fülle von verschiedenen spirituellen Angeboten. fast jeder Orden hat n eigenen Weg, sich dem Glauben anzunähern, ist n unglaublicher spiritueller Reichtum.

Musst mal googeln, bei "jesuiten berlin" "benediktiner berlin " "franziskaner berlin". um ne Ahnung zu kriegen, was da so alles los ist.

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Klar, die katholische Kirche lehnt selten neue Kirchensteuerzahler ab.

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Kommentar von martin7812
22.03.2016, 07:18

Da hast du aber falsche Vorstellungen!

Ich selbst habe bei uns in der Gemeinde bereits einmal erlebt, wie ein Erwachsener sich taufen lassen hat:

Er muss ein Jahr lang in der Gemeinde aktiv sein und man unterhält sich intensiv mit ihm, um herauszufinden, ob und was er wirklich glaubt.

Wäre die Kirche so auf die Kirchensteuern scharf, dann wäre er während dieser Zeit kirchensteuerpflichtig. Das ist er aber nicht, sondern obwohl er in dieser Zeit keine Kirchensteuern bezahlen darf (selbst wenn er wollte), stehen ihm alle Leistungen der Gemeinde offen.

Wenn bei den Gesprächen herauskommt, dass hinter dem Wunsch getauft zu werden nur "kulturelle Gründe" stehen, wird der Bewerber abgewiesen.

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Eine Konversion aus kulturellen Gründen ist in der Kirche nicht vorgesehen. Das ist nur möglich, wenn man den Priester bewusst anlügt, denn er fragt dich bei der Taufe nach deinem Glauben.

Teilnehmen an den Gottesdiensten kannst du auch ohne Glauben. Und die Kirche finanziell unterstützen, damit es weiterhin Gottesdienste geben kann, kannst du ebenfalls.

An deiner Stelle würde ich einfach so mit dabeisein und auch mit Katholiken reden oder einen Glaubenskurs oder Gesprächskreise in der Gemeinde mitmachen oder den Priester um persönliche Gespräche bitten. Im Gespräch lassen sich dann auch Vorbehalte gegenüber dem katholischen Glauben klären.

Die Gottesdienste allein beeindrucken zwar durch ihre Schönheit, aber sie sind - im Gegensatz zu vielleicht einem Konzert - nicht primär für den kulturellen Genuss da. Die Gottesdienste werden für Gott gefeiert, um Ihm dort die Ehre zu geben und Ihn anzubeten.

Ein Gottesdienst ohne Gott wäre so ein bisschen wie eine Geburtstagsfeier ohne Geburtstagskind - geht auch irgendwie ins Leere, selbst wenn die Feier nett ist.

Manchmal hilft  ein gutes Buch, um sich mit dem Glauben auseinandersetzen zu können und weiter zu denken. Ich persönlich finde Folgendes sehr bereichernd (wenn auch schwierig zu lesen), weil es den gesamten Glauben von Grund auf erklärt für Agnostiker, die es heute so viele gibt:

Gerhard Ludwig Müller: Katholische Dogmatik. für Studium und Praxis der Theologie; Freiburg 1995

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Kommentar von Ichthys1009
22.03.2016, 19:39

P.S. etwas einfacher zu lesen wäre:

Josef Ratzinger: Einführung in das Christentum

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Das musst du selber wissen. Eine Glaubensprüfung gibt es nicht. Aber dir ist klar, dass du dann Kirchensteuer zahlen musst?

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Kommentar von waldfrosch64
21.03.2016, 22:43

Du irrst hier :

Die  R.K.Kirche wird immer nur einen Christen taufen können ...

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