Ich mache mir Sorgen um meine beste Freundin, weil sie jetzt Veganerin ist...

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Das ist gut gemeint von dir, ich kann deinen Sorge nachvollziehen. Ich werde nicht weiter auf die gesundheit eingehen, weil das die anderen schon viel besser gemacht haben.

Ich habe damals genauso wi du gedacht, dass eine vegane Ernährung doch garnicht gesund sein könne. Das ist aber ein Vorurteil, dass über die Gesellschaft gefestigt wird. Erstmal lebt kaum jemand vegan, alle Menschen essen Fleisch, Eier und Milch, deshalb ist es für viele schwer vorstellbar, dass es gesund sein könne, ohne zu leben. Außerdem möchten die Menschen diese Gerüchte auch aufrechterhalten, weil sie eine gewisse Rechtfertigung sind. Ich kenne genug Menschen, die ganz genau wissen, dass vegetarisch leben NICHT ungesund ist, aber in einer Diskussion mit einem anderen Vegetarier/Veganer benutzen sie genau dieses Argument wieder. Menschen lügen gerne (auch zu sich selber), um diese Gerüchte aufrecht zu erhalten. Dabei sagt heutzutage kein Arzt mehr schlechtes über Vegetarismus, das kommt nur noch aus der Gesellschaft selber. Und eine ähnliche Entwicklung ist es beim Thema vegan auch, nur sind die Vorurteile noch viel stärker (weil es für die meisten ja auch exotischer wirkt).

Und man darf nie vergessen, dass da eine milliardenschwere Industrie hintersteht, die mit Werbung und Korruption viel Einfluss hat (guck dir mal die neue Mc Donalds - Werbung an). Auf der anderen Seite stehen die 0,1% Veganer. Da ist ja klar, wer die Macht hat, seine Interessen durchzusetzen. Und zu denken, die Industrie würde sowas nicht machen oder das würde gesetzlich alles verhindert werden, ist naiv (das habe ich früher auch geglaubt).

Ich wollte dir nur erklären, wie solche Vorurteile überhaupt entstehen. Die meisten Veganer werden einmal genaudasselbe gedacht haben, und genau das ist ja wichtig: Dass wir anfangen, Dinge zu hinterfragen und sie nicht einfach hinnehmen, wie sie uns präsentiert werden.

Liebe Grüße

MM

veganer leben nicht gesünder und es ist auch nicht ökologisch den brasilianern das soja weg zu futtern, zudem sind die bioprodukte auch zu einem geringen teil Gen-belastet auch wenn teilweise unter 1 %. Wenns dann um tabletten geht ist es schon brisant, veganer sollten nicht auf produkte zurückgreifen die in tablettenform verkauft werden, da sind wesentlich mehr nützliche stoffe im Apfel als in so einer Tablette, es ist zwar ok das man vegan lebt und man schon erfahrung hat, aber es ist garnicht so einfach alles nötige über normale nahrung aufzunehmen...und wie gesagt man sollte auch die genbelastung beachten und bio ist nicht gleich bio, manchmal ist bio stärker von schadstoffen belastet als normales obst/gemüse. wie man es macht is es falsch ^^

Sie fragte sich nur ob sie sich Sorgen machen muss. Ob es letzendlich gesünder oder nicht sei ist es dann doch eher egal, weil die Beweggründe für die Nahrungsumstellung meistens eher moralische Argumente sind: Tier töten oder nicht (und nicht die BIO-Kost...)

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@Nadeshiko

Somit sei darauf gedeutet dass sie sich Sorgen machen kann, wer wäre nicht besorgt wenn man denkt man ernährt sich gesund obwohl es nicht wirklich gesund ist bzw. fragwürdig ist wie bei Gentechnik, meine Antwort sagt genau das aus was gefragt wurde, nur nicht direkt. Dazu kommt dass die Produkte aus anderen Ländern auch mit zu bestimmten Ansichten der Veganer zählen wie bei Sojaprodukten, wenn man sich etwas mehr mit der Materie beschäftigt kann man auch mit Zahlen belegen wer durch den Export von Nahrung schaden nimmt, darüber sollte man sinnieren, als Vegetarier hat man sicherlich schon einige Einsichten bekommen, aber jeder Ernährungsform ist grundsätzlich zu bedenken, dass dadurch Sorgen entstehen lässt sich quasi fast nicht vermeiden.

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und es ist auch nicht ökologisch den brasilianern das soja weg zu futtern,

Hallo!?!?! Dir ist schon klar, dass für Tierfutter viel mehr Soja importiert wird, als für Tofu und Co.? Gerade seit es die "Tiermehl-Problematik" gibt ist der Soja-Verbrauch im Tierfutter-Bereich enorm angestiegen...

Zwar von 2006, aber lies Dich dort mal ein:

http://www.greenpeace.de/fileadmin/gpd/user_upload/themen/waelder/FS_Soja_Hintergrund.pdf

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@sachichnich

Danke sachichnich, genau so ist es nämlich.

Das in Europa verkaufte Soja als Nahrungsmittel ist nahezu immer Bio und aus regionalem Anbau, also weder gentechnisch verändert, noch sonstwie schädlich - weder für Mensch noch Natur.

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@CanIscream

Ist es nicht häufig so:

Man kann der (informiert und überlegt durchgeführten) vegetarischen/veganen Ernährungsweise nichts entgegensetzen, da sie eigentlich keine Nachteile hat und damit man nicht zugeben muss, dass es einfach eine normative Entscheidung ist, sich für oder gegen den Vegetarismus zu entscheiden, muss man halt auf Halbwahrheiten und Stammtisch-Geschwätz auf Bild-Niveau zurückgreifen, um seinen Fleisch-Konsum zu rechtfertigen...

In diesem Sinne: Leben und Leben lassen...

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@sachichnich

Ja, und warum sollte es dann gut sein als Veganer auch noch zusätzlich Soja zu konsumieren, dann sollte man doch eher die Finger davon lassen um den Verbrauch nicht noch weiter aufzustocken, somit ist es, wie ich schon sagte, nicht wirklich ökologisch, außer wenn man regionales Soja konsumiert. @ Canlscream: wieso sagst du es sei nicht schädlich wenn du kein Gentechniker bist und die Gerätschaft und das Wissen nicht besitzt. Niemand weiß wirklich wie Genmanipulation auf andere Gene wirkt.** Fleisch-Konsum:** Insgesamt lässt sich der Fleischkonsum erstmal auf eine sehr lange Geschichte zurückführen, der Massenkonsum heute an diesem Produkt und das töten von Tieren ist Teil eines natürlichen Gleichgewichts der Natur und zudem ein anpassungsfähiger Teil der Evolution, wenn auch teils mit unserer Hilfe, was ich aber auch nicht nicht befürworten möchte, weil diese Methoden nicht natürlich sind. Jedoch wie verhindern? Bei 7 Milliarden Menschen muss man schon bisschen Tricksen um alle Versorgen zu können oder wenigstens alle überzeugen zu können das Vegetarismus okay ist. Würden wir heutzutage das Tier nicht so züchten das es für alle reicht würde sich Tier und Mensch gegenseitig anpassen, über mehrere Jahrzente. Weniger Tier essen können, mehr Pflanzen essen müssen. Allerdings ist unsere Fortpflanzungsrate nicht gerade langsam und unser Geist nicht ausgereift. Und wenn der Mensch nur etwas Vernunft hätte würde er auch mal auf Fleisch verzichten oder den Verbrauch minimieren, das spricht eben für die Vegetarier/Veganer. Allerdings züchten wir schon so rapide weil der Verbrauch stetig steigt, aktuell wohl sinkt, das wir das überschüssige Tier nicht einfach auf die Weide entlassen können, weils schlicht zu viele sein würden. Jedoch ist der Grundgedanke seine tierische Umwelt nicht zu vertilgen der Richtige. Was richtig und falsch ist wird sich in einigen Jahren sicher zeigen.

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überleg mal wie viel Prozent von des weltweiten Sojaanbau in die Massentierhaltung fließen und wie viel noch übrig bleibt für den direkten verzehr? Es ist doch eine reine Ressourcen Verschwendung, also sehe ich wirklich kein Problem darin, dass ein Vegetarier oder Veganer Sojaprodukte isst, im gegenteil!

Zudem lebe ich ebenfalls Vegan und lasse meine Blutwerte regelmäßig kontrollieren, als Vegetarier hatte ich zB schlechte Eisenwerte aber da ich jetzt mich viel mehr mit dem Thema Ernährung aus einander setze sind meine Werte Top...und ich schlucke keine B12 Pillen! Und auf irgendwas verzichten tu ich auch nicht.

Und deine "eigene Theorie", dass BIO-Produkte stärker belastet sind als konventionelle ist auch Quatsch! Es wurden zwar Bio-Produkte in Deutschland auf Schadstoffe getestet und diese hatten auch einen geringen Wert aber, aus dem einfachen Grund, dass der Konventionelle Bauer in geringer Entfernung Pestizide usw verwendet hat! Man muss nun mal Fehler finden um sie auch zu beheben... Aber stärker belastet sind sie in keinen Fall!

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Dir ist schon klar, dass grade mal 1% des Sojas für Sojalebensmittel verarbeitet wird und 10 % für Margarine? Der Rest geht als Viehfutter in dein Fleisch. Du bist es also der den Regenwald wegfrisst. Bitte etwas besser informieren ;)

Dass Fleich deutlich stärker belastet ist als Obst und Gemüse, da sich Schadstoffe in den Organismen anreichern, hast wu in der Schule nicht gelernt?

Abgesehen von B12 kann ein Veganer locker alles über pflanzliche Nahrungsmittel aufnehmen was er zum Leben braucht, wenn er einige Basics beachtet.

B12 kommt nur in den Ausscheidungen bestimmter Mikroorganismen vor. Diese befinden sich auch im menschlichen Darm. Einige behaupten, dass sie bei einer gesunden Darmflora ausreichend B12 produzieren, das ist aber nicht wissenschaftlich belegt. Wäre aber eine Erklärung dafür, dass es vegane Naturvölker gibt, die besonders hohe b12werte haben. Dass heutzutage kaum noch B12 auf pflanzlicher Nahrung zu finden ist, liegt daran, dass der Mensch durch Spritzmittel und (übertriebene) Sauberkeit die Mikroorganismen und ihre Ausscheidungen entfernt. Da finde ich es vollkommen ok, wenn man es der Nahrung anschließend wieder zuführt, wenn man nicht auf naturbelassene Nahrung zurückgreifen kann. B12 ist heutzutage in etlichen Säften, Kellogs, Bonbons, Drinks usw. enthalten. Übrigens wird mittlerweile auch Massttieren oft B12 gespritzt, da sie durch den hohen Einsatz von Antibiotika und die schlimmen Haltungsbedingungen einen B12mangel haben - auch keine bessere Art der Versorgung.

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Solange sie keine lebenswichtigen Stoffe auslässt, sehe ich da kein Grund zur Sorge. Schließlich gibt es genug Veganer, die gesund leben können ;)

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