Ich mache mich andauernd von Frauen abhängig - Wie komme ich da raus?

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7 Antworten

Was Du als „Makel“ für Dich selbst einstufst, ist tatsächlich das von Dir angesprochene Selbstwertgefühl.

Ich möchte die zentrale Rolle Deines Vaters in jenem Alter gar nicht in Frage stellen. Was ist denn das für ein Alter (7 Jahre), um dann den Vater zu verlieren?! Und durch Tod gleich ganz!?
Dennoch frage ich mich: Was hat der Vater mit Deiner Haltung zu Frauen zu tun?? Ergo: Ist Deine Mutter für Dich weggebrochen? Mit dem Tod Deines Vaters? Die ja ihrerseits vermutlich hinreichend niedergeschmettert war?

Natürlich ersetzt die Mutter dem Jungen von 7 Jahren nicht den Vater. Aber die Liebe, die Zuwendung, das Verständnis muss nun plötzlich die Mutter allein stemmen. Und: Jetzt nicht nur die ganze Liebe allein stemmen, die der Bub da braucht – sondern auch noch das Loch stopfen, das der Tod des Vaters gerissen hat und den Schmerz mittragen, den das Loch zurücklässt. Dabei hat die Mutter ihren eigenen Schmerz. Ist gar unerreichbar in ihrem Schmerz??? Erfüllt ihre Mutterrolle nur noch wie ein Automat, nach Schemata, die die Gesellschaft vorzeichnet? Nach Schemata, innerhalb derer sie sich wenigstens noch bewegen kann, um am eigenen Schmerz nicht zugrunde zu gehen? Und um sich nicht vorwerfen lassen zu müssen, den eigenen Sohn vernachlässigt zu haben?

Allgemein „Beziehungen“ mit Frauen betreffend: Das schreckt Frauen ab, wenn sie diesen Schmerz in Dir wittern. Wenn sie spüren können, dass Du zwanghaft nach ihnen greifst, dass Du, wenn Du sie hast, klammern wirst.
„Abhängig“ zu sein von einer Frau, das ist in der Tat an sich nicht schlimm. Beziehungen bauen mit Gegenseitigkeiten auch gewisse Abhängigkeiten auf. Das ist in der Tat eine Tatsache von – den meisten – Beziehungen. Gut, hilfreich und dauerhaft ist das in Beziehungen nur, wenn beide daraus Lebenskraft generieren können.

Ich komme einmal zu den Dominas – die Dich also runterziehen, statt Dir helfen zu können:
Was Du bei ihnen suchst, ist Schmerz. Ob nun körperlicher Schmerz von Dir gesucht wird – oder der psychische (vermutlich Letzteres, da Du nur von der Erniedrigung schreibst). Das geht in Ordnung. Das ist eine legitime und gangbare Form, damit umzugehen: Den Schmerz spürbar und erlebbar machen, der in die wütet. Den Schmerz in die Gegenwart zu holen, der tief in Dir als Teil der Vergangenheit wütet.

Aber Du brauchst auch Verständnis und Einfühlung. Das klassische Schema der Domina erfüllt das (oft) nicht. Außerdem hält ohnehin eine professionelle Domina berufsbedingt einen eher zu großen Abstand von Dir. Genau da, wo Dein Herz aufgefangen werden müsste, da scheitert es wohl allzu leicht an „Professionalität“: Der Mensch in Dir bleibt auf der Strecke, wo die Domina den Menschen in sich selbst schützt vor zu viel Nähe zum Klienten. Oder wo die Domina das Geld sieht – mit Dir persönlich aber keine Ebene findet, keinen persönlichen Zugang zu Dir findet. Und Dich folglich auch nur oberflächlich „behandelt“. Auch hat ja nun keineswegs eine jede Domina ein Gespür für und ein Verständnis von „Schmerz“ – nur weil sie es versteht, mit Schlagwerkzeugen umzugehen oder weil sie es versteht, fies und erniedrigend mit Kerlen umzuspringen. • Wie viele Ärzte gibt es, die um bestimmte körperliche Probleme ihrer Patienten prima Bescheid wissen – aber mit dem erkrankten „Menschen“ einfach nichts anfangen können!? Wie viele Psychiater, Psychologen, Psychotherpeuten gar gibt es, die theoretisch bestens gerüstet sind – aber den Zugang zum Menschen kaum einmal zustande bringen!?

Es bedarf einer behutsamen Erniedrigung durch die Frau – und eines behutsamen Aufhebens, das die Frau dann wiederum leisten muss. Gerade von einer professionellen Domina verlangt das viel Erfahrung und Einfühlungsvermögen. Allem voran sollte die Beauftragte wohl nicht zu jung, nicht zu gering an Erfahrung sein. Vor allem aber wirst Du mit den mehrheitlich gebotenen Formen professioneller Dominanz in der Tat keine Hilfe für Dich finden.

Es ist schwierig! Eine passende Domina ist vermutlich ebenso schwer zu finden, wie eine Frau fürs Leben – und mit Letzterem meine ich eine Frau „zum Leben“. Es muss nicht die letzte Frau sein (bis Rente oder Sarg), mit der Du eine Beziehung und gemeinsam Leben lebst – aber natürlich sollte sie für so viel Strecke des Lebens die Richtige sein, dass es Dir A etwas bringt und Dich B nicht in zu kurzen Abständen immer wieder in diesen Schmerz des Verlustes niederschlägt, weil die Beziehung scheitert (das zermürbt). • Aber: Was Dir etwas bringt, muss auch der Frau ein Mehrwert sein. In Zeiten, als das Patriarchat noch unabdingbare Abhängigkeitsverhältnisse schuf, war es gewiss leichter, eine Frau zu finden – aber leichter war es auch da nicht, eine Beziehung zu begründen, die beide Seiten förderte. Die Frau allein war bloß existenzsichernd, wo Ehe andererseits zum persönlichen Schlachtfeld wurde.

Nun habe ich Dir Deine Frage NICHT beantwortet. Wer kann Dir sagen, wer raten, was Du tun "sollst"? Meine Absicht ist nur, Dir einige Gedanken von außen beizusteuern und zu beschreiben, was mir so auffällt… Du bist Dir sehr sicher, dass Deine Probleme die Folgen des „Wegbruchs“ des Vaters sind. Ich hingegen bin mir recht sicher, dass die Folgen, unter denen Du heute leidest, eine Mutter zum Auslöser haben, die von demselben Verlust so betroffen war, dass sie den Sohn nicht so gestützt hat oder nicht mehr so stützen konnte, wie Du es gebraucht hättest. • Ich möchte hiermit keine (evtl. neuen) Feindschaften aufwerfen! Aber um Deinem Gefühlshaushalt auf den Grund gehen und klar sehen zu können, solltest Du schon die Dinge sehen wie sie sind – nicht aber nach dem klassischen Schema leichtfertig abarbeiten und schnöde mit Stempel versehen.

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Kommentar von frederick
25.03.2016, 13:18

War es nicht überhaupt und von Anfang an die Mutter, die sich Dir entzogen hat? War es der Vater, der Dir hinreichend Kompensation hatte bieten können, damit Du als Kind damit leben konntest? War es also der Tod des Vaters, der Dir ebenso wie der Mutter als willkommenes Erklärungsmuster für Dein Defizit herhalten konnte?

Zu tief erscheint der Mangel – und zu verwurzelt erscheint Deine Not, dieses Mangels Herr zu werden. … als dass er "erst" mit 7 Jahren ausgelöst worden sei. Und weshalb dieser Fokus hin auf Frauen gerichtet, wo die Vaterfigur ausgefallen ist?

Das ist wirklich nicht schlüssig, so wie Du (Dir und uns) das erklärst.

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Lässt du dich freiwillig erniedrigen stufe ich das eher als Fetisch ein. So Menschen gibt es, das lässt sich nicht anerziehen. Sicher wirken Schicksalsschläge nachhaltig und man versucht zu kompensieren, aber Errregung und Sucht nach Erniedrigung hat tiefere Wurzeln. 

Warum du nicht offen dazu stehen möchtest, es gar als Makel einstufst, erklärt sich mir nicht. 

Auf der einen Seite hälst du dich für den Allergrößten....brauchst aber Führung und Erziehung. 

Ich denke da spontan an: 

- Komplexe

- Unsicherheit

- Ängste

Du würdest gerne....traust dich aber nicht. Das andere für dich die Führung übernehmen erleichtert dir das Leben erheblich.

Pech ist nur....die Gesellschaft stuft das eher als "nicht cool" ein. 

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Es gibt auch Frauen die dich verstehen. Du mußt es zulassen. Dein Vater fehlt. Aber warum zu einer Domina. Du mußt einsehen, dass es auch andere Frauen gibt, Es mal versuchen. Das Verhalten zieht sich seit dein Vater gestorben ist. Ich denke auch dass deine Probleme mit dem Tod deines Vater zu tun haben. Jeder Mensch hat vor etwas Angst. Rede. Das hilft dir zu verarbeiten.

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Du bist 26 und heterosexuell ? Du brauchst eine Frau in Deinem Leben ! Such Dir eine ? Du wirst von ihr abhängig sein ? Ja, so ist das. Vielleicht wird sie auch von Dir abhängig sein. Wenn sie Dich verlässt, wird es eine Tragödie für Dich sein ? It's a tragedy for me, to see that it is over ...Da bist Du nicht der einzige. Such Dir eine Neue ! Das Ideal, ein Mensch müsse total unabhängig durch's Leben gehen, ist für den A****.

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Im Prinzip musst du schon selbst wissen, wo du deine Erfüllung findest und wer sie teilt !

Wenn du dem aber absagen willst, weil du damit nicht klarkommst, müsstest du vielleicht auch eine Therapie im Auge behalten.

Oder du findest jemand, der dich wieder aufbaut emotional und stabilisiert.

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Kommentar von Narave
23.03.2016, 22:39

mit letzterem macht er sich ja WIEDER von einer abhängig... stabilisieren muss/kann er sich selbst, aber der entsprechende rahmen muss gegeben sein. wie siehts mit kumpels/freunden aus? hast du kontakte zu familie etc oder lebst du isoliert? dann musst du als erstes mal raus. zeig dich, richte dich her, sei unterwegs.

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Mhh Aufjedenfall bist du arrogant. So. Dann tut es mir leid dir zu sagen du bist kein richtiger man wenn du dich von Frauen abhängig macht. Sorry versuche dir zu helfen. Wichtiger Spruch am Rande : Du WILLST eine Person, aber !Du BRAUCHST sie nicht.

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