Ich mache Latein Abi und habe Probleme mit Übersetzten... kann jmd villt paar hilfreiche Tipps geben?

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7 Antworten

Hallo,

hier ein Leitfaden, den ich einmal für meine SchülerInnen erstellt habe:

Vorgehen beim Übersetzen lateinischer Texte

1. Suche alle Prädikate (= finite Verbformen, Kennzeichen: Personalendung)
Achte dabei auf zusammengesetzte Prädikate:
passive Perfektzeiten = PPP (Nom) + esse (fin)
> i.d.R. steht das PPP unmittelbar vor der finiten Form von esse, die Verneinung non kann jedoch dazwischen stehen
die sogenannte coniugatio periphrastica = PFA (Nom) + esse (fin)
indikativisch > vocaturus sum = ich bin im Begriff zu rufen, ich will rufen
konjunktivisch > Umschreibung für das nicht vorhandene Konjunktiv Futur in GS (=Gliedsätzen), in denen die Nachzeitigkeit ausgedrückt wird (vor allem in indirekten Fragesätzen und quin-Sätzen), hier ist im Deutschen die Übersetzung rein futurisch
Prädikatsnomen (PN) + esse (fin)
> ähnlich wie das PPP in den passiven Perfektzeiten stehen Prädikatsnomina i.d.R. unmittelbar vor der Form von esse, die Verneinung non kann jedoch dazwischen stehen
> adjektivische und substantivische PN gleichen sich i.d.R. in Kasus, Numerus und Genus an ihr Bezugswort (= Subjekt!) an, sie stehen also i.d.R. im Nominativ
> als PN können auch folgende Kasus auftauchen:
genitivus possessivus, dativus possessivus [esse = gehören]
genitivus qualitatis, ablativus qualitatis [beide i.d.R. mehrgliedrig >
Substantiv+Attribut]
genitivus pretii [nur wenige Ausdrücke, esse = wert sein]
dativus finalis [i.d.R. nur im Singular !]

• Enthält ein Satz mehrere Prädikate, sind diese i.d.R. koordiniert, d.h. durch eine beiordnende Konjunktion (und, und nicht, oder = et, atque/ac, -que ; neque/nec; aut, vel,-ve) verbunden [Achtung: -que und -ve werden an das dem ersten Prädikat folgende Wort angehängt].

• Verben, die im Deutschen ein Objektsinfinitiv zu sich nehmen können, können dies i.d.R. auch im Lateinischen. In solchen Fällen ist es sinnvoll, diesen Infinitiv als Bestandteil des Prädikats zu markieren, da weitere Ergänzungen - besonders Objekte - dann von diesem abhängen. Ähnlich wie PN stehen Objektsinfinitive i.d.R. unmittelbar vor der finiten Verbform, die sie regiert.

Markiere die Einleitungswörter von Gliedsätzen (Subjunktionen, Relativpronomina oder Interrogativpronomina), da manche Subjunktionen bewirken, dass eine finite Verbform anders als im Hauptsatz übersetzt werden muss.

Übersetze anschließend die gefundenen Prädikate und stelle mithilfe dieser Übersetzung Fragen nach notwendigen Satzgliedern
(Subjekt, Objekte; bei Verben, die eine Bewegung bezeichnen u.U. auch
adverbiale Orts-, Richtungs- und Herkunftsangaben. Bei Verben mit der
Bedeutung "ernennen zu, bezeichnen als, halten für u.Ä." findet sich i.d.R. ein Prädikativum, welches in KNG-Kongruenz zum Objekt - also meist im
Akkusativ - steht, bei der Verwendung eines solchen Verbes im Passiv wird das Akkusativobjekt zum Subjekt und das Prädikativum steht folgerichtig im
Nominativ.

2. Suche alle Subjekte (Kennzeichen: Nominativ)
Achte auf die Numerus-Kongruenz zwischen Subjekt und Prädikat !
> Steht das Prädikat im Plural, kann das Subjekt anstatt im Plural zu stehen auch ein mehrteiliges Subjekt sein, das aus koordinierten singularischen Einheiten besteht .
> Das Subjekt muss nicht immer explizit ausgedrückt sein, sondern steckt oft in der Personalendung des Prädikats, besonders in der ersten und zweiten Person.
> Bei unpersönlichen Ausdrücken [Subjekt = es] erfüllt oft ein Infinitiv oder ein AcI die Funktion des Subjekts. Findet sich bei unpersönlichen Ausdrücken ein adjektivisches PN, steht dieses im Neutrum.
> In Satzgefügen mit vorgestelltem Gliedsatz, bei denen die Subjekte des Gliedsatzes und Hauptsatzes identisch sind, steht dieses i.d.R. an der Satzspitze noch vor dem Einleitungswort des Gliedsatzes: Subj (GS+HS), GS, HS. Im Deutschen ziehen wir dabei das Subjekt in den GS und nehmen es im HS durch ein entsprechendes Personalpronomen wieder auf:
Marcus, cum haec comperisset, ira incensus est.
Als Marcus dies erfahren hatte, geriet er in Wut.

3. Suche vom Prädikat abhängige, notwendige Ergänzungen:
a) Objekte
> Nicht jedes Verb hat Objekte, "schlafen" beispielsweise. Doch können - wenn auch selten - solche Verben hin und wieder ein sogenanntes inneres Objekt zu sich nehmen, welches dann i.d.R. ein Substantiv ist, das eng mit der Bedeutung des Verbs verwandt ist. Ein deutsches Beispiel ist "den Schlaf der Gerechten schlafen". Im Lateinischen stehen solche inneren Objekte i.d.R. im Akkusativ.
Auch bei vielen intransitiven Verben, die im Lateinischen und im Deutschen kein Akkusativobjekt regieren, kann das Neutrum eines Pronomens als inneres Objekt auftauchen, welches im Deutschen oft mit einem Pronominaladverb (ein "da-Wort") :
id gaudeo = ich freue mich darüber, id studeo = ich bemühe mich darum.

> Akkusativobjekte sind die häufigsten Objekte und hängen von transitiven Verben ab. Nur transitive Verben können ein persönliches Passiv bilden. Verben, die andere Objektskasus regieren, können nur ein unpersönliches Passiv (= 3.Sg.neutrum) bilden.
> Dativobjekte finden sich - wie im Deutschen - bei Verben des Sagens und Gebens, um den Empfänger einer Nachricht/Aussage zu bezeichnen, dabei handelt es sich meistens um eine Person. Als dativus commodi bzw. dativus incommodi bezeichnet der Dativ die Person, zu deren Vorteil bzw. Nachteil etwas geschieht, und wird oft mit "für" übersetzt. Substantive, die keine Personen bezeichnen, stehen selten im Dativ (wichtige Ausnahme:
dativus finalis, s. Punkt 1, Prädikatsnomen) , daher lässt sich folgende Faustregel formulieren:

Kann eine Nominalform Dativ oder Ablativ sein, handelt es sich bei einer
Person meist um einen Dativ, sonst meist um einen Ablativ.

Merke: Alle Komposita von esse haben ein Dativobjekt !

> Ablativobjekte sind selten. Sie finden sich als ablativus separativus bei Verben des Sich-Enthaltens und Entbehrens (besonders carere und vacare) sowie bei den Verben des Befreiens und Raubens. Bei den letzteren steht die Person, die beraubt wird bzw.von etwas befreit wird, im Akkusativ und die Sache, die geraubt bzw. weggenommen wird, im Ablativ:
Privo/Orbo/Spolio te argento tuo. = Ich raube dir dein Geld.
Der ablativus separativus kann auch mit der Präposition a/ab und/oder als Attribut zu einem Adjektiv stehen. Bei den Deponentien uti, frui, fungi, vesci, niti und potiri steht das Objekt im Ablativ.

Meistens erfüllen Ablative jedoch die Funktion einer adverbialen Bestimmung oder werden von einer Präposition regiert, der ablativus qualitatis kann auch attributiv oder als PN stehen.

> Genitivobjekte sind ähnlich wie im Deutschen selten und finden sich vor allem bei Verben der Gerichtssprache, des Sich-Erinnerns und Vergessens und unpersönlichen Verben wie pudet, piget, taedet und paenitet. Semantisch verwandt mit dem Genitivobjekt ist der genitivus objectivus, der jedoch syntaktisch als Attribut zu Substantiven oder Adjektiven auftaucht.

Merke: In den meisten Fällen ist der Genitiv ein adnominaler Kasus, d.h. er erfüllt die syntaktische Funktion eines Attributs und steht i.d.R. unmittelbar vor oder nach seinem Bezugswort.

Achtung: Ein genitivus partitivus ist nicht selten von seinem Bezugswort
durch andere Satzglieder getrennt (sogenanntes Hyperbaton).

Ein Großteil der lateinischen Verben verlangt die gleichen Objektskasus wie ihre deutschen Entsprechungen, doch gibt es einige Fälle, in denen lateinische und deutsche Objektskasus von einander abweichen. Vom Deutschen abweichende Rektionen sind immer im Vokabelverzeichnis bzw. Wörterbuch angegeben !

> Präpositionalobjekte sind durchaus nicht unüblich, wenn auch ein wenig seltener als im Deutschen. Die Anzahl der Präpositionen, die zum Anschluss eines Objekts verwendet werden ist jedoch beschränkt, vor allem de, e(x), a(b), in (+Abl.), in (+Akk), cum und ad sind hier zu nennen.

b) notwendige adverbiale Betimmungen
Manche Verben, besonders solche, die eine Bewegung bezeichnen, erfordern eine Orts-, Richtungs- oder Herkunfts-/Ausgangspunktangabe, die entweder als Präpositionalgruppe auftauchen kann, doch sind auch der bloße Akkusativ der Richtung, der Lokativ bzw. ablativus loci (mit oder ohne Präposition) sowie der bloße ablativus separativus zu finden.

Achtung: Manche lateinische Verben regieren eine andere Ortsbestimmung als ihre deutschen Entsprechungen.

Unde incipis ? Wo fängst du an ?
In forum amici conveniunt. Die Freunde treffen sich auf dem Forum.
Vas in mensa posui. Ich habe das Gefäß auf den Tisch gestellt.

Suche satzwertige Konstruktionen: PC, abl.abs., AcI, NcI
1) Partizipialkonstruktionen:

Partizipien stimmen als Verbaladjektive in Kasus, Numerus und Genus mit ihrem Bezugswort (BZW) überein. Hängen vom Partizip Ergänzumgen (adv. Bestimmungen, Objekte) ab, stehen diese i.d.R. zwischen BZW und Partizip, die so gleichsam einen Rahmen bilden. Ein solches erweitertes Partizip (Participium coniunctum) lässt sich i.d.R. nicht wörtlich ins Deutsche übersetzen, weil es schwerfällig wirkt. Stattdessen ist es - unter Berücksichtigung der durch das Partizip ausgedrückten Zeitverhältnisse - durch eine der folgenden Möglichkeiten zu übersetzen:

a) wörtlich: wirkt - besonders wenn das Partizip erweitert ist - schwerfällig (s.o.), kann aber eine Option sein, wenn sich das Partizip auf das Subjekt bezieht und vor diesem steht.

b) als adverbialer Gliedsatz: die Sinnrichtung des adverbialen GS ist aus dem Kontext des Satzes/Textes zu erschließen und mithilfe einer entsprechenden Subjunktion (als/während, nachdem, wenn, weil, obwohl, indem/wobei....) auszudrücken. Die konzessive Sinnrichtung (=obwohl) wird nicht selten durch tamen (=dennoch) im übergeordneten Satz signalisiert.
Wähle im Zweifelsfall eine temporale Übersetzung !

Ein erweitertes PFA kann oft durch einen Finalsatz (=damit, um zu) übersetzt werden. In anderen Fällen ist die Nachzeitigkeit mithilfe von wollen, im Begriff sein oder sollen auszudrücken:
Claudia patrem rogatura domum iit. > Als/Weil/Obwohl Claudia ihren Vater bitten/fragen wollte, ging sie nach Hause. Claudia ging nach Hause, um ihren Vater zu fragen.

c) durch Beiordnung: hierbei löst man das Partizip mit einer finiten Verbform und koordiniert diese mit dem übergeordneten Prädikat, wobei oft sinnvoll ein
Konjunktionaladverb (dabei, danach, dadurch, deshalb, trotzdem...) ergänzt werden kann:
Cantans domum it. > Er/Sie geht nach Hause und singt dabei.

d) als Präpositionalausdruck: eine sehr elegante Auflösung, bei der man das Partizip in ein bedeutungsverwandtes Verbalsubstantiv umwandelt und die adverbiale Sinnrichtung mithilfe einer passenden Präposition ausdrückt:
Per silvam ambulans cecidi. > Ich bin beim Spazierngehen/bei meinem Spaziergang durch den Wald gefallen.
Dulcissime cantans Orpheus animos omnium commovit. > Durch seinen äußerst liebreichen Gesang bewegte Orpheus die Herzen aller.

e) als attributiver Relativsatz: Diese Auflösung ist nur beim participium coniunctum (PC) möglich, da das Bezugswort des Partizips ein Satzglied des übergeordneten Satzes sein muss, auf das sich das Relativpronomen bezieht. Dies ist beim ablativus absolutus (abl.abs.) nicht der Fall. Beim PC hingegen ist diese Übersetzungsmöglichkeit oft ein guter erster Ansatz, wenn man sich unsicher ist, welches adverbiale Sinnverhältnis zwischen Partizip und übergeordnetem Prädikat besteht oder ob überhaupt ein solches vorliegt.

Da es im Lateinischen kein aktives Perfektpartizip gibt, darf man einen abl.abs., der ein PPP enthält auch aktivisch übersetzt werden, wenn aus dem Kontext erkennbar ist, dass das Subjekt des übergeordneten Satzes auch das logische Subjekt der Handlung ist, die durch das PPP ausgedrückt wird:

Pensis confectis te visitabo. Wenn ich meine Hausaufgaben erledigt habe, werde ich dich besuchen. (unschön: Nachdem die Hausaufgaben erledigt worden sind,....)

Die Perfektpartizipien der Deponentien sind aktivisch zu verstehen, einige Perfektpartizipien von Deponentien und Semideponentien können allerdings statt einer Vorzeitigkeit auch eine Gleichzeitigkeit ausdrücken: admiratus = verwundert, aus Bewunderung; arbitratus = glaubend, in der Meinung; cohortatus = auffordernd; moratus = sich aufhaltend; confisus = vertrauend, im Vertrauen auf; consolatus = tröstend; diffisus = misstrauend; gavisus = sich freuend, aus Freude darüber; locutus = sprechend; ratus = glaubend; secutus = folgend; usus = gebrauchend; veritus = (sich) fürchtend, aus Furcht

2) AcI

AcIs sind i.d.R. als abhängige Aussagesätze zu verstehen. Sie werden daher
meistens von Verben des Sagens, Glaubens oder der Gefühlsäußerung regiert - in diesen Fällen erfüllen sie - ähnlich wie die entsprechenden deutschen dass-Sätze - die Funktion eines Objekts. Bei unpersönlichen Ausdrücken (z.B. constat, apparet, necesse est...) erfüllen sie die syntaktische Funktion des Subjekts.

Im AcI steht daher beim Infinitiv Perfekt Passiv (IPP) das PPP und beim Infinitiv Futur Aktiv (IFA) das PFA im Akkusativ; beim IFA fehlt oft esse, sodass das PFA im Akk allein den IFA bildet.

Spero te mox rediturum. Ich hoffe, dass du bald zurückkehrst.
Seltener, aber nicht ungewöhnlich ist die Elipse von esse beim IPP.

Das Akkustivsubjekt und der Infinitiv bilden - ähnlich wie Partizipien und ihr BZW - i.d.R. einen Rahmen (sogenannte geschlossene Wortstellung). Ist der Infinitiv des AcI ein transitives Verb, das ein Akkusativobjekt verlangt, können sich zwei akkusativische Nominalgruppen finden: ein Subjektsakkusativ und ein "normaler" Objektsakkusativ. In solchen Fällen gilt i.d.R., dass der erste Akkusativ das Subjekt des Infinitivs und der zweite das Akkusativobjekt ist.

3) NcI

Eigentlich ist der NcI nichts Anderes als ein ins Passiv gesetzter AcI. Dieser wird oft bei den Verben des Befehlens und Verbietens - sinere, prohibere, iubere, vetare - verwendet, wenn die Person, die ein Verbot bzw. Befehl ausspricht, nicht namentlich genannt wird.
Fur impune abire situs non est. Man ließ den Dieb nicht ungestraft davongehen.
Romam petere prohibeor. Ich werde davon abgehalten, nach Rom zu gehen./Mir wird verboten, nach Rom zu gehen.

Eine besondere Bedeutung nimmt in dieser Konstruktion das Verb videre an:
Mons altissimus esse videtur. Der Berg (wird gesehen=) scheint hoch zu sein./Es scheint, dass der Berg sehr hoch ist./Der Berg ist anscheinend sehr hoch.
Merke: videri, videor, visus sum = scheinen


Im Unterschied zum Deutschen zum (aber ähnlich wie im Englischen) werden auch audire und einige Verben des Sagens und Denkens im Passiv mit einem NcI verwendet. In solchen Fällen können wir den NcI nicht wörtlich übersetzen, sondern müssen Alternativen suchen:
Marcus piger esse dicitur. Von Marcus wird gesagt, er sei faul./Es heißt/Man sagt, Marcus sei faul./Marcus ist angeblich faul./Marcus soll faul sein.
Nicht alle Verben des Sagens und Denkens, von denen ein AcI abhängen kann, werden mit NcI verwendet. Häufig finden sich dicor, nuntior, putor, existimor, iudicor, intellegor, credor sowie - ausschließlich in der dritten Person - fertur und traditur.

Eine Lateinübersetzung wird immer dann kritisch, wenn man versucht, interlinear zu übersetzen, also ein Wort nach dem anderen. Wenn die Bedeutung nicht (wie bei ganz kurzen Sätzen) auf der Hand liegt, fragt man sich durch wie in einer fremdem Stadt, wo man auf Auskunftswillige trifft.
(So etwas wie ein Navi gibt es dabei nicht!)

http://dieter-online.de.tl/Latein.ue.bersetzung-1.htm

Die Bereiche, die man zunächst ausklammert (Abl. Abs., PC und AcI) sind dort auch beschrieben. Such mal in LATEIN ein bisschen herum.

Und lies auch dies einmal:
http://dieter-online.de.tl/Wie-wird-man-schlecht-in-Latein-f-.htm

Salve,

also in Latein wird ja fast nur übersetzt. Und wenn mal nicht übersetzt wird, spricht man über den Text, den man gerade übersetzt hat. Warum wählst du es als Prüfungsfach, wenn du es nicht kannst?

Mein Tipp: Wähl um und nimm Deutsch! Da kannst du über Texte sprechen, ohne dass du sie vorher übersetzt haben musst. Wenn man dir das Übersetzen in den vergangenen 5 Jahren niemand beibringen konnte, kann das hier auch niemand in 5 Minuten. 

Mein Tipp2: Setz dich mit jemandem zusammen, der Latein kann. Vielleicht könnt ihr dann gemeinsam herausfinden, woran es liegt, bzw. was dir hilft. Wenn du Formen und Vokabeln kannst, ist das i.d.R. ein individuelles Problem und kann nicht per Ferndiagnose gelöst werden.

Mein Tipp3: Lern Vokabeln - so viele wie möglich und mindestens alle, die in deinem Lehrbuch vorkommen / vorkamen. Das hilft ungemein. Dasselbe gilt für die Deklinationen, Zeitformen, Stammformen und Pronomen. Die Morphologie (Formenkenntnis) ist die Grundlage einer jeden Übersetzung. Wenn du da nicht auf Kenntnisse zurückgreifen kannst und dich nur versuchst mit dem Wörterbuch "durchzuraten", kann man dir nicht helfen. Das ist, wie wenn du ein Hochhaus in den Sumpf baust. Das muss umfallen. Aber da du nichts Konkreteres über dich geschrieben hast, war das jetzt nur so eine Vermutung.



=> Einen allgemeinen Tipp, wie du ihn dir hier vielleicht erhoffst, gibt es nicht. Wenn man die Übersetzungskompetenz mit einem solchen Tipp herbeizaubern könnte, müsste man Latein nicht 5 Jahre lang in der Schule mühsam erlernen.


=> Wenn du beim Übersetzen eine konkrete Frage hast, stell sie hier.


LG
MCX


Vokabellernen ist schon extrem wichtig. Zu meiner Zeit gab es einen lateinischen Grundwortschatz mit 2000 Wortstämmen zu kaufen. Den habe ich nach dem schriftlichen Abitur (war leider nur eine 4  -  14 Vokabelfehler) systematisch auswendig gelernt mit an jedem Tag einer halben Flasche Chateau neuf du Pape. Hat sehr geholfen; im mündlichen habe ich dann die zwei gerettet.

Versuche alle Vokabeln, die du benötigst, sorgfältig zu lernen. Wenn du dann einen Satz vor dir hast, schaust du dir jedes Wort einmal an und wenn du dann keine Vokabelfragen hast, kannst du anfangen. Erstmal das Verb, dann das Subjekt, dann das Objekt (etc.) bestimmen & dann den Satz übersetzen.

Ich muss noch hinzu fuegen dass du mit dem Praedikat anfangen, und den AcI nicht vergessen solltest.

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@Kantisator

Du hast doch geschrieben: Such erstmal das Verb. Das finite Verb. Aber wir müssen natürlich auch nach AcI  und auch nach ablativus absolutus suchen.

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Das kann viele Ursachen haben. Könntest du bitte konkreter werden?

Warum hast du dann ausgerechnet Latein gewählt?

Damit ich hier dumme Fragen stellen kann..

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