Ich mache gerade Chemie Hausaufgaben und komme nicht weiter... Könnt ihr mir bitte so schnell wie möglich helfen? Danke im Voraus.?

...komplette Frage anzeigen Aufgabe 2
Nummer V - (Chemie, Giftgase)

3 Antworten

Moin,

Aufgabe 1a)
Die salzsaure Lösung leitet elektrischen Strom. Das liegt daran, dass die Hydrogenchlorid-Moleküle (Chlorwasserstoff) in Wasser in Ionen dissoziiert. Diese Ionen sind in der Lösung frei beweglich, was eine Voraussetzung für Stromfluss ist. Die Reaktionsgleichung dazu lautet:

HCl + H2O ---> H3O^+ + Cl^–
Hydrogenchlorid und Wasser reagieren zu Oxoniumionen und Chloridanionen.

1b)
Ich gehe einmal davon aus, dass nicht wirklich in ein und dieselbe Lösung die angegebenen Metalle getaucht werden, sondern das jedes Metall in eine eigene salzsaure Lösung getaucht wird (sonst wird die Erklärung komplizierter).
Beim Eintauchen von Zink setzt eine relativ starke Reaktion ein, in deren Verlauf sich das Reaktionsgefäß erwärmt und man eine Gasbildung sehen kann. Bei der Reaktion entsteht auch ein Salz, wobei die salzsaure Lösung weniger sauer wird. Die dazu gehörende Reaktionsgleichung lautet:

Zn + 2 HCl ---> ZnCl2 + H2
Zink und Salzsäure reagieren zu Zinkchlorid und Wasserstoff.

Beim Eintauchen von Eisen setzt eine kontinuierliche, aber relativ schwache Reaktion ein. Wieder kann man kleine Gasbläschen aufsteigen sehen. Auch hierbei entsteht ein Salz. Die Reaktionsgleichung lautet:

Fe + 2 HCl ---> FeCl2 + H2
Eisen und Salzsäure reagieren zu Eisen-II-chlorid und Wasserstoff.

oder

2 Fe + 6 HCl ---> 2 FeCl3 + 3 H2
Eisen und Salzsäure reagieren zu Eisen-III-chlorid und Wasserstoff.

Beim Eintauchen von Kupfer passier fast gar nichts. Ab und zu steigt vielleicht mal ein einsames Gasbläschen auf.

Cu + HCl --//--> (praktisch keine Reaktion)

Fazit: Säuren und unedle Metalle reagieren zu Salzen und Wasserstoff. Je edler das Metall, desto schwächer die Reaktion.

1c)
Kalkstein (oder Marmorstückchen) bestehen chemisch gesehen überwiegend aus Calciumcarbonat. Wenn man Carbonate mit Säuren übergießt, kann man immer eine Schaumbildung beobachten. Es entsteht also ein Gas. Außerdem löst sich das Carbonat dabei auf. Dabei laufen im Grunde zeitgleich zwei chemische Prozesse ab:

1. CaCO3 + 2 HCl ---> CaCl2 + H2CO3
Calciumcarbonat und Salzsäure reagieren zu Calciumchlorid und Kohlensäure.

Die Kohlensäure ist keine stabile Verbindung. Laut der Erlenmeyer-Regel sind Moleküle, bei denen zwei Hydroxygruppen (–OH) an einem Kohlenstoffatom gebunden sind, nicht stabil; sie zerfallen unter Abspaltung von Wasser. Darum:

2. H2CO3 ---> CO2 + H2O
Kohlensäure zerfällt in Kohlenstoffdioxid und Wasser

Das Kohlenstoffdioxid ist dann auch das Gas, dessen Entstehung man beobachten kann.

Zusammenfassung:
CaCO3 + 2 HCl ---> CaCl2 + H2O + CO2

1d)
Gelöste Silberionen sind ein Nachweismittel für Halogenid-Anionen. Sie bilden zum Beispiel bei Anwesenheit von Chlorid-Anionen das in Wasser nahezu unlösliche Salz Silberchlorid. Da dieses Salz wasserunlöslich ist, fällt es als weißer, käsiger Niederschlag aus. Das kann man sehen... Eine wässrige Lösung von Hydrogenchlorid (also eine salzsaure Lösung) enthält Chlorid-Anionen (siehe Aufgabe 1a). Also fällt Silberchlorid aus, wenn man die salzsaure Lösung mit einer Silbernitratlösung zusammen gibt. Die Reaktionsgleichung dazu lautet:

Ag^+ (aq) + NO3^– (aq) + H3O^+ (aq) + Cl^– (aq) ---> AgCl (s) + H3O^+ (aq) + NO3^– (aq)
Eine wässrige Lösung von Silberkationen und Nitratanionen reagiert bei Zugabe einer salzsauren Lösung so, dass Silberchlorid ausfällt.

Dabei bedeuten "aq" in Wasser gelöst (vom englischen "aqueous" = "wässrig") und "s" fest (vom englischen "solid" = fest).

Aufgabe 2-I)
c) ist richtig. Du würzt dein Ei mit Kochsalz. Kochsalz ist ein Trivialname des chemischen Stoffes Natriumchlorid, der zum Beispiel bei einer Reaktion zwischen Natrium und Chlor entsteht.

II)
b) ist richtig. Die Formel von Diphosphorpentoxid lautet P2O5. Wenn du davon 1 mol hast, aber pro Molekül 2 P-Atome enthalten sind, hast du 2 mol Phosphor in 1 mol Diphosphorpentoxid.

III)
c) ist richtig. Marmor besteht ganz überwiegend aus Calciumcarbonat (vgl. Aufgabe 1d).

IV)
a) ist richtig. Die Formel von Schwefelsäure lautet H2SO4. Demnach sind sieben Atome darin enthalten, nämlich zweimal Wasserstoff, einmal Schwefel und viermal Sauerstoff (2 + 1 + 4 = 7).

V)
c) ist richtig. Kohlenstoffmonoxid hat eine viel größere Affinität zum Hämoglobin im menschlichen Blut als Sauerstoff oder Kohlenstoffdioxid. Das bedeutet, dass das Hämoglobin von allen in den Körper eingedrungenen Kohlenstoffmonoxid-Molekülen besetzt wird, so dass ein Sauerstoff-(oder Kohlenstoffdioxid-)Transport deutlich erschwert wird. Natürlich kommt es auf die Dosis an, aber wenn der größte Teil des Hämoglobins mit Kohlenstoffmonoxid besetzt ist, erstickt man. Aber selbst wenn man überlebt, kann es zu einer gefährlichen Unterversorgung der Organe mit Sauerstoff kommen, was zum Beispiel zu Hirnschäden führen kann...

VI)
Hmmm, das ist knifflig. Also klar ist erst einmal, dass es weder Sauerstoff (a) noch Helium (c) sind. Sauerstoff fördert zwar die Verbrennung, aber er selbst ist nicht brennbar. Sonst würde eine Stichflamme durch einen Raum jagen, wenn man zum Beispiel ein Streichholz anzündet...
Helium reagiert mit überhaupt keinem anderen Element, also auch nicht mit Sauerstoff (bei einer Verbrennung).
Aber nun wird's kompliziert. Stickstoff (d) ist ziemlich reaktionsträge. Aluminium ist dagegen geradezu versessen auf eine Verbindung mit Sauerstoff. ABER: Mit "brennt am besten" ist ja wohl "Verbrennen mit Flamme" gemeint, oder? Und dann muss beachtet werden, dass Flammen bei einer Verbrennung entstehen, wenn Gase entzünden. Oder anders gesagt: Flammen sind brennende Gase. Tja, und die Temperatur, die nötig ist, um Aluminium in die Gasphase zu bringen, liegt bei 2500°C. Das ist zwar beileibe keine utopische Temperatur, aber doch ganz ordentlich.
Stickstoff verbrennt dagegen schon ab etwa 1000°C (jedenfalls ist ab diesem Temperaturbereich mit der Bildung von thermischem NOx zu rechnen. Im sogenannten Zeldovich-Mechanismus "verbrennt" dann Stickstoff. In Autos entstehen so Stickoxide bei Temperaturen um 1900°C. Ich sehe mich daher außerstande, hierauf eine Antwort zu geben; auch, weil ich nicht genau weiß, was mit "brennt am besten" genau gemeint ist...

VII)
Das ist nun wieder trivial; dazu braucht man nur eine geeignete Quelle... Dann findet man
a) Eisen: 7,874 g/cm^3 (oder 7874 kg/m^3; bei 20°C)
b) Aluminium: 2,700 g/cm^3 (oder 2700 kg/m^3; bei 20°C)
c) Iridium: 22,560 g/cm^3 (oder 22560 kg/m^3; bei 20°C)
d) Kupfer: 8,920 g/cm^3 (oder 8920 kg/m^3; bei 20°C)
Demnach hat c) Iridium mit Abstand die größte Dichte...

LG von der Waterkant.

Danke

0

Zum würzen von Frühstückseiern.

Natriumchlorid = Kochsalz

Eine Verbindung von Natrium und Chlor. 

2 V: Kohlenmonoxid.

2 I: Nicht unmöglich, aber extrem ungewöhnlich.

2 VI: Falsch.

Was möchtest Du wissen?