Ich mache bald einen Nebenjob brauche einen Girokonto, aber meine Mutter bezieht hartz 4!

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10 Antworten

Du bildest mit deiner Mutter eine "Bedarfsgemeinschaft". Das bedeutet, dass das Geld, das du verdienst, tatsächlich von dem Geld abgezogen wird, das ihr bekommt.

Aber dein Arbeitgeber wird das nicht mitbekommen. Das Geld kommt auf dein Girokonto, mehr hat den nicht zu kümmern.

Und ich denke auch, du solltest das tun, denn du bist auf dem richtigen Weg. Momentan verdienst du vielleicht noch zu wenig, um euch da aus diesem "Sumpf" zu ziehen. Aber du sammelst Erfahrung, und vielleicht stellt dir dein Arbeitgeber ein gutes Zeugnis aus, das dir später die Suche nach einer anderen Stelle erleichtert.

Wenn du 18 bist, kannst du ja dann auch ausziehen - mit dem guten Zeugnis, mit der gesammelten Erfahrung, und vielleicht sogar mit der Stelle, die du jetzt gefunden hast. Dann gehen die EUR 400 nicht mehr an die Arbeitsagentur, sondern du zahlst damit deine Miete.

-> Job annehmen, auch wenn von dem Geld erst einmal nichts bleibt. Nur wenn die Schule darunter leidet, würde ich es mir nochmal überlegen.

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Du bzw.deine Mutter ist verpflichtet,jede Änderung dem Jobcenter mitzuteilen,welche Einfluss auf den Leistungsbezug haben könnte und dazu zählt auch deine Nebentätigkeit !

Deine Mutter hat da völlig recht,es werden dir im Endeffekt von deinen 400 € nur 160 € bleiben,weil deiner Mutter die Restlichen 240 € als anrechenbares Einkommen von deinem Bedarf abgezogen werden.

Demzufolge musst du deiner Mutter dann die fehlenden 240 € von deinem Einkommen abgeben,wenn du weiterhin so bei deiner Mutter leben willst wie bisher.

Was für dich evtl.auch noch infrage kommen würde ist,wenn du weiterhin die Schule besuchst,könntest du in den Schulferien in bis zu 4 Wochen,bis zu 1200 € zusätzlich verdienen.

Du darfst danach nur keine Ausbildung machen bzw.diese Entlohnt bekommen und wieder die Schule besuchen.

Dann könntest du rein theoretisch pro Jahr 1200 € in 4 Wochen verdienen + 11 Monate jeweils 100 € Grundfreibetrag = 2300 € Freibetrag pro Jahr.

Du musst dann nur auf dein Schonvermögen achten,denn das beträgt nur 3100 € + einmalig 750 € für notwendige Anschaffungen,gesamt also 3850 €.

Kämst du nämlich darüber,wird der Überschuss auf deinen Bedarf angerechnet und deine Leistungen dementsprechend gekürzt.

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Selbständig mit 16? Teamleiterin? Klingelt da Tupperware, Versicherungen, Staubsauger oder all das Gedöhns? Mädel, das kannst du vergessen! Du kannst von den 400 € nur 100 behalten und vom Rest noch mal 20%, also insgesamt 160 € . Der Rest wird deiner Mutter vom Hartz 4 abgezogen. Meldest Du das der Arge nicht, drohen deiner Mutter empfindliche Strafen. Nachzahlen müßtet ihr auch ALLES!

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Die Frage der Einkommenanrechnung ist vollkommen unabhängi von der Frage nach dem eigenen Konto.
Ein eigenes Konto hat schlichtweg keinerlei Einfluss auf Höhe und Art der Anrechnung, denn die individuellen Mitteilungs- und Offenlegungspflichten haben NICHT DAS GERINGSTE damit zu tun, auf wen das Konto läuft.

Grundsätzlich ist es so, dass a) das Jobcenter selbstverständlich a) zulassen wird, und muss, dass du Einkommen generierst und dass b) dein Erwerbseinkommen nur und ausschließlich auf deinen eigenen Bedarf angerechnet werden darf (es sei denn, du unterstützt dene Mutter freiwillig). Lediglich der Teil des Kindergeldes, den du nicht zur eigenen Bedarfsdeckung benötigst, muss ggf. beim Kindergeldberechtigten angerechnet werden.

Bei der Bestimmung deines anrechnungsfähigen Einkommens bzw. des übersteigenden Kindergeldbetrags müssen die ganz normalen Absetzbeträge des § 11 b SGB II berücksichtigt werden (bei Minijob 100€ + 20% vom übersteigen Teil).

Fazit:
Dein Mutter hat keine Ahnung
Teamleiterin hat guten Tipp gegeben
Du (oder Mutter) MUSS dein Einkommen dem JC mitteilen/nachweisen (egal, auf wessen Konto es geht oder ob es bar gezahlt wird)

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Deine Mutter und du bildet für die ARGE eine BEDARFSGEMEINSCHAFT. Das heißt das was DU verdienst wird deiner Mutter abgezogen. Du müsstest warten bis du 18 bist und ausziehen wenn deiner Mutter nichts abgezogen werden soll. Und wenn du es verheimlichst würde deine Mutter eine Sperre kriegen.

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Du wohnst mit deiner Mutter zusammen, das heißt, ihr seid eine Bedarfsgemeinschaft. Alles was ihr an Einkommen habt, müsst ihr angeben, auch wenn das Geld auf dein eigenes Konto geht. Hundert Euro darfst du behalten, alles was mehr ist, wird deiner Mutter abgezogen. Solltet ihr dein Nebeneinkommen nicht angeben, ist das Betrug. Sollte das rauskommen, muss deine Mutter das ganze Geld, was sie an Hartz4 bekommen hat zurück zahlen. Eine Strafe würde mit Sicherheit auch auf euch zu kommen.

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Ein Girokonto kannst du natürlich immer zusammen mit deiner Mutter bei einer Bank aufmachen.

Aber leider hat deine Mutter recht.

Du bildest mit deiner Familie gemeinsam eine Bedarfsgemeinschaft. Das JC schaut sich nun an, was alles an Geld in eure Familie hineinfließt und verrechnet diesen Zufluss mit eurem Anspruch auf ALO 2.

Wenn du jetzt einen Nebenjob machst und tatsächlich 400 Euro im Monat bekommst, fließt dieser Betrag eurer Bedarfsgemeinschaft zu und wird weitgehen mit eurem Anspruich verrechnet.

Lediglich ein sogenannter Selbstbehalt von 100 Euro bleibt unter dem Strich bei dir hängen. :-/ Wegen der restlichen 300 Euro erhaltet ihr dann weniger ALO 2!

Sozialpolitisch ein Schildbürgerstreich, der leistungsorientierte Kinder und Jugendliche von Hartz 4-Gemeinschaften faktisch für ihre Leistungsorientierung bestraft! :-/

Aber ich arbeite dran und soufliere den Sozialpolitikern der SPD immer mal wieder dieses Problem... :-)

Ah ja, die Einnahme zu verschweigen, bringt auch nichts, sondern führt nur zu Ordnungsstrafen und womöglich einer Betrugsanzeige, da das immer rauskommt. Die Sozialbehörden nehmen automatisierte Datenabgleiche mit den Finanzbehörden vor...

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Können Kinder ihren Bedarf mit eigenem Einkommen decken, scheiden sie aus der SGB II-Bedarfsgemeinschaft (BG) aus. Überschüssiges Einkommen darf nicht – wie sonst - auf die anderen Mitglieder der BG verteilt werden. Fließt nicht benötigtes Kindergeld an den Kindergeldberechtigten zurück, ist davon zunächst die Versicherungspauschale in Höhe von 30 EUR in Abzug zu bringen. Bei solchen Fallkonstellationen lohnt sich eine genaue Prüfung der Einkommensberechnung und -bereinigung.

Herausfallen von Kindern aus der Hartz IV Bedarfsgemeinschaft Der § 7 Abs. 3 Nr. 4 SGB II bestimmt, dass Kinder und junge Erwachsene nicht zur Bedarfsgemeinschaft gehören, wenn sie ihren Lebensunterhalt aus eigenem Einkommen sicherstellen können. Das ist der Fall, wenn das Einkommen ihren Bedarf übersteigt. Der Bedarf berechnet sich aus dem jeweiligen Regelsatz, gegebenenfalls Mehrbedarfszuschlägen und dem Prokopfanteil der Unterkunfts- und Heizkosten.

Daraus folgt, dass nicht-hilfebedürftige Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene bis 25 Jahre (§ 7 Abs. 3 Nr. 2 SGB II) ihr Einkommen nicht in die Bedarfsgemeinschaft einbringen müssen. Vielmehr besteht gar keine BG mit Eltern, gegebenenfalls deren Partner sowie den Geschwistern. Eine Anrechnung von überschüssigem, den Bedarf des Kindes oder jungen Erwachsenen übersteigenden Einkommen ist demnach unzulässig. Eine Ausnahme bildet hier das Kindergeld, das das Kind nicht zur Deckung des eigenen Bedarfs benötigt.

Kinder können in den folgenden Konstellationen aus der SGB II-Bedarfsgemeinschaft herausfallen. Hier ist im Einzelfall zu prüfen, ob und in welcher Höhe Einkommensanteile bei der hilfebedürftigen "Restfamilie" angerechnet werden darf:

Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene,

  • die von dem getrennt lebenden Elternteil Unterhalt oder Leistungen nach dem Unterhaltsvorschussgesetz (UVG) erhalten und in Verbindung mit Kindergeld und Wohngeld aus dem SGB II-Leistungsbezug fallen,

  • die in Verbindung mit Waisen- oder vergleichbaren Renten, Kindergeld und Wohngeld aus dem Leistungsbezug fallen oder

  • die über eigenes Erwerbseinkommen verfügen und damit ihren Bedarf decken können bzw. in Verbindung mit Unterhalt, Waisenrenten, Kindergeld und Wohngeld aus dem Leistungsbezug fallen.

Allerdings begründen Kinder und junge Erwachsene, die aus der BG herausgefallen sind, mit ihren Eltern eine Haushaltsgemeinschaft. Diese besteht, wenn Verwandte und Verschwägerte mit Hilfebedürftigen in einem Haushalt leben (§ 9 Abs. 5 SGB II). Bei verwandten und verschwägerten Personen, die zusammen in einer Haushaltsgemeinschaft leben, wird vermutet, dass diese sich gegenseitig unterstützen, soweit dies von ihnen erwartet werden kann (§ 9 Abs. 5 SGB II). Eine solche Unterhaltsleistung wird jedoch erst erwartet, wenn das bereinigte Nettoeinkommen (abzüglich Erwerbstätigenfreibeträge und sonstiger Absetzbeträge) die zweifache Regelleistung von derzeit 351 EUR zuzüglich des Prokopfanteils der Kosten für Unterkunft und Heizung übersteigt (§ 1 Abs. 2 ALG II-VO).

Quelle:

http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/hartz-iv-einkommen-kinder-bedarfsgemeinschaft3221.php

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Atzec 22.03.2014, 11:17

Klingt schön, bringt praktisch aber nichts für minderjährige Minijobber.

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Wenn du arbeitest wird das Geld in eurem gesamten Haushalt zusammengerechnet und deiner Mutter evtl abgezogen. Verheimlichst du dem Amt das, ist das eine Straftat.

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Du musst es beim Arbeitsamt melden.

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