Ich komme nicht über den tot hinweg!?

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11 Antworten

Ich kenne das. Meine Hündin vor 20 Jahren gestorben ist (eingeschläfert wegen Krebs) haben wir viele Jahre immer wieder Tränen in den Augen gehabt, wenn wir ein Bild gesehen haben, über sie gesprochen haben etc.

Und mein letzter Rüde ging am 28.07.2009. Er starb mit 5,5 Jahren an der Folge einer Krankheit. Wenn wir über ihn sprechen oder ich mir Bilder anschaue oder ich an "seinem Baum" vorbei laufe oder natürlich an seinem Todestag - schiessen mir immer die Tränen in die Augen - auch meinem Lebensgefährten. Auch wir haben mittlerweile eine ältere Hündin (Nothundin) und einen Junghund, die ich beide sehr sehr liebe - dennoch werde ich meinen Duke nicht vergessen. Und demnächst ist Jahrestag - mir graut es davor.

Bei Tieren ist das leider so - sie leben nicht so lange wie wir - wir müssen also uns immer wieder von einem geliebten Tier verabschieden.

Ich habe zwei 15 jährige Katzen (eine Herz- und Nierenkrank, die andere hat Krebs) und meine Hündin ist um die 12 Jahre alt (aus sehr schlechter Haltung), d. h. in den nächsten Jahren werde ich mich von allen drei verabschieden müssen. Davor habe ich richtig Angst.

Aber ich sage mir - alle haben ein wirklich gutes Leben bei uns. Sie sind glücklich bis zum letzten Tag.

Du musst dich doch gar nicht von ihr verabschieden. Irgendwann müssen wir alle den Weg über die Brücke gehen und dann werden wir unsere geliebten Menschen und Tiere wiedersehen, die schon vor uns gingen um ein Plätzchen für uns frei zu halten. Ich bin in Gedanken noch immer mit meinen gegangenen Lebensgefährten (Hunden) in Kontakt und ich weine auch noch manchmal um sie. Aber das wir uns wiedersehen wenn meine Zeit gekommen ist macht es mir leicht.

Du trauerst um deinen Hund. Mancher in unserer Gesellschaft akzeptiert es nicht, dass Trauer um einen Hund dieselbe Trauer ist wie um einen nahe stehenden Menschen.

Aus diesem Grund wird uns/ Dir keine Trauerzeit gewährt und so neigt man dazu diese Trauer möglichst nicht zu zeigen und zu verdrängen. Dann passiert das was du erlebst. Man kann nicht darüber hinweg kommen.

Du solltest Dich mit diesem Hund und Deiner Trauer um ihn beschäftigen. Besuche entsprechende Orte, die dich mit ihm verbinden und nimm Deine jetzigen Hunde mit, mache Orte daraus für Euch alle. Besuche eine Seite/ Plattform im Internet welche auch für die Hunde die man im Herzen trägt ermoeglichen eine Seite einzurichten ( z.b. Vivatier) Dort kannst du Bilder von Deinem Hund einstellen, Lieder die euch verbinden hochladen und du wirst Zuspruch von vielen Seiten in deiner Trauer bekommen...

Es ist ein Platz für deinen Hund den du immer wieder besuchen kannst. Du wirst beim Bilder aussuchen oft noch Tränen in den Augen haben.... Aber du wirst sehen, das wird Dir helfen!

Denk immer daran unsere Hunde haben uns etwas voraus im Normalfall - sie begleiten uns eine Weile, aber sie müssen nicht um uns trauern.

Hallo,

ich habe meinen Hund auf eine sehr tragische Art und Weise verloren. Er schlief einfach ein und wachte nicht mehr auf, im Alter von 3 Jahren und elf Monaten. Es gab kein Vorzeichen. Einfach nichts. Selbst unser Tierarzt war völlig überrascht.

Im ersten halben Jahr nach dem Tod meines Hundes habe ich am Tage nur funktioniert. Dann bekam ich Kontakt mit Menschen, die sich mit dem Leben, dem Sinn des Lebens und des Sterbens beschäftigen und ganz, ganz langsam habe ich viele Dinge verstanden. Warum er bei mir war, dass die Aufgabe, die er hatte, erfüllt war und auf ihn eine neue Aufgabe wartet. Ich bin überzeugt, dass er zu mir zurückkommt, als anderer Hund mit einer anderen Aufgabe. Das hat mich langsam - mit vielen vielen Gesprächen - getröstet und ich konnte mich dann an die schöne Zeit, die ich mit ihm hatte, erinnern und mich freuen, einen so tollen Hund gehabt zu haben.

Ich habe andere Hunde, die eine andere Aufgabe haben. Ich liebe jeden einzelnen auf seine Weise.

Du hast andere Hunde, die alles zerfetzen? Vielleicht spüren sie, dass Du sie nicht mit dem Herzen angenommen hast und Dich zu wenig auf sie konzentrieren kannst, weil Du noch um Deinen anderen Hund trauerst. Versuche einmal, sie mit ihren liebenswerten Seiten anzunehmen, ihnen auch Vertrauen entgegen zu bringen und mit ihnen gemeinsame Erlebnisse zu bekommen. Dann wirst Du sehen, dass das Leben auch wieder schöne Tage haben wird.

Nach Regen folgt immer Sonnenschein!

In diesem Sinne. Felli100

Vor einem halben Jahr wurde mein Schäferhund eingeschläfert, da er schon alt und sehr krank war. Ich war in meinem Zimmer, während er im Wohnzimmer eingeschläfert wurde, damit er nicht auch noch nie Fahrt zum Tierarzt überstehen musste. Ich bin auch immer noch sehr deprimiert, wenn ich mir vorstelle, dass ich ihn nie wieder sehen kann. Wir haben jedoch immer noch vier weitere Hunde, welche mir echt den Trost gespendet haben. Ich würde mich vielleicht echt noch mehr mit deinen jetzigen Hunden beschäftigen, damit du weniger an deren Vorgänger denkst.

goldenerEsel 07.07.2011, 23:30

tagsüber ist das ja auch gar kein Problem doch abends lag sie immer auf meinem bett und die beiden Hunde die ich habe kann ich leider nicht in mein zimmer lassen , denn sie zerfetzen einfach alles was sie in die quere bekommen . Dann merke ich halt schon wie sie mir fehlt und heul dann wieder los . Manchmal denke ich daran das ich sie niemals wieder sehen kann und habe angst meine beiden Hunde auch zu verlieren .!

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Ich denke mal der Tod gehört zum Leben dazu, auch das endgültige Abschied nehmen.

Ich vermenschliche jetzt einmal deinen alten Hund. Meinst du, er würde von dir erwarten, dass du bis in alle Ewigkeit um ihn trauerst? Ganz bestimmt nicht.

Dir tut es besonders Leid weil du dich nicht richtig verabschieden konntest. Das kann ich gut verstehen.

Was hindert dich daran, es heute zu tun, egal ob es 5 Minuten oder 5 Jahre her ist, deiner Seele wird es gut tun. Erfinde einfach dein eigenes Abschiedsritual.

Das könnte in Form eines Briefes sein, wo du alle deine eventuellen Tränen beschreibst, deine Trauer, den Kummer usw.. Dann um es zu vervollständigen legst du in den Brief ein paar Haare von ihr, von dir, ein Bild von Ihr oder sonst etwas was dir angemessen erscheint mit in den Brief und verbrennst es ganz feierlich.

Wenn du angemessene/verständnissvolle Freunde oder Angehörige hast lass sie bei dieser Zeremonie dabei sein und gedenkt ihr dabei. Sprecht über gemeinsame Erlebnisse oder wonach dir das Herz ist.

Aber dann lass sie bitte ruhen in Frieden, denn du hast auch Verantwortung für die, die leben, denn die haben ein Anrecht darauf, für deine ganze gesunde Gefühlspallette und deine volle Liebe.

Ich hoffe ich bin dir jetzt nicht zu nahe getreten.

Versuch Dich einfach an die positiven Sachen von damals zu erinnern. Und sei dankbar, dass Du so einen tollen Hund an Deiner Seite haben durftest. Ich finde es allerdings fragwürdig, ob es so gut ist, wieder Hunde zu halten. Meist ist keiner so toll wie der Erste. Und wenn Du mit dem Verlust so schwer klarkommst, wie wird es dann beim nächsten mal..? Also, Kopf hoch und sei dankbar für die schöne Zeit.

ja, das kann ich gut verstehen, ich habe meinen Hund auch schon in 2005 einschläfern lassen müssen weil ihm nicht mehr zu helfen war. Das Schlimme daran war, das wir uns nicht mehr verabschieden konnten weil erst als er in der OP war festgestellt wurde das ihm nicht mehr zu helfen war. Das habe ich bis heute nicht überwunden und es ist nun schon über 6 Jahre her. Man hat wohl im Leben nur einen Hund wo man mit ganzem Herzen daran hängt. Das heißt nicht, dass man dann keinen mehr nehmen soll, man liebt ja alle aber den einen"besonderen Hund" vergißt man nie. Da ich für mich keinen Rat weiß, habe ich für Dich leider auch keinen.

Trauer kann man nicht sehen, nicht hören, kann sie nur fühlen. Sie ist ein Nebel, ohne Umrisse. Man möchte diesen Nebel packen und fortschieben, aber die Hand fasst ins Leere.

Ich wünsche Dir alles Liebe.

Du brauchst doch nur die Wahrheit erkennen wollen. Du sagst selber er war alt, und nun? Wann willst Du begreifen, der Hund hat sein Leben gelebt, wie lange sollte er denn Leben? Klar ist es so etwas Traurig, aber, auch Du solltest verstehen, der Tod gehört zum Leben, Er beobachtet Dich und er will Dich nicht weinen sehen. erinnere Dich lieber an die schönen Stunden mit ihm. Viel Spaß, beim erinnern.

die zeit wird deine seelenwunde heilen.

Seit und seid unterscheiden lernen sowie tot und Tod!!

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