Ich komme mit Kritik nicht klar und möchte nicht mehr leben - was kann ich tun?

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19 Antworten

Rede mit vertrauten Personen darüber, dass du mit Kritik nicht umgehen kannst. Wie du schon sagst, du nimmst auch einiges bestimmt anders wahr als es gemeint ist. Wenn dich jemand wirklich kritisiert, gehört das dazu, wäre doch langweilig, wenn man der perfekte Mensch wäre ;) Kritik ist auch immer was subjektives, also würden dich andere in vielen Situationen gar nicht kritisieren, wie es manche tun. Manchmal gibt es eben Konflikte aber wer sagt, dass, der der dich kritisiert damit recht hat. Es ist gut, deine eigene Meinung zu haben. Außerdem kann man aus mancher Kritik lernen. Kritik ist auch meistens überhaupt nicht böse gemeint. Erkenne die Herausforderung, Kritik anzunehmen, Kritik entgegen zu stehen und deine eigene Meinung zu Geltung kommen zu lassen :) je nachdem, mit Kritik eben umgehen :) gib nicht auf. Aber schreib dir das aus dem Kopf, eine Last zu sein. Der Beweis für das Gegenteil alleine ist doch schon, dass deine Familie traurig wäre, wenn du nicht mehr da wärst. Du gibst dir Mühe, mach weiter :)

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Jules394 27.07.2016, 01:21

Jetzt hab ich Pipi in den Augen :) Danke für die liebe Antwort :)

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Wenn du das Gefühl hast, dass du nicht viel zurückgeben kannst, kannst du ja kleine Aufmerksamkeiten für deine Familie und deine Freunde vorbereiten.

So ein kleiner "Ich hab dich lieb" oder "Danke, dass du da bist"-zettel am Kühlschrank oder auf dem Nachttisch kann Wunder bewirken und zeigt den Menschen um dich herum, dass du dankbar für die Unterstüzung bist, die du bekommst!

Und versuch, nicht zu hart mit dir selbst zu sein! Mach dir vielleicht  eine Liste von Dingen, von denen du weißt, dass du gut darin bist und beiß dich nicht zu sehr daran fest, wenn Leute etwas an dir kritisieren.

Und an Tagen, wo es dir mega schlecht geht... mach eine Liste von mindestens 20 Dingen, für die du in deinem Leben dankbar bist und hör nicht auf, bevor dir 20 einfallen. Du würdest dich wundern, wie viele Dinge es gibt, für die es sich zu leben lohnt.

Ich wünsch dir alles Gute! :)


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Hallo,

das beste für Dich warscheinlich Unterhaltung. Du musst abgelenkt werden. Wie findest Du zum Beispiel eine Ehrenamtliche Tätigkeit, oder eine leichte Sportgruppe (autogenes Training). Du kannst Dir aber auch ein Katalog von der Volkshochschule zusenden lassen. Du glaubst gar nicht wieviel interessante Sachen da drin stehen. Du wirst es nicht glauben, aber es gibt sogar ein Lachkursus. Den Katalog würde ich mir mal schicken lassen. Es gibt auch Diskussionsabende für verschiedene Themen. Ich glaube der Katalog ist sogar umsonst.

Alles andere ist kalter Kaffee. Glaube mir, das Leben kann wirklich super sein.

Solltest Du noch Fragen haben, maile !

Alles Gute

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Wie wäre es mit einer Wohngruppe für junge Borderliner? Da könnte dir ziemlich effizient und intensiv und in allen Bereichen geholfen werden. Es ist auch immer jemand (Pfleger) da.

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Therapien nützen nichts, wenn sie nicht an der Ursache anhebeln:
Und das ist bei Dir eine falsche Einstellung.

Du musst Dir darüber klar werden, dass Kritik nicht gleich Diskriminierung ist, sondern helfen soll, Dich zu integrieren.

Regelmäßige Meditation darüber und eventuell ein Ritual, mit dem Du Deine Überempfindlichkeit ablegst, helfen Dir, Dich einzukriegen. Vor allem mach Dir mal klar, dass das Leben ein Hürdenlauf ist und keine Party. Sieh es als Herausforderung an, die Konflikte zu meistern, anstatt Dich wie eine beleidigte Leberwurst ins Schneckenhaus zurückzuziehen.

Du darfst nicht jede Art Kritik pauschal als Feindseligkeit betrachten! Nimm konstruktive Kritik an und bedank Dich dafür - es ist eine Hilfe, besser zu werden! Will Dich jemand nur runtermachen, dann wehre Dich - aber nicht, indem Du durchdrehst, sondern erst nachdenken und dann sachlich kontern.

Überempfindlichkeit ist ein Zeichen dafür, dass Du Dich als hilfsloses
Baby empfindest, dem es alle anderen recht machen müssen. Du brauchst
Dich nur solange minderwertig zu fühlen, als Du Deine Unzulänglichkeiten
verteidigst. Sobald Du Dich bemühst, die Dinge richtig zu machen, bist
Du o.k. und ein akzeptables Mitglied der Gesellschaft.

Wichtig ist, dass Du unterscheiden lernst, welche Kritik berechtigt ist und welche nicht. Wenn Dir das nicht klar ist, frage nach, wie das gemeint war. Wer es gut mit Dir meint, wird es Dir plausibel erklären.

http://psychotraining.beepworld.de

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Ich weiß wie es ist, ich hab selbst Depressionen, hab mich 7 Jahre lang verletzt, hab dies &' das mit mir gemacht &' ich bin down, richtig down, aber ich kämpfe trotzdem, da ich einfach meine Zukunft aufbauen möchte, ich möchte als Kriegerin in die Zukunft schauen &' sagen können 'Nun ist der Kampf vorbei, ich hab es geschafft' Die Zeit heilt alle Wunden, glaub mir. :)

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Bezüglich meiner Zwangsstörung (+Ängste, +depr.Phasen) war ich vor wenigen Wochen in der Klinik. Und beim Gruppengespräch haben sich einige Patienten darüber aufgeregt, dass ich zu den Essen-Zeiten regelmäßig 5 bis 10 Minuten später erscheine. Ich fragte: "Wo ist das Problem, wenn ich rechtzeitig fertig und nicht der letzte Esser bin?"

Weil ich derartige Idioten-Kritik auch nicht vertrage, verließ ich die Klinik. Aber positive Kritik sollte man erkennen und akzeptieren.

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psybel 09.07.2017, 13:24

Warum 5 bis 10 Minuten zu spät? Und warum "regelmäßig"?

Das Problem, spät zu kommen und dann "rechtzeitig" fertig zu sein, besteht in der kürzeren Zeit, in der Du das Essen herunterbringst.

Und die Prozedur ist vermutlich auch ein Dich befriedigender Regelverstoß, wie so viele derartige kleine Ersatz-Machtausübungen, mit denen Du den "Idioten-Kritikern" zeigen kannst, wie stark und unabhängig Du bist.

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In etwa weiß ich wie es dir geht !
Ich hab auch einiges durch machen müssen. Und weißt du was mir einfach gefehlt hat? Ein richtiger Schubs in die richtige Richtung. Ich rede jetzt nicht von einem Körperlichen Schubs xD
Finde etwas für dich was du magst ( vielleicht hast du auch schon was). Versuche, dich dort herein z steigern so gut es geht. Ablenkung tut gut ! Das wäre ein kleiner Schritt in die richtige Richtung. Feiere kleine Erfolge genau so wie große :)

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Hallo Jules394,

da kommt ja so einiges zusammen, dass ich nachvollziehen kann, wenn man die Hoffnung verliert. Aber es gibt immer einen Weg, nur ist der anscheinend bei Dir noch nicht gefunden. Welche Therapien hast Du denn bisher durch? Vielleicht war einfach nicht die Richtige dabei.

LG

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Jules394 27.07.2016, 01:10

Jahrelange Verhaltenstherapie bei verschiedenen Therapeuten, Psychiatrieaufenthalt (geschlossen und offen), tiefenpsychologische Therapie, Psychiatrische Ambulanz und stationär in einer psychosomatischen Klinik. Ich weiß nicht mehr weiter...

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Buddhishi 27.07.2016, 01:20
@Jules394

Das sind all die Therapien, die bisher von den Krankenkassen übernommen wurden. Es kann aber durchaus sein, dass diese Therapien nicht 'anschlagen'.

Manche psych. Erkrankung ist z. B. durch Verletzungen der Seele, also durch ein Trauma, entstanden, und dann wirkt selbstverständlich nur eine Traumatherapie wirkungsvoll.

Der folgende Link zeigt, wieviele verschiedene Therapien es gibt und erklärt damit eindrücklich, dass es keinen Grund gibt, die Hoffnung aufzugeben, sondern mit Geduld weiter dranzubleiben.

https://www.google.de/search?q=%C3%BCbersicht+psychotherapien&ie=utf-8&oe=utf-8&client=firefox-b&gfe_rd=cr&ei=3u6XV4vFCZDW8Afn8YOoAQ

Unter dem folgenden Link findest Du Hilfe, die für Dich wirklich geeignete Therapie zu finden:

http://www.psychotherapiesuche.de/

Viel Erfolg und alles Gute für Dich wünscht Dir

Buddhishi

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Als erstes, wenn es wirklich so schlimm ist, wie du es formuliert hast, weiter nach Therapeuten suchen. Oft muss man da durchprobieren bis man einen findet, der einem wirklich hilft.
Ansonsten sind die banalsten und ausgelutschtesten Ratschläge leider immer die weisesten: Abwarten. Und dran glauben. Die Hoffnung nicht aufgeben. Dinge tun, die die guttun. Hast du sicher alles schon gehört. Aber frag dich mal, warum. Weil es das einzige ist, was man dazu allgemein sagen kann.

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Ich habe seit Dezember 2015 eine Lebenskrise vor mir. Ich selber habe mittlerweile meine Lebenskraft verloren. Ich Lebe von heute auf Morgen. Depressionen und Schuldgefühle verfolgen mich. Ich habe nach Selbstmord Methoden gegoogelt, aber ich fand keine akzeptable Methode. Ich hänge auch größenteils noch an meinem Leben und bin feige zu gleich. Die Hoffnung auf ein Happy End lässt mich auch noch am leben bleiben.

Ich kann mich nicht in deine Lage hineinversetzen, aber ich kann dir zumindest sagen, dass du an die Hoffnung glauben sollst. Dein Happy End, ohne zu sterben, solltest du in deinem Herzen verewigen. 

Vor allem denk an deine Mitmenschen.

Ich möchte ungern meiner Familie sowas trauriges antun. Ich will auch niemanden mit in den Tod reißen.  

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Wie andere schon gesagt haben: Weiter Psychotherapie machen, weil es ist nie falsch mit jemandem über seine Probleme zu reden. Außerdem erhälst du so professionellen Rat, der dir mindestens ein bisschen helfen wird.

Was auch noch eine Möglichkeit wäre: Es gibt auch Selbsthilfebücher zum Thema Depression usw. Ich kann dir folgendes Buch empfehlen (meines Wissens sind auch Hinweise enthalten, die dir helfen, besser mit Kritik umzugehen): Dietmar Hansch - Erfolgreich gegen Depression und Angst (Springer Verlag)

Das Buch hat mir auf jeden Fall geholfen, besser mit meinem Leben klar zu kommen und meine depressive Phase zu verlassen.

Aufbauend und informativ finde ich auch folgende Sendung (bestehend aus vier Teilen; vom Rumgeulke am Anfang nicht irritieren lassen, die Sendung ist extrem gut):

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Du ich kenne das. Ich habe nun dank meiner Ex alles verloren. Ich habe einfach nichts mehr. Eine komplett leere Wohnung, eine Matratze, eine Decke und ein paar Klamotten, kein Schlüssel, kein Geld, kein Konto. Am Wochenende will sie auch noch diese Wohnung räumen lassen. Was dann kommt????

Aber ich habe mir eines geschworen: Weder meine Ex, noch meine bipolare Erkrankung noch sonst etwas werden mich zerstören. Es gibt immer einen Weg und sei er noch so schwer. Es geht immer weiter. Steh auf wenn du am Boden liegst.

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Hallo,

Du kannst mit einem Menschen darüber reden. Es gibt im Internet und über das Telefon kostenlose Seelsorge.

Ich bin Christ. Gott liebt Dich und will, dass Du lebst. Es gibt auch Berichte von Menschen, die sagen, dass es ihnen mit Gott besser geht. Wenn Du Berichte sehen möchtest, dann kannst Du mir das schreiben, ich kann Dir einen Link in die Kommentare stellen. Wenn Du Gründe wissen möchtest, um an Gott zu glauben, dann kannst Du mich fragen.

Alles Gute

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Invictus7 27.07.2016, 08:58

Du bist doch nur hier, um sie zum Glauben zu "überzeugen". Aber wer sagt, dass sie nicht gläubig ist?

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probiere es mit dem glauben aus. Ja es ist mein ernst. Es kann wunder bewirken wenn man sich damit richtig auseinandersetzt. Einem einen neuen sinn geben. Du kannst dich damit mehr beschäftigen wenn du willst. Einfach gucken wie es dir damit geht..

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Hast du schon Meditation versucht?

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Klingt für mich wirklich nach Depression. Aber das Gute an Depressionen ist, das das keiner lange aushält! "Borderline" ist eine dieser Erfindungen aus der amerikanisch geprägten Psychiatrie. Kannst Du getrost vergessen.

"Grenzgänger" im psychologischen Sinne sind alle Menschen. Auch mit Depressionen stehst Du nicht alleine da. Willy Brandt hatte z.b. permanent welche, und -aus meiner Sicht- doch Großartiges geleistet!

Ich sage nicht einfach : "Kopf hoch", aber ich sage Dir: Vielleicht wäre es gut, wenn Du den Weg zu anderen Menschen fändest und mal schauen könntest was Du für sie tun könntest. Das könnte Dir helfen, aus dem Schmoren im eigenen Saft heraus zu finden.  

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Es gibt Höhen und Tiefen im Leben. Durchgehend. Also bring dich nicht um, sondern warte auf deinen nächsten Höhepunkt, der dich glücklich macht - den wird es geben.

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Jules394 27.07.2016, 01:11

Das ist lieb, dass du das sagst. Nur leider warte ich auf den schon seit Jahren. Ich habe das Gefühl auf jedes Hoch folgt ein noch stärkeres Tief. Fast immer. Ich bin es leid zu warten. Umbringen tu ich mich aber nicht.

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Invictus7 27.07.2016, 08:57

Dann rede mit einer Person, dem man deiner Meinung nach vertrauen kann. Es gibt einen Weg aus deinen tiefen Löchern, nur du darfst halt nicht immer wieder hineinfallen. Du bist nicht nutzlos, das ist niemand, das ist alles nur Einbildung. Und wegen der Kritik: ich finde, dass Kritik auch manchmal ziemlich nervig sein kann. Man macht das falsch, man sollte das so und so machen - aber ganz ehrlich, gerade dadurch entwickelst du dich weiter. Ohne Einfluss und Kritik bleibst du wahrscheinlich für immer so, was für dich, glaube ich, nicht schön ist. Nimm dein Leben in die Hand. ;)

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Leider kann ich dir dabei nicht helfen ich leide auch sehr unter diesen dingen

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Jules394 27.07.2016, 01:21

Was hast du denn schon alles versucht?

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