Ich komm nicht mehr klar, keinen bock mehr, Schule usw.?

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3 Antworten

Hallo Noah, allgemein würde es vermutlich helfen, wenn Du beschreiben könntest, warum Du mehrmals die Schule gewechselt hast bzw. warum Du die alte Schule, in der es Dir gut ging, verlassen hast. Sprich, worin genau die Problematik zwischen den anderen Schülern und Dir bestand. Zum anderen wäre es hilfreich, zu wissen, was die/der Psycholog*in/e meinte.

Mobbing kann schwerwiegende Folgen (u.a. Depression, Suizidgedanken, soziale Isolation, Magenprobleme, Schlafstörungen...) nach sich ziehen. Daher solltest Du auf jeden Fall nochmal mit deinen Eltern reden und deine Situation genau darlegen. Vielen Eltern sind die Konsequenzen von Mobbing nicht bewusst oder sie bagatellisieren ("verniedlichen") sie. Deine Aussagen lassen vermuten, dass deine Eltern genervt sind und evt. eher an deinem schulischen Erfolg interessiert sind als an deinem Wohlbefinden. Eine Möglichkeit deiner Umwelt zu zeigen, was Dir passiert, ist ein Tagebuch. Damit kannst Du sehr gut gegenüber deinen Eltern, aber auch gegenüber de* Lehrkräften/Psycholog*e/in/Schulleitung dokumentieren, was genau passiert und wie oft Du gemobbt wirst. Oftmals ist für Außenstehende (auch Eltern) schwer nachzuvollziehen, wie genau Mobbing funktioniert. Ein Tagebuch mit Häufigkeit, Beschreibung der Situation, Reaktion deinerseits und Auflösung der Situation kann daher sehr hilfreich sein.

Du hast geschrieben, einzige Lösung wäre abzuhauen. Klingt an sich gut, nur leider löst es keines deine Probleme. Von dem, was sich aus deinen Aussagen schließen lässt, sehe ich(!) mehr oder weniger drei Szenarien. Erstens, Du redest mit deinen Eltern und Du kannst zurück an deine alte Schule, wobei dann die Problematik zu lösen wäre, warum Du da weg bist. Zweitens, Du suchst dir bei den Eltern, Freunden, der/dem Psycholog*in/en, einer Lehrkraft, der Du vertraust, Unterstützung, und schaffst es mit dieser Hilfe, nicht mehr Mobbing ausgesetzt zu sein. Das würde allerdings bedeuten, dass sich das Klassenklima ändert, was oft nur durch eine gezielte Intervention von außen erreichbar ist. (siehe http://www.bpb.de/lernen/grafstat/mobbing/46532/konsequenzen-b5 ) Drittens, Du versuchst es nochmal mit einem Schulwechsel, allerdings glaube ich, dass Du vermutlich wieder die gleichen Probleme haben wirst (und deine Eltern sowieso nicht mitmachen würden), daher, eher nicht.

Und nein, du bist nicht alleine. Siehe dazu: http://www.sueddeutsche.de/karriere/studie-mobbing-opfer-an-deutschlands-schulen-1.547615 http://www.bpb.de/lernen/grafstat/mobbing/46555/m-02-02-verbreitung-von-mobbing

Mobbing ist mittlerweile leider eine Massenphänomen und kann auf vielen verschiedenen Ebenen passieren (körperlich, verbal, ausgrenzend, online,...)

Eventuell könntest Du auch mal hier schauen: http://schulpsychologie.bildung-rp.de/schulpsychologische-beratungszentren.html

Falls Du das Gefühl hast, es geht gar nicht mehr: Nummer gegen Kummer 0800/111 0 333 Telefonseelsorge 0800/111 0 111 · 0800/111 0 222 Diese Nummern sind kostenlos und deine Daten werden vertraulich behandelt. Es gibt höchstwahrscheinlich noch andere, lokale Nummern, aber da ich nicht weiß, wo Du wohnst, kann ich dazu keine Informationen geben.

Schlussendlich, lass dich von der momentanen Situation nicht davon abhalten, deine Interessen zu verfolgen. Mir hat es damals sehr geholfen, zwei meiner Interessen auszuleben zu können(d.h. einmal in einem Verein und einmal mit einem VHS Kurs, leider sind diese Aktivitäten immer an die finanziellen Möglichkeiten gebunden). Mensch kann nebenbei auch andere Menschen kennenlernen und evt. entwickeln sich sogar Freundschaften. Und mit wem reden zu können, war, zumindest für mich, damals unglaublich hilfreich und wichtig!

Alles Gute TK

https://www.schulpsychologie.de/wws/265546.php?sid=22718647237277935845884068406640

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Warum bist du denn auf eine neue Schule gewechselt?

Erstmal würde ich das Mobbing einem Vertrauenslehrer oder der Schulleitung melden. Am besten wäre es auch wenn du zeugen sammelst. Die Schule muss dann etwas gegen das Mobbing unternehmen, damit du dort wieder ohne bedenken hingehen kannst. Evtl. werde ndann auch entsprechende Kosequenzen ergriffen.

Du solltest auch deinen Eltern von den Vorfällen berichten, damit sie dich vlt. besser verstehen und dich evtl. dabei unterstützen.

Wenn alles nicht hilft, wird die Schule bestimmt auch verständnis haben, dass du wechseln möchtest und dich vlt. auch dabei unterstützen. Vileicht kann auch ein Vertrasuenslehrer hierbei helfen.

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Kommentar von MCNoahd
24.03.2016, 18:17

Weil ich mit den Schülern an meiner alten Schule nicht so gut klar kam. Aber als ich meinen Klassenkameraden getroffen habe, da habe ich gedacht, die haben sich mega geändert. Weil ich da nochmal mit meinen Eltern gesprochen habe. Ich habe das schon erzählt aber wenn dann die Antwort; "Du beißt das da jetzt durch und fertig" kommt, weiß ich nicht mehr was ich machen soll. Außerdem ist das jetzt so weit gekommen das ich 1. mal zum Psychologen gegangen bin. Keiner versteht meine Situation. Keiner versteht mich. Keiner versteht es, das es mir damit richtig schße geht. Aber was soll man machen. Und da kann man mit keinem Vertrauenslehrer oder so sprechen. Meine Eltern haben ein gutes Bild von der neuen Schule und jetzt diese schße. Ich habe soviel durch gemacht. Keiner versteht mich! ICH HABE KEINEN BOCK MEHR.

Auch wenn sich das jetzt doof anhört;

Einzige Lösung; Abhauen...

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Ging mir ähnlich. Ich musste von meiner alten Schule runter und meine Mutter hat mich in die Schlesien-Oberschule gesteckt. Alptraum, wie in einem Knastfilm!

Hab mir dann selber eine andere Schule gesucht, wo Platz frei war. (Musste mit dem Rektor sprechen!) War 15. Danach habe ich meine Mutter vor vollendete Tatsachen gestellt. Entweder da hin oder gar nicht. 

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