Ich kenne die Unterschiede zwischen FH und Uni, weiß aber nicht was besser ist? Maschinenbau

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6 Antworten

Einfachstes Indiz ist die Einstufung eines Jungingenieurs nach ERA bei Berufsbeginn und da ist bei Großkonzernen der Uniabsolvent eine Stufe höher. Der geregelte "Schulbetrieb" an der FH verlangt nicht sio viel Selbständigkeit und Eigeninitiative. Darüberhinaus ist es auch leichter eine Promotion an die Uni anzuschließen und wenn man hoch hinaus will ist schon ein besserer/höherwertiger Start mitentscheidend. Man verkauft sich nicht unter Preis, wer die TU gut schafft sollte sich nicht mit der FH zufrieden geben.

Also ich habe den Hochschulweg eingeschlagen. Und ich würde mich auch Hochschulspezifisch informieren. Ich studiere in Osnabrück Maschinenbau, und bei uns zumindest ist das Studium komplett selbst führend, man hat keine eigenen Klassen sondern muss sich selber durchschlagen. Zudem ist es gerade bei den Maschienenbau Hochschulen so, dass sehr stark auf die Hochschule an sich geachtet wird. Da manche den Ruf haben das Studium hinterher zu schmeißen. Und beim Einstieg in die Arbeitswelt würde ich (Erfahrungsmäßig) sagen, dass einem der Hochschuleweg durchaus helfen kann. Viele Firmen schätzen den praktischen Erfahrungsschatz den die Studierenden aus der Hochschule mitnehmen. Oder sich vorher angeeignet haben. (ich habe zum Beispiel nach meinem Abitur erst noch eine Ausbildung gemacht). Sodass, du schnell auf einem zufriedenstellenden eingestuft wirst. :) Liege grüße :)

Hallo!

Ich studiere zurzeit an einer FH, da mir folgendes positiv gegenüber der Uni aufgefallen ist:

  • fixer Stundenplan
  • berufsbegleitendes Studium (da ich schon arbeite)
  • Klasse, mit der man bis zum Schluss des Bachelors zusammen ist, wenn es alle schaffen
  • fixer erster Prüfungstermin

An der Uni ist es so, dass du theoretisch im 5.Semester eine Prüfung aus dem 1.Semester machen könntest, weiteres musst du bangen, dass du überhaupt einen Prüfungstermin bekommst, in der FH hast du von Semesterbeginn einen Prüfungstermin (1.Termin) für jedes Fach!

Am besten wäre es, wenn du Schnuppertage sowohl an FH, als auch Uni machen würdest, also einen Studenten begleitest an einem ganzen Unitag und danach dein Urteil bildest und dannach entscheidest ob Uni oder FH!

LG, CarolaA.

Jon4s 29.01.2015, 14:46

Erst mal vielen Dank für die Antwort! Ich weiß ja, wo das Studium selbst wie abläuft, aber wie es danach aussieht interessiert mich eher:)

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CarolaA 29.01.2015, 14:49
@Jon4s

Nur weil der Großteil in die eine Richtung geht, heißt das noch lange nicht, dass du nicht dorthin gehen kannst, wo du möchtest!

Den Firmen ist es heutzutage wichtig, dass du dein Wissen und Können gut Ihnen gegenüber vermittelst und dich sozusagen gut verkaufst, da gehört auch dazu, auch wenn man manches nicht gelernt hat, dass man es erlernen möchte.

Weiterbildung bleibt dir dann im Job auch nicht erspart! =)

Daher ist es meist egal, was du machst, aber meist sind Absolventen von der FH gefragter, wie es mir in Österreich so scheint nach den diversen Jobangeboten.

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Wie es nach dem Studium aussieht kann Dir niemand sagen. Ein Bekannter aus einer elitären Familie hat an der Uni Maschinenbau studiert, dann ca. 10 Jahre Schiffsdiesel entwickelt und wollte von da nicht mehr am schurkenhaften Kapitalismus teilnehmen und ist Obdachloser geworden.
https://www.welt.de/wissenschaft/article151197869/Stephen-Hawking-sieht-Menschheit-in-groesster-Gefahr.html

Mit Jura kannst Du komplett alles machen auch Maschinenbau:
http://blog.justizfreund.de/die-rechtsgeschichte-lebt-interview-mit-prof-wesel-anwalte-uberpropotional-mit-fehlerhaften-handeln-2
Den ganzen Bockmist, den man dann vollbringt, lässt man sich dann von den Juristenkollegen als richtig und Fehlerlos mit der Gewalt der Kollegen (bei Gericht) bestätigen. Und die meisten Juristen glauben nicht nur fest daran, sondern die wissen sogar, dass es so richtig ist. Und wenn ein Prolet das nicht "glauben" will, dass es richtig ist, schickt man ihn zum Psychologen.

Grundsätzlich gilt, dass Du nur das kannst für was Du einen (staatlichen) Schein hast aber dann kannst Du das auch, wenn Du keine Ahnung hast:
http://blog.justizfreund.de/category/hochstapler
In Naturwissenschaftlichen Fächern ist letzteres aber nicht so einfach.
Um als Richter, Staatsanwalt, Arzt tätig zu sein ist also tatsächlich ein Hauptschulabschluss vollkommen ausreichend ohne jegliche Vorkenntnisse, wenn man sich den erforderlichen Schein selbst macht. Als Ingenieur geht das nicht so einfach.

Aus dem Studium braucht man später im Beruf häufig nur 10% des gelernten Stoffes bzw. des Prüfungsstoffs. So etwa 80% interressieren sich für kein einziges Fach des Studiums wirklich, sondern nur für bestandene Prüfungen und den Schein und evtl. gute Noten.

Als Selbstständiger sind wieder die Noten total egal, während besonders im Staatsdienst es in der Regel nur um Noten geht, es sei denn die Bewerber sind knapp oder es stellen sich unter Kumpels ihre Kumpels ein.

Manchmal ist auch Interessant was man so selbst im Leben gebrauchen kann. Ich hatte mal an 3 FH-Elektroingenieure vermietet, die noch nie etwas praktisch selbst gelötet haben und kein Ozilloskop bedienen konnten.
Von Baulektrik, wo man sich selbst helfen kann, wenn man ein Haus baut/hat, hatten die keinen Schimmer. Allerdings ist die Einarbeitung für diese leichter.
Von einem Prof. früher der Sohn studierte Elektrotechnik an einer Uni und hat im 6 Semester von Papa ein Multimeter geschenkt bekommen. Rechne aber nicht damit, dass er damit wirklich etwas anfangen könnte in der Praxis und auch nicht nach dem Studium und wahrscheinlich hat er es nie ein zweites mal in die Hand genommen.
Allerdings nimmt auch das was man da selbst gebrauchen kann aufgrund der Kompliziertheit der elektronischen Geräte immer mehr ab, die man selten noch selbst reparieren kann.

Und es kommt auch darauf an ob man sich später gerne für das Ansehen der Person bezahlen lassen möchte und evtl. wird oder für das was man leistet und kann.
Und wo man wie angestellt wird zu einem bestimmten Zeitpunkt ist im Einzelfall nicht vorhersagbar, sondern hängt auch von den persönlichen Umständen ab und dem Bedarf des Marktes.
http://www.ingenieurkarriere.de/magazin/karrierestrategie/woran-liegt-es-wenn-ein-ingenieur-laengere-zeit-arbeitslos-ist

Wie wärs mit einem dualen Studium?

Jon4s 29.01.2015, 14:54

Wäre eine Option, jedoch bin ich in Kanada nach dem Abi und deshalb zur Zeit der Vorstellungsgespräche nicht in Deutschland. Gibt es trotzdem eine Möglichkeit für mich, einen Platz zu bekommen?

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FH viel Praxis gutes Anfangsgehalt und wird überall viel gesucht

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