Ich kann nicht tun, was ich will, weil ich dafür keinen ausreichenden Grund finde. Warum ist das so?

23 Antworten

Warum möchtest Du denn immer nur Vernpnftiges tun? Es ist bestimmt sinnvoll, sich bei größeren Vorhaben Vor- und Nachteile vor Augen zu führen; aber wenn man nur überlegt, sollte man aufpassen, denn sonst ist das Leben auf einmal vorbei und man hat nichts davon mitbekommen!

Bei den kleinere Dingen ist es auch nicht so schwer mal eine Entscheidung zu treffen. Es geht mir eher um etwas größere Entscheiduneg. Das hätte ich vielleciht mal mit rein schreiben sollen.

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@JackySmith

Auch größere Entscheidungen müssen irgendwann mal getroffen werden: welchen Beruf man erlernen möchte, ob man mit einem Mann zusammenleben möchte oder eben auch nicht ... wenn man sich endlos Zeit läßt mit der Entscheidung, hat man nachher vielleicht nichts gelernt und muss alleine leben. Selbst wenn sich später beispielsweise heraussstellen sollte, dass man den "falschen" Beruf erlernt hat ... na gut, dann kann man eben immer noch "umsatteln"!

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Junge, Du hast ein Luxusproblem! Sei erst mal froh, dass Du nicht Dinge tun musst, die Du nicht tun willst. Das war im Großen und Ganzen noch die Situation vieler bis in dei 70er Jahre. In seinem soziologischen Werk "Die Erlebnisgesellschaft" zeigt Gerhard Schulze, dass das Problem der freien Wahl und der Wahlvielfalt zu einem vorher nicht gekannten Problem der Zukunft werden kann. Du stehtst also nicht allein. Rein wissenschaftlich.

Der Philosoph Metzinger (Mainz) sieht das Problem noch problematischer. Er beschäftigt sich stark auch mit Hirnforschung und der Herausbildung unserer Persönlichkeit. Er ist der Meinung, dass in unserer Gesellschaft über Werbung, gesteuerte Medien, alle die virutelle Scheinrealität fördernde Medien wie Kino, Internet und Handy heftige Angriffe auf unser autarkes Selbst und auf unsere verfügbare Zeit erfolgen. Mein Gefühl ist, dass Dir eine Art Kompass fehlt. Das macht Dich zum Spielball vielfältiger Bestrebungen, die Dich innerlich hin und herzerren.

Deine Frage erscheint im Bereich 'Philosophie'. Da kann ich nur empfehlen: Beschäftige Dich mit Philosophie. Das hilft, Schritt für Schritt einen eigenen Kompass zu finden. In einer Welt überschäumender Informationsvielfalt ist man ohne eigenen Standpunkt verloren. Viel Erfolg.

Danke, für Deine schöne Antwort. Ich habe folgende Erfahrung gemacht. Wenn ich in meiner Heimat, der Türkei erzähle, was man hier für schulische Möglichkeiten hat, werden die fast gelb vor Neid. Wenn man Friseur werden will kann man das sofort lernen. Oder Kirchenmusiker... einfach in die staatliche Berufsfachschule für Musik einschreiben und aufgehts. Alles umsonst! Man hat eine solche Fülle von Möglichkeiten, und die Leute in meiner Türkei, für die das wie eine Utopie klingt fragen mich immer, warum ich diese Möglichkeiten nicht ausschöpfe. Ich versuche ihnen dann zu erklären, dass wenn die Auswahl zu groß ist, einen das schon fast lähmen kann. So viele Möglichkeiten, dass einem schon schwindelig wird. Manchmal sitze ich im Internet und frage mich: Was möchte ich jetzt anklicken. Es gibt so vieles, so dass ich am Ende nur dasitze und überlege was ich jetzt machen kann. Hätte ich nur drei Möglichkeiten, dann hätte ich mich bestimmt ganz schnell entschieden.

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Du bist zu sehr im Denken verhaftet, ich frage mich, wo ist dein Gefühl? Deine Gefühle könnten dich leiten, diese oder jene Dinge zu tun, aber diese scheinen bei dir blockiert. Ich vermute, dass du ein eher introvertierter Gefühlsmensch bist und damit dein Denken eher im Vordergrund steht. Ich nehme an, dass deine Eltern sehr denkende Menschen sind und du von diesen natürlicherweise sehr beeinflusst aufgewachsen bist. Ich rate dir, dich eher mit Menschen zu umgeben, die in ihrem Gefühl leben. Ansonsten kann ich dir nur zu einer Therapie raten, denn allem Anschein nach, bist du ziemlich belastet von dieser Persönlichkeitsproblematik. Du kommst im Leben ja überhaupt nicht voran und ärgerst dich wahrscheinlich in einigen Jahren darüber, diese oder jene Dinge nicht getan zu haben, nur weil du sie immer im vorhinein bewertet hast. Jede Bewertung ist gleichzeitig eine Ablehnung. Dinge so anzunehmen wie sie sind, heißt sich auf diese einzulassen und sie zu lieben, das scheint bei dir nicht gegeben zu sein.

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