Ich kann nicht mehr was mache ich jetzt?

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4 Antworten

Depressionen können im Vergleich zu anderen psychischen Erkrankungen relativ gut und vielfälltig behandelt werden. Wichtig dabei ist, nicht die Geduld zu verlieren (in einer Situation in welcher Geduld das letzte ist was man zur Verfügung hat).

Ist man in einem depressiven Loch, kommt einem alles auswegslos vor. Obwohl man kognitiv weiss, dass wieder bessere Zeiten kommen fühlt man dies einfach nicht. Es sind nur noch negative Gedanken da.

Behandelt werden Depressionen meist folgend:

  • Sport: Sport ist gemäss diverser wissenschaftlichen Studien bei leichten und mittelschweren Depressionen Medikamenten überlegen oder gleichwertig. Als besonders effektiv haben sich Ausdauersportarten herausgestellt. Mind. 4x die Woche eine Trainingseinheit von 20-30min. Bis eine Besserung eintritt vergehen durchschnittlich 4-6 Wochen. Das problem an Sport ist einfach, dass viele depressive keine Energie haben sich aufzuraffen. Da hilft nur eiserner Wille.
  • Psychotherapie: Mit Psychotherapie meine ich eine richtige Psychotherapie (z.B. analytisch) und nicht das Gespräch beim Arzt welcher anschliessend einfach Medikamente verschreibt. Psychotherapie gilt als hoch effektiv wenn sich richtig und intensiv (1-3x die Woche) gemacht wird. Das Problem an einer Psychotherapie ist jedoch, dass es Monate, wenn nicht Jahre dauert bis sie wirkt. Dennoch ist Psychotherapie das einzige Verfahren, welches heilen und nicht nur die Symptome unterdrücken kann.
  • Medikamente: In fast allen Fällen werden Antidepressiva der sogenannten SS(N)RI-Klasse als erstes verwendet. Im Vergleich zu den älteren bzw. tri- und tetrazyklischen Antidepressiva haben diese weniger Nebenwirkungen. Antidepressiva helfen vielen Menschen, welche starke Depressionen haben und keinen Ausweg mehr sehen. Das Problem ist jedoch, dass diese Medikamente nicht bei ganz allen wirken. Weitere Probleme sind Nebenwirkungen (vor allem zu Beginn der Behandlung) und dass es ca. 2-4 Wochen täglicher Einnahme dauert bis eine Wirkung spührbar wird. Wirkt ein Antidepressivum nicht wird es gewechselt und oder durch andere Medikamente ergänzt. Hier eine Übersicht: http://deprimed.de/home/
  • EKT: Eine Elektro-Krampf-Therapie, kurz EKT, wird nur bei schwerst depressiven Menschen gemacht, welche zuvor weder auf Psychotherapie noch auf Medikamente angesprochen haben. Das Verfahren ist ein massiver Eingriff, jedoch mit Abstand die wirksamste Methode um Depressionen zu Behandeln. Mehr dazu hier: http://deprimed.de/ekt/ Der Wirkungseintritt einer EKT ist unmittelbar bzw. nach 3-12 Behandlungen (enspricht etwa 1-4 Wochen). Davon biste hoffentlich weit weg.

Wie du siehst, gibt es verschiedenste Methoden um Depressionen zu behandeln. Sprich deinen behandelnden Arzt auf die nächsten Schritte an und mache in jedem Falle eine richtige Psychotherapie.

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Bei Depressionen handelt es sich grundlegend um seelische Ursachen, also um eine innerlich tiefliegende Erkrankung der SEELE. Diese seelisch bedingten Krankheits-Ursachen und die daraus entstandenen depressiven Symptome gilt es genau in ihrer Entstehung detailliert zu ergründen. 

Das Wichtigste dabei ist, sich von "innen heraus" mit seinen seelischen Problemen (sehr oft auch mit Problemen aus der früheren Kindheit behaftet) im Detail völligst innerlich zu "öffnen“ !

Ist dies bei Dir so bereits geschehen ?  Du schreibst ja "diagnostiziert".

D.h. ist Dir ärztlicherseits bzw. ambulant therapeutisch schon hinreichend versucht worden so zu helfen bzw. konntest hieraus gewisse Besserung schöpfen ? Offenbar ist dies bei Dir wohl nicht der Fall gewesen (oder ?)  Nimmst Du bereits gewisse helfende, lindernde Medikamente ?

Falls dies alles schon mit Dir praktiziert wurde, dann sollte der nächste Schritt ein stationärer Klinikaufenthalt in einer guten Fachklinik sein.

So wäre jedenfalls meine Empfehlung an Dich.

Hierfür benötigst Du die Befürwortung Deine Hausarztes und vor allem Deines Psychiaters (falls es diesen aktuell für Dich gibt, ansonsten müsstest Du Dir dringend einen suchen). 

Manche Psychiater können auch direkt in solche Fachkliniken einweisen (ohne viel "Schreibkram" vorher mit der Krankenkasse usw.)  Meistens sind aber hierfür längere Wartezeiten zu erwarten.                    

 Bis dahin wäre eine ambulante Psychotherapie für dich sehr wichtig, damit Du dann übergangsweise in eine Fachklinik gehen könntest.

Alles Gute Dir !  Kannst mich jederzeit gerne wieder ansprechen.



 























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Bei einer Depression solltest du dich (logischerweise) in psychologische Behandlung begeben.

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Was machst Du dagegen? U.U. ist in so einer Situation einer Klinik eine Option. Es gibt durchaus Möglichkeiten aus dem Loch wieder schnell rauszukommen. 

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