Ich kann nicht mehr , will aber nicht in die Psychiatrie - was kann ich machen?

Support

Liebe/r Alina31o, Deine Situation klingt besorgniserregend.

Sprich bitte mit einem Menschen darüber, dem Du vertraust. Das kann ein guter Freund, ein Verwandter oder auch eine Vertrauensperson aus der Schule sein.

Du kannst Dich zudem jederzeit an die Telefonseelsorge wenden. Dort ist rund um die Uhr jemand erreichbar und Du hast die Möglichkeit, ein anonymes und vertrauliches Gespräch zu führen. Telefon: 0800/1110111 oder 0800/1110222 (gebührenfrei aus dem deutschen Fest- und Mobilfunknetz).

Oder schau mal hier: http://www.nummergegenkummer.de

Herzliche Grüße

Leif vom gutefrage-Support

12 Antworten

Hallo Alina31o,

es tut mir sehr leid, dass Du Dich im Moment so ausweglos fühlst, dass Du Dir den Tod herbeiwünscht! Auch wenn Du Dir das gerade nicht vorstellen kannst: Es kann auch in Deinem Leben wieder bergauf gehen! Normalerweise ist keine Situation so ausweglos, dass es keinen Grund gibt, auf eine Besserung zu hoffen. Denke einmal über die folgenden drei Gründe nach, weswegen es sich doch noch lohnen könnte, weiterzuleben.

Ein erster Grund: Deine Umstände können sich ändern

Denke immer daran, dass sich belastende Situationen, egal wie ausweglos sie im Moment erscheinen, ändern und sich sogar plötzlich zum Besseren wenden können. Selbst wenn das nicht so schnell geschieht, wie man sich das wünscht, sollte man nicht versuchen, alle Probleme auf einmal zu lösen, sondern jeden Tag für sich zu sehen.

Natürlich gibt es auch immer Umstände, die sich nicht mehr ändern lassen, z.B. wenn man an einer chronischen Krankheit leidet, einen geliebten Menschen durch den Tod verliert oder eine Ehe in die Brüche geht. Auch in diesen Fällen kann man etwas tun: Die eigene Einstellung ändern. Man kann entweder dem unabänderlich Geschehenen endlos nachtrauern oder aber sich innerlich damit abfinden. Dann gelingt es besser, die eigene Situation positiver zu sehen. Auch hält man eher danach Ausschau, wie man mit der Situation klarkommen kann, statt mit drastischen Mitteln allem ein Ende zu machen. So kommt man an den Punkt, wo man einer Situation, die unveränderlich erscheint, nicht mehr völlig hilflos ausgeliefert ist.

Du solltest auch folgendes niemals vergessen: Kann man einen Berg nicht auf einmal ersteigen, schafft man es vielleicht in mehreren Etappen— also Schritt für Schritt. Dasselbe gilt für die meisten Hindernisse im Leben, ganz gleich wie riesig sie einem vorkommen.

Du kannst auch eines sofort tun: Mit jemandem über die Situation reden, zum Beispiel mit einem Freund oder einem Familienangehörigen. Vielleicht kann er oder sie Dir helfen, die Lage nicht mehr so schwarz zu sehen.

Ein zweiter Grund für ein Ja zum Leben: Es gibt Hilfe!

Eine Hilfe können Menschen sein, denen man am Herzen liegt. Das können Angehörige, Freunde und auch andere sein, die persönlich an Dir interessiert sind. Wenn sie auch nicht immer von selbst auf Dich zukommen mögen, so kannst Du sie vielleicht ansprechen und in einem vertraulichen Gespräch Dein Herz ausschütten.

Dann ist da ja auch noch professionelle Hilfe, die man bei Selbstmordgedanken unbedingt in Anspruch nehmen sollte. Oft steckt hinter diesen Gedanken eine schwere Depression, für die sich niemand schämen muss, genauso wenig wie man sich für eine körperliche Krankheit schämen muss. In einem Buch wird die Depression als „Schnupfen“ unter den psychischen Erkrankungen bezeichnet. Rein theoretisch kann sie jeder bekommen— und es gibt Behandlungsmöglichkeiten. Sind Deine Selbstmordgedanken sehr stark oder anhaltend, solltest Du Dich informieren, wo Du Hilfe erhalten kannst, vielleicht bei Notfall-Hotlines oder anderen Beratungsstellen für Suizidprävention. Sie sind mit geschultem Personal besetzt. Hier sind einige Anlaufstellen, an die Du Dich wenden könntest:

- Telefonseelsorge unter der Nummer 0800-1110111 oder 0800-1110222.
Die Mitarbeiter der Telefonseelsorge hören Dir gut zu, nehmen an Deinen Problemen Anteil und können Dich bei Bedarf auch an entsprechende Einrichtungen verweisen. Du kannst Dich hier zu jeder Tages- und Nachtzeit anonym beraten lassen.

- Für Kinder und Jugendliche gibt es eine spezielle Telefonnummer: 0800-1110333 unter der Beratungseinrichtungen verschiedener Art, vor allem solche vom Kinderschutzbund, genannt werden.

- Dann gibt es in jeder Gemeinde den Sozialpsychiatrischen Dienst, der Menschen in psychischen Krisen Beratung und auch weitergehende Hilfen bietet. Oft findest Du diesen Dienst im Gesundheitsamt oder kannst Adresse und Telefonnummer über das Gemeindeamt erfragen.

- In den Städten und Gemeinden gibt es auch Beratungsstellen der Jugendämter, Erziehungsberatungsstellen und Ehe-, Familien-, Lebensberatungsstellen

- Eine Online-Beratung für suizidgefährdete junge Menschen gibt es hier: www.das-beratungsnetz.de .

Vergiss bitte nicht, dass Du aus schweren Depressionen allein nicht wieder freikommst, aber wenn Dir jemand hilft, kannst Du es schaffen! Vielen hilft auch eine ambulante Therapie, um wieder mehr Selbstvertrauen zu entwickeln und Strategien zur Bewältigung der Probleme zu finden. Wichtig ist es auch, jemanden zu haben, zu dem man Vertrauen hat und bei dem man immer sein Herz ausschütten kann. 

Hier noch ein dritter Grund, weiterzuleben: Es gibt Hoffnung!

Auch wenn Du schon lange an Deine Grenzen gestoßen bist, heißt das nicht, dass nicht irgendwann ein Hoffnungsstrahl aufleuchtet. Wie bereits gesagt, ändern sich Situationen, es bleibt nicht für immer alles gleich trost- und hoffnungslos. Deine Krankheit kann wie ein langer dunkler Tunnel sein, dessen Ende Du im Moment noch nicht sehen kannst. Denke jedoch daran, dass irgendwann auch der längste Tunnel zu Ende ist und man wieder das Tageslicht erblickt. Vielen vor Dir ist es schon so ergangen, und so kann es auf in Deinem Fall sein! Auch wenn es schwer ist, mache Dir jedoch eines zum Motto: "Aufgeben ist keine Option". Diese Einstellung kann Dir dabei helfen, niemals die Hoffnung zu verlieren, egal wie dunkel es um Dich herum gerade aussieht.

Außer diesen praktische Hinweisen, möchte ich Dir zum Schluss auch noch einen kleinen Tipp aus der Bibel geben. Ich fand einmal einen sehr schönen Text in den Psalmen, der zeigt, dass wir uns mit unseren Sorgen und Problemen jederzeit an Gott wenden können. Der Text lautet: " O Hörer des Gebets, ja zu dir werden Menschen von allem Fleisch kommen." (Psalm Kapitel 65, Vers 2). Ich selbst habe immer wieder die Erfahrung gemacht, dass Gebete nicht einfach ins Leere gehen. Gott kann einem helfen, auch wenn er nicht durch ein Wunder die Krankheit beseitigt.

Ich wünsche Dir sehr, dass Du es mit der Hilfe und Unterstützung anderer schaffst, Dein schlimmes seelisches Tief zu überwinden und Du die Entdeckung machst, dass es sich auch in Deinem Fall lohnt, weiterzuleben. Alles Gute!

LG Philipp

Die Frage ist, für welche Art von Beschwerden du Tavor (Lorazepam) genommen hast. Tavor ist ein Benzodiazepin welches vor allem angstlösend und beruhigend wirkt. Es wird demnach vorwiegend bei Angststörungen (z.B. Panikattacken) und tiefen Verzweiflungszuständen (z.B. im zuge einer Depression) verwendet. Antidepressiv ansich wirkt es jedoch nicht.

Wie alle Benzodiazepine ist Tavor ein Notfallmedikament und aufgrund seines Suchtpotenzials nicht für den längeren Gebrauch geeignet. Es wird z.B. als Übergangsmedikament verwendet, bis Antidepressiva wirken.

Als es mir wirklich schlecht ging (Depressionen und Panikattacken) habe ich alles dafür getan, dass diese Qualen aufhören. Als es gar nicht mehr ging, ging ich in eine psychiatrische Klinik. Ich hatte viele Vorurteile gegenüber einer solchen Klinik, doch ich wurde eines besseren belehrt.

Eine psychiatrische Klinik hat viele verschiedene Abteilungen. Es ist ein grosser Unterschied ob man freiwillig geht und somit auf eine offene Station kommt oder ob man unfreiwillig eingewiesen wird und folglich auf eine geschlossene kommt. Am besten ist die Station auf ein Krankheitsbild spezialisiert.

Die Klinik hat mir zwei Mal das Leben gerettet. Die Pfleger waren sehr nett und auch die Leute in der Klinik waren gute Menschen. Ich habe noch heute Kontakt mit einigen von ihnen.

Vor einer Klinik musst du keine Angst haben. Logisch ist es schwierig sich einzugestehen dass man Hilfe braucht, doch wenn mal erst mal dort ist verschwinden die Vorurteile. Eine Klinik hat nichts mit dem zu tun, was wir aus schlechten Filmen kennen. Es ist ein Ort der Regeneration. Sobald man wieder einigermassen auf seinen eigenen Beinen stehen kann wird man entlassen. Man kann auf einer offenen Station auch jeder Zeit freiwillig wieder austreten.

Ich kann dir also nur empfehlen in eine Klinik zu gehen. Eine Alternative bei einer entsprechender schwere der Erkrankung gibt es nicht.

Was sicher ist, ist auch, dass du ambulant gute Betreuung brauchst. Wenn du z.B. Suizidgedanken hast, wende dich unverzüglich an deinen Psychiater oder Psychologen. Wenn die Medikamente nicht greifen, probiere das nächste. Besondern bei Antidepressiva kann es sein, dass man mehrere ausprobieren muss bin man eines findet, welches wirklich hilft.

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Sehr guter Rat, du solltest darüber nachdenken!

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Ich antworte selten bei solchen Fragen, weil man nie wissen kann ob der Fragesteller ein Kind ist, oder unter einer akuten psysischen Störung leidet.

Wenn das nicht der Fall ist, bin ich der Meinung, das es falsch ist, zu antworten in der Absicht die Ausführung auf jeden Fall zu verhindern. Jeder sollte wie es z.B. in der Schweiz der Fall ist, das Recht haben "zu entscheiden wann man geht" 

Wenn ich in einer früheren Frage lese, dass du schon lange krank bist und es eben keine spontane Entscheidung ist: Was hindert dich an einer Reise in die Schweiz? 

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Die Schweizer werden ihr auch nicht helfen, denn auch die Schweizer haben rigorose Beschränkungen für die Sterbehilfe. Dazu muss eine unheilbare Krankheit mit einem langen und qualvollen Ende die Voraussetzung sein. Hierbei ist nichts von all dem gegeben. Die Fragestellerin hat schwere Depressionen und die können geheilt werden – wenn der Patient es zulässt. Wenn nicht, dann muss der Patient zusehen wie er klar kommt – auch in der Schweiz.

Sinnloser Selbstmord wird nirgendwo unterstützt, denn das wäre Mord.

Vielleicht überdenkst Du Deine lockere Haltung zum Selbstmord auch selbst nochmal. Es ist nämlich immer leicht dazu eine "liberale" Meinung zu haben, wenn man selbst nie betroffen war.

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@MarkusGenervt

@Markus

Alleine schon, dass du den Begriff "Selbstmord" verwendest, zeigt, dass du wenig Ahnung von der Thematik hast.

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@juergen

Die Schweizer Sterbehilfe-Organisationen nehmen mich leider nicht, habe schon angefragt.

Ich möchte einfach human sterben, aber in Deutschland ist das nicht einfach.

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@Alina31o

Hey Alina31o

Ich bin mir mittlerweile sicher (siehe andere Beiträge) du möchtest nur eines: 

Aufmerksamkeit. 

Fentanyl,Tavor,Alkohol- alles da,trotzdem bist du auf der Suche nach Geld und Mitgefühl. 

Höre auf damit-für tatsächlich gefährdete Patienten bist du ein Trigger-also ein Risiko. 

Ich werde das genau unter den Aspekten melden. 

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@LouPing

Danke LouPing, genau das denke ich auch. Ich habe auch schon mehrfach den Account gemeldet, aber es scheint doch sehr schwer zu sein, festzustellen, wie oft die gleichen Fragen gestellt und offenbar die Antworten nicht gelesen werden (wollen).

Jemand, der so häufig immer wieder das gleiche fragt, seinen Selbstmord ankündigt, sucht in erster Linie nach Aufmerksamkeit und einer Bestätigung, dass sein Tun richtig ist. Hilfe ist offenbar nicht gefragt oder sonst nur unter der Prämisse, beim Suizid Beistand zu geben. Für wesentlich geringere Dinge sind hier schon Leute gesperrt worden.

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