ich kann mir Fehler nicht eingestehen

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3 Antworten

Das klingt nach einer von Regeln durchfluteten Erziehung. Oft ist es so, dass, wenn man aus einem strengen Umfeld herauswächst, sich darin die kuriosesten Verhaltensmuster manifestieren.

Wenn jemandem beispielsweise in seinem Wachstum viele Regeln und Vorhaltungen beeinflusst haben, seitens von Personen, zu denen man aufsah, kann es vorkommen, dass man eine Art Kritikempfindlichkeit entwickelt. Das hat damit zu tun, dass der Mensch von Natur aus sein eigenes Abwehrsystem entwickelt. Sollte das auf dich zutreffen, könnte deine Kritikempfindlichkeit, also die Tatsache, dir Fehler einzugestehen, gerade dann auftreten, wenn eine anfängliche Kritik an einer Sache in der Luft liegt.

'Das muss nicht unbedingt seitens anderer Personen geschehen. Ein Blick von diesen oder eine nicht beweisbare Vermutung deinerseits kann ausreichen, um dich in eine Art Perfektionswahn zu versetzen. Dieser wiederrum führt dazu, dass du nicht in der Lage bist, deine Handlungen einerseits zwar zu akzeptieren, jedoch auch nicht abzulehnen. Du schwebst mittendrin. Keine ausgewachsene Perfektionistin, aber auch niemand, der alle Fehler bei sich sucht. Das alles resultiert aus einer grossen, inneren Unsicherheit.

Kann es sein, dass du irgendwann einmal in der Situation warst, dass man dir ständig Vorhaltungen über die kleinsten Fehler gemacht hat? Oder dich vielleicht auch das Gefühl vermittelt hat, du wärst zu bestimmten Dingen nicht in der Lage, also dich hingestellt hat, als wärst du etwas dümmlich?

Hmmm also eine solche zeit der"Unterdrückung" hatte ich, zumindest bewusst nicht. Ich denke eher dass ich mich beweisen möchte, wenn ich zum Beispiel auf eine Reise gehe und meine Eltern sind dagegen, ich mache es trotzdem und sie Wird ganz anders als gedacht, dann kann ich mir den Fehler einfach nicht eingestehen, da lüge ich mich liefere an aber warum? Ich verstehe mich nicht mehr..

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@Donutperle

Für mich klingt das nach einem fehlenden Selbstwertgefühl. Du neigst dazu, deinen Selbstwert an deinen Entscheidungen und deren Folgen zu messen. Das kann dich auf Dauer wirklich kaputtmachen, da jede Folge einer Entscheidung eben auch in deiner nahen Umgebung Resultate fordert.

Gerade dann, wenn du nicht selbstbewusst zu diesen Entscheidungen stehst, sondern sie dann lieber verformst, um sie verbissen als richtig darzustellen, lässt dich in deinem eigenen Kopf nie wirklich bewusst dazu stehen.

Ich würde dir empfehlen, einmal eine Art Entscheidungsaufstellung in schriftlicher Form zu machen, positive Folgen deiner Entscheidungen wie auch negative. Vielleicht hilft dir das, dich selbst einmal in einem objektiveren Licht zu sehen. Urteile anderer würden dir nur dann helfen, wenn sie absolut neutral sind. Eine Therapie finde ich nicht notwendig, denn bis zu einem gewissen Grad sind Menschen in der Lage, sich selbst zu therapieren. Wenn du allerdings nicht weiter kommst, solltest du am Ende genau das in Betracht ziehen.

Denn deine Sicht auf dich Selbst lässt dich einfach nicht zufrieden sein. Und das ist doch gerade das, was das Leben ausmacht. Glücklich sein. Zufrieden.

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Geht mir genauso deswegen wirke ich auf Leute die mich nicht kennen sehr eingebildet dagegen kann man kaum was machen , du musst einfach deine einstelling ändern

Erkenne zunächst, dass Fehler kein Makel sind, sondern etwas ganz natürliches, das jeder Mensch macht. Man darf auch Fehler machen, blöd ist nur, wenn man den selben Fehler ein zweites Mal macht. Das ist nämlich ein Zeichen dafür, dass man aus seinen Fehlern nichts gelernt hat. Und das ist schlimm.

Für Fehler, die andere begangen haben, bist du nicht verantwortlich. Gestehe anderen auch das Recht zu, Fehler machen zu dürfen.

Versuche, möglichst geradlinig durch das schöne Leben zu gehen, und mach dir nicht über alles einen Kopf:-)

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