Ich kann mein Baby nicht mal 2 min ablegen. Tipps?

16 Antworten

Hallo,

mach dich nicht heiß sie ist noch so klein.In den ersten Wochen ist alles neu und ungewohnt und sie sind sehr liebesbedürftig, nichts genießen sie mehr wie die mütterliche liebe!Es ist anstrengend für dich, aber gib sie ihr wenn sie die fordert.Unsere Tochter lag auch sehr lange mit bei uns im Schlafzimmer die erste zeit mit in unserem Bett Grade nachts ich hab es dennoch immer wieder probiert sie tagsüber in ihr Bett zu legen, das gab viel Protest aber irgendwann siegt die Müdigkeit und sie gewöhnen sich ans eigene Bett!viel Geduld mitbringen und immer wieder versuchen sie in ihr Bett zu legen.Das mit der Brust halte ich auch nicht für schlimm, aber versuch es zwischendurch statt der Brust auch mit Tee so trinkt sie wenn sie an die Brust darf mehr das sie auch satt wird.

Viele Tipps und Tricks habe ich auch durch meine Hebamme erfahren,vielleicht solltest du deine mal kontaktieren!

Du hast ihr beigebracht: Ich muss nur ein bisschen weinen, dann trägt Mami mich herum. Versuch ihr das so schonend wie möglich wieder abzugewöhnen. Leg sie immer mal wieder irgenwo hin, wo sie dich sehen kann und bleib mit ihr in Kontakt, indem du mit ihr sprichst. Mit der Zeit lernt sie, Mama geht nicht weg, auch wenn ich nicht ganz nah bei ihr bin. Sie fürchtet ja nicht, dass du sie nicht herumträgst, sondern dass du ganz verschwindest. Und das lässt sie weinen, sobald der körperlich Kontakt abreißt.

Das finde ich eine hilfreiche Antowrt, denn so kann man das auch lösen, das Kind lernt, dass Mama da ist, aber kann auch mal ohne körperlichen Kontakt sein. Und das ohne schreien-lassen!

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@Mamika

Sorry, aber macht euch mal über sehen bei Babies schlau. Wenn Mutti nicht gerade 30cm vor ihnen ist, können sie es nicht richtig erkennen. Babies können noch nicht ihre Augen korrekt auf eine Entfernung einstellen, alles was mehr als einen halben Meter entfernt ist, ist unscharf, das ändert sich erst in den nächsten Monaten! Bei einem Baby in diesem Alter ist der Vorschlag nicht sinnvoll! Das Kind kann nicht zwischen Mutti oder fremder Person unterscheiden.

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@Ostereierhase

Genau deshalb soll sie ja mit ihm sprechen. Oder können Babys auch nicht hören?

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@Schuhu

tja Osterhase... du scheinst auch kein besonders schlauer Hase zu sein. Wir Menschen haben noch viel mehr Sinneswahrnehmungen außer sehen. Die Babys riechen, hören und fühlen die Mama. Besonders der Herzschlag der Mama ist für die kleinen besonders wichtig, da sie diesen aus 9 Monaten Bauch kennen. Deswegen ist ein Tragetuch sehr zu empfehlen. Meiner hat zum Anfang auch auf meiner Brust geschlafen. Auch haben Babys ein besonders ausgeprägten Geruchssinn. In einem wissenschaftlichen Experiment wurde einem Baby zwei Moltontücher die mit Muttermilch getränkt waren ins Bettchen gelegt. Das eine Tuch war mit der Milch von der Mama, das andere mit Milch von einer fremden Frau. Das Baby erkannte das Tuch was mit der Milch von der Mama getränkt wurde. Der Brustwarzenhof ist von sogenannten Montgomery-Drüsen umgeben. Sie sondern den individuellen „Mama-Duft“ ab. Neben Riechen und Schmecken gehört das Fühlen zu den körpernahen Erfahrungen des Säuglings. Für Neugeborene ist die Wahrnehmung über die Haut, Lippen und Zunge die wichtigste Sinnesreizung überhaupt. Ihr empfindlicher Mund ist perfekt ausgerüstet, um die warme Brustwarze zu finden. Das Hörvermögen von Neugeborenen ist gut ausgeprägt. Babys mögen hohe Töne. Die Stimme der Mutter kennen sie sogar schon aus dem Mutterleib.

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Hallo 66Stern66,

was Du schreibst ist völlig normal! Das war bei uns auch so und ich war auch oft am Verzweifeln, besonders wenn alle Arbeiten im Haushalt liegen geblieben sind und ich mir einfach einmal eine halbe Stunde alleine gewünscht habe.

Deine Tochter war seit sie angefangen hat zu fühlen, zu hören, zu sehen zu "denken" immer ganz dicht bei Dir. Fast 9 Monate hat sie immer Dich ganz nah gefühlt, immer Deine inneren Geräusche gehört und jetzt soll sie sich in wenigen Monaten daran anpassen alleine in völliger Ruhe zu sein?

Was bei uns geholfen hat:

Rauschendes Nachtlicht von Fischerprice und rauschendes Kuscheltier von Cloud B - erinnert an das Blutrauschen im Bauch

Pucken - erinnert an die Enge und Geborgenheit (Achtung - muss richtig gemacht werden! Hebamme fragen oder sich gut informieren). Dadurch hat sie dann auch mal stundenlang gut alleine geschlafen.

Tragen in der Trage (wir hatten anfangs Didythai, später Manduka, auf richtiges Tragen achten, am Besten von Hebamme oder Trageberaterin zeigen lassen).

Entlastung bei Haushalt suchen (wir hatten stundenweise Haushaltshilfe, weil ich auch keine FAmlie in der Nähe habe)

Entlastung bei Babyversorgung suchen (mal Nachbarin eine halbe Stunde mit dem Kind im Wagen wegschicken oder den Papa mit dem Baby Mittagsschlaf machen lassen, Babysitter und FAmlie für Babybetreuung engagieren).

Mach Dir keinen Druck damit was das Kind können oder lernen soll (z.B. im eigenen Bett schlafen, einen Rhytmus haben, ohne Stillen einschlafen, mal eine Weile alleine ruhig sein, sich selbst beschäfitgen etc.). Das ist alles eine Frage der Entwicklung und Reife und kommt ganz von selbst!

Und irgendwann will das Kind dann von Dir weg, Sachen alleine machen, schickt Dich raus, weil es alleine sein will, will nicht mehr auf Dir liegen bleiben und in seinem eigenen Bett schlafen. Und irgendwann darfst Du nicht mehr in sein Zimmer kommen.Und irgendwann verläßt es Dich dann ganz ;)

Also versuch zu geniesen was Du hast, denn es geht vorbei! Ich vermisse die Zeiten wo die Kleine so schön kuschelig auf mir geschlafen hat. Damals hat es mich auch genervt, aber eigentlich war es eine schöne Zeit und bei uns ist sie vorbei. Meine Tochter will nicht mehr auf mir liegen und will in ihr "eigen Bett". Schade! :)

LG und viel Gedulg wünscht Hourriyah

hei du,

für Kinder in dem Alter ist der Herzschlag der Mutter noch extrem kostbar. Diesen haben sie über 9 Monate im Mutterleib gehört und dieser ist nun auch der Grund, dass sie so gern auf deiner Brust schläft. Wärme und das sichere Gefühl, dass du da bist. Manche Kinder kann man austricksen mit einem Kirschkernkissen (nicht zu heiß!) und einer MP3, die leise die Herztöne wieder gibt. Solang sie noch so klein ist, find ich das aber auch nicht schlimm, dass sie oft auf den Arm will. Wenn sie mal einschläft, leg sie in ihr eigenes Bettchen. Dann gewöhnt sie sich auch langsam daran und dann kann sie hoffentlich, wenn sie etwas weiter ist auch allein schlafen ;) Der Tip mit dem Tragetuch ist auch toll und sorgt dafür, dass du dich trotzdem bewegen kannst.

Ich würd sagen: Hör auf Deine Hebamme! Dem Baby werden hier schon schlechte Angewohnheiten unterstellt. Ein 6 Wochen altes Baby! Es will nicht manipulieren oder etwas bewirken. Es reagiert auf sein eigenes Innenleben. Da es keine Wörter kennt, kann es in diesem Sinne auch noch nicht bewusst denken. Es fühlt, es IST einfach. Vielleicht sind da Gefühle wie Angst oder Unwohlsein und deshalb schreit es. Ich finde auch, es wäre grausam, es dabei allein zu lassen.

Das ist doch das Wunderbare, diese Nähe zwischen Mama und Baby. Ein Baby ist ein kleines Lebewesen, dass sich unheimlich schnell entwickelt und dabei verschiedene Phasen durchläuft. Es nimmt anders wahr, da es noch kein Ich hat. Das wird schon, genieße die Nähe zu der Kleinen, sie wachsen so schnell.

Liebe Grüße

Dieses "Schreienlassen" war die Erziehung der 50er Jahre oder aus noch früherer Zeit. Man wollte die kleinen Kinder so früh wie möglich disziplinieren, ohne Rücksicht auf deren Gefühlsleben, sie sollten sich gefälligst nach den Bedürfnissen der Erwachsenen richten. Da aber inzwischen schon ganze Scharen von Psychologen (besonders zu erwähnen: "Im Anfang war Erziehung" von Alice Miller), die selbst unter dieser Gefühlskälte in frühester - und auch späterer - Kindheit gelitten haben, diese Erlebnisse aufgearbeitet und niedergeschrieben haben, sollte man nicht noch weitere Generationen diesem Trauma aussetzen. Selbst in einem Erziehungsbuch "Entwicklungswunder Mensch", das in der 80er Jahren in der DDR erschien, wurde das - damals allgemein übliche - Schreienlassen als hart und rücksichtslos bezeichnet - weil es allein die Bedürfnisse der Erwachsenen zum Maßstab mache.

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Super Antwort! Genau so ist es...

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