Wird Jesus mir jetzt nicht mehr vergeben, denn ich hatte so einen lästernden Gedanken vorher (siehe Vers unten)?

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11 Antworten

Hey,

Dazu gibt es zwei Sachen:

(1) Die Bibel ist zwar als Leitfaden für den christlichen Glauben gesehen und als Gläubige(r) kann man sich natürlich nach bestem Wissen und Gewissen danach richten, aber kein mensch ist perfekt :)

(2) Soweit ich das verstehe, können einem quasi alle Sünden vergeben werden, wenn man Reue zeigt (bzw. bei schweren Vergehen Buße tut (heutzutage Gefängnis etc.)). Ein einfacher Gedanke wie bei dir müsste nach christlichen Maßstäben vergeben sein, wenn du sagst "das war ja nicht so gemeint, war nur ein kurzer Gedanke und nichts ernstes".

Es sollte also überhaubt kein Problem geben ^^

mfg Warhero

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Vergeben wird dir alles, was du aufrichtig bereust und, ganz wichtig, bewusst nicht mehr wiederholst. Das ist machbar! 😉

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Kommentar von frageantwort543
01.06.2016, 18:54

Jede Sünde und Lästerung wird den Menschen vergeben werden; aber die Lästerung des Geistes wird nicht vergeben werden. Und wenn jemand ein Wort reden wird gegen den Sohn des Menschen, dem wird vergeben werden; wenn aber jemand gegen den Heiligen Geist reden wird, dem wird nicht vergeben werden, weder in diesem Zeitalter noch in dem zukünftigen. (Matthäus 12,31-32 ELB) dem wird NICHT vergeben werden heisst es

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Ich denke nicht. Die Rede von der Lästerung des Heiligen Geistes steht bei Matthäus in einem ganz bestimmten Kontext, von dem sie nicht losgelöst betrachtet werden darf. Dieser Kontext ist das Vertreiben unreiner Geister, für das die Pharisäer einen Dämon verantwortlich machen wird nicht vergeben. Man stellt sich selbst ausserhalb der Gnade, wenn man das Vertreiben der unreinen Geister nicht dem Heiligen Geist, sondern einem Dämon zuschreibt.

Anders gesagt: Wer sich bewusst gegen Gott entscheidet (und das ist freilich viel mehr als ein blosser Fluch oder eine dahingesagte Lästerung), stellt sich selbst ins Abseits.

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Hallo frageantwort543,

in dem von Dir angeführten Bibeltext geht es um die "Lästerung gegen den heiligen Geist". Dies ist in der Tat eine Sünde, die Gott nicht vergeben wird. Doch um zu verstehen, ob man diese Art Sünde wirklich begangen hat, muss man erst einmal verstehen, was darunter zu verstehen ist.

Hierbei geht es um eine willentliche und vorsätzliche Lästerung gegen den heiligen Geist, der einem bösen Herzen entspringt. Der Apostel Paulus beispielsweise, war, wie er selbst sagte, einst ein "Lästerer", da er die ersten Christen verfolgt und dem Tod überliefert hatte. Hatte er aber gegen den heiligen Geist gesündigt? Paulus schrieb einmal von der Zeit, bevor er Christ war, folgendes: "...obwohl ich früher ein Lästerer und ein Verfolger und ein unverschämter Mensch war. Dennoch wurde mir Barmherzigkeit erwiesen, weil ich unwissend war und im Unglauben handelte" (1. Timotheus 1:13).

Rein menschlich gesehen, könnte man denken, Gott könne dem Paulus wegen des Ausmaßes seiner Sünden nicht mehr vergeben; dennoch tat er es, da ihm zum Zeitpunkt seiner Taten nicht bewusst war, wie schlimm das, was er getan hatte, in Wirklichkeit war. Nachdem ihm jedoch die Schwere seiner Sünde klar wurde und er von Herzen bereute, vergab Gott ihm bereitwillig. Paulus hatte also, obwohl er schwer gesündigt hatte, eindeutig nicht die unvergebbare Sünde begangen.

Gegen den heiligen Geist zu sündigen heißt, sich ihm willentlich zu widersetzen, und zwar aus dem Grund, weil das Herz durch und durch böse geworden ist, so dass es kein Zurück mehr gibt. Es gibt in der Bibel Beispiele von Personen, die sich der Sünde gegen den heiligen Geist schuldig gemacht haben. Dazu zählten z.B. die Pharisäer und Schriftgelehrten, als Gruppe gesehen. Obwohl sie mit eigenen Augen gesehen hatten, welche Wunder Jesus Christus durch Gottes Geist vollbracht hatte, widerstanden sie ihm und schmiedeten sogar Mordpläne gegen ihn. Ihr Herz hatte einen Grad von Bosheit erreicht, der keinen Gedanken an Reue mehr zuließ.

Das gleiche kann von Judas Iskariot gesagt werden, der von Jesus als "Sohn der Vernichtung" bezeichnet wird (Johannes 17:12). Obwohl er als einer der 12 Apostel zu Jesu engsten Vertrauten gehört hatte und viele seiner Wunder aus nächster Nähe beobachtet hatte, war seine Habgier größer als die Liebe zu seinem Herrn. 30 Silberstücke reichten ihm, um ihn zu verraten. Sein Handeln entsprang einem durch und durch bösen Herzen.

Bevor man sich also selbst bezichtigt, die Sünde gegen den heiligen Geist begangen zu haben, sollte man die Sache erst einmal im Licht der Bibel prüfen.

LG Philipp

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Lästerung des Geistes ist Unglauben und Ablehnung in einer unmissverständlichen, dämonischen Art und Weise. Ein Mann wie Paulus, ein hochangesehener Theologe und Pharisäer, ein Eiferer und ehemaliger Verfolger der Kinder Gottes (Apotelgeschichte 22,3-4) sagte rückblickend von sich selbst, ein Lästerer gewesen zu sein! Allerdings aus Unglauben und Unwissenheit heraus (1. Timotheus 1,12-13). Also keine Lästerung des Heiligen Geistes wie es in Markus 3,28-30 beschrieben ist. Dennoch können wir daran erkennen, daß viel theoretisches Wissen einen Menschen noch lange nicht zum Gläubigen im Sinne Gottes macht. Ebenso wenig, wenn jemand viel arbeitet und aktiv ist für die Sache seines Glaubens und was er damit verbindet. Christ wird man durch Jesus Christus!

Das hat Paulus unmittelbar während seiner Reise nach Damaskus erlebt und es veränderte sein Leben von Grund auf (Apostelgeschichte 22,8). Was macht der Heilige Geist? Er heiligt Menschen (Römer 1,4)! Er überführt sozusagen den Sünder und stellt ihm die Gnade im Evangelium deutlich vor Augen. Es sind vielleicht ganz spezielle Momente und Situationen oder ein bestimmter Satz den man irgendwann und irgendwo liest oder hört. Möglicherweise zum erstenmal richtig hört? Dann entscheidet es sich. Es bleibt ein Geheimnis, aber der Betreffende weiß bescheid. Der Glaube kommt aus der Predigt (Römer 10,17) und Jesus Christus ist der alleinige Weg zum Vater im Himmel (Johannes 14,6). Das sind die Fakten.

Die eigentliche Offenbarung im Geist bleibt letztlich aber der Entscheidung Jesu überlassen (Matthäus 11,27) - das Geheimnis der Erwählung! Zum Glauben an Gott berufen sind alle Menschen aber nicht alle sind erwählt (Matthäus 20,16). Gott kennt die Zukunft des Menschen, jedes einzelnen. Daher kann er auch auserwählen ohne einen Menschen zu seinem Glück und Segen zu zwingen. Gott ist Liebe und die Erwiderung dieser Liebe (durch den Glauben) kann nur freiwillig und von Herzen sein. Nun ist es offensichtlich möglich die Wahrheit zu sehen und zu erkennen und trotzdem dagegen vorzugehen. Nämlich durch Lästerung, Hochmut, Spott, Bosheit und bewusste Ablehnung. Das ist leider die Wahrheit. Das beste Beispiel dafür schildert die Bibel selbst im Fall des Satans (Jesaja 14,12-14). Kein Mensch oder Engel war Gott sichtbar so nahe und hat selbst soviel Macht gehabt wie der Erzengel Lucifer, der vor dem Thron
Gottes stand.

Seine Rebellion war die Sünde gegen den Heiligen Geist! Wenn man nicht zum Unglauben und zur Rebellion gegen Gott verführt wird (im Gegenteil) und dennoch sich verstockt und Gott absagt, ist jede Vergebung unmöglich. Hat Gott sich nun bei manchen Menschen und Engeln einfach geirrt? Nein, ich denke es soll deutlich machen, daß die Erwählung kein Selbstläufer ist und auch etwas mit uns selbst zu tun haben muß. Und zwar genau in den Momenten, wo uns der heilige Geist begegnet und an die Tür unseres Herzens anklopft (Apostelgeschichte 17,30). Sowohl wenn es um die Frage der Erlösung geht, aber auch wenn wir bereits Christen sind und Gott zu uns spricht. Die Sünde gegen den Heiligen Geist kann kein Gläubiger begehen, der biblisch von neuem geboren ist.

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Hallo frageantwort543,

mit bösen, lästernden oder unreinen Gedanken ist es so, wie mit einem hässlichen schwarzen Vogel. Du kannst nicht verhindern, dass er über Deinen Kopf hinweg fliegt und krächzt. Was Du abwehren kannst und nicht zulassen darfst - dass er auf Deinem Kopf sein Nest baut, Eier legt und sie ausbrütet.

Du bittest Gott um Vergebung Deiner lästernden Gedanken und - wenn das schon mehrmals passiert ist - auch um Hilfe beim Überwinden der Schwäche. Wenn Du glaubst, dass das Blut Jesu uns von unseren Sünden befreit, kannst Du den Vorfall hinter Dir lassen.

Ps 103,8 (NEÜ) Jahwe ist barmherzig und mit Liebe erfüllt, / voll unendlicher Gnade und großer Geduld. 9 Er klagt uns nicht beständig an, / wird nicht ewig auf uns zornig sein. 10 Er straft uns nicht, wie wir es verdienten, / zahlt die Verfehlungen uns nicht heim. 11 Denn so hoch der Himmel über der Erde steht, / so groß ist die Gnade für jeden, der Gott fürchtet und ehrt. 12 So weit wie der Osten vom Westen entfernt ist, / so weit schafft er unsere Schuld von uns weg. 13 Wie sich ein Vater über Kinder erbarmt, / so erbarmt sich Jahwe über jeden, der ihn respektvoll ehrt.

Grüße; kdd

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Ich denke, dass es bei der Sünde gegen den Heiligen Geist darum geht, dass Menschen wie die Pharisäer die Wunder Jesu gesehen und miterlebt haben und eigentlich wussten, dass Jesus Christus der von den Propheten verheißene Messias ist und ihn trotzdem ablehnten und seine Wundertaten sogar dem Satan zuschrieben (vgl. Lukas 11,15 und Matthäus 12,24).

In Markus 3,28-30 wird dies deutlich: "Wahrlich, ich sage euch: Alle Sünden sollen den Menschenkindern vergeben werden, auch die Lästerungen, womit sie lästern; wer aber gegen den Heiligen Geist lästert, der hat in Ewigkeit keine Vergebung, sondern er ist einem ewigen Gericht verfallen. Denn sie sagten: Er hat einen unreinen Geist."

Eine recht gute Erklärung dafür findet sich beispielswiese hier: https://www.bibelkommentare.de/index.php?page=qa&answer\_id=634

Ansonsten gilt: "Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit" (1. Johannes 1,9).

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Bei solchen Fragen ist mir nie klar, ob sie ernsthaft gestellt sind oder nur eine hämische Provokation sein sollen.

Wenn die Frage ernst gemeint ist: Zur Zeiten Jesus' wurde alles von den Juden sehr eng gesehen, davon zeugt die Bibel. Heute ist uns klar, dass ein Mensch als ein so weit unter Gott stehendes Wesen Gott gar nicht lästern kann. (Kann mich als Menschen ein Einzeller beleidigen? Kicher) Allenfalls dokumentiert man damit seine eigene Dummheit.

Gottes Botschaft ist "Lebt und liebt!", kein Gemähre mit ankreiden und vergeben oder nicht vergeben.

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Keiner wird dir jemals was vergeben Jesus ist gestorben wie jeder normaler Mensch 

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Kommentar von RudolfFischer
02.06.2016, 11:05

Zitat: "Jesus ist gestorben wie jeder normaler Mensch"

Das ist zwar richtig, aber danach ist er auferstanden, wie das deshalb auch jeder "normale Mensch" erhoffen kann. Schade für dich, dass du das noch nicht tust.

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Um den Heiligen Geist zu lästern, musst du dich aber ganz schön anstrengen, so einfach ist das gar nicht und es setzt auch einen gewisse Glaubenslevel voraus.


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....und du glaubst das Gott diese Worte niederzuschreiben verlangt hat?

Dann wäre er aber ein ziemlicher Despot.....

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