Ich hatte einen Arbeitsunfall während meiner wiedereinglieder und mein Arzt will mich nicht weiter behandeln auf Grund langen Krankenzeit was kann ich machen?

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1 Antwort

Bei einem Arbeitsunfall darf dich nur ein zugelassener D-Arzt behandeln.

Der Grund warum viele Ärzte dann rumzicken ist, das laut

Sozialgesetzbuch V

das Krankengeld maximal 78 Wochen gezahlt wird (Paragraph 48 - 50). Danach erlischt das Recht auf Beuzg von Krankengeld. Wirst du nach einem Arbeitsunfall umgeschult und wiedereingegliedert und hast während dieser Zeit erneut einen Unfall,

gilt das nicht als erneute Krankheit und das Recht auf Bezug von KG endet trotzdem nach 78 Wochen. Üblicherweise endet auch damit die Mitgliedschaft in der Krankenkasse.

Es gibt jedoch einen Ausweg:

Wenn du einen Antrag auf Verrentung (Vollrente) bei der Deutschen Rentenversicherung stellt, dann bist du für die Dauer wie der Antrag läuft, bei der DRV Krankenversichert.

Sonst sehe ich keine Chance für dich, das weis ich aus eigener Erfahrung!

Allerdings hat die Sache einen Hacken:

Wer auf Grund einer Krankheit umgeschult wird,  aber wegen der Umschulung nicht arbeitslos ist( er steht ja dem Jobcenter nicht zur Verfügung), gilt weder als Arbeitslos noch als krank. Das heißt im Klartext, du bekommst weder Krankengeld noch ALG 1 noch Harz IV.

Lass dich deshalb bei einen Rechtsanwalt oder beim Arbeitsamt deswegen beraten. Vielleicht hilft dir auch die nächste Niederlassung des VDK weiter. Die sind auf so was spezialisiert.

Aber Kopf hoch, mit dem Problem bist du nicht allein.

Ich hatte einen schweren Handunfall mit Handphlegmone und anschliessender Lappenplastik. Während der Umschulung wurde ich in den Ferien des BFW als Fußgänger von einem Auto erfasst und übelebte nur knapp mit Schädelbruch und Ertaubung links und kaputten Gleichgewichtsorgan.

Ich wäre fast aus der Krankenkasse rausgeflogen, wenn nicht mein Vermittler beim Arbeitsamt mitgespielt hätte;

Er hat mit trotz Blutungen aus dem Ohr als arbeitsfähig eingestuft mit den Worten: "Mit einer solchen Krankheitsgeschichte kriegen Sie sowieso kein Vorstellungsgespräch mehr"

Jetzt habe ich erneut starke Probleme mit der Hand, werde von allen Ärzten fallen gelassen. Weitere Operationen würden mich die Hand kosten. Wenn ich jetzt wieder arbeite und mir passiert was, ist die Hand weg. Dann aber keine Entschädigung der BG und keine private Unfallversicherung mehr, die haben mich schon lange rausgeschmissen!

Eines sage ich dir:

Niemals wieder werde ich eine Umschulung machen. Erstens wirst du selbst betrogen, zweitens die andern:

Eine 2-jahrige Maßnahme mit 1/2-jährigen Vorkursus kostet 45000 Euro.

(ca. 900 Euro Übergangsgeld + 600 Euro Por Monat für die Maßnahme inklusive Unterbringung = 1500€  macht bei 30 Monaten 45000 €)

Die ersten 3 Monate wo du beschäftigt bist, zahlt die Berufsgenossenschaft.

48000 + 3Monate*2000 € sind  54000 Euro

Bei mir waren es etwa 2000 Euro Brotto, macht 54000 Euro dafür, das ich 3 1/2 Jahre beschäftigt war.

Das sind pro Monat etwa 1285 Euro, was die Berufsgenossenschaft für mich geblecht hat. Bei 1285 Euro Lohn Netto macht das 906 Euro Arbeitslosengeld jetzt.

Die medizinischen Maßnahmen alleine belaufen sich auf 74000 €.

Fall ich jetzt meinen Griffel verliere macht das

noch mal 50000€ Behandlungskosten + 740000 + 54000 = 178000€.

Nur dafür das die Statistiken der Bundesregierung sauber sind, mal abgesehen davon, das ich dann hundertprozentig auf der Straße als Penner lande! 

Ich hatte damals meine Bedenken geäußert, aber man wollte mich unbedingt umschulen (Die Statistiken sollen sauber bleiben)!

Kopf hoch, du bist nicht allein!

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