Ich hache aktiv Survival (Bushcrafting) aber ich habe noch nie den Perfekten Zunder gefunden. Dieser Zunder soll nach 3-4 Funken vom Feuerstahl anbrennen!?

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2 Antworten

Es liegt zu 50% an der Zunderart, zu 50% aber auch an der Zundervorbereitung!

Nimm zum Beispiel Birkenrinde: ich krieg sie eigentlich immer nach 2-3 strikes an. 

Du musst die ganz feinen Papierähnlicheb Äußersten streifen abziehen (ruhig 10 streifen) und diese dann zerreißen, zerknäulen und in der Hand zerreiben, dass es möglichst pulvrig wird. Je größer die Oberfläche, desto wahrscheinlicher die Zündung. Unter diese kommen dann die dickeren teile der Birkenrinde auch in 1cm breite Streifen gerissen und auch gebrochen und zerrieben.

Wenn du dort nun von oben deinen feuerstahl reinhebst und nicht schnell sondern langsam aber mit viel Kraft den "steiler" anpresst und den Stahl zurück ziehst brechen richtig große Funken raus und fallen sofort in den pulverhaufen und entzünden diesen relativ problemlos.

Dies funktioniert so auch mit jedem anderen zundergeeigneten Material (harziges Holz, trockene Pflanzenreste, etc)

- möglichst großen feinen Haufen bilden

- möglichst große Funken direkt am Haufen erzeugen (Übung)

Viel Erfolg

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Kommentar von trueSurvival
25.03.2016, 19:01

Ok danke ich hatte immer rinde mit dem Messer abgemacht aber dass man das  "Birken Papier" benutzen kann wusste ich noch nicht danke ;)

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Birkenrinde hauchfein geschabt funtioniert immer, selbst wenn sie klatschnaß ist. Feiner Sägestaub oder abgeschabtes Kienholz ist noch besser, aber das muß man suchen. Harz von Kiefer und Fichte funktionieren auch super. In Bezug auf den Feuerstahl würde ich Dir empfehlen, es mal mit einem Mischmetallstab zu versuchen. Mischmetallstäbe haben eine andere zusammensetzung, die Funken sind in der Regel dreimal so heiß und fliegen bis zu 8 Meter weit. Auf meiner Wanderung um die Welt ist es zuweilen überlebenswichtig, schnell und verlässlich Feuer machen zu können. Deshalb benutze ich lieber Mischmetallstäbe, auch weil sie viel Größer sind. Meine Stäbe sind in etwa 20 cm lang und daumendick. Die kann ich dann sogar bei Eiseskälte mit Handschuhen bedienen.

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