Ich habe zwei Fragen zum Buddhismus , die ich in einer Präsentation erwähnen muss , kann mir jemand helfen?

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2 Antworten

Ich bin selbst Buddhist der Soto-Zen-Tradition und helfe dir bei deinen beiden Fragen gerne weiter. :-)

Was war , als es mich noch nicht gab , als das Leben , das Universum noch nicht existierte?

Buddha erklärte, es gäbe unbeantwortbare Fragen (Sanskrit: avyakrita), über die man sich nicht den Kopf zerbrechen solle, da es nicht zur Befreiung führe, sondern sogar zum Wahnsinn führen kann.

Dazu gehören zB metaphysische Fragen zur Ewigkeit der Welt.

Welche Verpflichtungen habe ich gegenüber meinen Mitmenschen?

Als Buddhist sollte man sich bemühen, das Leiden anderer Wesen (Menschen, Tiere, Pflanzen) nicht zu vergrößern, sondern nach Möglichkeit zu verringern und unnötigen Schaden abzuwenden.

Weisheit (Prajna) und Mitgefühl (Karuna) sind zwei der wichtigsten Eigenschaften, deren Entwicklung im Buddhismus angestrebt wird.

Das Verhalten des Buddhisten sollte durch die fünf Sittlichkeitsgelübde (Panchasila) geleitet werden, die er bei der Zufluchtnahme, also dem Übertritt zum Buddhismus, freiwillig auf sich nimmt:

  • Kein Leben nehmen
  • Nicht gegebenes nicht nehmen
  • Die Rede nicht missbrauchen
  • Die Sexualität nicht missbrauchen
  • Den Geist nicht betäuben

Die Einhaltung dieser Gelübde soll eine positive Entwicklung des Menschen und ein möglichst leidfreies Leben für alle Wesen fördern.

Ich hoffe, diese Antwort war hilfreich. Sollte noch etwas unklar sein, frage ruhig einfach nochmal nach. :-)

FlorianBeisser 22.02.2017, 19:03

Huhu ,

Vielen Dank erstmal für deine ausgiebige Antwort , doch erschließt mir dadurch eine neue Frage. Wenn ich jetzt Frage 1 beantworten soll , was soll ich da sagen? Also eine Satzstellung :)

Und vielleicht hast du ja auch eine Antwort auf diese Frage: Was gibt meinem Leben einen absoluten Sinn? Natürlich auch wieder aus Sicht des Buddhismus :)
LG

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Enzylexikon 22.02.2017, 19:07
@FlorianBeisser

Frage:

Was war , als es mich noch nicht gab , als das Leben , das Universum noch nicht existierte?

Antwort:

Buddha schwieg hierzu, da er diese Fragen als nicht beantwortbar ansah.

Frage:

Was gibt meinem Leben einen absoluten Sinn?

Antwort:

Der Buddhismus lehrt, dass es einen absoluten Sinn für alle Menschen nicht gibt, als Buddhist soll man jedoch nach dem Erwachen streben.

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 Die buddhistische Lehre ist verschwommen und die Auslegung von Person zu Person eine andere. Der Buddhismus in Japan unterscheidet sich sehr von dem in Südostasien.
Einzelpersonen vertreten wiederum unterschiedliche Standpunkte. Im
allgemeinen werden jedoch die folgenden Punkte hilfreich sein: (1) Der
Buddhismus erkennt keinen externen Gott an, keinen persönlichen
Schöpfer. Dagegen beten viele Buddhisten Bilder und Reliquien des Buddha
an. (2) Siddhartha Gautama, der den Titel Buddha erhielt, wurde von
seinen Nachfolgern als das religiöse Ideal betrachtet, dem sie
nachstreben sollten. Er ermunterte dazu, Erleuchtung dadurch zu
erlangen, daß man den Menschen vom menschlichen Standpunkt aus erforscht
und sich durch die Beherrschung des Geistes von den Wurzeln der Leiden
löst, um alle irdischen Wünsche auszulöschen. Er lehrte, daß dies der
Weg zur Erlangung des Nirwanas sei, in dem es keine Wiedergeburt oder
Seelenwanderung gebe. (3) Buddhisten verehren ihre Ahnen, weil sie sie
als den Quell ihres Lebens betrachten.

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