Ich habe vorhin (fast) meinen Vater geschlagen

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Das klingt ja echt nach "vererbter" Verantwortungslosigkeit. Die Selbstbestimmung den Süchten zu opfern, von denen ja gleich mehrere anwesend sind, ist fatal. Eine "nette Geste" war die Entschuldigung Deines Vaters - aber das muss auch alltagsfeste Konsequenzen haben!

"Jeder" von euch geht mit seinen Problemen in Therapie; aber wird da auch Familientherapie geleistet? Gibt es Gespräche mit allen "Beteiligten"? Haben Therapeuten mal eure Eltern an ihre Verantwortung erinnert?

Diese Finanzmisere auf so vielen Ebenen ist zwar ein Damoklesschwert, aber kein "Weltuntergang", wenn alle vernünftiger und disziplinierter wären...

Den Abschnitt mit der ''netten Geste'' habe ich nicht so verstanden. Und so eine Therapie machen wir nicht, da ich ja gesagt habe, dass beide zu sturr sind, weil sie denken,dass es ihnen gutgeht. Und mit den Rest kann ich dir Recht geben.

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@nivle

Mit "nette Geste" meinte ich seine Entschuldigung nach Deinem Übergriff. Du bist in Therapie (gewesen), psychosomatisch? Dann gibt es die Möglichkeit, Familiengespräche zu planen und durchzuführen - das kann ja in eurem Fall sinnvoll sein - schon, wenn "nur" Dein Vater und Du gingen...

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@HektorPedo

Ich weiß nicht was mein Vater meint, aber ich brauche meine Ruhe. Ich will für min. einen Monat lang weg, und zwar alleine. Die Kur wäre das beste für mich. Ich werde momentan 'nur' psychologisch behandelt.

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@nivle

Wie alt bist Du eigentlich? Kannst Du nicht in nächster Zeit einen "räumlichen Absprung" aus dieser Konstellation suchen? In eine interessante, altersgemäße WG umziehen?

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@HektorPedo

Ich bin 18. Meine Mutter kann ich nicht alleine lassen. Ich muss ihr auch noch helfen.

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@nivle

Danke für den Stern - ich hoffe, die Wogen haben sich (nachhaltig?) geglättet...

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wow, läuft bei euch.

Also in einem hat dein bruder recht: Der Kauf des Autos wahr einfach ein Fehler.
Eltern haben ja eh schon einen negativen Schufaeintrag, von daher wäre es sinnvoller, mal die anstehenden Schulden abzuzahlen als zu versuchen, irgendwie an ein neues Auto zu kommen.

Warum sich dein vater über den Bruder aufregt, wenn er in dem Auto rumfährt, versteht ich nicht. Dein Bruder ist doch schließlich auch der Dumme, der die Raten für das Auto zahlen darf?

Da darf er natürlich auch in 8rechtlich) seinem Auto rumkurven, wie es ihm beliebt.

Dein Vater scheint einfach nur Probleme zu haben. Komplett überfordert mit seiner finanziellen Situation und geht dann so ziemlich jeden dumm an.

Da ist auf jeden Fall ne Familientherapie in Zusammenhang mit ner Schuldenberatung für die ganze Familie fällig, denn offenbar ist der falsche umgang mit Geld das große Leidthema der Familie :-/

Hallo Nivle :) So ein ähnliches Problem hatte ich mit meinem Vater auch.Meinem Vater sein Vater war Alkoholiker und mein Vater hat es seinem Vater nachgemacht. Mein Vater kam fast jeden Abend sturz betrunken von der Arbeit nach Hause und wenn ihm irgend etwas nicht gepasst hat, wurde er Aggressiv und ist dann immer auf mich losgegangen,hat mich angeschrien und gemeint,ich wäre nichts Wert,aus mir würde nie was werden usw.Wo ich dann 15 war,ist auch bei mir eine Sicherung durchgebrannt und ich hab mich mit meinem Vater richtig geklopft.Sieger gab es keinen,ich habe verdammt viele Schläge eingesteckt,aber er sah auch nicht gerade besser aus :)) Ich bin auch so gut wie jeden Abend in meinem Zimmer gesessen und wollte dem ganzem ein Ende machen. Wie oft ich das Messer schon in der Hand hatte,kann ich dir nicht sagen.Psychisch war ich auch ein totales Wrack.Auf jeden Fall sind an diesem besagten Abend meine Mutter,meine kleine Schwester und ich dann zu Verwandten gegangen.Am nächsten Tag erstatteten wir bei der Polizei eine Anzeige,waren auf dem Jugendamt und beim Scheidungsanwalt.2oder3 Tage später rief mein Vater an und wollte mit meiner Mutter reden.Sie fragte mich,was ich davon halte und ich meinte zu ihr,sie solle sich anhören,was der "ALTE SACk"(das waren damals meine Worte xD ) zu sagen habe.Irgendwann in der Nacht kam sie dann wieder,setzte sich zu mir und meinte,mein Vater würde aufhören zu Trinken,wenn wir wieder zurückkommen würden.Die Entscheidung liege aber bei mir. Ich meinte zu ihr,ich müsse eine Nacht drüber schlafen und am Morgen sage ich ihr meine Entscheidung.Natürlich hab ich die ganze Nacht Fern geschaut und mir den Kopf zerbrochen.Am Morgen war dann meine Entscheidung,dass wir ihm eine allerletzte Chance geben.Wir gingen zurück und das erste,was ich meinem Vater damals sagte,als ich ihm dann Auge in Auge gegenüberstand,war : " Wir geben dir noch eine allerletzte Chance,aber solltest du jemals wieder zu Saufen anfangen,sind wir weg.Wagst du es jemals,meine kleine Schwester oder meine Mutter zu schlagen,breche ich dir sämtliche Knochen". Er hat aufgehört zu saufen und wurde einigermaßen Normal.Aber mein Verhältnis zu meinem Vater damals sehr schwer.Ich konnte ihm auch nicht in die Augen schauen,hatte immer Angst,wenn er nach Hause kam und ich war auch immer in Angriffsstellung,falls er wieder ausflippen sollte.Mit 18 ging ich dann für 2 Jahre zur Bundeswehr und da habe ich dann erst gelernt,einigermaßen mit den Erinnerungen umzugehen.Bis Anfang letztes Jahr habe ich ich mich dann irgendwie durchs Leben geboxt,nur um nicht mehr zu meinen Eltern ins Haus zu müssen.Zwar hat sich in den letzten2-3Jahren das Verhältnis zwischen meinem Vater und mir einigermaßen gebessert,aber wahrscheinlich wird es nie ganz in Ordnung kommen.Mittlerweile wohne ich ja wieder bei meinen Eltern im Haus,habe aber meine eigene Arbeit und konnte meinem Vater beweisen,dass ich doch etwas Wert bin.Weder er hat sich bei mir noch ich habe mich bei ihm Entschuldigt.Bis heute nicht,da sind auch wir beide zu Stolz dafür. Was ich dir damit sagen möchte ist folgendes: " Egal was dein Vater oder dein Bruder tun oder sagen,DU bist für dich selbst zuständig,gib nicht auf,das ganze Leben ist ein Verdammt harter Kampf und das,was du gerade mit deiner Familie durchmachst,ist nur eine Vorbereitung,wenn du das überstehst,kann dir eigentlich,egal was irgendwann kommt,nichts mehr irgend etwas anhaben.Meiner Meinung nach warst du voll im recht,als du deine Mutter verteidigt und deinen Vater geschnappt hast.So hast du ihm gleichzeitig auch noch gezeigt,dass du klein Feigling bist und hast ihm ein bisschen Respekt eingeflößt.Alles wird irgendwann besser.Dein Vater kommt mit seiner und von deinem Bruder hervorgerufenen Privaten und Geld Situation nicht klar,will es aber aus Stolz auch nicht zugeben.Du musst dir nur eins sagen : " Ich werde nicht so wie ihr,euch zeig ich es,ich mache nicht die gleichen Fehler " so baust du dich auch gleichzeitig in deiner Motivation und deinem Selbstbewusstsein auf,denn kein Psychologe kann dir in diesem Fall von "Einsamkeit" helfen. Du musst selbst an dir Arbeiten,über deinen eigen Schatten springen und von Anfang an von kleinen Dingen und Situationen dich selbst aufbauen.Geh einfach mal auf die Straße und frage irgend jemanden um die Uhrzeit,wo die und die Straßen sind,suche dir über Chat irgendwelche Leute und schreibe ganz normal mit denen.Mit der Zeit bekommst du dann mehr Selbstvertrauen und wer sich selbst,dem vertrauen auch andere.Ich bin jetzt 27,bei mir hat es verdammt lange gedauert,mein Weg war verdammt hart und auch heute habe ich zwischenzeitlich immer noch Psychische Probleme,aber dann schaue ich immer auf mein Leben zurück,sehe meine Erfolge und weiß dass ich weiterkämpfen muss .Aufgabe ist Niederlage,Niederlage geht nicht.Und wenn du dich nicht aufgibst,wird das auch bei dir werden,davon bin ich fest überzeugt.WECKE DEN KÄMPFER IN DIR,DU HAST IN NÄMLICH AUCH !!!

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