Ich habe Stockflecken an der Zimmerdecke, an allen Fenstern läuft das Kondenzwasser...

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15 Antworten

Beschlagene Fenster von innen zeigen uns an, dass eine hohe Luftfeuchtigkeit im Raum vorliegt. Frage Dich woran das liegen mag. Neue Fenster dürfen nach Energieverordnungen nicht undicht sein, vielmehr muss der Bewohner sein Verhalten anpassen durch vermehrtes Lüften. Frage Dich ob Du richtig lüftest. Machst Du dabei immer das Fenster weit aus oder nur auf Kipp? Wie wird geheizt? Wird ausreichend geheizt oder auch mal gar nicht? Trocknest Du Wäsche in der Wohnung und machst dabei kein Fenster auf? Putzt Du nass und machst dabei kein Fenster auf? Kochst Du und machst dabei kein Fenster auf? Sind viele Pflanzen in der Wohnung? Lüftest Du am Morgen das Schlafzimmer nicht? All diese Fragen muss man sich stellen.

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Der Segen der Energieeinsparverordnung: DIN 4108-7 Luftdichtigkeit. Die Häuser werden immer luftdichter gebaut und saniert um die Anforderungen einzuhalten. Kleine Nebenwirkung: Der natürliche Luftaustausch und somit die Entfeuchtung der vorhandenen Raumluft wird unterbunden. Der Nutzer, Mieter oder Eigentümer, hat keine Möglichkeit mehr den notwendigen Luftwechsel herzustellen, wie denn auch wenn jemand morgens zur Arbeit geht und kommt abends wieder. Die Luftfeuchte schaukelt sich auf, setzt sich in Wände, Teppiche, Möbel usw. ab dann kommt der Schimmel. Schimmel ist schon was Feines, absolut genügsam, hat Zeit sich zu entwickeln, kommt zwischenzeitlich mit weniger Feuchte klar und wächst weiter wenn die Feuchte wieder vorhanden ist. Tja, der Segen der ENEV: Freipilz für alle, wir danken der Einergieeinsparung, Hauptsache dem Pilz gehts gut......

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Kommentar von denecke
09.02.2010, 23:52

Sehr schöne Antwort! DH! Gutachter, Schimmelberater und Schimmelsanierer lieben die EnEV und freuen sich auf die nächste Verschärfung. Ich hoffe, die anteilige Ironie meines Kommentars klingt heraus...

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Je kälter es draußen und je höher die Luftfeuchtigkeit im Raum, desto mehr kommt es zu Kondensatbildung an kühlen Oberflächen. Stundenlanges Lüften hilft nicht. Kurz mit Fenster weit auf lüften, den Raum wieder aufheizen und noch mal kurz lüften, das transportiert den größten Teil der Feuchtigkeit nach draußen. Also: Auch mit dem Heizen nicht geizen. Wenn aber vielleicht auch noch die Heizkörper nicht unter dem Fenster hängen oder aber durch Fensterbänke ganz oder teilweise überdeckt werden, fehlt die Konvektion (Warmluftstrom) Richtung Fenster. Dieses kühlt dadurch noch mehr ab und es kommt vermehrt zu Kondensatbildung.

Also Luftfeuchtigkeit überwachen. Hier mal eine Tabelle, welche Luftfeuchtigkeit im Raum bei welcher Außentemperatur max. vorhanden sein sollte (bei normaler Zimmertemperatur):

Außentemperatur - relative Luftfeuchte innen

> 10°C < 60%

5-10°C 50%

0-5°C 45%

< 0 40%

Falls es noch um mietrechtliche Fragen geht, hier noch ein Link bei Schimmel und Feuchtigkeit in der Wohnung: http://www.schimmelberatung-hannover.de/mietrecht-bei-schimmel.html

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Du musst mehrfach täglich für jeweils fünf Minuten TOTALDURCHZUG machen - bevor Du mogens das Haus verläßt, mindestens schon zwei mal. Dann wird es nicht kalt, aber die Luftfeuchtigkeit kann raus. Ach ja, bauartbedingt musst Du die Wäsche im Waschkeller waschen und trocknen und darfst nur max. fünf Min. lang duschen - für mehr Feuchtigkeit sind Häuser vor Bj. 198* nicht konstruiert und nicht nachrüstbar - Schimmel ist sonst kein Mangel.

Kondenswasser bildet sich bei den Außentemperaturen auch an ganz neuem Isoglas.

Du darfst auch tagsüber die Heizung nicht abstellen.

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sicher ein baufehler ! anscheinend ist auch das ganze haus schlecht gedämmt und es gibt viele kältebrücken! hast du im bad ein fenster ? wenn nicht, entlüftet evtl. das gebläse nicht richtig. da solltest du mal den filter wechslen. am besten ist aber, du ziehst aus der wohnung aus ! oder ist über dir vielleicht ein rohrbruch ???!!! auch stockflecken sind schimmel! das ist sehr gesundheitsgefährdend !

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Kommentar von didig
09.02.2010, 13:05

wobei man sagt, wenn die stockflecken oben sind, wird falsch oder schlecht gelüftet! sind sie unten, liegt es am bau. fenster dauerkippen soll man nicht ! 2-3mal am tag 10 min. lüften und gut heizen auf ca. 20 grad.

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Hier von Wärmebrücken sprechen zu wollen, wie einer meiner Vorredner,ohne den Sachstand prüfen zu können, ist sehr weit hergeholt und dann noch von Baumängeln zu sprechen. Man kann das von hier aus nicht ausschließen aber genauso wenig bestätigen. Das lässt sich nur vor Ort prüfen und ausschließen. Im Übrigen hat eine Wärmebrücke mit dem Kondensat an den Scheiben wenig zu schaffen. Ich habe zu diesem Thema schon einiges geschrieben und versuche es hier einmal mit einem Beispiel. Wenn man bei diesem Wetter in sein Auto einsteigt und dann die Scheiben beschlagen, ist das für alle normal und wird als gegeben hingenommen. Was wird gemacht, Gebläse voll an Heizung ganz auf und wenn alles nichts hilft Fenster auf. Beim Auto klappt das. Gelten denn in der Wohnung nicht die gleichen physikalischen Gesetzmäßigkeiten? Warum sollte also das, was im Auto als selbstverständlich angenommen wird nicht auch in der Wohnung ebenso funktionieren. Zugegeben, dass Beispiel ist sehr vereinfacht aber grundlegend ist es genau so. Ich rate Ihnen, holen Sie sich als erstes ein Hygrometer. hier können Sie den Feuchtegehalt der Luft messen. Bei diesen Temperaturen ist es leicht möglich, durch kontrolliertes Lüften unter 40% in der Wohnung zu erreichen. Eine weitere Voraussetzung ist Wärme. Diese muss kontinuierlich dem Wohnraum zugeführt werden. Das bedeutet, Heizung niemals ausschalten ggf. absenken aber nicht unter 18°C. Ein weiteres Problem könnten Rollos, Jallousien o.ä. vor den Fenstern sein. Die Fenster können sich dann nicht ausreichend erwärmen. Lüften immer mit komplett geöffneten Fenstern. Durchzug ist die beste Lüftung. Das Intervall muss nicht länger als 10 min. dauern. Ein guter Indikator ist, nach Öffnung beschlägt die Scheibe von außen, ist dieser Beschlag weg, Fenster zu. Beim lüften Heizung nicht ausstellen. MfG

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Kommentar von denecke
09.02.2010, 23:49

Dein Beitrag ist wirklich gut, deshalb auch ein DH. Aber theoretisch betrachtet ist eine kalte Oberfläche welcher Art auch immer eine Wärmebrücke. Wärme geht verloren, Bauteil kühlt sich ab, Luftfeuchtigkeit kann Kondensieren. Somit hängen Wärmebrücke und Kondenswasser schon zusammen. Richtig ist jedoch, dass bei beschlagenen oder schwitzenden Fenstern nicht zwangsläufig von einer Wärmebrücke im negativen Sinn ausgegangen werden sollte. Denn rein theoretisch ist, wie du schon sagt, in diesem Moment bei der Scheibentemperatur die Raumluftfeuchtigkeit einfach zu hoch.

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für die Fenster gibt es eine sehr gute Lösung. Sobald alles getestet ist, bekommst du bescheid.

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Kommentar von Fanny2009
09.02.2010, 13:04

was meinst du damit? Was getestet und von wem?

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Wende Dich erstmal an Deinen Vermieter, wenn Du der Meinung bist, daß es nicht am Lüften liegen kann

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Läuftfeuchtigkeit ist das Problem! Mehr Lüften. Vermieter drauf ansprechen. Wird vielleicht auch durch Baufehler verstärkt.

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kannst deine fenster auf kipp stellen? wenn ja probier mal aus ob es dann besser wird, das wird nicht zu kalt in der wohnung und du siehst ob es am lüften liegt oder einen anderen grund hat

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Kommentar von Padri
09.02.2010, 14:55

Das ist ein ganz schlechter Rat. Im Winter sollten keine Fenster länger als 10 Minuten auf Kipp stehen. Am besten in der kalten Jahreszeit gar nicht.

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In meiner Wohnung haben die Fensterbauer ein Stück aus der Dichtung geschnitten, damit die Außenluft etwas rein kann. Ich habe keinen Schimmel und keine Stockflecken.

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Kommentar von Fanny2009
09.02.2010, 13:01

muß das ein Fachmann machen oder kann ich das selber mit einem Teppichschneidemesser?

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Lüfte doch mal! 10 Minuten und das vielleich 2x am Tag.

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sind das vielleicht aluminium fenster.

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Kommentar von Fanny2009
09.02.2010, 13:02

nein, Holzfenster von 1992

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dichte fenster sind kein baumangel.

4x 5 minuten durchzug pro tag

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Also heizen müßtest du auch mal.

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Kommentar von Fanny2009
09.02.2010, 13:03

man verschwende doch nicht deine Zeit mit so dämlichen Antworten!!!

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