Gilt ein Hund ohne Genehmigung als geduldet?

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9 Antworten

Was die Mieterin unterschrieben hat, ist aus bereits genannten Gründen rechtlich irrelevant. Und dass das Bellen des inzwischen abgegebenen Hundes in der Vergangenheit nicht gestört hat, heißt noch lange nicht, dass das Bellen des verbliebenen Hundes es nicht aktuell und zukünftig stört. Du hattest weder die erforderliche Genehmigung für die Haltung eines Hundes, geschweige denn die zur Aufnahme eines zweiten.

Eine Nachbarin fühlt sich inzwischen gestört, der Vermieter hat Dir eine Frist bis Januar gesetzt. Sorry, Andrea, aber in dieses Problem hast Du Dich sehenden Auges hineinmanövriert und die Geduld aller Beteiligten überstrapaziert. Ich habe selbst einen Hund und trotzdem geht es mir auf die Nerven, wenn die Hunde meiner Nachbarn in einer Tour bellen, wenn sie alleine sind. Bei meinem Hund habe ich sehr früh alle Versuche, Geräusche zu „kommentieren“, unterbunden. Dass der Hausmeister nicht arbeiten kann, ohne dass Dein Hund anschlägt, liegt sicherlich nicht in der Natur des Hundes, sondern in Deinen Versäumnissen bei der Erziehung. Einen Hund dazu zu bekommen, dass er ruhig und entspannt alleine bleibt und nicht anschlägt, wenn er Geräusche hört, ist eine Frage des Trainings. Es liegt in Deiner Verantwortung, den Hund so zu halten, dass sich niemand gestört fühlt und entweder selbst daran zu arbeiten, oder mit Hilfe eines Trainers eine Lösung zu finden.

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Kommentar von Andrea662010
15.11.2015, 12:02

Wie ich geschrieben hatte, haben wir mit Hilfe eines Trainers gearbeitet. Mein Hund bellt wenig, wie ein Hund nun mal ist. Vielen Dank für diese tolle Anwort.

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Es geht nicht nur um die Erlaubnis zur Hundehaltung, sondern auch darum, dass nur eine gewisse Belastung mit Bellen geduldet werden muss.

Nach Gerichtsurteilen habe ich gelesen, Bellen nicht nach 22 Uhr und nicht vor 7 Uhr, nicht länger als 10 min am Stück und nicht mehr als eine halbe Stunde täglich. Das ist so ca. der zumutbare Rahmen nach der Rechtsprechung.

Du selber kannst ahnen, ob dein Hund hier drüber liegt oder nicht.

Als einziges bleibt die Zeit so gut wie möglich zu nutzen oder auch mit der "empfindlichen " Nachbarin in Kontakt zu treten und die Sachlage zu schildern.

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Kommentar von Andrea662010
15.11.2015, 10:06

Er bellt nie länger als 10 min, nur wenn der Hausmeister sauber macht. meine nachbarin hat mir sogar unterschrieben, dass das gebell nicht stört und hinten rum sich beschwert.

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Ich nehme an Dein Sohn war erwachsen als er ausgezogen ist. Das er Dir denn Hund geschenkt hat ist auch sehr lieb von ihm aber hat er noch nie davon gehört das man für Hundehaltung eine Erlaubnis braucht?

Ich nehme an das Du zu diesem Zeitpunkt auch schon berufstätig warst, auch das ist ein Punkt bei dem man sich erst einmal fragen muß ob ein Hund in dieses Leben passt. 

Wie lange ist der Hund denn allein? Wäre es vielleicht eine Möglichkeit für Dich wenn Du den Hund während Deiner Arbeitszeit woanders unterbringst?

Du schreibst immer von dieser Nachbarin die erst unterschrieben hat und sich dann beschwert hat. Ich würde sie mal fragen warum sie ihre Meinung so plötzlich geändert hat.

Ich habe als Kind etwas ähnliches erleben müssen als meine Mutter spontan einen  kleinen Welpen mit nach Hause brachte ohne sich groß Gedanken zu machen. Es kam dann auch so das der Hund gebellt hat und ein Nachbar sich beschwert hat, am Ende ist der arme Hund im Tierheim gelandet und ich und meine Brüder haben uns die Augen ausgeheult. Das wäre uns und dem Hund alles erspart geblieben wenn meine Mutter etwas mehr nachgedacht hätte.

Ich wünsche Dir viel Glück bei der Lösung Deiner Probleme.

LG

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In Deutschland gibt es kein Gewohnheitsrecht.

Wenn die Zustimmung lt. Mietvertrag erforderlich ist, kann das zu einer Abmahnung und auch zur Kündigung führen.

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Kommentar von Andrea662010
15.11.2015, 10:31

Wann darf denn die Zustimmung verwigert werden?

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Nein die 5 Jahre gelten nicht als Genehmigung. Also zu erst musst du einmal gucken was in dem Mietvertrag steht, wenn dort steht dass du einen Hund halten darfst dann brauchst du dir keine Sorgen machen. Aber wenn dort steht, dass du den Vermieter vorher um Erlaubnis fragen musst dann kann er dir jetzt sogar schlimmstenfalls das Mietverhältnis kündigen.

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Kommentar von Andrea662010
15.11.2015, 10:03

Im Mietvertrag steht, dass ich eine Genehmigung brauch

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Kommentar von sheloveshim12
15.11.2015, 10:41

Ja dann ist es leider so, dass der Vermieter dir das Mietverhältnis kündigen kann. Ich würde mir echt ne andere Wohnung suchen.

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Vielen Dank für die Antworten. Ich möchte nur nochmal kurz erwähnen, dass mein Hund nicht bellt und auch nicht stören ist. Es gab keine Beschwerden oder Ähnliches in den letzten 5 Jahren. Es ging einfach um die Hündin, mit der ich geübt habe. Ich finde die klugen Zeilen echt prima. Ich dachte hier kann man HILFE bekommen und keine Vorwürfe. Das ich einen Fehler gemacht habe, weiß ich wohl auch allein. Die Frist bis Januar hab ich vom Vermieter bekommen damit sie prüfen können, ob mein Hund ruhig ist. Ich habe nur die Befürchtung, dass ein bestimmter Mieter etwas behautet was nicht stimmt.

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Heutzutage braucht man den Vermieter nicht mehr um Erlaubnis fragen, wenn man einen Hund in der Wohnung halten möchte
Weil das zu den Persönlichkeitsrechten gehört (zumindest in Österreich)
Also darf dir der Vermieter die Wohnung nicht wegen des Halten eines Hundes die Wohnung Kündigung
ABER: Der Hund muss die, wie schon genannten, Ruhezeiten einhalten und darf nicht Stunden lang bellen
Jeder Hund bellt mal. Er ist ein Lebewesen und keine Maschine

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Kommentar von TrudiMeier
15.11.2015, 11:18

Das mag für Österreich gelten, in Deutschland ist ein Hund genehmigungspflichtig.

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Kommentar von NoNameMe
15.11.2015, 11:20

Darum hab ich das ja in Klammer dazu geschrieben 😜

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Kommentar von Andrea662010
15.11.2015, 11:22

Genau das hatte ich auch gelesen. Das Persönlichkeitsrecht gilt auch hier. Er bellt ja nicht stundenlang, das war die Hündin und die ist wieder bei meiner Tochter.

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Kommentar von wotan0000
15.11.2015, 12:26

Dann bleib man lieber in Österreich. ;-)

Bei uns sieht es anders aus.

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Kommentar von NoNameMe
15.11.2015, 18:08

Hatte nicht vor auszuwandern ;)

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Ich habe meinen Hund seit 12,5 Jahren. Unsere Katze war genehmigt - unser Hund nicht.

Er wird geduldet und alle mögen ihn, auch die, die uns gerne den Hals umdrehen würden.

Wenn er auffällig wird, kann man uns kündigen. Uns ist das egal, dann ziehen wir halt aus.

Ich kann aber jederzeit den Beweis bringen, dass unser Hund in der Wohnung keinen Pieps von sich gibt und auch der Vermieter weiss das.

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Kommentar von Andrea662010
15.11.2015, 10:46

Wie kannst du das denn beweisen? Genau das ist mein Problem, mein Hund bellt, wie jeder andere Hund auch mal. Das Problem war ja die Hündin. Die habe ich ja nun zu meiner Tochter zurück gegeben. Doch meine Angst besteht einfach, weil ich nicht weiß, wie meine Nachbarin sich jetzt verhält. Sie hat mir wie auch andere Mieter unterschrieben, dass das bellen nicht stört. (die Zeit als die Hündin noch da war) aber sich beim Vermieter beschwert.

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Es gilt immer noch, dass Hunde der Zustimmung des Vermieters bedürfen. Nun hast du dir einen ohne Zustimmung angeschafft. Es gehen Beschwerden von anderen Mietern ein und du bist abgemahnt worden mit der Auflage den Hund abzuschaffen.  Tust du das nicht, gibts die fristlose Kündigung. Punkt! Ein Gewohnheitsrecht gibt es im Mietrecht nicht. Auch wenn du nun solange Glück gehabt hast - es ist nicht mit einer Genehmigung gleichzusetzen. Dein Vermieter ist im Recht!

Wenn in deinem Mietvertrag steht, dass du eine Genehmigung zur Hundehaltung brauchst, warum zum Geier hast du die dir nicht geholt, sondern einfach so einen Hund angeschafft? Und jammerst nun, dass der Vermieter dich auffordert den Hund wieder abzuschaffen? Das darfst du dir ganz allein auf die Fahne schreiben.


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