Ich habe schon seit einiger Zeit eine Lebensversicherung. Mir ist aufgefallen, dass der Betrag den ich jährlich zahle nicht komplett auf den Gesamtbetrag anger?

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4 Antworten

Ich habe schon seit einiger Zeit eine Lebensversicherung.

Eine Lebensversicherung gibt es nicht. Es gibt die kapitalbildende und eine Risikolebensversicherung. Anhand deines Beitrags schlussfolgere ich, dass es sich um eine kapitalbildende handelt. In Zukunft solltest du hier aber präziser schreiben. Nicht immer wird das aus dem Kontext klar.

Mir ist aufgefallen, dass der Betrag den ich jährlich zahle nicht
komplett auf den Gesamtbetrag angerechnet wird. Z.B. 1900-.jährlich,
davon kommen nur 900-. auf den Endbetrag. ist das so richtig?

Natürlich.

Eine nach Art der Lebensversicherung kalkulierte Police hat einen sog. dreigeteilten Beitrag. Der größte Teil des Beitrags geht in den Sparanteil von dem anfänglich aber die Abschluss- und Vertriebskosten (Provision/Courtage) bezahlt werden.

Dann gibt es den Risikotopf, denn deine Police ist kein reiner Sparvertrag, sie sichert auch den Begünstigten gegen das vorzeitge Ableben der versicherten Person. Damit die Versicherung dies tun kann, auch nach z.B. dem Ableben innerhalb eines Monats, ist der Risikotopf bei einer KLV recht groß.

Und als letztes gibt es die Verwaltungskosten.

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Über die ersten fünf Jahre werden Abschlußkosten abgezogen, danach "nur noch" Service und Verwaltungskosten. Bei Fondsprodukten sind zusätzlich noch die dazugehörigen Fondskosten zu tragen. Das ist zwar "normal", führt aber in Summe dazu, dass sich Lebensversicherungen nur selten zur Kapitalanlage eignen. Wirklich Geld verdienen damit lediglich Banken, Versicherungen und dein Versicherungsverkäufer.  

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Kommentar von kevin1905
24.10.2016, 21:34

Altverträge sind renditetechnisch durchaus noch ziemlich interessant.

Wenn mit 4% garantieverzinst und steuerfrei in der Auszahlung, sollte man dies einfach laufen lassen.

Die Risikokosten für den Todesfallschutz hast du nicht erwähnt.

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Kommentar von Samy795
26.10.2016, 04:38

Naja, wenn der Break-even noch nicht erreicht ist, ist es wohl sicher kein Altvertrag.
Und über Todesfallabsicherung sprech ich in der Tat nicht, deswegen beziehe ich mich auf die LV als Kapitalanlage.

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Kommentar von Samy795
26.10.2016, 04:41

Ach ja: Die Steuerfreiheit bei Altverträgen ist auch nur dann interessant, wenn man den Gesamtbetrag entnimmt und sofort verpulvert. Bei Verrentung oder Wiederanlage verpufft dieses Argument genauso...

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Am Anfang bestreitet die Versicherung Ihren Unterhalt mit deinem Geld. So funktioniert das nunmal. Darum versichern Sie dich, damit du Ihnen dein Geld gibst mit dem Sie dann auf dem Finanzmarkt arbeiten können, sei es altmodisch durch Zinsen oder neu und gefährlich, durch Investmentfonds.

Erst ab etwa der Hälfte der Laufzeit eruiert eine Kapital-LV ein tatsächliches Guthaben gemessen an den eingezahlten Beiträgen.

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Kommentar von kevin1905
24.10.2016, 21:35

Investmtentfonds sind nicht gefährlich.

Es gibt eben gute und weniger gute. Langfristig sind Aktien bzw. Fonds jedoch mit die sinnvollste Geldanlage.

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Wenn das eine Kapitalbildende Lebensversicherung ist, dann entfällt natürlich ein Teil des Beitrages auf den Todesfallschutz, und ggf. auch noch auf einen zusätzlichen Todesfallschutz bei Unfall. Das müsste aber aus den jährlichen Mitteilungen des Versicherers hervorgehen.

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Kommentar von siola55
25.10.2016, 07:30

... und den größten Anteil in den ersten Jahren hast du leider vergessen - nämlich die Abschlußkosten bzw. die Provision für den Versich.vertreter!

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